FOOTBALL`S COMING HOME... UNSER GELIEBTER FUßBALL AUS DEN UNTEREN LIGEN


Berichte über unseren geliebten Amateur-Fußball aus dem Herzogtum Lauenburg, der Hansestadt Lübeck und der Verbandsliga Süd-Ost... und natürlich aus dem Mutterland des Fußballs...

Freitag, 24. Oktober 2008

Happy Birthday Matt le Tissier

Ein Gott für die Heiligen

Matt le Tissier kam als junger Mann von den Kanalinseln und wurde zur Ikone beim FC Southampton. Die Fußball-Welt hat »Le God« mit Traumtoren verzückt. Nun wird er so alt, wie er immer schon aussah: 40 Jahre.

Ein kitschigeres Ruhrstück hätte sich auch Kai Pflaumes »powered by emotion«-Redaktion nicht ausdenken können: Am 19. Mai 2001 trifft der FC Southampton im heimischen »The Dell« auf den FC Arsenal aus London. Es ist der letzte Spieltag der Saison. Dies wird kein alltägliches Premier-League-Spiel für die »Saints«, wie Southampton in England gerufen wird. Matt le Tissier ist nach langer Verletzungspause wieder einsatzbereit, Mitte der zweiten Halbzeit steht er am Spielfeldrand und wartet auf seine Einwechslung. Matt le Tissier: So einen wie ihn hat der Klub noch in seiner über 100-jährigen Historie noch nicht gesehen. Ein Anarchist auf dem Platz, »a genius«, wie Kollege Paul Gascoigne »le Tiss« bewundernd nennt. Seine Tore: ein Genuss. Einzigartig in ihrer Kreativität und Vollendung. Die Fans der »Saints« sind am 19. Mai 2001 nach 90 Minuten fast »overpowered by emotion«, kleinen Jungs und bulligen Glatzköpfen mit Stiernacken stehen die Tränen in den Augen. Sie haben einen guten Grund zum Heulen.

Wer ist dieser komischer Kerl mit der großen Nase, dem etwas zu groß gewachsenen Kopf und den staksigen Bewegungen, der aber in jeder Situation auf dem Fußballplatz das Richtige zu tun scheint? Das fragen sich auch die Verantwortlichen vom englischen Traditionsverein FC Southampton, spätestens als im Frühjahr 1985 der U-15-Nachwuchs von Vale Recreation die »Saints«-Jugend auseinander nimmt, und der Junge mit den langen Beinen die verdatterten Gastgeber mehr als ein halbes Dutzend Mal böse narren kann. Der Ruf eilt dem Extravaganten voraus: Für Vale soll er regelmäßig mit direkt verwandelten Eckstößen Tore erzielt haben. Mario Basler (im Übrigen der gleiche Jahrgang wie le Tissier) lässt grüßen.

Über Jahre hinweg verkannt

Vale Recreation, Matts Heimatverein auf den Kanalinseln. Dort wird Matthew Paul le Tissier am 14. Oktober 1968 geboren. Dieses merkwürdige Völkchen von der Inselgruppe ist den Briten suspekt, dürfen sich die Bewohner ihre Staatsangehörigkeit doch selber aussuchen. Nur wenige Jahre später, le Tissier gilt bereits als einer der raffiniertesten Offensivspieler im englischen Fußball, buhlen die Nationalteams um den Stürmer. »Le Tiss« entscheidet sich für England und gegen Frankreich – und wird zum Dank dafür über Jahre hinweg verkannt. Doch dazu später mehr. Southampton sichert sich diesen Rohdiamanten von der Insel Guernsey und macht ihn zum Profi. Am 2. September 1986 gibt er sein Debüt und spielt sich spätestens dann in die Herzen der Fans, als er in einem späteren Ligaspiel der Saison einen Hattrick gegen Leicaster erzielt. Doch nicht irgendeinen Hattrick: Die Spielfläche ist von Schnee bedeckt, die Partie erinnert zeitweise mehr an »Stars on ice« als an ein normales Ligaspiel. Nur der Junge von den Kanalinseln gleitet elegant durch das weiße Pulver und erzielt drei aufregende Tore.

Vier Jahre später ist der talentierte Schlacks bereits eine feste Größe bei den »Saints«. Sein Trainer überträgt ihm die Verantwortlichkeit bei Strafstößen. Bis zu seinem Karriereende tritt der beidfüßig begabte Offenspieler 49-Mal an den Punkt. Matt wird sie alle verwandeln. Nun ja, nicht ganz. Einzig dem international wenig bekannten Mark Crossley gelingt, es einen Elfmeter abzuwehren. Als Crossley den Ball pariert ist das Stadion paralysiert, nur le Tissier muss später grinsen. Der Schalk sitzt dem Insulaner im Nacken, zudem ist seine Spielweise geradezu provokant exotisch, oft sieht man ihn nur über den Platz schlendern, als befände er sich gerade beim Weihnachtseinkauf. Die Folge: Seine Kritiker werfen ihm eine schlampige Spielweise vor, wollen ihn rennen und schnaufen sehen, wie all die anderen Kraftpakete auf englischen Fußballplätzen. »Le Tiss« antwortet mit Toren, 162 erzielt er in der Liga, 47 weitere gelingen ihm in den diversen Pokalwettbewerben.

Ungezählt hingegen sind seine Geniestreiche, sagenhafte Dribblings, die sich jeder vernünftigen Erklärung entziehen. Er ist nicht schnell, wie Kevin Keegan, die »Mighty Mouse«, nicht so geschmeidig wie der Franzose Zidane, nicht so fintenreich wie seinerzeit Ronaldo. Er ist »Le God«, wie ihn die Fans rufen. Sie liegen ihm zu Füßen, wenn er wieder einmal eines seiner fantastischen Tore erzielt hat. Er braucht nur kurz mit dem Hintern zu wackeln, seine Beidfüßigkeit geschickt einzusetzen, wenige Täuschungsmanöver um die hochgezüchteten englischen Verteidiger wie Besucher einer Tupper-Party aussehen zu lassen. Seine imposanten Slalomläufe weiß le Tissier oft mit großartigen Schüssen abzuschließen, von ihm getretene Bälle scheinen langsam durch die Luft zu gleiten, um dann doch in einem perfekten Bogen im Tor einzuschlagen.

Längst sind seine schönsten Tore auf diversen Internetportalen oder Videos veröffentlicht. Sie zu beschreiben wäre nur ein fauler Versuch, die atemberaubende Kreativität in Wörter und Sätze zu bannen, sie zu sehen ist ein außerordentlicher Genuss. In der Saison 1995/96 versenkt er einen 40-Meter-Lob gegen die Blackburn Rovers, der Treffer wird zum »Goal of the season« gekürt. Der »Saints«-Angreifer gehört mittlerweile zu den aufregendsten Spielern, die das Königreich zu bieten hat, das sehen sie nicht nur im »the Dell« so. Bereits 1994 darf le Tissier zum ersten Mal das Trikot mit den »Three Lions« berufen, doch die Verantwortlichen um die Nationaltrainer Terry Vanables und Glenn Hoddle scheinen den Kompetenzen von »Le Tiss« nicht ganz zu vertrauen. Bis zu seinem Ende seiner internationalen Karriere 1998 bestreitet le Tissier nur magere acht Länderspiele. Ein Witz.

Zur nationalen Schande wird es, als der Venables-Nachfolger Hoddle le Tissier nicht für die Weltmeisterschaft 1998 nominiert. Und das, obwohl »Le God« kurz zuvor im Spiel der B-Mannschaften einen Hattrick gegen Russland erzielt hat und in demselben Spiel sogar noch zweimal die Latte trifft. Hoddle, der die Tore im Stadion verpasst hat, berücksichtigt ihn nicht einmal für den vorläufigen 30-Mann-Kader. Die englische Fußballseele kocht, zumal die nationale Auswahl in Frankreich erwartungsgemäß scheitert. Der Betroffene selbst bleibt sachlich und betont später nüchtern: »Wahrscheinlich hätte ich mehr Spiele gemacht, wenn ich mich für Italien oder Frankreich entschieden hätte«

»He gets the ball, he takes the piss! Matt Matt Le Tiss!«

Auf Vereinsebene bleibt le Tissier hingegen ein umschwärmter Ausnahmekönner. Ein Wechsel zu den Tottenham Hotspurs scheitert Mitte der Neunziger an den finanziellen Möglichkeiten der »Spurs«, auch Manchester United und der FC Chelsea buhlen um seine Dienste. Vergebens. »Le Tiss« bleibt Southampton treu und avanciert damit zu Ikone. Chelseas Ex-Manager Matthew Harding wird später mit der Behauptung zitiert, dass er für die Verpflichtung von le Tissier den damaligen Transferrekords des Vereins gebrochen hätte. Doch die »Saints« behalten ihren Gott und zelebrieren für ihr Idol ein würdiges Tribünen-Choral: »Le Tiss!
Le Tiss! Matt Matt Le Tiss! He gets the ball, he takes the piss! Matt Matt Le Tiss!« Im Spätherbst seiner Karriere zwingen ihn hartnäckige Verletzungen immer häufiger auf die Bank, er wird dennoch 540 Pflichtspiele für seinen Verein absolvieren, dem er bis zu seinem Karriereende nach der Saison 2001/02 treu bleibt.

Am 19. Mai 2001 erheben sich die Zuschauer im altehrwürdigen »The Dell« von ihren Plätzen. Am Seitenrand lockert Matt le Tissier noch einmal kurz die Muskeln, ein kurzer Sprint auf den Platz, der Gruß für die Anhänger, und der mittlerweile 32-Jährige ist in seinem Element. Es steht 2:2, der Favorit aus London macht das Spiel, doch das Spiel entscheidet le Tissier. Da steht er, auf Höhe des Elfmeterpunkts, der Ball fliegt in seine Richtung. »Le Tiss« hat den Kopf oben, dreht sich unmerklich und hämmert den Ball mit linken Fuß aus der Drehung am verdutzten Arsenal-Keeper Jens Lehmann ins Netz. Die »Saints« gewinnen 3:2, ihr Liebling hat getroffen. Was sie noch nicht wissen können: Arsenal wird anschließend eine nie zuvor da gewesene Serie starten und ein Jahr lang kein Spiel mehr verlieren. Und: Matthew le Tissier hat sein letztes Tor erzielt.

Im März 2002 gibt »Le God« sein Abschiedsspiel, 30.000 Menschen sind ins »The Dell« gekommen, um Southampton gegen die England All Stars zu sehen. Als Matts kleiner Sohn ein paar Tore schießen darf, dröhnt die Masse: »Sign him up!«. Doch auf einen Nachfolger des listigen Nationalstürmers, der heute für den Sender Sky Sports berichten darf, müssen die »Saints« wohl noch lange warten. So ein Gott kommt schließlich nicht alle Tage.

Mittwoch, 22. Oktober 2008

3-3 BEI DEN BAYERN... FÜR MICH WIE DAS WUNDER VON BERN :)


"Mann, der Grote"

von Oliver Birkner (Kicker)

Seinen Verein sucht man sich nicht aus. Man ist eben nur zur richtigen Zeit am falschen Platz. In den 70ern verführte mich ein Mitglied des Familien-Ältestenrates zum VfL Bochum, sagte jedoch, als ich mit sechs Jahren endlich mal ins Ruhrstadion wollte: "Lass mal, du bis' noch zu jung, um dia dat anzutun." Heute weiß ich, was er meinte.

Als ich 1993 nach Italien zog, fischte ich erneut das ganz große Los. Natürlich erschlug mich an der Uni Bochum die Liebe nicht bei einem Mädel aus der Stadt des Rekordmeisters Juventus oder dem globalen Titelabräumer Mailand. Es musste Bologna sein. Schließlich führt man dort auch "BO" auf dem Nummernschild. Bei meinem ersten Stadionbesuch in der Arena "Dall'Ara" stieg der Klub in die Serie C ab.

Wie dem auch sei, der vergangene Samstag entpuppte sich zu einem Schreckens-Szenario. Bologna und Bochum spielten am selben Tag auswärts gegen die jeweils amtierenden Landesmeister Bayern und Inter.

Auf der mittäglichen Einladung zum Grillfest bei Freunden ging mein minütlicher Blick um 17 Uhr dann doch vom Livescore des Handys zur Salsiccia, der italienischen Bratwurst, als es in der Allianz-Arena 3:1 stand. Um 17.10 Uhr rief mein Bruder an: "Der Grote, jaaaaaaa, VfL, wieder da, der Grote, Bochum 3, jaaaa, scheiße, Ecke für Bayern?." Meine Salsiccia taumelte umher wie Herr Rensing, und ich röchelte: "Der Groteeeee!", worauf der italienische Teil der Party irritiert aufschaute, meine englischen Kumpels Michael und Richard aber vorbildlich riefen: "Come on the Botschum!"

Vom Grill in Bologna ging es mit meiner Frau abends nach Verona zum Konzert einer der populärsten Rockgruppen Italiens – Ligabue. Wäre der Kopf der Band nicht Inter-Fan, wäre die Kombo makellos. "Mann der Grote, 3:3, bei den Bayern!" sagte ich dermaßen oft im Delirium, dass mich die Gattin am liebsten per Tritt aus dem Wagen befördert hätte. Den Gedanken gab sie nur auf, weil sie keinen Führerschein besitzt.

Ein Lied von Ligabue heißt "Tra palco e realtà" (Zwischen Bühne und Realität). Ein treffender Titel. Denn als die letzten Noten des Songs gegen 22.20 erklangen, erfuhr mein gefühlt 2000. Blick aufs Handy: Risultato finale da San Siro, Inter 2 – Bologna 1. Beide Meister an einem Tag in die Schranken zu weisen, war auch eine anmaßende Hoffnung.

"Warum warst du eigentlich so gelassen, als Bologna verloren hat?" fragte meine Frau auf der Rückfahrt nach Florenz. "Aus Erfahrung", sagte ich beiläufig und tröstete mich bei Partien gegen Inter wie immer mit dem Gedanken an 1964.

Mit Helmut Haller gewann Bologna gegen die Nerazzurri damals in Rom das erste und einzige Entscheidungsspiel um den Scudetto. Vier Tage zuvor war der Presidentissimo Renato Dall'Ara nach 30-jähriger Amtszeit verstorben. Autor Frank Goosen schrieb einmal von seiner Hoffnung, bei großartigem Sex zu sterben. Von einem solch eleganten Abtritt können natürlich nicht viele prahlen. Wer auch immer für die Ansetzung der Abschiedsdaten verantwortlich ist, sollte sich schämen. Vier Tage vor einem Meisterschaftsgewinn????

Ähnliches dachten sich wohl 1987 einige Fans von Napoli, die ein ungünstiges Datum erwischt hatten. Damals gewannen die Azzurri ihren ersten Scudetto und jemand malte auf die Friedhofsmauern: "Ihr wisst nicht, was ihr verpasst habt!" Lieben Dank auch, das wussten sie sicher.

Und so haben Bochum und Bologna eben doch ihre charmanten Vorteile. So etwas kann mir mit den beiden Teams nicht passieren, dachte ich spätnachts im Bett und schlief mit einem letzten "Mann, der Grote" zufrieden ein.

Oliver Birkner lebte bereits von 1993 bis 1999 in Bologna. Nach seiner Zeit beim kicker in Deutschland (2004 - 2007) entschloss er sich aus Nostalgie wieder auf die Halbinsel zurückzukehren. Nun berichtet er als Korrespondent für kicker Print und Online aus seiner neuen Heimat Florenz.

Dienstag, 21. Oktober 2008

KREISLIGA LÜBECK/LBG.


Bor. Möhnsen – TSV Siems 0-0

Wer hätte das gedacht, die Borussia holt auf dem heimischen Kuckucksberg einen verdienten Punkt gegen den, mit dem BSSV an der Spitze stehenden, TSV Siems. Dabei standen die Vorzeichen vor dem Spiel alles andere als gut, die Liste der ausfallenden Spieler wurde länger! Neben Christoph Czygan, der in Paris weilte, Emrah Tastekin, auf ein 4-wöchiges Seminar in Frankfurt, meldeten sich auch noch Florian Heitmann und Tarik Saleh verletzt ab.

Beide bissen aber auf die Zähne und nahmen erstmal auf der Bank Platz. Die Mannschaft bedankt sich an dieser Stelle noch mal bei den beiden "Oldies" Jens Kanschat und Dennis Vokuhl, die beide kurzfristig zur Verfügung standen. Nach der 0:5 Klatsche im Hinspiel brannten die Möhnsener natürlich auf Wiedergutmachung! Die Gäste begannen stark und hätten nach 2 Minuten bereits führen müssen, ein langer Ball in den Strafraum, Keeper Bastian Siemers rutschte aus und der Knipser der Liga Schellhammer, hätte den Ball ins Tor tragen können! Es sollte für lange Zeit die einzige Chance bleiben, die Borussen kämpften sich ins Spiel und erspielten sich einige Möglichkeiten. In der 20. Minute zappelte der Ball dann auch im Lübecker Tor, eine Flanke von John Willers wurde immer länger, doch Markus Buer behinderte den Torwart aus einer Abseitsposition.

Kurze Zeit später verpasste Matthias Kock mit einem Kopfball nur knapp das Lübecker Gehäuse! Kurz vor dem Pausenpfiff mussten die Möhnsener eine bittere Pille schlucken, der in der 1.Halbzeit stärkste Borusse Björn Hoffmann verletzte sich bei einem Tritt so sehr, dass er ausgewechselt werden musste. Der angeschlagene Tarik Saleh kam ins Spiel und knüpfte trotz Handicaps an seine Leistung in Kücknitz an. Der TSV Siems versuchte in der 2.Halbzeit mit ihrer spielerischen Klasse die Borussen an die Wand zu spielen, phasenweise gelang es ihnen auch, doch große Chancen bleiben aus. Die Borussia setzte weiterhin auf Kampf, Leidenschaft und Konter!

Mit Erfolg, denn die gesamte starke Möhnsener Truppe ließ nichts mehr zu und hätte durch John Willers 5 Minuten vor dem Ende fast noch den Siegtreffer erzielt, doch auch dem TSV Siems hätte dies kurze Zeit später gelingen können! Beide Trainer waren sich nach dem Spiel einig, es war ein gerechtes Remis! Die Glückwünsche vom Büchen Siebeneichener SV ließen nach dem Schlusspfiff nicht lange auf sich warten.

Aufstellung Borussia Möhnsen: 1 Bastian Siemers - 4 Malek Saleh, 5 Matthias Kock, 3 Henning Eggers - 7 Frederik von Elm, 11 Dshivan Saleh, 6 Jens Kanschat, 2 Christopher Pagel, 8 Markus Buer (75. 12 Robin Wind), 10 Björn Hoffmann (46. Tarik Saleh) - 9 John Willers


Türkischer SV – BSSV 1:3 (0:1)

Im Rückspiel gegen den Türkischen SV wollte sich die Meins-Elf für die enttäuschende Partie der letzten Woche rehabilitieren und sich spielerisch wieder steigern.

In der Anfangsphase gelang dies auch und der BSSV spielte ganz passabel nach vorne und wurde dafür bereits in der neunten Minute belohnt. Bastian Tolle setzte sich an der Grundlinie durch und flankte haargenau auf Magnus Möhrmann, der den Ball aus 5m versenkte. Was danach geschah lässt sich allerdings nicht erklären. Ein enttäuschend schwacher Spielaufbau und eine unzureichende Defensivarbeit ließ den Türkischen SV zur absolut spielbestimmenden Mannschaft bis zur Pause avancieren. Nur der Abschlussschwäche und einem starken André „Biene“ Behncke war es zu verdanken, dass der BSSV zur Halbzeit nicht 1:3 oder 1:4 zurück lag, sondern zum Seitenwechsel sogar weiterhin führte.

In die zweite Hälfte starteten die Büchener jedoch mit einer anderen Körpersprache und kämpften sch zurück ins Spiel. In einer Phase, in dem man die Partie dann wiederum besser in den Griff bekam fiel das 1:1. Zum Glück konnte Malte Hahn fast im Gegenzug wieder die Führung erzielen und die Mannschaft gleich wieder aufmuntern. Wenig später schloss Matthias Krüger einen Konter eiskalt zum 3:1 ab. In der Folge zeigten die Büchener auch spielerisch wieder eine Steigerung ließen aber ebenso viele Hochkaräter ungenutzt, wie es die Türken in der ersten Halbzeit vorgemacht hatten.

Fazit: Eine frühe Führung gab nicht die nötige Sicherheit, sondern schien den BSSV zu lähmen. Nach der Pause steigerte man sich, brauchte aber anscheinend den Gegentreffer, um voll in Fahrt zu kommen und letztlich einen Sieg einzufahren. Dieser ist als glücklich einzustufen, weil der Gastgeber bis zur Hälfte schon weit hätte davonziehen können. Ein Sonderlob verdiente sich in dieser Partie André „Biene“ Behncke, der seine starke Form seit Saisonbeginn unterstrich und mit einigen Paraden Schlimmeres verhinderte.

Aufstellung: A. Behncke – H. Nitsch, S. Gleu, P. Lukaszczuk, S. Kraak – M. Hahn , J. Sievert, B. Tolle, Chr. Kokartis (ab 70. Min.: S. Renfert) – M. Krüger (ab 70. Min.: Th. Piel), M. Möhrmann


SIG Elmenhorst – SV Krummesse 0-3 (0-2)

Die SIG ist weiter auf Talfahrt, auch gegen die Kornbrenner gab es eine Niederlage. Dabei hatte sich das Team von Coach Reinke viel vorgenommen, aber dieses Vorhaben wurde durch die Führung des SVK durch Pilarski (16.) zerstört.

Nach diesem Gegentreffer lief wieder wenig zusammen bei den Gastgebern. Sie konnten nicht mehr agieren, sondern mussten reagieren. Dummer (32.) erhöhte noch vor dem Wechsel für die Gäste, den Sack machte Schlichting (73.) zu.


TuS Lübeck – Phönix Lübeck 0-4 (0-3)

Diesen Sonntag haben die Phönixer bewiesen, dass der Adler wieder im Aufschwung ist. Die Phönix-Mannschaft hat ihre alten Tugenden wieder gefunden. Das Spiel ging auf Phönix Seite munter los. Nach einer Vorlage von T. Rach erzielte K. Güler in der 22. Spielminute den Führungstreffer zum 0:1. Hin und wieder wurde eine Großchance ausgelassen. T. Nzumba erzielte in der 37. Spielminute das 0:2.

Vorausgegangen war ein von A. Cengiz ausgeführter Freistoß. Kurz vor Halbzeitpfiff (44. Spielminute) lieferte abermals T. Rach die Vorlage, die dann M. Maluvunu zum Halbzeitstand 0:3 verwandelte. Nach Wiederanpfiff verwaltete die Phönix-Mannschaft das Ergebnis, ohne allerdings das Spiel aus der Hand zu geben. Im Gegenteil, Chancen bestanden genug, allerdings war entweder die Latte oder der gegnerische Keeper im Weg. M. Maluvunu krönte seine gute Leistung in der 78. Spielminute mit dem Tor zum Endstand 0:4. Die Vorlage dazu kam von S. Wahab, der vorher eingewechselt worden war. Heute konnte man wieder von einer überzeugenden Mannschaftsleistung sprechen.

Mannschaftskader: O. Eggert, S. Gosch, D. Sevilen, T. Nzumba, J. Benke, A. Meier (84.
R. Zarza Del Barrio), K. Güler (78. M. Tekeli), M. Maluvunu, S. Grün (63. S. Wahab), A. Cengiz, T. Rach


TSV Travemünde – TSV Berkenthin 3-0 (1-0)

„Heute hat alles gestimmt, wir haben gut gespielt und die Viererkette stand sicher“, war Travemündes Sprecher Günther nach dem Schlusspfiff erleichtert. Seine Mannschaft bestimmte über fast 90 Minuten das Spiel und ging durch Kuck (21.) folgerichtig in Front. Weitere gute Möglichkeiten ließen Wiese und Müller aus.

In den letzten zwanzig Minuten erhöhte die Eilers-Truppe noch einmal das Tempo und drückte auf die Entscheidung. Stolzenburg (73., 90.) war mit seinen zwei Treffern dann der Goalgetter des Tages. Die Gäste ließen nach dem 3:3 im Hinspiel viele Fragen offen. Sie waren zwar bemüht, konnten dem Match aber keinen Stempel aufdrücken.

KREISKLASSE A


BSSV III – SSV Güster 1:4

Es wurde das erwartet schwere Spiel gegen die 3. Mannschaft des Büchen-Siebeneichener SV, doch am Ende konnte die Mannschaft in einer kampfbetonenten Partie verdientermaßen mit 3 Punkten in der Tasche wieder nach Hause fahren.
Nach wenigen Minuten hatte es allerdings noch gar nicht nach einem Erfolg für die Strube-Elf ausgesehen.

Auf der rechten Güsteraner Abwehrseite versuchte Mirco Schiersch den Ball weg zu schlagen, traf dabei aber unglücklich einen Gegenspieler, von welchem der Ball Richtung Toraus abprallte. Während die gesamte Mannschaft des SSV schon abgeschaltet hatte, zeigte sich der BSSV hellwach und war so zur Stelle, als der Ball eben doch nicht ins Aus rollte, sondern von der Eckfahne abprallte und somit noch im Spiel war. Nach der darauf folgenden Hereingabe hatte ein Siebeneichener Stürmer keine Mühe, zum 1:0 zu vollenden. Ein Tor das man sicherlich so nicht alle Tage zu sehen bekommt. In der Folgezeit schaffte es der SSV nicht, das starke Kombinationsspiel aufzuziehen, welches die Mannschaft an guten Tagen auszeichnet.

Als kleine Entschuldigung dürfen hier allerdings die wirklich miserablen Platzbedingungen genannt werden. Optisch war man zwar überlegen, Torchancen wurden jedoch kaum herausgespielt und es war nur dem Glück zu verdanken, dass man nicht noch mit 2:0 in Rückstand geriet. Mitte der zweiten Halbzeit folgte dann der nächste Rückschlag: Nach einem Kopfballduell musste Stürmer André Kossowski mit einer Platzwunde ausgewechselt werden, für ihn kam Leif Lewinski. Erst in den letzten 10 Minuten vor der Pause verbesserte sich das Spiel des SSV und es konnte der Ausgleich erzielt werden.

Das 1:1 besorgte Sören Jessen aus kürzester Distanz, nachdem Julius Berghof nach einer Hereingabe per Kopfball noch am Torhüter gescheitert war. Mit demselben Ergebnis ging es dann auch in die Halbzeitpause. Nach dem Seitenwechsel suchten die Güsteraner erneut ihre Linie und schafften es zunächst nicht, den Gegner in ernsthafte Gefahr zu bringen. Nun entschloss sich Trainer Strube, die Offensive zu stärken und er schickte Libero Alexander Warremann als dritten Stürmer in die Spitze. Seine Position übernahm Björn Gödeke, für den Mirco Schirsch, der heute als Kapitän auflief, weichen musste. Die Nummer 5 des SSV gab damit nach zwei Spielen Pause sein Comeback. Er brachte auch gleich die gewohnte Sicherheit in die Abwehr, indem ihm bei seiner ersten Aktion der Ball versprang und er damit beinahe eine Großchance des Gegners einleitete.

Das Güsteraner Spiel verbesserte sich nun im weiteren Verlauf der Partie, was auch damit zu tun hatte, dass Büchen sich zunehmend mehr mit dem Schiedsrichter auseinandersetzte, als mit dem Gegner. Mitte der zweiten Hälfte fiel dann auch endlich das erlösende 1:2. Nach einer Flanke von der rechten Seite durch Christian Lüdtke gelangte der Ball zu Berghof, der ihn am Torwart vorbei schob, woraufhin schließlich Lewinski die Kugel entscheidend über die Linie drückte. Durch die Führung tat Güster sich jetzt deutlich leichter und beherrschte den Gegner eindeutig. Kurze Zeit später zog Berghof auf der linken Seite in den Strafraum ein, wo er regelwidrig zu Fall gebracht wurde. Den fälligen Strafstoß verwandelte Warremann im zweiten Versuch, nachdem dieser wiederholt werden musste, zum 1:3.

Unmittelbar vor dem Abpfiff gab es erneut Elfmeter für die Gäste. Diesmal war Warremann gefoult worden und Jessen versenkte sicher zum 1:4.
Auch wenn die wieder zahlreich mitgereisten Güsteraner Fans heute kein hochkarätiges Spiel zu sehen bekamen, wurde ihnen, vor allem in der zweiten Hälfte, eine kämpferisch ansprechende Leistung geboten und am Ende sprang ja auch ein völlig verdienter 4:1-Sieg heraus. Aus diesem Spiel kann man mitnehmen, dass die Mannschaft der harten Gangart ihres Gegners getrotzt hat, sich auch durch zahlreiche Provokationen nicht aus der Ruhe bringen ließ und schließlich auf einem Platz, auf dem technisch hochwertiger Fußball schlicht unmöglich war, gewinnen konnte. Man scheint also bestens gerüstet für das kommende Heimspiel gegen Mölln II.

Das Aufgebot des SSV Güster: 1 Ole Oetjen - 3 Micrco Schiersch (C), 4 Martin Edler, 11 Alexander Warremann - 6 Thomas Kahl, 8 Christian Lüdtke, 12 Kevin Wehrenberg, 13 Felix von Warburg, 14 Sören Jessen - 9 André Kossowski, 10 Julius Berghof 5 Björn Gödeke (ab 65.), 15 Leif Lewinski (ab 25.) 2 Güray Zigni


SSV Schnakenbek – SV Breitenfelde II 3-1 (2-0)

Am vergangenen Spieltag bot die zweite Herrenmannschaft des BSV eine indiskutable Leistung. Der vermeintlich schwache Gegner aus Schnakenbek (Hinspiel 2:0 für den BSV) besiegte die dezimierte Mannschaft um Aushilfstrainer Hans-Werner Gothmann hochverdient.

Der negative Trend der frühen Gegentore hielt auch in diesem Spiel an und der BSV lag nach einer knappen halben Stunde bereits mit zwei Toren zurück. Gegentore, die die neu formierte Hintermannschaft wie ein Hühnerhaufen aussehen ließen. Breitenfelder Torgefahr ging in der ersten Spielhälfte nur durch ein paar Fernschüsse aus. Ein indirekter Freistoß innerhalb des Strafraums der Schnakenbeker, den der Unparteiische anstelle eines vielleicht gerechtfertigten Strafstoßes gab, brachte auch nichts ein.


Hälfte Zwei begann mit einer großen Torchance für Sven Huth nach einem Freistoß von Klaus Galle. Freistehend und überrascht konnte der Ball jedoch nur knapp übers Tor gehoben werden. Die zweite gute Möglichkeit ließ sich Huth allerdings nicht nehmen. Nach einem scharf hereingebrachten Eckstoß von Fabian Kramm, erzielte er den 2:1 Anschlusstreffer per Kopf. Leider blieb nun die erhoffte Aufholjagd aus und nach schlampiger Abwehrarbeit fing man sich sogar das dritte Gegentor zum 3:1 Endstand. Auch verschiedene, taktische Positionswechsel trugen an diesem Tag nicht die erhofften Früchte.

Bis auf Huth und Kramm, die ihre Normalform abrufen konnten sowie Heitmann und Külz, die zeigten, dass sie auch in Zukunft in der Startelf stehen wollen, enttäuschten alle Breitenfelder auf ganzer Linie. Besonders über elementare Dinge wie Aufopferungsbereitschaft, Disziplin und Teamgeist sollten sich alle Spieler, und nicht zuletzt die Abwesenden, nun ihre Gedanken machen.

BSV-Torschützen: 2:1 Huth (55.,Vorlage Kramm)

Aufstellung: Kröger - Martens, Galle (C), Schmöckel - Sierck, Heitmann, Külz,
Kramm, Dubberstein - Celik, Huth


TSV Seedorf/Sterley – GW Siebenbäumen II 2:3 (1:1)

Im Spiel beim Tabellenletzten hätten wir nach Chancen gut und gerne Zehn zu Drei gewinnen können… oder sogar müssen. Vor dem Tor waren wir an diesem Tage einfach zu schlecht!

Wichtig und das einzig Positive an diesem Tag… wir haben drei wichtige Punkte eingefahren und morgen fragt keiner mehr nach dem "Wie“!!! Die Tore erzielten: 0:1 Seidler (31.), 1:1 (41.), 1:2 D.Hempel (66.), 1:3 Seidler (73.), 2:3 (83.)


Möllner SV II – BSSV II 2-1 (0-0)

Das Auswärtsspiel auf dem bekannt schlechten Kunstrasenplatz in Mölln verlor der BSSV in allerletzer Sekunde. In der ersten Halbzeit der Partie gegen Mölln, entstanden nahezu keine richtigen Möglichkeiten für beide Mannschaften. Das Spiel fand vorwiegend im Mittelfeld ab und kaum eines der Teams konnte sehenswerte Akzente setzen.

Der BSSV zeigte bis dahin ein schwaches Spiel und bis auf wenige Distanzschüsse, war Büchen kaum torgefährlich. Nach dieser bescheidenen ersten Hälfte, spielte sich das Geschehen aber dann in der zweiten Halbzeit ab. Nach nur fünf gespielten Minuten kam der Gastgeber zu einer guten Chance, die sofort genutzt wurde. Nach einem langen Pass in den Raum konnte sich der Möllner Stürmer gegen den Abwehrspieler durchsetzen und zum 1:0 einschießen. Wie so häufig beim BSSV setze erst dieses Gegentor neue Kräfte frei und man begann das Spiel endlich in die Hand zu nehmen. Schon in der 62. Minute konnte man eine große Torchance herausspielen, doch die Büchener Offensive scheiterte.

In der 74. Minute gelang dann der ersehnte Ausgleich. Manuel Barwanitz setzte sich gut durch und schob den Ball ins lange Eck. In der Folgezeit hatten die Büchener weitere Möglichkeiten zur Führung, vergaben diese aber leider allesamt. Nach dieser Drangphase sah es so aus, als würde man mit geteilten Punkten den Platz verlassen. Doch für den BSSV kam es ganz bitter. Nach einer absoluten Fehlentscheidung des Schiedsrichters erzielte der Möllner SV in der 90. Minute noch das 2:1. Nach einem langen Ball in die Büchener Defensive standen mehrere Möllner im passiven Abseits. Richtige Entscheidung war weiterspielen zu lassen, da ein Möllner, der nicht im Abseits stand den Ball bekam.

Sein Querpass hätte den "Unparteiischen" aber aufmerksam machen sollen. Dieser erreichte nämlich einen Mitspieler, der zuvor noch im passiven Abseits stand, nun aber ins Spielgeschehen eingriff und es somit zum aktiven Abseits kommt. Dieser schoss den Ball schließlich zum 2:1 Siegtreffer ein. Danach pfiff er Erik Skubowius sogar noch zurück, der nicht im Abseits stand und eventuell noch eine Chance zum Ausgleich hätte nutzen können. Fazit: Sicherlich wäre das Unentschieden an diesem Tag nach den Leistungen der beiden Mannschaften gerecht gewesen, doch der Schiedsrichter schadete dem BSSV durch diese Fehlentscheidung. Schön, dass ein Möllner Rentner nach dem Spiel noch darauf hinwies: "Der Schiedsrichter kommt nicht aus Mölln." Also war es wohl auch für die Möllner offensichtlich, dass es letztlich nicht ganz fair zu Statten ging.

KREISKLASSE B


TSV Nusse – TSV Berkenthin II 1:1

Im Nachholspiel gegen den TSV Berkenthin gelang es dem TSV Nusse die Siegesserie des derzeitigen Tabellenführers zu unterbrechen. Nusse zeigte sich erstaunlich kampfeslustig und ballsicher. Für die Zuschauer und Fans war kein großer Tabellen- bzw. Punkteunterschied ersichtlich.

Der Gastgeber erkämpfte sich immer wieder den Ball und hatte in beiden Halbzeiten gleich mehrere Chancen zum Punkten. Bereits in der 17. Minute ergriff dann Tim Riskowski eine dieser Chancen und schoss aus beachtlicher Entfernung auf das Tor von Marco Block. Dieser hatte jedoch Pech als der Ball von der Latte zurück an seine Hand und dann ins Tor prallte. Für Tim das wohl genialste Geburtstagsgeschenk an diesem Tag.

Doch das lies Berkenthin nicht so einfach auf sich sitzen. Schon 15 Minuten nach dem 1:0 für Nusse erzielten sie den Ausgleich. In der Zweiten Halbzeit kämpften beide Mannschaften eifrig weiter um den Ballbesitz und um weitere Tore. Doch diese blieben leider aus. Somit trennten sich der TSV Nusse und der TSV Berkenthin mit einem 1:1 unentschieden. FAZIT: Ein sehr schönes Spiel. Mit einem 1:1 sorgte der TSV Nusse für den ersten Punktverlust der Berkenthiner in dieser Saison.

SO SPIELTE DER TSV NUSSE: Thieme, Miersen, Rasmussen, Barg (Brillisauer, 69. Min.), Pauliks, Dagdan (Zunzer, 15.Min./Hinze,80. Min.), Wulff, Riskowski, Lachmann, Pfeiffer, Meyer (Barg, 88. Min.)

KREISKLASSE C


SSV Ziethen II – BSSV IV 1:3 (1:0)

In einem relativ einseitig geführten Spiel lag es lediglich an der kläglichen Chancenauswertung des BSSV... dass dieses Ergebnis nicht zweistellig ausgefallen ist. Zur Halbzeit hätte der BSSV bereits 5-7 Tore erzielen müssen. Doch wie es nun mal im Fußball ist...wer vorne nicht trifft, bekommt hinten einen rein.

In der zweiten Halbzeit aber das gewohnte Bild, der BSSV im Vorwärtsgang. So wurden dann endlich auch mal einige Chancen genutzt. Christian Pries erzielte nach Vorlagen von Grothkopp, Schmidt und Winkler einen lupenreinen Hattrick.

VERBANDSLIGA SÜD-OST


Eintr. Groß Grönau – Sereetzer SV 1-2 (1-0)

Nach der bitteren 1:2-Heimpleite hat die „Horror-Serie“ der Eintracht von neun Spielen ohne Sieg (acht Niederlagen) weiterhin Bestand. Die Gäste wirkten zu Beginn frischer, hatten die meisten Spielanteile. Die Führung erzielten aber die Gastgeber durch Felix Beck (33.).

Nach dem Wechsel erhöhte Sereetz noch einmal die Schlagzahl, doch Sebastian Wenchel (48.) knallte seinen Elfmeter an die Latte. Davon ließ sich die Sercander-Elf aber nicht beirren und kam durch Marc Müller (57.) zum hochverdienten Ausgleich. Zehn Minuten später bekam Eintracht-Spieler Sebastian Kloock eine fragwürdige rote Karte wegen Foulspiels vom heute schwachen Schiedsrichter Maronde (Gudow). Dann nahm das Unheil seinen Lauf, drei Minuten vor Schluss lenkte Kenny Siggelkow einen Schuss ins eigene Netz. „Wir haben auch mit zehn Mann toll gekämpft, aber wieder stehen wir mit leeren Händen da. Wenn man unten steht hat man echt die Seuche, da fehlen einem die Worte“, meinte Coach Eisenberg nach dem Schlusspfiff ziemlich frustriert.

Grönau: Berr – Siggelkow, Möller, Werner – Goldbach, Kloock, Höfs (74. Stein), Witt, Paulick (41. Podzus) – Beck, Lau (88. Moldenhauer)

Sereetz: Papke – Behnke, Boye, Ahrens – Baetge, Müller, Nowitzki (84. Mendig), Strunck, Willers (58. Jahrling) – Wenchel, Krause


RW Moisling – AKM Lübeck 2-0 (1-0)

Vor ca. 100 Zuschauern gewannen die Gastgeber am Ende nicht unverdient. AKM – mit nur einem Remis schlechteste Auswärtsmannschaft der Liga – begann sehr offensiv, konnte aber die RWM-Deckung nicht knacken. Nach und nach wurde der Gastgeber stärker und beteiligte sich jetzt am Spielgeschehen.

So war die Pausenführung durch Thomas Bankiewicz (43.) nicht ganz unverdient. Nach dem Wechsel hatten die Gäste nicht mehr das Potential, um der Kohlmann-Truppe noch gefährlich zu werden. Moisling hatte den Gegner sicher im Griff und kontrollierte die Partie. Lohn dafür war das 2:0 durch Sebastian Tamm (68.). Beim Sieger überzeugte Jens Schneider, bei den Gästen verdiente sich Keeper Alexander Ciesler Bestnoten. Damit bleiben die Rot-Weißen nach sechs Heimspielen (vier Siege) zuhause weiterhin ungeschlagen.

RWM: Boroch – Kohlmann (65. Kröger), Schneider, Haye, Schütte, M. Bornemann, H. Azzez, Dogan, Tamm, Bankiewicz (87. Noll), J. Bornemann (79. Z. Azzed)

AKM: Ciesler – Sabaly, Ci. Kara, Ergel, Alioglu, Kara, Sagwan, Demir (65. Berisha), Moray (58. Eren), Oezkan (75. Malla), Sayilgan


TSV Gudow – TSV Lensahn 0:3 (0:0)

Dritte Heimpleite in Serie für die Bieber-Elf. Der Trainer schnürte am Sonntag wieder selbst die Schuhe, konnte die Niederlage aber nicht verhindern. Dabei begann es für die Hausherren äußerst viel versprechend, schon nach drei Minuten vergab Dennis Lange freistehend vor Keeper Karsten Knorr, der glänzend in seinem 400. Spiel für Lensahn parierte.

Die Elf von Volker Ippig brachte im ersten Durchgang nicht viel zustande, fuhr den dritten Auswärtssieg in Folge erst nach der Pause ein. Nach dem Wechsel hatte erneut Gudow die erste dicke Torchance, doch Norman Rost (59.) zielte neben das Tor. Die Ostholsteiner hingegen nutzen ihre Chancen eiskalt aus. Der lange verletzte Daniel Neuhäuser (63.) und Sebastian Knorr (73., 76.) machten binnen dreizehn Minuten den Sieg perfekt. „Eigentlich hätten unsere Spieler nach den Samstagergebnissen wissen müssen, worum es geht. Davon war heute leider wieder viel zu wenig zu sehen“, meinte Gudow-Sprecher Michael Burmeister.

Gudow: Musahl – Bieber, Rost, Erhardt (65. Behrendt), Siedenschnur, Behnk – Sierk (72. Rehr), Lange, Lindtner, Tschan - Niemann


Möllner SV – Preußen Reinfeld 4-0 (2-0)

Die Möllner konnten ihre gute Leistung aus dem Lensahn-Spiel gegen die Preußen erneut abrufen und kamen zu einem auch in der Höhe verdienten Sieg. Der MSV begann konzentriert und zeigte schnell, wer am Waldsportplatz das Sagen hatte. Torben Blechenberg (8.) und Mario Montevirgin (11.) münzten diese Überlegenheit schnell in Tore um.

Danach schaltete die Skwierczynski-Elf ein paar Gänge zurück. Nach dem Wechsel das gleiche Bild, der MSV machte erneut eine Menge Druck und entschied schnell die Partie. Die Treffer von Eugen Wolowik (50.) und Jonni Jahnke (61.) machten die Überlegenheit deutlich. Hätte man die weiteren Chancen ebenfalls konsequent genutzt, hätte der Sieg noch höher ausfallen können. So war Co-Trainer „Bomber“ Glas dann auch sichtlich zufrieden: „Ein Lob an die gesamte Truppe, das hat heute Spaß gemacht“.

Mölln: Ruhr – Rehr, O. El Sabe, Gräfe, J. Jahnke, Montevirgin (60. Brodersen), Stoltz, Stange, Blechenberg, Knuth (60. S. El Sabe), Wolowik (74. N. Jahnke)

Preußen: Rönnfeld – M. Beeck, T. Beeck, To. Kutschke (39. Müggenburg), Heidrich – Döhring, Mehlfeld, Rosin (58. Osmani), A. Kutschke (74. Mastrini) – Ti. Kutschke, Sindi


TSV Bargteheide – TSV Pansdorf 1-2 (0-1)

In einem guten Verbandsligaspiel gab es für die Heimelf eine äußerst bittere Niederlage. Der Gastgeber bot über die gesamte Spielzeit sein bestes Saisonspiel, in der Nachspielzeit setzte Dennis Jaacks mit seinem Siegtreffer aber den klassischen Knock-Out.

Die Gäste erzielten durch Andre Albrecht (19.) mit ihrer ersten Offensivaktion den Führungstreffer. Von da an spielte nur noch die Truppe von Thomas Runge, der in Italien im Urlaub verweilt. Doch das Runde wollte einfach nicht in das Eckige. Toni Metzner hatte Pech mit einem Pfostentreffer, Timo Vollert konnte nach einer Bogenlampe per Kopf aus einem Meter nicht verwandeln. Doch der Gastgeber gab nicht auf und suchte weiterhin sein Glück in der Offensive. Eine Viertelstunde vor Schluss wurden sie endlich belohnt, Sisnik Bajrami traf zum hochverdienten Ausgleich. Der Rest ist ja bekannt, Pansdorf machte mit seinem ersten Torschuss in der zweiten Hälfte den unverdienten Sieg perfekt. „Was für eine bittere Niederlage, unsere tolle Leistung wurde am Ende leider nicht belohnt“, meinte Co-Trainer Marco Schier enttäuscht.

B`heide: Johan – Bajrami, Koch, Penke, Zimmer – Cetin (20. Ghinia), Hamdart, Metzner, Vollert – Heinz, Mankumbani

Pansdorf: Möller – Block, Landsberg (46. Ulverich), Wulf, Reimann – Farklas, Galusic (73. Damm), Jaacks, Kirstein, Stau (58. Wittky) - Albrecht


Oldenburger SV – FC Dornbreite 3:1 (0:0)

Große Erleichterung herrschte bei den Spielern und Anhängern unserer ersten Mannschaft nach dem verdienten 3:1-Erfolg gegen den FC Dornbreite.

Dabei war beiden Mannschaften in der ersten Hälfte anzumerken, dass der Druck des Gewinnenmüssens auf beiden Teams lastete. So bot sich den Zuschauern in der ersten Hälfte ein wenig ansehnliches Spiel. Die Gäste hatten durch einen Volley-Schuss von Venzke eine Torchance.

Auf der anderen Seite rettete Keeper Pekrun seine Mannschaft mit einem großartigen Reflex nach Kopfball von Gottorf aus Nahdistanz vor einem Rückstand. In der zweiten Hälfte wurde es dann aber munter und bunter. Gleich nach Wiederanpfiff konnte Marc Gottorf einen Ball von Besnik Prvetica aus kurzer Distanz über die Linie drücken. In der 62. Minute war es dann an Alex Kortz nach Vorarbeit Gottorf zu vollenden. Als dann Strehlau kurz danach die gelb-rote Karte sah und vom Feld musste, schien dass Spiel entschieden. Doch es wurde noch einmal ganz eng. Denn in der 71. musste zunächst Felix Wenn mit rot vom Feld, und gleich danach auch Gottorf mit gelb-rot, da er sich über die überharte Entscheidung beschwerte.

Als dann 3 Minuten später Asmussen im Anschluss an eine Ecke auch noch verkürzen konnte, kam noch mal richtig Spannung auf. Doch mit einer tollen kämpferischen Leistung, verhinderte unsere Mannschaft weitere Torchancen der Gäste. Und so konnte Philip Nielsen dann nach Pass von Buck und Solo über den halben Platz in der 89. zum entscheidenden Treffer einnetzen.

Dienstag, 14. Oktober 2008

KREISLIGA


BSSV – Lübeck 76 3:1 (1:0)

Nach dem sehr guten Spiel in der letzten Woche gegen den Tabellennachbarn aus Siems wollte man an diese Leistung anknüpfen und die Tabellenspitze behaupten.

Der BSSV hatte auch zunächst spielerische Vorteile, schaffte es dabei jedoch nicht oft genug, sich zwingende Torchancen heraus zu spielen. Die größte Chance ergab sich Magnus Möhrmann nach einem Querpass von Jan Sievert, jedoch war er zu überrascht, dass der Ball bei ihm landete und konnte diesen nicht über die Linie bringen. In der dreißigsten Minute ließ er den Büchener Anhang dann doch jubeln nachdem er eine scharfe Flanke von Hinnerk Nitsch einköpfte. Leider gab dieses Tor dem BSSV nicht den erhofften Auftrieb sondern man ließ nach und den Gast besser ins Spiel kommen. Mit Glück rettete man dann den knappen Vorsprung in die Halbzeit.

Nach der deutlichen Halbzeitansprache von Trainer Henning Meins wollte man den Hebel wieder umdrehen, doch in der zweiten Halbzeit gelang nichts mehr. Dabei wurde von allen Feldspielern nahezu alles falsch gemacht, was falsch gemacht werden konnte. Man bettelte förmlichst um ein Gegentor, was die Gäste dann auch erzielten. Im Anschluss hatte man Glück, dass der Schiedsrichter den Mut hatte, ein Freistoßtor zu Recht zurückzunehmen, da er den Ball noch nicht freigegeben hatte und dass ein abgefälschter Schuss von Matthias Krüger den Weg ins Tor fand. In der Nachspielzeit erzielte Malte Hahn dann allein stehend vor dem Torwart eiskalt das erlösende 3:1.

Fazit: Ein Spiel, das man ganz, ganz schnell abhaken und aus dem Gedächtnis streichen sollte. Nach nicht überragendem aber immerhin passablem Beginn wurde das BSSV-Spiel von Minute zu Minute schwächer und am Ende gewann man, weil man halt dieses Quäntchen Glück hat, wenn man in der Tabelle oben steht. Verdient war dies jedoch an diesem Tage nicht.

Aufstellung: A. Behncke – H. Nitsch, S. Gleu, P. Lukaszczuk, S. Kraak – M. Heinrich (ab 60. Min.: M. Hahn), J. Sievert (ab 75. Min.: S. Renfert), B. Tolle, Chr. Kokartis – T. Piel (ab 70. Min.: M. Krüger), M. Möhrmann