FOOTBALL`S COMING HOME... UNSER GELIEBTER FUßBALL AUS DEN UNTEREN LIGEN


Berichte über unseren geliebten Amateur-Fußball aus dem Herzogtum Lauenburg, der Hansestadt Lübeck und der Verbandsliga Süd-Ost... und natürlich aus dem Mutterland des Fußballs...

Mittwoch, 7. Januar 2009


Wie in Deutschland der DFB-Pokal bietet der englische FA-Cup für solche Geschichten den richtigen Rahmen. Amateure treffen auf Profis, Arbeiter auf Millionäre, und während für die einen die Heldenrolle reserviert ist, können sich die anderen nur blamieren. In England sogar besonders leicht, denn im FA-Cup gibt es kein Elfmeterschießen. Wenn es nach 90 Minuten unentschieden steht, wird die Partie wiederholt. Der Underdog hat dadurch die Chance, den Favoriten zu ärgern, indem er dessen ohnehin schon übervollen Terminkalender weiter strapaziert.


Legendenbildung leicht gemacht: Wer würde nicht gerne sehen, wie Bayern München nach einem mageren 1:1 zum zweiten Mal gegen die TSV Vestenbergsgreuth antreten muss, obwohl am Tag darauf ein Champions-League-Spiel gegen Real Madrid ansteht? Droylsden klingt nicht ganz so drollig wie Vestenbergsgreuth, der Verein ist aber für die Rolle des Underdogs mindestens genauso prädestiniert: Er wurde im Hinterhof einer Kneipe gegründet und belegt aktuell den dreizehnten von 22 Rängen in der sechsten Liga, der Blue Square North. Kein Schreckgespenst für einen Viertligisten vom Schlage Chesterfields - doch im Pokal gelten bekanntlich andere Regeln. In diesem Fall sogar ganz andere Regeln.

Der Underdog ging durch ein Tor von Matthew Tipton mit 1:0 in Führung und schrieb eifrig an seinem Pokalmärchen, als dichter Nebel aufzog und ein Weiterspielen unmöglich machte. Im zweiten Anlauf blieb das Wetter stabil, diesmal sorgten die Spieler selbst für Unklarheiten: Droylsden beförderte den Ball ins Aus, um die Behandlung eines verletzten Spielers zu ermöglichen. Chesterfield nutzte die Gelegenheit und traf zum 2:1 durch Jack Lester. Die Bloods protestierten ob dieser Ungerechtigkeit lautstark und appellierten an den Sportsgeist ihrer Kontrahenten - mit Erfolg: Steve Holford durfte ungehindert zum 2:2-Ausgleich einschießen.

Weil es dabei blieb, wurde ein drittes Spiel notwendig, dass in Droylsden ausgetragen wurde. Chesterfield gab sich keine Blöße und führte zwanzig Minuten vor Abpfiff mit 2:0. Dem Sechstligisten half diesmal die Stadiontechnik aus der Patsche - frei nach dem Motto »Licht aus, wenn du am Boden bist« versagte plötzlich die Flutlichtanlage, Droylsden war davongekommen und durfte sich auf eine vierte Partie vorbereiten.



Es sollte der große Tag von Sean Newton werden: Der Verteidiger des Underdogs erzielte zwei Tore, Chesterfield nur eines - »the long-running saga finally came to an end«, formulierte die Times halb amüsiert, halb erleichtert. Droylsden hatte es tatsächlich geschafft: 30.000 Pfund Preisgeld und ein Drittrundenspiel gegen den Zweitligisten Ipswich Town waren dem Klub sicher. Mit etwas Glück beim Wetter und etwas Pech bei der Flutlichtanlage hätten es sogar mehrere ertragreiche Spiele werden können.


Ein Fax des britischen Fußballverbands machte den Traum zunichte: Sean Newton habe in der sechsten Liga seine fünfte gelbe Karte kassiert, bei der vierten Auflage gegen Chesterfield hätte er nicht auflaufen dürfen. Droylsden werde der Sieg aberkannt und die 30.000 Pfund wieder abgezogen, Chesterfield nachträglich zum Sieger erklärt. Der Manager der Bloods war untröstlich: Seinetwegen solle der Verband den Klub mit Geldstrafen überhäufen, als wenn es kein Morgen gäbe. Sollte Droylsden jedoch aus dem FA-Cup ausgeschlossen werden, werde er sich von der nächstbesten Brücke stürzen, kündigte Dave Pace im Gespräch mit der BBC an.


Die Fans sahen es realistischer: Ipswich Town hätte Droylsden ohnehin den Hintern versohlt, schrieb User »Degsy« im Internetforum der Bloods. Und fügte an, im Fußball sei eben kein Platz für Märchen.


http://www.droylsdenfc.co.uk/


Montag, 5. Januar 2009

HALLENTURNIER VOM BSSV


Vor gut 200 Zuschauern gewann Verbandsligist SV Breitenfelde am Sonntag das Hallenturnier vom BSSV in der Büchener Sporthalle, im Endspiel schlugen die Uhlenbuscher den Gastgeber verdient mit 3:0 (2x Christian Becker, Sören Felsner). Dabei begann der spätere Sieger gar nicht so souverän, mit zwei 0:0-Unentschieden rettete sich der BSV ins Halbfinale. Dort gelang Nils Bahr eine knappe Minute vor Schluss in Unterzahl gegen den stark aufspielenden SSV Güster der 2:2-Ausgleich.


Im Neunmeterschiessen (2:1) hatte der BSV dann knapp die Nase vorne. Im anderen Halbfinale bezwang der Gastgeber die Borussen aus Möhnsen glatt mit 3:0. Im Spiel um den dritten Platz gewann der SSV Güster fünf Sekunden vor Ende knapp mit 1:0, Sören Jessen tunnelte Borussen-Keeper Bastian Siemers. Leider wurde die Veranstaltung auch von drei Verletzungen überschattet. Schon beim Warmmachen verletzte sich Timo Biallas vom TSV Gudow schwer am Knöchel, wurde per Krankenwagen abtransportiert. Kurze Zeit später erwischte es Matthias Kock (Bor. Möhnsen, Schulter) und Sebastian Knoff (Gudow, Knöchel). Auf diesem Wege GUTE BESSERUNG!


Gruppe A: Ratzeburger SV – SV Breitenfelde 1-4, TSV Gudow – Bor. Möhnsen 0-2, Bor. Möhnsen – Ratzeburger SV 4-4, SV Breitenfelde – TSV Gudow 0-0, SV Breitenfelde – Bor. Möhnsen 0-0, Ratzeburger SV – TSV Gudow 3-1


Gruppe B: BSSV – SSV Güster 5-2, Lauenburger SV – SIG Elmenhorst 2-1, SIG Elmenhorst – BSSV 1-6, SSV Güster – Lauenburger SV 5-2, BSSV – Lauenburger SV 3-4, SSV Güster – SIG Elmenhorst 6-1


Halbfinale: SV Breitenfelde – SSV Güster 4-3 n.N., BSSV – Bor. Möhnsen 3-0


Platz 3: SSV Güster – Bor. Möhnsen 1-0


Finale: BSSV – SV Breitenfelde 0-3


STARKE GÜSTERANER BEIM BÜCHENER BUDENZAUBER


Auf dem Papier war der SSV Güster klarer Außenseiter beim heutigen Hallenturnier des Büchen-Siebeneichener SV. Dementsprechend startete man auch holprig in den Wettkampf. Das erste Spiel wurde, nachdem man 10 Minuten gut mit- und ein 2:2 gehalten wurde, die Partie am Ende noch mit 2:5 verloren. Zudem musste nach dem Spiel auch noch der erkrankte Christian Lüdtke das Team verlassen. Die zweite Begegnung sollte aber der Wendepunkt im Turnierverlauf werden.


Gegen die favorisierten Lauenburger ging die Mannschaft früh mit 2:0 in Führung. Beim Stande von 2:1 sorgte dann Güray Zigni für die Szene des Tages. Nach einer vergebenen Großchance sprang der Ball zu ihm zurück und er nahm diesen einfach mit der Hand herunter. Trotz der Komik dieser Situation ließ sich der Schiedsrichter nicht beirren und schickte ihn für 2 Minuten vom Feld. Nicht einmal 30 Sekunden später musste auch Mirco Schiersch die Spielfläche verlassen. Mit nun nur noch 2 Feldspielern gelang das Unglaubliche: Martin Edler konnte auf 3:1 erhöhen und kurz darauf erzielte Sören Jessen unter tosendem Applaus von den Rängen das 4:1. Erst danach durfte die Mannschaft wieder aufgefüllt werden und man gewann schließlich mit 5:2. Durch riesigen Einsatz und einen unvergleichlichen Teamgeist hatte der SSV sich so die Gunst der Zuschauer erspielt. Im abschließenden Gruppenspiel drehte das Team dann nochmal so richtig auf und ließ der SIG Elmenhorst beim 6:1 nicht den Hauch einer Chance.



Nur aufgrund der um 2 Tore schlechteren Tordifferenz reichte es nur zu PLatz 2 in der Gruppe hinter dem BSSV, sodass im Halbfinale bereits der Verbandsligist aus Breitenfelde wartete. Die Sympathien in der Halle waren auch klar zugunsten der Güsteraner verteilt, allerdings ging der BSV als haushoher Favorit in das Spiel und ging auch mit 1:0 in Führung nachdem Güster bei einem Freistoß schlichtweg geschlafen hatte. Jedoch konnte die Mannschaft das Spiel weiter offen halten und schaffte auch den Ausgleich. Später gelang sogar der Führungstreffer und eine Minute vor Schluss wähnte man sich bereits im Finale, zumal man sogar in Überzahl spielte, nachdem Andreas "Rüpel Andi" Kempf eine Zwei-Minuten-Strafe erhalten hatte.


Das junge SSV-Team schaffte es aber nicht, die Zeit herunterzuspielen, das weiter versucht wurde vorne Tore zu erzielen. So folgte unweigerlich der Ausgleich und im Neunmeterschießen musste man sich schließlich mit 1:2 nach jeweils 4 Schützen dem späteren Turniersieger geschlagen geben. Das Spiel um Platz 3 gegen Möhnsen wurde, nachdem vorher wenig passiert war, 7 Sekunden vor Schluss durch Sören Jessen mit 1:0 für Güster entschieden. Unter dem Strich präsentierte sich der SSV Güster bei diesem Hallenturnier endlich mal mit seiner kompletten Leistungsfähigkeit und bildete als krasser Außenseiter die Überraschung des Turniers. Zudem bleibt die Erkenntnis, dass man nun zwei sehr starke Torhüter im Team hat, nachdem Neuzugang Tobias Hamann seine Mannschaft mit zahlreichen herrlichen Paraden und klasse Reflexen ein ums andere Mal vor Gegentoren bewahrte und - hätte es diesen Preis gegeben - auch zum besten Torhüter des Turniers hätte ausgezeichnet werden müssen.


Das Aufgebot des SSV Güster: 1 Tobias Hamann, 2 Henning Hauschild, 3 Mirco Schiersch, 4 Martin Edler, 7 Norman Burmester, 8 Christian Lüdtke, 9 André Kossowski, 10 Güray Zigni, 13 Felix von Warburg, 14 Sören Jessen, 15 Leif Lewinski


Donnerstag, 1. Januar 2009

2. Futsal-Turnier 2008/2009 vom KFV Lauenburg

Am 22.02.09 veranstaltet der KFV Lauenburg in der Sporthalle des Marion-Dönhoff-Gymnasium in Mölln das 2. Futsal-Turnier für A- und B-Jugendteams. Beim Turnier der B-Jugend (10 Uhr) sind der Ratzeburger SV, SV Breitenfelde, Möllner SV, BSSV, BSSV II sowie die SG Wentorf/Schönberg am Start. Bei der A-Jugend (15 Uhr) starten der BSSV, Breitenfelder SV, TSV Berkenthin, Möllner SV, die SG Möhnsen und der Ratzeburger SV. Weitere Informationen gibt es auf der KFV-Website. Der Name „Futsal“ leitet sich übrigens vom portugiesischen Ausdruck „futebol de salao“ (Hallenfußball) ab.

Futsal - Geschichte

Futsal ist der offizielle Hallenfußball des Weltverbandes FIFA. Der so genannte „Futebol de Salao“ – der „Salon-Fußball“ oder „Indoor Soccer“, wie ihn die Engländer und Amerikaner nennen – wurde 1989 von der FIFA als förderungswürdige Sportart anerkannt.

Über die Entstehung des Futsals streiten nach wie vor die Experten. Einige behaupten, dass der Salon-Fußball bereits in den 30er Jahren aufgetaucht sei, bei der YMCA, dem „Christlichen Verein Junger Männer“ in Montevideo (Uruguay). Sein Schöpfer sei der dortige Sportlehrer Juan Carlos Ceriani gewesen, der 1996 gestorben ist. Andere beteuern, dass Sao Paulo der Geburtsort dieser Sportart war. In dieser brasilianischen Großstadt spielten junge Männer innerhalb der Basketball-Felder, denn sie hatten stets Probleme, in den Außenbezirken freie Fußball-Felder zu finden. Also begnügten sie sich damit, auf den Basketball- oder Hockeyplätzen gegen den Ball zu treten. Anfangs spielten sie mit fünf, sechs oder auch sieben Teilnehmern in jedem Team –aber bald setzte man die Zahl auf fünf Spieler pro Team fest, und dabei blieb es.

Die benutzten Bälle enthielten entweder Sägemehl, Pferdehaare oder granulierte Korkmasse, jedoch hatten sie alle ein Problem: Sie hüpften zu sehr und sprangen deshalb andauernd aus dem Spielfeld. Also verkleinerte man das Volumen und vergrößerte das Gewicht. Aus diesem Grund bekam der Salon-Fussball auch den Spitznamen „O Esporte da Bola Pesada“, die Sportart des schweren Balls.

Mit absoluter Sicherheit weiß man jedoch, dass Futsal in Brasilien organisiert, mit dem heutigen Reglement versehen und dort auch offiziell ins Sportprogramm integriert worden ist. Und in Sao Paulo schuf man auch 1952 die erste offizielle Institution für diesen Sport – die Liga für Salon-Fußball. Deren Gründer war Habid Maphuz, der Leiter der „Vereinigung Junger Männer“. Zwei Jahre später wurde auch die erste föderative Vereinigung, die „Associacao Metropolitana de Futebol de Salao“, gegründet, heutzutage bekannt unter dem Namen „Associacao de Futsal do Rio de Janeiro“.

Das erste Regelbuch wurde bereits 1956 von Luiz Gonzaga de Oliveira Fernandes, geboren in Sao Paulo, verfasst und herausgegeben, nachdem es von der Institution geprüft worden war, die zu jener Zeit die weltweite Kontrolle über den Futsal inne hatte. Aber nicht nur die Leute aus Sao Paulo trugen zur Verbreitung und Weiterentwicklung des Sports bei. Zu jener Zeit praktizierten auch junge Leute aus Rio de Janeiro Futsal in der Anlage des lokalen „America Futebol Clube“. So entstand die erste Rivalität in diesem Sport – Sao Paulo gegen Rio de Janeiro –, und sie trug entscheidend zur Entwicklung der Disziplin innerhalb Brasiliens bei.


Die Expansion des Sports pflanzte sich unaufhaltsam weiter fort, als Konsequenz entstanden andere mächtige Teams, wie etwa aus Rio Grande do Sul oder aus Ceara, dem Bundesstaat, in dem die „Associacao Brasileira de Futsal“ (CBFS) ihren Sitz hat, die 1999 schon ihr 20-jähriges Bestehen feierte. Nach dieser ersten Aufbauphase kontrollierte die „International Indoor Soccer Federation“ diesen Sport bis zum Jahr 1989, als er von der FIFA übernommen wurde – inklusive fast seines gesamten Reglements.

Derzeitiger Präsident des Futsal-Kommitees der FIFA ist Ricardo Teixeira, der auch Präsident des brasilianischen Fußballverbandes CBF ist. Doch der Futsal ist nicht nur in Brasilien populär, wo alle Bundesstaaten eine entsprechende Föderation und Ausscheidungsspiele haben, sondern hat sich inzwischen auf der ganzen Welt ausgebreitet.

Direkt nach seiner Anerkennung durch die FIFA fand die erste Futsal-Weltmeisterschaft statt, die 1989 in den Niederlanden von Brasilien gewonnen wurde. Die Ausrichtung einer UEFA-Europameisterschaft ließ aber noch etwas auf sich warten. Erst nach der Durchführung eines inoffiziellen Turniers 1996 in Spanien, das die Gastgeber auch gewannen, und dem erfolgreichen Abschneiden der europäischen Teams bei der WM 1996 kam 1999 die erste offizielle EM – wiederum in Spanien – zu Stande. Der Sieg ging an Russland, das sich in einem dramatischen Shoot-Out gegen Gastgeber Spanien durchsetzen konnte.

Spätestens seitdem ist Futsal aus dem offiziellen Kalender von FIFA und UEFA nicht mehr weg zu denken. Auch in Deutschland wird die rasante Fußball-Variante immer populärer – wann ein deutsches Team bei einem internationalen Großereignis Premiere feiert, ist momentan allerdings noch nicht abzusehen.

Mittwoch, 31. Dezember 2008

2. INTERNES HALLENTURNIER DER BORUSSEN AUS MÖHNSEN

Die 2. Auflage des internen Hallenturnier wurde wieder zu einem vollen Erfolg, Generationen der Borussia trafen aufeinander und die vielen Zuschauer bekamen 7 Mannschaften zu sehen, die mit Elan und ganz viel Spaß bei der Sache waren. Der 2. Vorsitzende Jan Patzker eröffnete um 18.00 die Veranstaltung, die sich bis in die frühen Morgenstunden hinzog.

Vorstellung der einzelnen Mannschaften:

Alte Herren: Carsten Glunz, Thorsten Kruse, Michael Schrumpf, Jörg Sparr, Michael Kock, Dennis Vokuhl, Jörg Scheffler, Selman Mahala, Jens Kanschat, Claus-Hinrich Glunz

Jugendtrainer: Uwe Marquardt, Andreas Siemers, Uwe Brogmus, Frank Gürtler, Matthias Raasch, Thomas Stegmann, Bastian Siemers, Eddy

1.Herren: Emrah Tastekin, Matthias Kock, John Willers, Frederik von Elm, Robin Wind, Mario Bonucelli, Markus Buer, Axel Gloger

2.Herren: Marc Diedrich, Nico Heuer, Bastian Schäper, Benjamin Koops, Manuel Heidrich, Jan Kronkowsky, Rene Kirsch, Henoch Förster

A-Jugend I + II: Kevin Matthies, Hendrik Siehl, Ron Landahl, Marco Döhring, Philipp Heuer, Marco Döhring, Tim Willhöft, Maikel Perz, Stefan Rössel, Philipp Burmester, Florian Röhr, Robin Freund, Tim Eiberg

Invaliden: Henning Eggers, Daniel Schlingelhof, Björn Hoffmann, Christo Förster, Phillip Ibelshäuser, Björn Förster

Nach knapp über 3 Stunden waren die teilweise spannenden Spiele vorbei und es war alles dabei! Tolle Tore, glückliche Siege! Die 1.Herren durfte am Ende wieder jubeln, 5 Siege und ein glückliches Remis gegen die Alte Herren und schon war der "Pott" wieder in ihren Händen. Den 2.Platz sicherte sich die A-Jugend I, die mit ihrem starken Torwart Kevin Matthies und Neuzugang Maikel Perz viele überzeugte. Maikel wurde auch gleich Torschützenkönig des Turniers und von allen Mannschaften einstimmig zum besten Spieler des Abends gewählt. Ein Dank gilt unseren Nachwuchsspielern Marvin Brogmus, Kay Eiberg und Dario Niemeck, die das Kampfgericht total im Griff hatten und bei der Auswahl der Musik immer ein goldenes Händchen bewiesen.

Danach ließen viele aktiven Spieler aller Mannschaften, sowie die zahlreichen Fans das Jahr bei dem ein oder anderen Getränk Revue passieren eines ist sicher, dieses Turnier wird auch im Jahr 2009 stattfinden!

Dienstag, 30. Dezember 2008

Das Kreuz mit der Kathedrale...


Manche britischen Fußballclubs haben schon schillernde Namen. West Bromwich Albion und Crystal Palace etwa. Andere klingen eher wie Gelbe Seiten oder Kursbuch. Stadtname plus "City" - fertig. Kurioserweise sorgen gerade diese Vereine für die hitzigsten Diskussionen.

Von neunmalklugen Oberschülern muss man sich immer wieder ungefragt belehren lassen, dass sich ein englischer Fußballverein nur dann "City" nennen dürfe, wenn die Stadt, aus der der Club stammt, auch eine Kathedrale beheimatet.

Das ist falsch, und zwar vollkommen. Ein Verein darf sich dann City nennen, wenn die Stadt, aus der er stammt, einen "offiziellen Stadtstatus" innehat. Und den kann man auf der großbritischen Insel auf zwei Arten erwerben: Entweder man klotzt sich eine Kathedrale auf den Marktplatz oder erhält das Stadtrecht durch eine königliche Urkunde verliehen, den "Royal Charter".

Allerdings steht bei all den bekannten City-Vereinen im Vereinigten Königreich tatsächlich eine Kathedrale in nächster Nachbarschaft des Stadions, so in Birmingham, Bradford, Cardiff, Chester, Coventry, Exeter, Hull, Leicester, Lincoln, Norwich, Stoke, Swansea - oder auch in Manchester.

Wenn ein Verein nun nicht das Glück hat, in einer richtigen City zu residieren, könnte er sich natürlich "Town" nennen. Aber der letzte "Town"-Club, der die englische Meisterschaft für sich entscheiden konnte, war Ipswich im Jahre 1962. Kein Glücksbringer also, dieser Name. Ipswich, by the way, ist derzeit Zehnter der zweiten englischen Liga (Championship).

Dann vielleicht doch besser "Rangers"? Wer die Vokabel im Wörterbuch nachschlägt, findet als deutsche Übersetzung den "Förster" oder "Waldhüter". Sind die "Glasgow Rangers" also die Förster von Glasgow? Unsinn. Vielmehr nimmt dieser Vereinsname Bezug auf die gleichnamige Truppe von gut organisierten Plünderern, die stets auf der Suche nach fetter Beute - heute: Siege und Titel - ist.

Ähnlich militär-geschichtsträchtig ist auch der Namensbestandteil "Rovers" wie zum Beispiel bei den "Blackburn Rovers". Ein "Rover" ist ein auf den Weltmeeren vagabundierender Pirat und England schließlich eine Seefahrernation.

Dienstag, 23. Dezember 2008

FAIRPLAY-PREIS???

aus der Nord-Sport:


Sportliche Größe in der Niederlage bewies Gut-Heil Neumünsters Torwart Dietmar Brüssow (38). Beim Stand von 0-5 im Spiel beim SV Boostedt (Kreisliga Neumünster) gelang dem gegnerischen Team kurz vor Schluss der sechste Treffer, doch Schiedsrichter Jochen Rumpf (Padenstedt) entschied auf Abseits, erkannte dann aber, das er wohl einen Fehler gemacht hatte.


Unter heftigen Boostedter Protesten ließ er im Gut-Heiler Strafraum einen Schiedsrichterball ausführen. „Die Boostedter haben sich so sehr darüber aufgeregt, dass das Tor nicht zählte. Das war mir einfach zu blöd. Um die Situation zu beruhigen, habe ich den Ball dann einfach ins eigene Tor geschossen. Ich bin jetzt in einem Alter, in dem es mir egal ist, ob ich 0-5 oder 0-6 verliere“, erklärte Brüssow die Beweggründe für seine lobenswerte Tat und flachste anschließend: „Außerdem wollte ich gegen ein Spitzenteam auch einmal ein Tor erzielen“.

Sonntag, 21. Dezember 2008

"Versteh doch, Papa, ich hasse sie wirklich"

„Derbys“ - für die Fans ein Fußballfest voll Zorn, Schimpf und Schande - ganz in der uralten Tradition gegenseitigen Hasses.

Viele schlechte Dinge hat man seit dem Ausscheiden der englischen Nationalmannschaft in der EM-Qualifikation über die Premier League gehört. Aufgedunsen sei diese, voll von überbezahlten ausländischen Söldnern und überforderten einheimischen Rumpelfußballern. Dazu kämen überteuerte Tickets und Stadien ohne Stimmung - kurz: charakterloser Kommerz. Bei den großen Derbys im englischen Fußball sind die Fans noch immer elektrisiert und zeigen sich sehr leidenschaftlich.


Manchester United vs. FC Liverpool - Rote Verachtung

Anders als bei den meisten Derby-Klassikern ist die Rivalität zwischen den "Reds" aus Liverpool und den "Reds" aus Manchester weder geographisch, politisch oder ökonomisch, sondern allein sportlich begründet. Seit Anfang der sechziger Jahre spielen die beiden Vereine aus dem Nordwesten des Landes recht konstant an der Spitze der Premier League. Die Fans halten ihren Verein jeweils für den "erfolgreichsten Club Englands".

Liverpool hat 40 Trophäen im Schrank, ManU derer 32. Aber während die Liverpooler Erfolge hauptsächlich aus den Siebzigern und Achtzigern stammen, hat Manchester in den vergangenen zehn Jahren gewaltig aufgeholt - nicht zuletzt mit dem ersten englischen Triple 1999 (Meisterschaft, FA-Cup und Champions League). Womit die anhaltende Intensität des "North-West-Derbys" erklärt wäre. Beide Vereine pflegen zwar auch innerstädtliche Rivalitäten und gelegenhafte Feindschaften gen Süden (Manchester - Arsenal) und Norden (Liverpool – Newcastle). Aber nirgendwo in England wird so gehasst wie auf der M62 zwischen den Stadien von Anfield und Old Trafford.

Gary Neville, langzeitverletzter Kapitän von Manchester United, brachte es einst auf den Punkt: "Ich kann Liverpool nicht leiden, ich kann Leute aus Liverpool nicht leiden, ich kann überhaupt nichts leiden, was mit Liverpool zu tun hat." Bei einem ähnlichen Interview soll sich der gleiche Spieler so obszön über die "bloody scousers" (= Liverpooler) ausgelassen haben, dass dessen Vater, der legendäre Cricketspieler Neville, sich Sorgen um seinen Sprössling machte und spontan das Mikrofon des Journalisten ausschaltete. Worauf Gary Neville angeblich sagte: "Aber versteh doch, Papa, ich hasse sie wirklich!"

Fans aus Liverpool singen seitdem einige Lieder über Gary Neville, auch ein sehr obszönes, in dem es um inzestuösen Geschlechtsverkehr geht ("Gary shags his mum"). Die Fans aus beiden Lagern kennen keine Tabus, wenn der Lieblingsgegner zu Gast ist. Sowohl das 1958er Flugzeugunglück von München (acht United-Spieler starben), als auch die Tragödie von Hillsborough 1989 (96 Liverpool-Fans wurden im Stadion von Sheffield zu Tode gequetscht), wird in den fiesesten Schmähgesängen der beiden Lager thematisiert.

So zerrüttet ist die Beziehung zwischen beiden Vereinen, dass seit Jahrzehnten kein einziger Spieler mehr von Manchester nach Liverpool oder umgekehrt wechselte. Der Argentinier Gabriel Heinze wollte dies ändern, als er sich bei ManU auf der Bank wieder fand und Coach Rafael Benítez ihn deshalb nach Liverpool holen wollte. Es folgte ein Aufschrei der Empörung.


FC Liverpool vs. FC Everton - Respekt trotz Rivalität

Die Entfernung zwischen Manchester und Liverpool ist groß genug, dass sich Anhänger der beiden Clubs nicht ständig über den Weg laufen. Anders ist dies bei den Fans von Liverpool und Everton, den beiden größten Traditionsclubs aus dem Merseyside-Bezirk. Nicht ungewöhnlich ist es, dass der Frage "Reds or Blues?" ganze Familienfehden zugrunde liegen. Ebenso normal ist es allerdings auch, dass aus dem Stadionbesuch ein Familienurlaub wird – und Everton- und Liverpool-Fans beim "Merseyside-Derby" einfach nebeneinander sitzen.

Auf dem Platz ist dieses Duell oft eine hitzige Partie: 16 Rote Karten gab es hier seit Einführung der Premier League 1992 – mehr als in jeder anderen Begegnung. Aber auf den Zuschauerrängen und ums Stadion verlaufen Spiele zwischen Liverpool und Everton relativ friedlich, weswegen es auch das "Friendly Derby" genannt wird.

Zum einen hat das mit der chronischen Mittelmäßigkeit der blauen "Toffees" in den vergangenen 20 Jahren zu tun: Liverpool-Fans nennen ihren Lokalrivalen gerne neckisch "The Bitter Bunch", was mit "verbitterter Haufen" noch nett übersetzt wäre. Zum anderen bewiesen die beiden Clubs in der Vergangenheit oft jenen Respekt für menschliche Schicksale, der in der Begegnung Manchester vs. Liverpool meistens fehlt.

Als der elfjährige Everton-Fan Rhys Jones bei einem Schusswechsel in einer Plattenbausiedlung in Liverpool starb, lud der Liverpool FC die Eltern von Jones zu ihrem nächsten Champions-League-Spiel ein und widmete dem Opfer der Tragödie ein Lied vor dem Anpfiff: "Johnny Todd", die Hymne des Lokalrivalen Everton.