FOOTBALL`S COMING HOME... UNSER GELIEBTER FUßBALL AUS DEN UNTEREN LIGEN


Berichte über unseren geliebten Amateur-Fußball aus dem Herzogtum Lauenburg, der Hansestadt Lübeck und der Verbandsliga Süd-Ost... und natürlich aus dem Mutterland des Fußballs...

Dienstag, 14. September 2010

KREISKLASSE A


Rapid Lübeck – Olympia Schwartau II 4-0


In unserem ersten Heimspiel hatten wir die Reserve von Olympia Schwartau zu Gast. Schon in der Anfangsphase war zu erkennen, dass wir eine gute Einstellung zum Spiel und Gegner mitgebracht hatten, denn unsere Defensive ließ über 90min keine nennenswerte Chance des Gegners zu. Die Auszeichnung „Mann des Tages“ mussten sich bei herrlichem Spätsommerwetter heute Weide und der Keeper von Olympia teilen – zwar überwand Weide den gut aufgelegten TW gleich 4x, doch der wiederum konnte mit insgesamt 9 (!!!) Glanzparaden ein komplettes Debakel verhindern.


Bereits nach 4min nagelte Barthek 1 Freistoß aus 25m aufs Tor, doch dieser streifte nur knapp drüber und nur 2min später brachte Mirco eine schöne Flanke in den 16er, aber Johnny's Kopfball war die 1te starke Beute vom Schlussmann. In der 17.min gab es einen ruhenden Ball von der rechten Seite, den Sören schön vors Tor brachte. Barthek verlängerte per Kopf auf den 2ten Pfosten, wo ein Abwehrspieler klären wollte, es aber nur beim Versuch blieb, weil Weide gedankenschnell seinen Körper dazwischen schob und gefühlvoll den Ball im langen Winkel versenkte – 1:0. Nur 1min gab es zentral aus ca. 22m einen Freistoß, den Barthek mit vollem Tempo aufs Tor drosch und den Keeper zu einer weiteren absoluten Glanztat zwang. Weitere 4min danach schickte Barthek Johnny auf die Reise, der den Ball schön über den heraus eilenden TW schlenzte – leider aber auch übers Gehäuse. Nach 31min setzte sich Dennis zentral durch und lief der Abwehr auf und davon um seitlich vorm Keeper aufzutauchen, doch ihm versprang der Ball, so dass sein Abschluss drüber weg ging. Weitere 7min später kam von rechts eine schöne Ecke nach Verlängerung auf den am 2ten Pfosten lauernden Johnny, doch sein Kopfball wurde auf der Linie von einem Abwehrspieler geklärt. Kurz vor der Pause brachte Sören eine weitere Ecke vors Tor, doch Barthek's Kopfball strich um Haaresbreite am Erfolg vorbei – Halbzeit.


Mit der 2ten Hälfte hatten sich unsere Jungs fest vorgenommen, das Spiel so schnell wie möglich zu entscheiden und die doch mangelhafte Torausbeute zu verbessern. Zumindest eins gelang davon: nicht mal 1min war gespielt, als Weide am 16er-Eck mit Barthek einen Doppelpass ansetzte, völlig frei den Keeper umkurvte und dem Abwehrspieler auf der Linie keine Chance ließ – 2:0. Nur 3min später tauchte Barthek nach einem schönen Pass von Dennis im 16er auf, doch der Gäste-TW rettete klasse zur Ecke. Das 3:0 nach 57min war ein schön vorgetragener Angriff von Dennis auf rechts, der mit Tempo zur Grundlinie zog und scharf auf Weide zurück passte. Mit vollem Risiko nahm er ihn direkt und wurde belohnt. Von nun an aber hatten wir im Abschluss ein wenig Pech und einen Topkeeper gegen uns. Fast im Minutentakt vergaben Mirco (62.), Barthek – Außenpfosten (64.) und Weide (65.) absolut 100%ige. Nach genau 70min tauchte Weide allein vorm TW auf, doch wiederum parierte er.


Allerdings machte er es 9min später besser, als er einen abgewehrten Ball an der Mittellinie aufnahm und an Freund und Feind vorbeilief und gekonnt zu seinem persönlichen Hattrick abschloss – 4:0. In der Folgezeit scheiterten wir noch 3x (81., 83. und 87.)am Keeper, der sich die „Bildnote 1“ verdiente. Kurz vorm Schlusspfiff setzte sich noch mal Dennis in einem Kraftakt quer durch den 16er ab, doch im Abschluss fehlte ihm dann die Konzentration und sein Ball ging drüber weg. Ein am Ende hoch verdienter Sieg und die optimale Punkteausbeute nach 3 Spieltagen.


TSV Dänischburg – Olympia Schwartau 4-2


Das Auswärtsspiel beim TSV Dänischburg entwickelte sich gleich in den ersten Minuten zu einem offenen Schlagabtausch. In den ersten 20 Minuten hatten beide Mannschaften die Gelegenheit den Führungstreffer zu erzielen. Dabei hatte der SV Olympia allerdings die klareren Möglichkeiten das Tor zu machen. Jedoch konnten weder Dennis Standtke noch Oliver Pekrun den Ball im Netz unterbringen. Mit zunehmender Spieldauer übernahm der SV Olympia das Zepter und bestimmte die Partie, dennoch musste man immer auf die schnell vorgetragenen Konter der Gastgeber gefasst sein. In der 26. Minute fiel d ann wie aus heiterem Himmel durch einen Weitschuss das 1:0 für den TSV Dänischburg. Der SV Olympia zeigte sich aber nicht beeindruckt und hatte bereits in der 30. Minute die passende Antwort. Jarek Maciejewski erzielte nach Vorlage von Daniel Temme aus knapp 30 Metern mit einem super Tor den mehr als verdienten 1:1 Ausgleich. Bis zur Pause hatte der SV Olympia dann noch zweimal die Gelegenheit in Führung zu gehen, leider wurden diese Chancen vergeben.


In der zweiten Halbzeit ging es dann ruhiger zu Sache, beide Mannschaften spielten nicht mehr so temporeich wie in den ersten 45 Minuten. Zwar hatte der SV Olympia auch zu Beginn der zweiten Hälfte mehr vom Spiel, jedoch wurde teilweise zu überhastet und ungenau gespielt. Aus diesem Grund wurde es nur selten wirklich gefährlich für die Gastgeber. In der 64. Minute dann ein haarsträubender Fehler in der Abwehr, trotz drei zu eins Überzahl gelang es dem SV Olympia nicht den TSV am 2:1 Führungstreffer zu hindern. Aber nur 3 Minuten später konnte Tobias Lemke wieder zum 2:2 ausgleichen, dachte zumindest jeder. Aber der Linienrichter war hier anderer Meinung und winkte Abseits. Unglaublich da der Ball parallel zur Grundlinie nach hinten gespielt wurde. Der SV Olympia war wohl noch zu sehr mit dieser Fehlentscheidung beschäftigt, denn fast im Gegenzug erhöhte der TSV Dänischburg in der 70. Minute zur 3:1 Führung. Und wieder sah die Abwehr dabei sehr schlecht aus. Aber der SV Olympia kam noch mal heran, in der 78. Minute war es Tobias Lemke, der nach einem Eckball von Tim Naber zum 3:2 Anschlusstreffer einköpfte. Nun setzte die Mannschaft alles auf eine Karte und warf alles nach vorn, und lief dabei in der 85. Minute in einen Konter des TSV der zum 4:2 führte und somit die Entscheidung brachte. Eine überflüssige Niederlage, wenn man bedenkt das man bei einem Auswärtsspiel durch vier Kontertore auf die Verliererstraße gerät. Aber Spiele werden nun mal auch in der Abwehr gewonnen.



TSV Berkenthin II – SV Müssen 3-2


Der Katastrophenstart ist perfekt. Der SV Müssen gewinnt auch das 5 Spiel in Folge nicht. Mit nur 12 Mann (2 Torhüter) reisten die Lagunenkicker nach Berkenthin. Die Einstellung einiger Spieler sollte man schon so langsam in Frage stellen. Müssen ist gut in die Partie gekommen und konnte einige Male gefährlich vor dem Berkenthiner Tor auftauchen. Mitte der ersten Halbzeit wurde ein Foul im 16er an Henrik Hanck nicht gegeben. Nach einer Ecke in der 43. Minute konnten die Müssener nicht ganz unverdient durch Tim Grade mit 1:0 in Führung gehen. Leider konnte die Führung nicht in die Halbzeit gebracht werden. Nach einem harmlosen Ball, der über Torwart Kloßok an den Innenpfosten prallte, konnte Jan Möller den Nachschuss des Berkenthiner Spielers nur mit einem Foul unterbinden und es gab Elfmeter. Dieser wurde mit dem Pausentee sicher verwandelt.


In der 52.Minute konnte die Heimmannschaft in Führung gehen. Nach einem Durcheinander in der Abwehr schoss der Berkenthiner das 2:1. Jetzt musste noch Jan Möller verletzt ausgewechselt werden und der zweite Torwart Thomas Förster wurde gebracht. Müssen hatte mehr vom Spiel, lief aber kopflos gegen die Berkenthiner an. Berkenthin verließ sich jetzt auf das Kontern. In der 79. Minute dann das 3:1. Nach einer Flanke konnte der Berkenthiner ungestört auf das Tor köpfen. Der Ball prallte an den Pfosten und von da auf den Fuß des Angreifers. Tor! Das zwischenzeitlich ein erneutes Foul an Henrik Hanck im 16er nicht geahndet wurde, war am heutigen Tag bei dem Schiedsrichter klar. Mehr dazu am Ende. In der 90. Minute gab es nach einem Fehler in der Berkenthiner Abwehr dann doch einen Elfmeter für Müssen. Mauricio Meyer wurde nach einem Querpass gehalten und Jan Nicolaus verwandelte sicher. Auf die Frage, wie lange wir noch zu spielen hätten, sagte der Schiri, dass wir noch zwei Minuten zu spielen haben. Jetzt Pfiff der "Unparteiische" nach dem Anstoß sofort ab. Die schnellsten zwei Minuten der Fußballgeschichte. Wir wollen die Niederlage nicht auf den Schiri schieben, aber Fairplay ist etwas anderes. Als der Kapitän dem Schri Helmut Heeser fragte, warum er denn sofort abgepfiffen hätte, obwohl es doch zwei Minuten sein sollten, sagte dieser doch glatt: Spieler! Was wollen Sie von mir. Und wenn ich 10 Minuten gesagt hätte. Haben sie ein Problem damit? Jetzt ist Schluss! Nun gut. Vor dem Spiel wurde von einem Zuschauer unbemerkt gehört, das der Schiri zu einem Berkenthiner gesagt hätte: Das machen wir schon. In welchen Zusammenhang dieser Satz folgte, ist aber nicht klar!!! Aber dem Spielverlauf nach?! Nächste Woche kommt die erste Mannschaft von Berkenthin. Mal schauen was da los ist.


Müssen: Kloßok - Brandt - Möller - Böttcher - Brüggmann - Grade - Eggert - Schering - Meyer - Nicolaus - Meyer – Förster


SG S`bek-Lütau – Möllner SV 1-5


Einen auch in der Höhe verdienten 5:1 Erfolg konnte die Möllner Mannschaft gegen die Spielgemeinschaft Schnakenbek / Lütau verbuchen. Die Gäste konnten hierbei von Beginn an das Heft in die Hand nehmen und sich schon früh einige Chancen erarbeiten. Belohnt wurde dies in der 28. Minute, als Albert Oldenburger das 1:0 aus Möllner Sicht erzielte. Leider verpasste man es, schnell ein weiteres Tor nachzulegen. Die Hausherren hingegen nutzen eine ihrer wenigen Chancen zum zwischenzeitlichen Ausgleich. Dies war auch der Halbzeitstand.


In Durchgang zwei erlangt Mölln dann die Führung zurück. Kai Berte feuert einen Freistoß aus 25 Metern ab. Der Ball kommt zwar direkt auf den Torwart, dieser kann das Leder aber nicht unter Kontrolle bringen. So landet er zur Freude von Kai und seinen Mannschaftskollegen im gegnerischen Tor. Nun lassen sich die Gäste nicht mehr beirren. Einige schöne Ballstafetten verhelfen zu weiteren Toren. So klingelt es in der 59. Minute erneut im Tor der Hausherren. Albert hatte nach Freistoß von Kai keine Schwierigkeiten, den Ball einzuköpfen. Schade, dass sein Fallrückzieher, den er zwei Minuten später abgab, nicht den Weg ins Tor fand. Dies war aber nur ein kleiner Wermutstropfen, da Albert in der 80. Minute sein drittes Tor erzielte. Eine respektable Leistung. Abgerundet wurde das ganze durch den an diesem Tag starken Kai Berte, der nach Doppelpass mit Rudolf Hartwig den Endstand zum 5:1 aus Möllner Sicht herstellte.


MSV: Hering – Martens, Koßyk, Grube – Schwarz, Berte, A. Dankert, Lieck, Sykora – Oldenburger, Krivic. Tore: 28. Min. 0:1 Oldenburger (Krivic), 37. Min. 1:1, 46. Min. 1:2 Berte, 59 Min. 1:3 Oldenburger (Berte), 80. Min. 1:4 Oldenburger, 83. Min. 1:5 Berte (Hartwig)


BSSV II – Breitenfelder SV II


Wieder kehrt die 2. Herrenmannschaft des BSV mit einer Niederlage heim und wieder fiel diese Niederlage alles andere als knapp aus. Obwohl das Endergebnis von 4:1 nicht annähernd den Spielverlauf widerspiegelt, ist für den BSV in dieser Saison auswärts einfach nichts zu holen. Die ersten 45 Minuten schien der BSV alles andere als auf der Verliererstraße zu sein. Ganz im Gegenteil. Man spielte nicht nur mit, sondern bestimmte größtenteils das Spielgeschehen und erarbeitete sich große Chancen. Diese Chancen wurden allerdings nicht genutzt. Tobias Paap hätte in der 38. Spielminute die Führung, frei vor dem Büchener Torhüter, erzielen müssen. Vorher scheiterten Lars Martinsen, Johannes Jenß und erneut der engagierte Paap. Dass es mit dem 0:0 in die Halbzeitpause ging, verdankten die blauweißen ihrem Torhüter Nils Hildebrand, der in der 30. Minute einen Ball spektakulär um den Pfosten lenkte.


Die zweite Hälfte erwies sich dann als torreich. Nachdem der, zu weit aufgerückte, BSV nach 52 Minuten das erste Gegentor der Partie kassierte, blieb er am Ball und spielte überlegen den verdienten Ausgleich zum 1:1 heraus. Mesut Celik bediente Tobias Paap, der mit einem strammen Linksschuss endlich seinen Treffer markieren konnte. Nur fünf Minuten später fingen sich die Männer um Kapitän Holzer einen Konter zum 2:1 (63.) und konnten sich davon nicht mehr erholen. Wie so oft in dieser Saison war es wieder die fehlende Kraft, die zu großen Konzentrationsfehlern führte und so fing man sich auch die Gegentore drei (75.) und vier (78.). Der fleißige Lars Martinsen kassierte in der Schlussminute noch die gelbrote Karte, kurz nachdem der Gastgeber ebenfalls einen Spieler auf diese Art verlor.


BSV: Hildebrandt – Martens – Wulf (19. Höppner), Holz (C), Cramer – Jenß (80. Peters) – Z. Celik, Zunker, M. Celik – Martinsen, Paap (75. Buller)





Durch eine starke zweite Halbzeit streicht der BSSV verdient die Punkte ein. Nachdem die Dritte letzte Woche mit 2:6 in Breitenfelde verlor, war jedem bewusst, dass ein Sieg nicht ohne Einsatzbereitschaft und Kampfgeist einzufahren ist. So konnte man heute aus dem Vollen schöpfen und war gewillt, weitere drei Zähler in Büchen zu behalten. Die erste Halbzeit war ziemlich ausgeglichen und beide Mannschaften konnten sich Chancen herausspielen. Felix Neßler lenkte einen Kopfball über die Latte und konnte im 1:1 gegen den gegnerischen Stürmer klasse parieren. Auf der Gegenseite versäumten die Büchener Stürmer Magnus Möhrmann und Thomas Nowitzke die Führung für den BSSV zu erzielen.


So ging es torlos in die Pause und man nahm sich für die zweite Halbzeit vor, sich endlich vor dem Tor zu belohnen. Mit der Einwechslung von Manuel Barwanietz gelang dies auch. Er brachte den BSSV nach einer Stunde Spielzeit mit 1:0 in Führung. Nachdem sich Jonathan Böhlig auf der linken Außenbahn stark durchsetzte, vollendete Manuel die punktgenaue Flanke zur Führung. Da auch Breitenfelde nicht aufgab, konnten sich die Gäste mit dem Ausgleich kurze Zeit später wieder ins Spiel bringen. In den letzten 25 Minuten sahen die Zuschauer im Waldstadion dann einen lupenreinen Hattrick von Manuel Barwanietz. Mit seinem Torriecher konnte er sein Team mit drei schnellen Toren eindrucksvoll zum 4:1 schießen und wurde so zum Matchwinner. Der BSSV spielte in der zweiten Halbzeit sehr konzentriert, erspielte sich die Torraumszenen durch eine deutliche Überlegenheit und siegte am Ende auch in der Höhe verdient.


Fazit: Als der Knoten endlich geplatzt war, nutzte der BSSV die sich bietenden Chancen eiskalt. Nur wird es mal Zeit, dass dieser Knoten schon deutlich früher platzt. Am Sonntag geht es nun gegen Mustin, die zuvor knapp gegen die Dritte Herren gewann. (Quelle: www.bssv.info)


BSSV III – Mustiner SV 5-6


Torfestival im Heimspiel bring immer noch nicht den erwünschten ersten Saisonsieg! Nachdem man gegen Breitenfelde gleich sechs Gegentreffer und die dritte Niederlage kassieren musste, wollte man gegen Mustin unbedingt den ersten Saisonsieg einfahren und den letzten Tabellenplatz verlassen. Alles sah danach aus, dass dies auch gelingen würde. Bereits in der ersten Minute setzte Philipp Lenski einen Fernschuss an die Latte und unterstrich somit die Ambitionen der Mannschaft. Bereits nach 15 Minuten konnte Torben Knust das 1-0 erzielen, nachdem bereits zuvor mehrere Chancen ausgelassen worden. Nach dem Tor spielte man sich weitere Möglichkeiten heraus, die allerdings teilweise kläglich vergeben worden. Nach einem Kontor konnte Mustin den bis hierhin unverdienten Ausgleich erzielen. Die Abwehr der Büchener brach nun völlig zusammen und nach zwei weiteren Kontern stand es plötzlich 1-3. Ein weiteres Tor der Mustiner verhinderte die Latte. Nach Tormöglichkeiten war das Halbzeitergebnis auf den Kopf gestellt. Mustin wusste allerdings ihre Möglichkeiten zu nutzen, was dem BSSV nicht gelang.


Nach der Pause drang der BSSV sofort auf den Anschlusstreffer, der auch früh viel. Die Dritte hatte das Spiel nun wieder im Griff und konnte sich weiterhin viele Möglichkeiten herausspielen, bis Mustin wiedermals nach einem Kontor mit ihrer ersten Chance das 2-4 erzielen konnte. Die Motivation war nun sichtlich gebrochen und ein weiteres Mal konnte der überragende Mustiner Stürmer dem Ball im Netz zappeln lassen. Die BSSV-Abwehr bot eine erschreckende Leistung. Nachdem kurzzeitig auf 4-5 verkürzt werden konnte, machte Mustin kurz vor Ende den Sack zu. Zwar konnte Martin Tolle mit einem "Phantomtor" das fünfte BSSV-Tor erzielen, doch war die Zeit zu knapp, um noch den Ausgleich zu schaffen.


FAZIT: Nach Torchancen hätte der BSSV das Spiel gewinnen MÜSSEN! Doch während man vorne teilweise kläglich scheiterte, zeigte der Gegner wie man aus wenigen Chancen viele Tore erzielt. Der Sieg war nicht unverdient, aber auch sehr glücklich für die Mustiner, die sich bei ihrem Torwart und dem BSSV-Sturm bedanken können, dass sie "nur" 5 Tore kassiert haben.


SV Müssen – BSSV II 2-4


Derby-Time in der Lagune von Müssen! Heute war die Reserve von BSSV da, gegen die man letzte Saison noch daheim noch mit 1:0 bezwingen konnte, aber auswärts eine 4:0 Schlappe hinnehmen musste. Man wollte nach dem enttäuschenden Saison-Start eine andere Leistung an den Tag legen. Büchen nahm von Anfang an das Heft in die Hand und lies Müssen nicht den Hauch einer Chance. In der 7. Minute bereits schoss Büchen etwas glücklich das 1:0. Weitere Chancen konnte Büchen nicht nutzen. Eine Riesenchance von Henrik Hanck ging knapp vorbei. Die zweite Hälfte war genau wie die erste Hälfte. Die Menzel-Elf ohne Mut und Kampfbereitschaft. Der BSSV machte noch drei weitere Tore und gewann am Ende mehr als verdient mit 4:0 gegen sehr schwache Müssener.


3 Spiele, 2:10 Tore und 1 Punkt. Wenn sich in den nächsten Spielen nicht das Blatt wendet, wird es diese Saison ganz schwer für die Lagunen-Kicker. Hoffen wir mal, dass Trainer Markus Menzel beim nächsten Spiel die richtige Formation und die richtige Ansprache findet. Und das die Spieler auch mal 110 Prozent bringen. Sonntag um 15Uhr wissen wir mehr.


Müssen: Kloßok - Brandt - Brüggmann - Möller - Grade - Buß - Böttcher - Eggert - Nicolaus - Son - Hanck - Schering - Meyer – Hase

KREISKLASSE B


Ratzeburger SV II – Linauer SV 6-3


Der heutige Gegner der RSV-Reserve kam aus Linau. Diese waren mit zwei Siegen und einem Unentschieden in die Saison gestartet. Man war also gewarnt. Trainer Mirko Fischer stand ein 16-köpfiger Kader zur Verfügung. Lediglich der verletzte Kolja Peiffer, Normen Peuse (arbeitsbedingt)und Sebastian Koch (verletzt) waren nicht mit von der Partie. Die Beschwerden von Daniel Peters ließen kurz vor Beginn einen Einsatz in der Partie aber zu.


Um 13 Uhr pfiff Schiri Mirza die Partie an und schon nach 15 Sekunden der erste Jubel auf Ratzeburger Seite. Der Anstoß der Gäste wurde sofort abgefangen und Mike Kamischke wurde von Marco Hamer in Richtung 16er geschickt. Im Fallen erwischte Mike den Ball noch und er trudelte in die Maschen der Gäste. Was für ein Auftakt. Der RSV sollte die Partie weiterhin gut im Griff haben. Gerade in den ersten 15 Minuten brannte nichts an.In der 17. Minute folgte ein langer Ball von Daniel Peters in die Spitze und wieder war es Mike Kamische der bis zum Ende nachsetzte und dem Linauer Keeper das Leder in letzter Sekunde vor der Nase wegschnappte und zum 2:0 einschieben konnte. Doch wer meinte, die Gäste wären schon geschlagen, hatte sich getäuscht. In der 28. Minute gelang durch die quirligen Stürner der überraschende Anschlusstreffer. Doch auch hierauf hatten die Inselstädter eine Antwort. Torwart Thieme machte einen langen Abschlag, der direkt zu Sven Kamischke kam. Dieser zögerte nicht lange, zog ab und erhöhte in der 42. Minute auf 3 zu 1. Ein Klasse Tor ! Zur Pause folgte nun ein Wechsel. Daniel Peters war etwas angeschlagen und machte trotz guter Partie Platz für Sven Buse. Man war sich im Halbzeitgespräch einig, den Gegner nicht wieder rankommen zu lassen und zunächst aus einer geordneten Defensive heraus zu agieren. Doch was dann der RSV bot war wieder eine Katastrophe. Man setze genau das Gegenteil um und ließ den Gegner zu frei vor das eigene Tor kommen. Natürlich fing man sich damit wieder ein Gegentor ein. In der 50. Minute konnten die Linauer auf 3 zu 2 verkürzen. Doch Mike Kamische hatte wirklich einen super Tag erwischt. Nur 4 Minuten später nutze er einen sehr schön gespielten Ball von Sven Buse über S. Kamischke aus, um seinen dritten Treffer im Spiel zu markieren. Der alte Abstand konnte wieder hergestellt werden. Dies sollte aber auch wieder nur ein paar Minuten halten. Schon in der 66. Minute patzte das RSV Mittelfeld sowie die Abwehr und der SV Linau kam wieder auf 4 zu 3 heran. Nun war viel Spannung und Action im Spiel und das nächste Tor sollte nicht lange auf sich warten lassen...Daniel Peters war zuvor für den ebenfalls angeschlagen „10er“ Reinhold Schlecht wieder eingewechselt worden und bereitete nun das nächstes Tor vor. Wer sollte auch anderes getroffen haben? Klar war es wieder Mike Kamischke, der seinen 4. Treffer in der Partie markieren konnte und die Vorlage mustergültig verwandelte. Nun war der Bann gebrochen und das Spiel sollte zu Gunsten der Ratzeburger entschieden sein. Spielstand 5 zu 3. Der nun sichtlich erleichterte Trainer Fischer brachte Philipp Kwiering und Florian Jahnig in die Partie. Dieser sollte auch gleich einem Foul im 16er zum Opfer fallen. Den fälligen Strafstoß verwandelte Daniel Peters gewohnt sicher zum 6:3 Endstand.

KREISKLASSE C


Möllner SV II – Krummesser SV III 3:1 (0:1)


Die Gastgeber aus Mölln verschliefen die ersten Minuten des Spiels komplett. Bereits kurz nach Beginn musste man so das erste Gegentor der Saison hinnehmen. Dadurch beeindruckt fanden die Möllner nicht richtig zu Ihrem Spiel. Lange Bälle überwiegten das Geschehen. Das zu selten angewandte Kurzpassspiel brachte die meiste Gefahr für das Gehäuse der Gäste. Allerdings scheitern Soner Akinci am Pfosten sowie Dirk Harmgarth per Kopf am Krummesser Schlussmann. So konnten die Gäste die knappe Führung mit in die Halbzeit nehmen.


In Durchgang zwei merkte man den Möllner dann an, dass sie die drei Punkte nicht einfach so herschenken wollten. Mit mehr Leidenschaft konnte Dirk dann einen Fernschuss im gegnerischen Tor unterbringen. Hierbei machte der Torwart der Gäste nicht den sichersten Eindruck. Weiter am Drücker bleibend, erarbeitete sich Mölln jetzt deutlich mehr Spielanteile. Ausnutzen kann dies Patrick Senger, der einen gut abgelegten Ball von Soner im Tor unterbringen kann. Durch die 2:1 Führung bestärkt, kommt Krummesse nur noch selten vor das Möllner Tor. Die wenigen Schüsse, die Johannes Elfert dann auf seinen Kasten bekommt, kann er sicher parieren. Den Schlusspunkt setzt dann Munir Oguz, der einen vom Pfosten abprallenden Ball zum Endstand von 3:1 einnetzen kann.


MSV: Elfert – Wulf, Böhm, Wellendorf, Harmgarth – Oguz, Ide, Krüger - Senger, Bommrowitz, Akinci. Tore: 8. Min. 0:1, 50. Min. 1:1 Harmgarth, 65. Min. 2:1 Senger (Akinci), 80. Min. 3:1 Oguz (Akinci)


SSV Güster II – Mustiner SV II 3-2


Die Mannschaft des SSV Güster musste heute, und wahrscheinlich noch einige Wochen länger, auf Ihren Kapitän Piotr Jaackskowski (bürgerlicher Name: Hans-Peter Jaacks) verzichten. Er fällt mit einem Haarriss im Knöchel aus.


Die ersten 25 - 30 Minuten des Spiels zwischen dem SSV Güster II und dem Mustiner SV II waren sehr ausgeglichen. Keine Mannschaft konnte sich ein wirkliches Übergewicht erspielen. Es kam in beiden Strafräumen zu guten Möglichkeiten, die jedoch auf beiden Seiten nicht genutzt werden konnten. Die bis dahin beste Chance hatte Dennis Michelsen, dieser zog aus ca. 25 Metern einfach mal ab. Diesen Schuss hatten viele schon drin gesehen, jedoch war konnte der Mustiner Schlussmann mit einer sensationellen Parade den Ball noch aus dem Winkel holen. Nach gespielten 37 Minuten dann das erste Tor des Spiels. Nach einer Güsteraner Ecke nutzte Maldédé (bürgerlicher Name: Malte Hasenkamp) das Gewusel im gegnerischen Strafraum aus und schoss gezielt vom rechten Eck des 16-ers links unten ein. Der SSV war von nun an das bessere Team. Der Ball zirkulierte gut in den eigenen Reihen und der Gegner konnte in der eigenen Hälfte gebunden werden. In der 42. Minute konnte die Mannschaft des SSV Güster II den Vorsprung auf 2:0 erhöhen. Tobias Gallandt schoss einen Freistoß zunächst in die Mauer, konnte den Abpraller jedoch direkt aufs Tor bringen. Der gegen Michelsen noch so glänzende Mustiner Keeper hatte mit diesem 25-Meter Schuss anscheinend jedoch einige Probleme und lies ihn links unten ins Netz trudeln. Anscheinend mit dem Kopf schon in der Halbzeit lies die Mannschaft des SSV jedoch doch noch eine Chance in der ersten Hälfte für den Gegner zu. Jedoch scheiterte der frei vor dem Tor stehende Mustiner am glänzend reagierenden Güsteraner Schlussmann Sven Gödeke.


Gleich zu Anfang der zweiten 45 Minuten hatte Güray Zigni bereits sein 3. Saisontor auf dem Fuß. Freistehend vor dem gegnerischen Tor hatte er jedoch zu viel Zeit und konnte den Ball nicht im Tor unterbringen. Der SSV blieb weiterhin Spiel bestimmend. In der 63. Minute konnte Serkan Elmaci nur regelwidrig im Mustiner Strafraum gestoppt werden, was einen Strafstoß für den SSV zur Folge hatte. Entgegen der Regel schoss der gefoulte Spieler selbst, blieb jedoch cool, verlud den Keeper und schoss unten links ein.Unverständlicher Weise stellte der SSV danach das bis dahin gut funktionierende Kurzpassspiel ein und ließ dem Gegner viel zu viel Freiraum. Keine 3 Minuten nach dem 3:0 spielte die Abwehr des SSV auf Abseits, was jedoch misslang. Mustin konnte das 3:1 erzielen. Wiederum 3 Minuten nach dem Anschlusstreffer war die Hintermannschaft des SSV nach einem schnell ausgeführten Freistoß des Mustiner SV erneut nicht auf der Höhe, was das 3:2 zur Folge hatte. In dieser Phase des Spiels war das Team aus Güster nahezu Kopflos am Werk. Der Mustiner Stürmer hatte bereits den Ausgleich auf dem Fuß, war jedoch nicht in der Lage den Ball auf 5 Metern Entfernung im leeren Tor unterzubringen. Diese Szene zeigte Wirkung. Der SSV Güster II wachte allmählich wieder auf und konnte sich im Gegenzug eine sehr gute Möglichkeit erspielen. Eine Flanke aus dem rechten Halbfeld legte Moritz Mentzel überlegt auf den besser postierten Güray Zigni ab, dieser schoss jedoch ganz knapp über das Tor. Es mussten zwar noch einige gefährliche Situationen aus Sicht des SSV überstanden werden, der Sieg konnte jedoch über die Zeit gebracht werden.


Güster: 1 Sven Gödeke - 5 Patrick Löbe, 2 Mirco Schiersch, 9 Dennis Michelsen (C), 3 Markus Marolda - 6 Laurent Einhäuser, 15 Tobias Gallandt, 8 Serkan Elmaci, 4, Morits Mentzel - 14 Güray Zigni, 11 Ole Oetjen, 7 Christiano Gürknaldo (bürgerlicher Name: Christian Gürke), 10 Tomaz Mitasz 12 Malte Hasenkamp

Montag, 13. September 2010

Die "Ein-Mann-Mannschaft" - Leeds-Legende John Charles


Ein Mann wie ein Baum. Der Hüne John Charles wechselte einst als teuerster Spieler der Welt von Leeds nach Turin. Noch heute verneigen sich Briten und Italiener gleichermaßen vor dem Mann, den sie den »Sanften Riesen« nannten.


Mit fassungslosem Blick starrten die Anhänger des Torino FC einander im Oktober 1957 an. So eben war John Charles, im Trikot von Erzfeind Juventus, auf dem Weg, sein erstes Stadt- Derby für Juve zu entscheiden. Mit Riesenschritten stürmte der Waliser allein auf das Tor des Torino FC zu. Allen ist klar, was jetzt passieren muss. Immerhin war Charles als teuerster Spieler der Welt aus Leeds nach Turin gekommen, um das zu tun, was er am besten konnte – Tore schießen. Doch plötzlich stoppte Charles ab und schob den Ball ins Seitenaus. »Ich habe zuvor den gegnerischen Libero mit meinem Ellbogen getroffen. Es erschien mir nicht fair, so ein Tor zu erzielen«, wird John Charles später zu Protokoll geben. »The Gentle Giant«, der »Sanfte Riese«, war seinem Namen als echter Gentleman wieder einmal gerecht geworden.


Ein Kreuz wie ein Kühlschrank


Mit pechschwarzen Händen hatte John Charles 1947 seinen ersten Vorvertrag mit Frank Buckley, dem Team Manager von Leeds United, per Handschlag besiegelt. Der 16-jährige Charles arbeitete seinerzeit als Schuhputzer und Platzwart für die erste Mannschaft in seinem Heimatort Swansea. Buckley hatte Charles zufällig in einem Jugendspiel entdeckt, war von seinen Fähigkeiten euphorisiert und wollte ihn sofort verpflichten. Doch die Sache hatte gleich mehrere Haken, denn Charles war zunächst einmal zu jung für einen Profivertrag. Zudem waren seine 1,63 Meter nicht gerade das Idealmaß für die beinharte, englische Second Division. Zwei Probleme, von denen bald niemand mehr sprechen sollte. John Charles ging zum Militär, und als er zu den »Peacocks« zurückkehrte, erschrak Frank Buckley gehörig. Vor ihm stand ein 1,87 großer Hüne mit einem Kreuz wie ein Kühlschrank – der perfekte Verteidiger für Buckleys System. Nach seiner ersten Saison an der Elland Road wurde Charles als 18-jähriger in die walisische Nationalelf berufen. Doch der schüchterne Junge konnte sich trotz seiner beängstigenden Erscheinung, nicht durchsetzen und begann an seinen Fähigkeiten zu zweifeln. Sein Entdecker Buckley nahm sich seiner an und arbeitete mit ihm an Sprungkraft und Technik. In der neuen Saison stellte er Charles als Mittelstürmer auf – eine Initialzündung, denn er erzielte 21 Tore im ersten Jahr. Seine eleganten Bewegungen verwunderten Gegner und Mitspieler gleichermaßen, nie zuvor hatten sie einen so großen Spieler mit einer solchen Ballbehandlung gesehen.


Eine weitere Saison später markierte der Waliser 42 Treffer, bis heute Saison-Rekord in der Geschichte von Leeds United. Während seiner Karriere spielte Charles auf beinahe allen Positionen und entwickelte sich so zum einem vielseitigsten Spieler der Welt. »Er war ein kompletter Spieler. Am liebsten hätte ihn der Trainer vorne ein Tor schießen lassen und ihn dann direkt als Libero aufgestellt, damit er die Tore verhindert«, sagte der Journalist Michael Parkinson über Charles. Der Riese aus Swansea überragte seine Gegen- und Mitspieler also nicht nur aufgrund seiner Körpergröße. Weltmeister Jack Charlton, der selbst noch mit Charles zusammen spielte, nannte ihn »den besten Kopfballspieler, den ich je gesehen habe.« Am Ende der Saison 1955/56 stieg Charles mit Leeds in die First Division auf. Doch er suchte eine neue Herausforderung und wechselte zur neuen Spielzeit für die Weltrekordablöse von £ 65.000 zu Juventus Turin. Anfangs fiel es Charles schwer, sich den kulturellen Unterschieden anzupassen.

Doch schon nach kurzer Zeit eroberte auch er auch in Italien die Gunst der Zuschauer. Er führte den Verein zu drei italienische Meisterschaften und zwei Pokalsiegen. Nach den Ereignissen im Turiner Derby 1957 lagen ihm sogar die Anhänger des verhassten AC Turin zu Füßen. Seine Ausbeute von 93 Toren in 150 Spielen liest sich beeindruckend. Bei der WM 1958 in Schweden scheiterte Charles mit Wales erst im Viertelfinale am späteren Weltmeister Brasilien. Jack Charlton schwärmt weiter: »Er vereinigte eine komplette Mannschaft in sich. Ich habe Cruyff, Pelé, di Stefano und viele andere große Spieler gesehen. Doch für mich war er der effektivste Spieler, den ich jemals erleben durfte. Er allein machte den Unterschied.« Charles ging 1962 noch einmal zurück nach Leeds, verließ den Club jedoch nur ein halbes Jahr später in Richtung Rom. 1966 musste er seine Karriere nach einer schweren Knieverletzung in Cardiff beenden. Ein Abschiedsspiel wurde ihm nie gewährt. In Italien wählte man ihn Mitte der Neunziger zum besten Ausländer, der jemals in der Serie A gespielt hat.


Doch trotz seiner enormen Physis und seines körperbetonten Spiels bekam Charles während seiner gesamten Karriere keine einzige gelbe oder rote Karte. Auch dafür hatte er eine simple Erklärung »Mein Vater sagte immer: »Holz sie nicht um, spiel lieber Fußball.« Daran habe ich mich immer gehalten«, sagte Charles. Kaum einer verkörperte das britische »Sportsmanship« so sehr wie der hoch aufgeschossene Waliser. Am 21. Februar 2004 erlag der »Sanfte Riese«, John Charles, in Wakefield, England einem Krebsleiden. Nach seinem Tod trugen die Spieler von Leeds United und Juventus Turin Trauerflor in Gedenken an ihre ultimative Nummer 9. Auch auf den Zuschauerrängen des Torino FC sollen zahlreiche Tränen geflossen sein. Die Tatsache, dass er in Wales und vor allem in Italien noch heute für seine Art und seinen Charakter geschätzt, sogar geliebt wird, spiegelt die herausragende Stellung dieses nicht nur sprichwörtlich großen Spielers wider.


Seine Vereine als aktiver Spieler: 1948-57 Leeds United (297 Spiele, 150 Tore), 1957-62 Juventus Turin (150, 93), 1962 Leeds United (11, 3), 1962-63 AS Rom (10, 4), 1963-66 Cardiff City (69, 18), 1966-71 Hereford United (173, 80), Merthyr Tydfil (Wales)

TSV Dänischburg im Internet


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Sonntag, 12. September 2010


Am 03.09.2010 erschien in der Lübecker Nachrichten ein schöner Artikel mit der Überschrift: "Statt Kreisderby: Büchen feiert Hochzeit". Zu diesem Artikel möchte ich kurz Stellung nehmen.

Bereits im Juni teilte ich dem Staffelleiter der Verbandsliga per Email mit, dass wir den 05.09.2010 gerne als Freihaltetermin einrichten möchten, da unser Kapitän Bastian Tolle heiratet. Als dann kurz vor dem Staffeltag am 21.07.2010 in Groß Grönau die vorläufigen Spielpläne veröffentlicht wurde, war ich zunächst etwas verärgert, dass ausgerechnet an diesem Tag das Derby angesetzt wurde aber im gleichen Atemzug auch wieder erleichtert, da man ein Nachholspiel unter Nachbarn auch unkompliziert ohne lange Anfahrtswege unter der Woche austragen kann. Ich begab mich also zum Staffeltag nach Grönau: Zuvor versuchte ich am Morgen Freddy Albrecht telefonisch zu erreichen, um ihn über mein Vorhaben zu informieren. Leider konnte ich nur den AB besprechen. Als dann der wichtigste TOP anfing, das Besprechen des Spielplans (dazu muss man anmerken, dass ein Verlegen von Spielen am Staffeltag letztmalig ohne Ordnungsgeld möglich ist), ging es bei allen Vereinen auch schon munter mit den Verlegungen los. Als dann der 5. Spieltag an der Reihe war und einige Vereine bereits Änderungswünsche vorbrachten, meldete ich mich und der Staffelleiter wusste sofort, um was es ging: "Ach ja Patrick, du hast ja auch noch ein Anliegen." Ich sprach also direkt Angela Heitmann an, die 1. Vorsitzende des Breitenfelder SV, und bat also darum, dass wir am 05.09. nicht spielen möchten und schlug vor, dass Spiel z.B. am Freitagabend auszutragen. Die nette Frau Heitmann konterte umgehend und teilte mit, dass Sie bereits mit Freddy Albrecht und Sebastian Siemers (Trainer) gesprochen hätte und das Spiel nicht verlegt wird, da am Freitagabend viele Spieler nicht zur Verfügung stehen. Ich erklärte Ihr, dass der Freitag nur ein Beispiel war und ich mich natürlich nach jeder Vorgabe des BSV richten würde. An einen normalen Dialog war aber nach kurzer Zeit nicht mehr zu denken und ich teilte der gesamten Runde lautstark mit, dass am 05.09. keine Büchener Mannschaft in Breitenfelde auflaufen würde und ich es eine Frechheit fände, wie unter den beiden lauenburgischen Vertretern in der VL miteinander umgegangen wird. Am Schluss dieser Tagung sprach ich noch einmal den Staffelleiter an und fragte ihn, warum er an einem Freihaltetermin ein Spiel ansetzt. Hätte er es von vornherein an einem Mittwoch angesetzt, wäre dieses Problem gar nicht entstanden. So verließ ich den Staffeltag ohne Ergebnis, fuhr zum Dana-Cup und war danach noch 1 Woche im Urlaub. Während meiner Abwesenheit versuchte dann anscheinend Freddy Albrecht mich zu erreichen. Er hatte dann wohl auch zwei Alternativtermine im Gepäck und teilte diese dem Staffelleiter mit (11. und 18.8.) Kein Vertreter vom BSSV hat diese Termine jeweils schriftlich (DFB-Postfach, Email etc.) erhalten und dementsprechend ruhte der See still.

Ende August versuchte ich dann Freddy Albrecht per Email zu kontaktieren und am 28.08. telefonierten wir dann miteinander und sind so verblieben, dass das Spiel abgesetzt wird und wir einen neuen Termin suchen, bzw. Breitenfelde einen Termin vorschlägt. Da bis zum 04.09. nichts passierte und ich am Morgen des 04. über den Artikel in der LN informiert wurde, kontaktierte ich noch einmal Freddy Albrecht und später den Staffelleiter Klaus Schneider. Klaus Schneider musste sich zunächst erneut die Fragen bzw. Vorwürfe von mir gefallen lassen, warum er dieses Spiel überhaupt angesetzt hat. Er bestätigte mir aber auch, dass er zu jeder "Schandtat" bereit ist, ich soll mich nur mit dem BSV einigen. Und das Spiel soll bis zum 12.12.2010 ausgetragen werden. Ich schlug Klaus dann einen Tausch des Heimrechts vor und nannte als Termin den 08.09. in Büchen. Nach Rücksprache mit Freddy teilte dieser mir aber mit, dass der Trainer dieses abgelehnt hätte, da die Mannschaft auf Kunstrasen schlechte Erfahrung gemacht hätte. Da F. Albrecht an diesem Wochenende (Schützenfest in Breitenfelde) schlecht zu erreichen war, teilte ich ihm per Email als Termin den 08.09., Mittwoch, um 18.30 Uhr am Uhlenbusch mit. Naja, und jeder kann sehen, dass dieses Spiel nicht stattgefunden hat.

Fazit: Ich bin jemand, der auch einmal einen Fehler zugeben kann. Der einzige Fehler, den der BSSV in dieser Situation gemacht hat ist der, dass ich zum Zeitpunkt, als Freddy Albrecht die neuen Termine parat hatte, im Urlaub war. Hier muss sich aber auch ganz speziell der Staffelleiter den Schuh anziehen. Er hatte zweimal die Möglichkeit, einen Konflikt zu verhindern. Einmal zu Beginn, in dem er den 05.09. freigelassen hätte und dann Anfang August, als der BSV ihm zwei Termine mitgeteilt hat und er das Spiel nicht einfach neu angesetzt hat. Dann brauche ich keinen Staffelleiter. Und zum nachbarschaftlichen Verhältnis zum BSV möchte ich nur sagen, dass ich es traurig finde, wie die letzten beiden lauenburgischen Vertreter in der VL miteinander umgehen. Und dann muss ich im Gästebuch vom Breitenfelder SV noch folgenden Eintrag lesen:


Heitmann 04 September 2010 14:10 |


Liebe Fans und Spieler des Breitenfelder SV


das Spiel ist auf Betreiben des Büchen-Siebeneichener SV abgesagt worden. Der BSV hat mindestens 2 Termine genannt, an denen das Spiel hätte gespielt werden können. Büchen wollte aber nur am Freitag spielen, wir können freitags nicht spielen, da die Mannschaft wegen beruflicher Verpflichtungen nicht vollzählig ist. Außerdem ist eine bodenlose Frechheit meinen Namen zu mißbrauchen, um den Platz bereits am Freitag "zu sperren". Zur Information: der Platz ist bereits für das Spiel vorbereitet, also wir wollten spielen.


Mit freundlichen Grüßen Angela


Ps. Morgen ist der DFB FAIR-PLAY Tag, das bitte auch einmal bedenken. In diesem Sinne allen uns wohlgesonnenen ein schönes Wochenende


Patrick Winkler

Abteilungsleiter Fußball BSSV