FOOTBALL`S COMING HOME... UNSER GELIEBTER FUßBALL AUS DEN UNTEREN LIGEN


Berichte über unseren geliebten Amateur-Fußball aus dem Herzogtum Lauenburg, der Hansestadt Lübeck und der Verbandsliga Süd-Ost... und natürlich aus dem Mutterland des Fußballs...

Donnerstag, 17. März 2011

 

GW Siebenbäumen – TSV Kücknitz   0-0

Die Null hat sich bei uns festgebissen. Hinten gut, vorne leider..... Für dieses Spiel darf und wird es keine Ausreden geben. Es musste gewonnen werden, doch das ist uns nicht gelungen. Zu umständlich und unbeweglich waren unsere Offensivaktionen, so dass die Kücknitzer keine Mühe hatten, ihr Tor zu verteidigen. Die Mannschaft hat einfach den Rhythmus der ersten Spiele noch nicht wieder gefunden. Trotzdem hätte irgendeine Aktion zu einem Tor führen müssen. Nur leider ist unserer Mannschaft selbst diese Aktion nicht gelungen. Wir müssen aufpassen, dass wir unsere gute Ausgangsposition nicht restlos verspielen. Zum Glück hat die Mannschaft in der Vergangenheit gezeigt, dass sie auch anders kann. Und dieses müssen wir schnellstens wieder finden. Ansonsten müsste man sich bei regelmäßigen Leistungen dieser Art große Sorgen machen. Den Gästen aus Kücknitz muss Respekt gezollt werden. Mit den letzten "Elf" Spielern gekommen, um mit sportlichem Anstand das Spiel zu überstehen. Nun sind sie für ihren Einsatz und ihrer Willenskraft zu Recht belohnt worden, weil der Gastgeber alle diese Dinge an diesem Spieltag nicht abrufen konnte. Das sind aus GWS Sicht zwei verschenkte Punkte. Nun heißt es, sich zusammen zu reißen und am nächsten Samstag mit besserer Vorbereitung, dem erforderlichen Biss und Einsatz schnellstens wieder in die Spur zu kommen.




Unter denkbar schlechten Voraussetzungen ging unsere Reise zum Tabellenführer. Mit genau 11 nominellen Spielern traten wir an, wobei Mirko Kowalke als etatmäßiger Feldspieler ins Tor musste und unsere einzigen Auswechselspieler Co-Trainer Sven Ohde und Chefcoach Ulli Wiens waren. Das wir fälschlicherweise noch die Tracht der Damen mitgenommen hatten, setzte der ganze Sache die Krone auf. Doch genau aus dieser Situation zogen wir unsere Kraft und schworen uns zusammen. Das Spiel begann von der ersten Minute an so wie es zu erwarten war. Die Gastgeber hatten gefühlte 80 % Ballbesitz, ließen den Ball durch die eigenen Reihen laufen und versuchten sich Torchancen zu erarbeiten. Doch genau das fiel ihnen schwer. Wir hielten mit unseren Mitteln dagegen, versuchten die Räume eng zu machen und in den Zweikämpfen präsent zu sein. So war Siebenbäumen zwar klar überlegen, doch fehlten im Abschluss die Ideen, um sich die ganz großen Torchancen zu erarbeiten. Unsere einzigste Torchance hatte Sylvio Benedetto, als er sich in den Strafraum durchtankte, aber mit der Pike das Tor verfehlte. So ging es torlos in die Kabinen.

In der zweiten Hälfte bot sich den Zuschauern das gleiche Bild. Die Gastgeber dominierten das Spiel, kombinierten bis zum Strafraum gut, waren in den brenzligen Situationen aber entweder zu verspielt oder es warf sich einer unser Spieler in den Abschluss. Die beste Chance hatte Stefan Jobst, als er einen Kopfball über Mirko Kowalke hinweg an die Latte setzte. Mit zunehmender Spieldauer versuchte der Tabellenführer es nun mit langen Bällen auf den aufgerückte Kapitän oder dem eingewechselten Ex-Kücknitzer Mario Kindler. Doch auch diese Angriffe verpufften spätestens bei unserem hellwachen Not-Keeper Mirko Kowalke. Ein dickes Lob, welche Sicherheit dieser heute ausstrahlte. Unsere vereinzelten Kontermöglichkeiten spielten wir leider nicht konsequent zu Ende, um für den Supergau zu sorgen. Die letzten Minuten musste denn sogar unser Co Sven Ohde ran, als der angeschlagene Timo Oppermann raus musste. Doch auch dieser fügte sich nahtlos ein und so erkämpften wir uns nach 95 Minuten mit Mann und Maus und ein wenig Glück einen überraschenden Auswärtspunkt. 

GWS: Brinkmann - Gosch - Urban - Köthe - Putzier - Villarreal - Jobst - Wenchel (69. Kutlu) - Adam (46.Schoenborn) - Schlichting (46.Kindler) – Scheel.

Kücknitz: M.Kowalke - T.Söhns - M.Kähler, K.Müller - F.Kleinschmidt, M.Warschus, R.Boelke, B.Grieger, P.Scheller - T.Oppermann (80.S.Ohde), S.Benedetto.

Mittwoch, 16. März 2011

KREISKLASSE A


SV Oly. Schwartau II – SC Rapid 0:6 (0:1)

Bei Frühlingswetter spielten wir vom Anpfiff an gegen einen „massiv“ defensiven Aufsteiger, der im Konter sein Glück probieren wollte, doch über die gesamte Spielzeit nur zu 3 Abschlüssen kam. Schon nach 2min schoss sich Bartek warm, doch sein 17m Schuss strich knapp vorbei. Nur 3min später ein seitlicher Freistoß von Mirco, doch Bartek's Kopfball aus ca. 7m strich diesmal auf der anderen Torseite abermals knapp vorbei. Nach 8min nahm sich Torsten einen zentralen 23m Standard und hämmerte ihn Richtung Oly.-Tor, doch mit letztem Einsatz könnte der A-Jugd.-keeper der Schwartauer zur Ecke klären. In der 20.min legte Bartek für Björn auf, doch unser Knipser zielte nicht genau genug und schob die Riesenchance am langen Pfosten vorbei. Nach der Anfangsphase hatte sich der Gastgeber ein wenig besser aufgestellt und konnte mehr stören, wobei nach 31min sich Bartek und Björn alleine auf den Weg zum Tor machten, doch durch zu viel Spielerei die nä. 100%ige liegen ließen und nur 1min später legte erneut Bartek auf Björn auf, doch auch diesmal ging sein Schuss vorbei. Langsam rauften sich alle die Haare und das wurde auch nicht besser, als Mirco nach einem MF-Alleingang aus ca. 20m den Torhüter wieder zu einer Klasse-Reaktion „zwang“ und zur Ecke klären konnte. Als sich alle auf den Halbzeitpfiff vorbereiteten, schlug Bartek noch einen langen Eckball auf das hintere Fünfereck, wo er Mirco fand und dieser zur längst fälligen Führung ein köpfte – 0:1.

Direkt nach der Halbzeit drückten wir gleich wieder und nach 47.min nagelte Torsten den nä. 25m Freistoß aufs Gehäuse, doch abermals konnte der heute stark aufgelegte Keeper an den Pfosten retten, aber Bartek staubte im Nachsetzen zum 2:0 ab. Nur 3min später brachte Oli eine kurz ausgeführte Ecke auf den langen Pfosten, doch Mirco war sich nicht einig, ob er den Ball mit dem Fuß oder per Kopf eindrücken sollte, so dass auch dieser Ball knapp vorbei ging. In der 56.min bediente Torsten den auf rechts durchstartenden Dennis, der in den 16er eindrang und mit dem Außenrist den Ball im langen Eck unterbrachte – 3:0. Nur 5min später spielten Björn und Mirco einen schön vorgetragenen Doppelpass, den Mirco ohne Probleme zum 4:0 einschieben konnte. Leider begann nun die Zeit der vergebenen Großchancen: In der 64.min + 68.min hatte Björn die nä. beiden Riesendinger, doch erst der Keeper und dann das benötigte Zielwasser vereitelten diese. Mit einem Klassereflex konnte der warm geschossene TW nach 71.min gegen Bartek retten und nur 1min später zielte Paddy nicht genau genug, so dass sein Heber am langen Winkel knapp vorbei strich. Nach 74min wurde Paddy ein klarer Kopfballtreffer wegen Abseits nicht gegeben – aber über unsere Schiri's brauch' ich nicht viel zu erzählen, da sein Abschluss aus 3-4m dem TW auf der Linie keine Chance ließ und ein Gastgeber sich jenseits der Torauslinie befand, weil er gegen die Vorbereitung ins Aus gerutscht war. Selbst ein Erklären der Situation stimmte die Unparteiischen nicht um.... Nur eine weitere Minute später spielte sich Dennis auf rechts in den 16er, doch Paddy's Schuss wurde erneut Beute vom Keeper. Nach 83min wurde Björn wieder freigespielt, doch zum wiederholten Mal konnte der Torhüter zur Ecke klären. Nun wurde das Mirco zu „dumm“ und er startete in der 88.min ein diagonales Solo in den 16er, das er mit einem fulminanten Kracher in den langen Winkel krönte – 5:0. Nur 1min später konnte eine Rechtsflanke nur zu kurz abgewehrt werden und Joye nahm den Ball per Direktabnahme, blieb aber an der Abwehr hängen, doch Paddy brachte den nun freien Ball im kurzen Eck unter – 6:0. Ein sehr einseitiges Spiel, das hätte viel höher ausfallen müssen, doch der Gastgeber hatte mit seinem jungen Keeper den auffälligsten und besten Spieler an Bord.




Olympia Bad Schwartau II -  LSC 99 II 1:12 (0:2)
Schöner Sieg für Thomas! Wer an diesem Tag auf die Tabelle schaute, der könnte davon ausgehen, dass das Spiel von selbst laufen würde. Doch der LSC war gewarnt. Das Hinspiel ging mit 2:1 verloren. Zusätzlich dazu musste das Team noch den kurzfristigen Ausfall einiger Spieler kompensieren. Und das Spiel fing alles andere als gut an. Olympia war die ersten 15 min. sehr stark und die Lübecker Defensive stand noch nicht gut. Aber in der 20. Min erlöste der, glücklicher Weise heil, heimgekehrte Stefan Utescher nach wunderschöner Flanke von Richter mit einem Kopfball direkt in den Winkel das gesamte Team. Aber danach konnte der LSC lange nicht nachlegen, erst in der 43 min. erhöhte Marcel Krakow auf 0:2. Aber kurz vor der Pause ein Schock. Der Lübecker Torwart krachte mit einem gegnerischen Angreifer zusammen. Dies war so heftig, dass er mit Gehirnerschütterung ins Krankenhaus musste. Dieses hat aber bereits gesund wieder verlassen. Aber so musste das Trainergespann reagieren. Da auch der zweite Torwart an diesem Tag eigentlich krank war, musste der Trainer selbst ins Tor und die Aufgabe an der Linie übernahm der verletzte Kapitän.
Aber der Wechsel in der Defensive hatte wenige Auswirkungen auf das Spiel des LSCs. Und in der 49 min. eröffnete Daniel Gottschalk das Torfestival. In der  53 min. erzielte Benny Richter das nächste Tor, indem er einen Verteidiger anschoss. 6 Minuten später Richter sein erstes eigenes Tor. Die lübecker Gäste waren weiter richtig stark und Richter konnte noch 5 weitere Tore erzielen (70.,81.,84,86). Die weiteren Tore erzielten Gottschalk (72.), Utescher (65.) und Anik (76.). Wobei das Tor von Anik das Schönste war. An dieser Stelle ein Lob an die Gegner. Sie haben weiter versucht Fußball zu spielen und haben ein sehr faires Verhalten an den Tag gelegt. Das Tor, welches Sie in der 82. Min. erzielten war auch ein verdienter Ehrentreffer. Insgesamt schwimmt das Team auf einer Erfolgswelle und konnte in den letzten beiden Spielen 19 Tore erzielen. Es gilt nun diesen Trend gegen den nächsten Gegner aufrecht zu erhalten, wenn man noch einmal die Chance ergreifen will aktiv in den Aufstiegskampf einzugreifen. Aber der ATSV Stockelsdorf hat mit dem LSC noch eine Rechnung offen und die eigenen Baustellen werden nicht kleiner!
LSC: 1: Meibohm, 2: Gandl, 3: Dörr, 4: Krakow, 5: Rumstieg, 6: Utescher, 7: Lehmkuhl, 8: Anik, 9: Schulz, 10: Richter, 11: Gottschalk.




SV Müssen – TSV Berkenthin II   2-2

Die Serie hält! Aber wie?? Man hat zwar seit 7 Spielen nicht verloren, jedoch auch nur 2x gewonnen. Müssen kann auch gegen Berkenthins Reserve nicht gewinnen. Trotz totaler Überlegenheit endet die Partie Unentschieden. Man wollte beim ersten Auftritt in der Lagune von Müssen den ersten Pflichtspielsieg der Saison. Man wollte von Anfang an das Zepter in die Hand nehmen und aus allen Lagen Schiessen. Das gelang auch von Beginn an. Man spielte permanent auf das Tor der Gäste und kam das ein oder andere Mal gefährlich zum Abschluss. Jedoch konnte man den Ball nicht versenken. Berkenthin spielte ausschließlich mit langen Bällen in die Spitze. Obwohl dies ein durchschaubares Spiel ist, konnten die Gäste das ein oder andere mal durchdringen. Die Müssener Verteidigung hatte heute nicht ihren besten Tag. Und wenn man vorne sich nicht durchsetzt, klingelt es auch mal hinten im Schweizer Käse. Ein langer Ball von Berkenthin wuselt sich durch die Abwehr bis ein Berkenthin frei vor dem Tor zum Abschluss kam. Den konnte der Torhüter noch parieren. Mittlerweile waren drei Müssener Abwehrspieler nach hinten geeilt und stellten sich vor dem 5-Meter Raum auf. Der zweite Berkenthiner Stürmer konnte sich den zweiten Ball angeln und gefühlte 10 Sekunden unbedrängt am Fuß halten. Da der 5-Meter Raum ja zugestellt war und er nicht gezielt zum Abschluss kam spielte dieser einfach auf den Mitspieler quer, der 8 Meter neben ihm immer noch frei Stand. Dieser schob unbedrängt zur Führung ein. Jetzt wurde das Spiel hektischer und der Schiedsrichter war das ein oder andere Mal leicht überfordert. Es gab noch ein paar gelbe Karten und dann war Pause. 

Nach der Pause wollte man den schnellen Ausgleich erzielen und weiter drücken. Das Spiel war wie in Halbzeit eins. Nachdem ein langer abgefälschter Ball in der 58. Minute über die Müssener Abwehr flog, war der Weg frei für den Stürmer, welcher den Ball über dem herauseilenden Torwart hob und dann zum 2:0 einschob. Wer jetzt dachte Müssen würde zusammen brechen, der irrte sich gewaltig. Erst gab es den nächsten Dämpfer, als Ruben Kolmos nach wiederholtem Foulspiel zwei Minuten später die gelb-rote Karte sah. Der Libero wurde aufgelöst und man spielte hinten Mann gegen Mann. In der 62. Minute stand es dann nur noch 1:2. Nach einem langen Einwurf in den Sechzehner flog der Ball vom Berkenthiner abgefälscht in das eigene Tor. In der 65. Minute gab es glatt Rot für die Gäste nach einem Foulspiel. Jan Nicolaus wurde in der nähe der Mittellinie gecheckt, ohne das ein Ball in der Nähe war. In der 72. Minute gab es einen Handelfmeter, den Jan Nicolaus gewohnt Sicher versenkte. In der Folgezeit hatte Müssen diverse hundertprozentige Chancen, die alle vergeben wurden. Mal rettete der Torwart, mal das Aluminium, mal einer auf der Linie oder es wurde vorbei geschossen. So endete eine hektische Partie Unentschieden und Müssen hat mal wieder zwei Punkte liegen gelassen. Nächste Woche kann man Wiedergutmachung betreiben, wenn es zum Tabellenzweiten nach Berkenthin geht.

Müssen: Förster - Hase - Brandt - Wedekind - Grade - Kolmos - Brüggmann - Wittenberg - Hanck - Lehnhardt - Nicolaus - Buß – Avci






TSV Gudow II – Krummesser SV II   4-0

Wunder gibt es immer wieder…1970 holten wir beim Eurovision Songcontest, in Amsterdam, mit diesem wunderschönen Titel den 3. Platz und fast auf dem Tag genau 31 Jahre später den ersten Dreier, wo wir mal nicht in der zweiten Halbzeit eingeknickt sind… Halleluja Wie eigentlich immer dominierten wir die erste Halbzeit nach Belieben und gingen verdient, nach Toren von Simon Schmidt (15. Min.); Maik Rietenbach (25. Min.); Kevin Gindler (30. Min.) und wiederum Simon Schmidt (40. Min.) , mit 4:0 in die Halbzeit.

Der TSV stand sehr kompakt und ließ kaum Torchancen zu. Man war bereit zu fighten, miteinander und füreinander. Und der Lohn für diese disziplinierte Vorstellung, war das Erste zu Null Spiel in dieser Saison. Bis auf die Höhe ist das nix Neues. Was nun aber passierte, ist neu. Vielleicht lag es daran, dass wir seit Monaten - letzte Woche zum Ersten Mal - eine 100 % Trainingsbeteiligung hatten? Wer weiß das schon…Fazit: Mit Fleiß gibt es auch einen Preis!

Gudow: Hogeweg, Rietenbach (75. Min. Holynski), Paduch, Herbst, Kalies, Schmidt, Steffen (65. Min. Hack), Gindler (80. Min. Burmeister), Flack, Rehr, Tegge.






GW Siebenbäumen II – SIG Elmenhorst   1-3

Wir haben heute nach schwachem  Spiel 3:1 in GW Siebenbäumen gewonnen. Nach diesem Spiel  bleiben wir an der Tabellenspitze,  gleich hinter Krummesse und Berkenthin. Vor Anpfiff des Spiels waren wir gerade mal  11 Spieler. Uns fehlten 6 Leistungsträger, die verletzt waren. Nach 10 Min. Verspätung  fing unser Spiel dann an. Die GW Siebenbäumen hatten sich 3 Spieler zur Verstärkung aus der 1.Herren geholt. Auf schwerem Boden versuchte die SIG Elmenhorst gleich Druck zu machen. In der 2. Min. dann die erste Chance für die SIG Elmenhorst. Dennis Matlok verfehlte nach Flanke von Rouven Ahlers nur knapp das Tor. Die SIG Elmenhorst  machte gleich weiter Dampf. In der 5. Min. war es dann so weit. Nach Einwurf durch Rouven Ahlers  trifft Patrick Schwan aus 20 Meter genau in den Giebel!! 0:1 für SIG Elmenhorst!  Nach dem Tor kamen die Gastgeber auch stark nach vorne und wurden mit der ersten Torchance gleich belohnt. Sie erzielten nach Ecke das 1:1. Jetzt spielte sich alles im Mittelfeld ab und beide Teams versuchten sich Torchancen herauszuspielen. In der 17. Minute dann wieder ein starker Angriff der SIG Elmenhorst. Toni Quindt bediente Patrick Schwan mit wundervollem Pass und der  zog aus gut 18 Meter ab. Doch der starke GW Siebenbäumen- Keeper hält den Ball. Nach der Chance war dann Siebenbäumen ein bisschen stärker und kam zu 2 sehr guten Möglichkeiten, doch SIG Elmenhorst-Keeper Andre Meins hielt beide Bälle souverän!!  Ab der 37. Min. häuften sich die Chancen für SIG Elmenhorst im Minutentakt! Erst vergab Dennis Matlok drei Chancen, dann Rouven Ahlers. Dann traf,  in der 40. Min., Dennis Matlok nach schöner Ecke von Bernd Reinke zum 1:2, per Kopf! Die SIG Elmenhorst ging mit  2:1 in die Pause. 

Nach Ansprache vom Trainer, haben wir gleich die Partie wieder mit Druck begonnen. Kurz nach Anpfiff der 2. Halbzeit, musste Patrick Schwan verletzt den Platz verlassen. Er war kurz vor der Halbzeit mit einem Siebenbäumen- Spieler zusammengeknallt (am Kopf).  In der 80. Min. konnte Dennis Matlok dann endlich den Sack zumachen.  In der 84. Min.  dann der nächste Kracher. Die Nummer 3 von Siebenbäumen nahm mitten im Spiel den Ball in die Hand und warf  ihn auf Rouven Ahlers.  Eigentlich eine klare Tätlichkeit, doch der schwache Schiri gab beiden nur  gelb!! Völlig falsche Entscheidung. Zum Glück war dann Schluss und die SIG Elmenhorst gewann 3:1. Nun  wartet  auf SIG Elmenhorst das Topspiel  gegen Mölln! Wir hoffen, dass  uns die Fans da wieder zahlreich unterstützen!

SIG: Andre Meins, Mario Hinrichsen, Ulf Stuhlmacher, Jörn Grützmann, Jan-Marten Brügmann,- Basti Wöhl, Bernd Reinke, Patrick Schwan(50min Christian Brügmann), Rouven Ahlers- Dennis Matlok (89min Stephan Krüger).

KREISKLASSE B




SC Rothenhausen – BSSV IV   2-5

Die G4 schlägt den SC Rothenhausen souverän mit 5:2 (3:2) und rückt näher an die Spitzengruppe heran. Mit einer vermeintlichen B-Elf trat man den Weg nach Rothenhausen an. Ohne Pries, Barwanietz, Flint, Stöwe, Olli Klangwart, Ringels, Kempf, Tastekin und Huger musste Spielertrainer Winkler, dem noch ein 34 Stunden-Trip nach München in den Knochen steckte, eine schlagkräftige Truppe aufbieten. Dieses gelang ihm und so begann die Partie auf dem tiefen Geläuf wie vermutet: die Gastgeber waren hoch motiviert und hellwach, ohne sich jedoch hundertprozentige Torchancen heraus zu spielen. Ab Minute 15 kam die G4 dann auch besser ins Spiel und mit der ersten Chance konnte Matten Krüger nach Schuss von Thomas Piehl abstauben. Aber im direkten Gegenzug konnte der Gastgeber ausgleichen, der Ball war eigentlich schon wieder in den eigenen Reihen. Beim Klärungsversuch trat Libero Winkler in den Boden und der Ball landete 20 Meter vorm Tor beim Gegner, der sofort die Flanke aus dem Halbfeld schlug. Der Ball segelte über Keeper Matthay hinweg und fand den gegnerischen Stürmer, der unbedrängt einköpfen konnte. Nun hatte Rothenhausen etwas Oberwasser und einen schwachen Flachschuss legte sich Matthay selber ins Tor. Aber am heutigen Tage konnte die G4 nix aus der Ruhe bringen. Man spielte ruhig weiter und konnte noch vor der Pause das Ergebnis drehen, 3:2 für die Goldtruppe.

Nach der Halbzeit plätscherte das Spiel ein wenig dahin und beide Teams egalisierten sich. Die G4 spielte jetzt auf Konter und einen dieser konnte erneut Matten Krüger zum 4:2 verwerten. Nun war das Spiel gelaufen und Addi Ullrich stieg nach einer Ecke am Höchsten und konnte den Endstand herstellen. In der Endphase verschossen die Gastgeber noch einen Elfmeter. Fazit: Eine Superleistung der G4 und des gegnerischen Torhüters. Ohne diesen hätte das Ergebnis auch durchaus 3-5 Tore höher ausfallen können. Ein Dank an Olaf Drewelowsky und Hugo Langen, die als Ergänzungsspieler mitgefahren sind.

BSSV: 1 Matthay  2 Jaschinski  3 Paul  4 Ullrich  5 Winkler (72. Drewelowsky)  6 Kurt  7 Piehl  8 Pahl  9 Knaack (55. G. Klangwart)  10 del Petro  11 Krüger - Tore: 4x Krüger, Ullrich.

Montag, 14. März 2011

VERBANDSLIGA SÜD-OST vom Samstag







TSV Neustadt – RW Moisling   0:1  (0:0)

Knapp mit 0:1 musste sich der TSV am Ende bitter geschlagen geben. Bis zur Pause sah man am Gogenkrog eine ausgeglichene Partie, aber ab der 60. Spielminute agierten dann nur noch die Hausherren. Chancen fast im Minutentakt erspielte sich die Elf vom Trainer-Duo Enkelking & Jöllenbeck, doch Thomsen, Meyer, Müller, Walther und auch Viöl brachten die Lederkugel nicht im Netz unter. Das rächte sich in der 88. Minute fatal, ein Konter schloss Joker Özdemir überlegt ab. „Kein Vorwurf an das Team. Wenn man unten steht, hat man halt kein Glück“, so Enkelking enttäuscht. Sein Gegenüber Dirk Kohlmann: „Den Dreier hatten wir nicht verdient“.

Neustadt: Reese – Thomsen, Tegler, Timm-Holz, Viöl, Klukas, Mews, Müller (82. Ahmetovic), Meyer (72. Fischer), Preus, Georgiev (81. Walter).

Moisling: Frahm – Kohlmann (86. Lening), Froh, Schütte (72. Özdemir), M. Bornemann, Azzez (90. Duchrow), Dogan, Paasch, J. Bornemann, Barten, Akar.

Oldenburger SV – SSC Hagen-A.   1:3  (0:1)

Mit einer tadellosen Leistung gewann der SSC hoch verdient. Der Gastgeber war noch gar nicht richtig auf dem Feld, da traf Twachtmann (4.). Die Schlüsselszene folgte in der 52. Minute, als Keeper Heisler nach einer Notbremse an K. Pohlmann Rot sah. D. Lantz verwandelte gegen „Aushilfs-Keeper“ Kortz sicher zur Vorentscheidung. In Unterzahl wehrte sich der OSV nach Kräften, doch Twachtmann (58.) machte schnell alles klar. Gottorf (89.) setzte den Schlusspunkt. „Glückwunsch an die Gäste, das war ein verdienter Sieg“, gratulierte OSV-Obmann Emmrich fair.

Oldenburg: Heisler – Brandt, Schön (49. Kortz), Sager, Schröder, Lammert, Rosenthal, Nielsen, Friske (60. Kowski), Wenn, Gottorf.

Hagen-A.: Block – Stein, Hausberg, C. Lantz, Lembke, Klamt, K. Pohlmann, Schmidt-Hartwigsen, Last (67. R. Pohlmann), Twachmann (81. Danger), Weltin.

TSV Pansdorf – Eutin 08   2:1  (1:1)

Mit einem verdienten, aber umkämpften Heimsieg startete der TSV in die Rückrunde. Die Henck-Elf begann überlegen, ging früh durch Krüger (14.) in Führung. Nach einem Blackout von Keeper Möller glich Brunner (36.) völlig überraschend per Elfmeter aus. Doch auch Eutins Schlussmann Kordts leistete sich einen dicken Bock, als er eine harmlose Flanke von Jaacks (65.) ins eigene Netz lenkte. In der vierten Nachspielminute hatte Eutin dann den Ausgleich auf dem Fuss, doch Stau rettete auf der Linie. „Wir hätten früher den Sack zumachen müssen, da haben wir es uns selber schwer gemacht“, bilanzierte Henck den knappen Erfolg. Schulze (90., Foul) sah noch gelb-rot.

Pansdorf: Möller – Wenske, Ulverich, Damm (64. Albrecht), Landsberg (80. David), Jaacks (75. Simon), Kirstein, Farklas, Krüger, Weiß, Stau.

Eutin: Kordts – Callsen, Malchow (48. Hallmann), Graper, Weiß, Sax, Ahlers, Schmahl, Brunner, Schulze, Schumacher.

ATSV Stockelsdorf – Sereetzer SV   0:1  (0:0)

Die Serie von acht ungeschlagenen Spielen ist beim ATSV Geschichte. Knapp, aber hoch verdient entführte der SSC alle drei Punkte am Herrengarten. Das Tor des Tages erzielte Tetzlaff (77.) nach einem Doppelpass. Die Gastgeber enttäuschten auf ganzer Linie, konnten zu keiner Zeit ihr Potential abrufen. So war Trainer Dirk Wetendorf auch angefressen: „Einstellung, Willen und Aggressivität waren heute überhaupt nicht vorhanden“.

Stockelsdorf: Rothe – Molt, Voß, Wohlfahrt, Möller, Hofmann (76. Fialkowski), Schober (46. Oeverdieck, 70. Themer), Hielscher, Sindi, Kuhlmann, Cekici.

Sereetz: Pape – Göhlert, Ullrich, Schefer, Ahrens, Bätge (85. Behnke), Strunck (70. Jahrling), Boye, Junker (82. Al), Tetzlaff, Niels.

Freitag, 11. März 2011

The King of Kop: Liverpools Legende Kenny Dalglish

Gut möglich, dass eines Tages auf seinem Grabstein stehen wird: This is Kenny. Kein anderer wird beim FC Liverpool so verehrt, wie Kenny Dalglish. Jetzt soll er die »Reds« als Trainer zum Erfolg führen. Schon wieder. Zeit für ein Portrait.

Helden werden aus Katastrophen geboren. Kenny Dalglish, Schotte, ist am 15. April 1989 schon eine lebende Legende beim FC Liverpool. Als Stürmer hat er die »Reds« an Europas Spitze geschossen, als Trainer setzt er seit 1985 die Erfolgsserie des Klubs fort. Erst ein Jahr zuvor hat Anfield Meisterschaft Nummer 17 feiern können. Jetzt, inmitten eines Schlachtfeldes aus Menschen, zerrissener Kleidung und Blut im Sheffielder Hillsborough-Stadion, liegt Liverpools Fußball in seinen letzten Atemzügen. Während auf der Tribüne des Leppings Lane End 96 Menschen in einer Massenpanik zu Tode gequetscht werden, steht Liverpool-Trainer Kenny Dalglish auf dem Rasen und sucht seinen Sohn. Immerhin diese Geschichte hat ein Happy End: 20 Minuten dauert der Alptraum des Vaters, dann sieht Kenny Dalglish seinen Sohn Paul aus einem hilflosen Knäuel Menschen auf sich zukommen. Er ist unversehrt.

Einen Tag später. Kenny Dalglish besucht die groteske Trauerstätte Hillsborough. Er betritt eine Fläche, die einmal ein Fußballfeld war. Jetzt ist der Rasen ein einziges Denkmal. Das Zellophan der Blumensträuße knistert im Wind, das Grün des Rasens ist vor lauter Fanschals kaum noch zu erkennen. Die Erinnerungen an eine unfassbare Katastrophe. Dalglish hat zwei Teddybären in der Hand, er setzt die Stofftiere neben den Torpfosten und macht sie zu stummen Beobachtern dieser schaurig-schönen Szenerie. Später wird Kenny Dalglish sagen, dass das »der traurigste und zugleich schönste Anblick meines Lebens« gewesen sei. Und er stellt sich Frage, wie ein Fußball-Trainer auf ein solches Ausmaß der Trauer angemessen reagieren soll.

Die Antwort ist ganz einfach und doch so schwer: Abschied nehmen und die Trauer der Hinterbliebenen teilen. Spieler und Verantwortliche folgen in den nächsten Tagen und Wochen den Forderungen ihres Trainers und besuchen jedes Begräbnis, jede Trauerfeier. Kein Opfer soll vergessen bleiben. John Barnes, Bruce Grobbelaar, dem noch die »They´re killing us, Bruce, they´re killing us!«-Rufe der Fans in den Ohren klingen, John Aldrige und all die anderen Helden von Anfield erweisen den toten Fans die letzte Ehre. Vereinzelt verlesen sie Trauerreden vor den Särgen. Kenny Dalglish hat sie verfasst. An manchen Tagen ist der Trainer mit seiner Frau Marina auf vier verschiedenen Trauerfeiern, eine Polizeieskorte sorgt dafür, dass das Ehepaar ohne Hindernisse durch den Liverpooler Stadtverkehr kommt. 21 Monate nach der Katastrophe kündigt Kenny Dalglish seinen Vertrag als Trainer beim FC Liverpool. Die genauen Gründe dafür hat er nie genannt. Seine Tochter Kelly sagt: »Mein Vater hat all dem Stress und der Last der Verantwortung einen hohen Tribut zollen müssen. Hillsborough hat ihn im Innersten erschüttert.« Für die Fans vom FC Liverpool ist Kenny Dalglish keine Legende mehr. Sie haben ihn zu einer Ikone ausgerufen. Als die Vereinshomepage Jahre später die »100 Players Who Shook the Kop« sucht, wird Steven Gerrard nur Zweiter. Auf Platz eins: Kenny Dalglish.

Dalglishs Karriere beginnt im Glasgower Stadtteil Dalmarnock. 15 Jahre ist er alt, als er 1966 das erste Mal beim FC Liverpool vorspielt. Dort regiert Bill Shankley und der Meister will den talentierten Angreifer auf der Stelle verpflichten. »Shanks legte mir gleich einen Vertrag vor, aber in letzter Minute knickte ich ab: Allein die Vorstellung so früh so weit entfernt von zu Hause zu sein, löste bei mir Heimweh aus«, erinnert sich Dalglish später. Stattdessen spielt der Protestant ein Jahr später bei den Katholiken von Celtic Glasgow. Eine Besonderheit im religiös tief gespaltenen Glasgow. Acht Jahre bleibt der Angreifer Celtic treu, doch der Start verläuft eher holperig – erst eine Sechs-Tore-Gala im Vorbereitungsspiel gegen Klimarock im Sommer 1971 überzeugt Celtic-Trainer Jock Stein endgültig von den Fähigkeiten seines Spielers. Dalglish, der kurz darauf gemeinsam mit Rangers-Verteidiger Sandy Jardine einen Souvenirshop in der Glasgower Innenstadt eröffnet, nutzt seine Chance. Und wie. Sechs Jahre, 204 Spiele und 112 Toren später ist Kenny Dalglish zu einem der besten Stürmer Europas gereift. Nationalspieler Schottlands ist er längst. Da klopft der FC Liverpool an. Die »Reds« sind auf der Suche nach einem Nachfolger für die »Mighty Mouse« Kevin Keegan, den es nach Hamburg verschlagen hat. Dalglish ist zu diesem Zeitpunkt 27. Wenn nicht jetzt, wann dann? Für die Rekordablöse von 440.000 Pfund (damals ca. 1,8 Millionen D-Mark) wechselt der Heimatverbundene Schotte ins 350 Kilometer entfernte Liverpool. Eine Ära beginnt.

Alles Kritikern und Keegan-Freunden zum Trotz, schlägt Neuzugang Dalglish ein wie eine Bombe. Im ersten Spiel – das erste Tor; am Ende der Saison sind es 31 Treffer in 61 Pflichtspielen. Und im Finale gegen den FC Brügge holt Liverpool zum zweiten Mal in Folge den Europapokal der Landesmeister. Im Londoner Wembleystadion gewinnen die Gastgeber mit 1:0. Das Tor schießt Kenny Dalglish mit einem herrlichen Lupfer in der 65. Spielminute. Eine solche Spielintelligenz hat das Mutterland noch nicht erlebt. »Er war genial«, sagt sein ehemaliger Mitspieler Brian Hall, »auf dem Rasen hatte er eine Million Möglichkeiten zur Verfügung. Und er hat Dinge gesehen, die sonst niemand erkennen konnte. Deshalb hat er in Liverpool selbst die Ecken getreten – er wusste schon vor dir, wann du zum Kopfball hochsteigen würdest!« Dalglish und der FC Liverpool – es ist Liebe auf den ersten Blick.

An der großen Romanze ändert sich auch in den Folgejahren wenig. Im Gegenteil: Die Beziehung zwischen dem trickreichen Schotten und dem englischen Traditionsverein ist äußerst gewinnbringend: Als Dalglish am 21. Februar 1991 seinen Rücktritt erklärt, hat er mit dem FC Liverpool acht Meisterschaften, zwei FA-Cups, sieben Charity Shields (die englische Version des deutschen »Super Cups«), sowie jeweils dreimal den Europapokal der Landesmeister und Ligapokal gewonnen. Zweimal, 1979 und 1983, hat man ihn zu »Englands Fußballer des Jahres«, 1986, als Spielertrainer, gar zum »Manager of the year« gekürt. Aus Kenny Dalglish ist »King Kenny« geworden, der »King of Kop«. Die vielleicht größte Legende der Liverpooler Vereinsgeschichte. Dann kommt der 15. April 1989. Und verändert alles.

Kenny Dalglish kennt sich aus mit Stadion-Katastrophen. Wer ihm Böses will, der könnte gar behaupten, der 1,73 Meter große Mann mit dem freundlichen Gesicht und den tief liegenden Augen, würden die Tragödien magisch anziehen. Als 1971 beim »Old Firm« zwischen Celtic Glasgow und den Rangers ein Teil der Tribüne zusammenbricht und 66 Menschen in den Tod reißt, sitzt Kenny Dalglish auf der Ersatzbank. 1985, bei der Tragödie von Heysel, als 39 Fans von Juventus Turin nach Ausschreitungen im Brüsseler Heysel-Stadion sterben, ist Dalglish einer von 22 Spielern, die nichtsahnend ein Europapokal-Endspiel bestreiten, das niemals hätte stattfinden dürfen. Und als am 15. April 1989 das FA-Cup-Halbfinale zwischen Nottingham Forest und dem FC Liverpool im Sheffielder Hillsborough-Stadion angepfiffen wird, steht Kenny Dalglish hilflos an der Seitenlinie und muss mit ansehen, wie die kritische Situation im Leppings Lane End außer Kontrolle gerät.

Was die Lage für Liverpools Trainer nur noch schlimmer macht: Sein warnender Hinweis, das Halbfinale erst später beginnen zu lassen, ist von den Verantwortlichen und der Polizei einfach überhört worden. Tausende Liverpool-Fans stehen wenige Minuten vor Spielbeginn noch im Stau, die Situation im bereits völlig überfüllten Stadion wird durch die ins Stadioninnere hetzenden Fans immer schlimmer. Als die ersten Hilfeschreie auf der Tribüne zu hören sind, lässt sich Dalglish das Mikrophon geben und fordert die Fans per Stadionlautsprecher auf, sich ruhig zu verhalten. Vergeblich versucht er Nottingham-Trainer Brian Clough dazu zu überreden, ebenfalls ein paar beruhigende Worte zu sagen. Clough bleibt einfach sitzen. Das Spiel beginnt. Und ein pünktlich angepfiffenes FA-Cup-Halbfinale kostet 96 Menschen das Leben. 766 Menschen werden zum Teil schwer verletzt.

Erst 20 Jahre später bricht Kenny Dalglish sein Schweigen. Am Jahrestag der Katastrophe spricht er vom Respekt, dem der FC Liverpool den Opfern bis heute zollt, von den Fehlern der Polizei – und von einer Begegnung mit dem damals 20-jährigen Fan Sean Luckett ein Tag nach dem furchtbaren Tag von Hillsborough. »Man führte mich an das Krankenbett von Sean, er lag im Koma. Der Arzt sagt: ´Sean, hier ist Kenny Dalglish, um mit dir zu sprechen. Kenny Dalglish!´ Ich trat an Seans Bett heran: ´Hallo Sean, ich weiß, dass du es schaffen wirst.´ Der Junge öffnete seine Augen und seine Mutter brach in Tränen aus. Sean war wieder bei uns. Es war ein Wunder.«


Jetzt ist er wieder da. Seit dem 8. Januar 2011 steht Kenny Dalglish an der Seitenlinie beim FC Liverpool. Von seinem neuen Job erfuhr Daglish, der in den Neunzigern die Blackburn Rovers, Newcastle United und Celtic Glasgow trainierte, während einer Kreuzfahrt durch den Persischen Golf. Weil der glücklose Roy Hodgson den unzufriedenen Liverpooler Fans nicht mehr zu vermitteln war, zog die kriselnde Vereinsführung das letzte Ass aus dem Ärmel und verpflichtete das Volksidol direkt vom Sonnendeck. Vorerst bis Saisonende. Kenny Dalglish – das klingt in Liverpool noch immer nach der guten alten Zeit. 1990 gewann der FC Liverpool mit ihm an der Seitenlinie die bisher letzte Meisterschaft der Klubgeschichte. Seine überraschende Kündigung im Februar 1991 scheint der Klub – zumindest auf nationaler Ebene – bis heute nicht verdaut zu haben.

Jetzt ist es wie früher: Die Fans singen seinen Namen, Kenny berührt vor jedem Spiel andächtig das »This is Anfield«-Schild – und hat Erfolg. Gegen Titelanwärter Manchester United gewann Liverpool am Sonntag durch drei Tore von Dirk Kuyt mit 3:1. In den zehn Spielen unter »King Kenny« haben die »Reds« sechsmal gewonnen und insgesamt 21 Punkte gesammelt – so viel wie unter Vorgänger Roy Hodgson in den bisherigen 18 Ligapartien zusammen. Weil der König wieder sein Reich regieren darf, hat der zur Winterpause hoffnungslos ins tabellarischen Niemandsland abgerutschte FC Liverpool jetzt wieder realistische Chancen auf die Europa League. Unter Dalglish hat sich die Mannschaft von Platz zehn auf Platz sechs hoch gekämpft. Liverpools Abwehrschlachtross Jamie Carragher sagt: »Kenny hat den Klub wieder zusammengebracht. Wir sind wieder eine Einheit.« 

So etwas schafft eben nur King Kenny, der »King of Kop«. Am letzten Freitag ist er übrigens 60 Jahre alt geworden. Happy Birthday.

Kreisliga Lübeck-Lauenburg







Ratzeburger SV – Phönix Lübeck   1-4
(von André Lüneburg) Nach den vergangenen beiden Spielen gegen Mannschaften aus dem oberen Tabellendrittel sollte beim Ratzeburger SV nun gegen einen Konkurrenten im Abstiegskampf gehen. Unter Flutlicht und auf Kunstrasen spielte die Phönix-Elf eine durchgängig starke Partie und gewann auch in der Höhe verdient mit 4:1. Bereits in der Anfangsphase machte die Elf sehr viel Druck auf das Tor des Ratzeburger SV. In der 2. Minute ergab sich die erste Chance durch Nippert. In der 10. Min ergab sich wiederum eine Chance durch Nippert nach einem langen Abstoß von André Bade. Abermals konnte der Ratzeburger Torwart halten. In der 12. Min. tauchte Tim Rach alleine vor dem Tor auf, aber auch er konnte den Torwart nicht überwinden. In der 16. Minute nahm Jonas Heuer sein Herz in die Hand und schoss aus etwa 35m auf das Tor, traf dabei leider nur die Latte. Den Nachschuss durch Markus Henning konnte der gute Torwart der Domstädter glänzend parieren. 4 Minuten später ging ein Freistoß von Tim Rach an Freund und Feind vorbei – leider auch knapp vorbei am Tor. In der 23. Minute kam dann der große Auftritt von Timo Nippert. Ein Abschlag von Bade sprang in der gegnerischen Hälfte auf, Nippert nimmt dem Ball kurz vor der Straufraumgrenze per Fallrückzieher und erzielt so unhaltbar für den Ratzeburger Torwart das 0:1 Im weiteren Verlauf der 1. Halbzeit ergaben sich noch Chancen für Nippert und Lederhose, die abermals gehalten wurden. Leider bleibt noch zu erwähnen, dass Markus Henning in der 30. Minute nach einem rüden Foul eines Ratzeburgers verletzungsbedingt ausgewechselt werden musste.
In der 2. Halbzeit blieb die Mannschaft vom 1.FC Phönix weiter überlegen. In der 52. Min hatte Nippert eine doppelte Gelegenheit, ein Tor zu erzielen. Erst scheiterte er mit einem herrlich getretenen Freistoß, und bei der anschließenden Ecke hielt der Torwart aus kurzer Distanz. In der 53. Minute dezimierten sich die Ratzeburger durch eine Undiszipliniertheit selber. Ein bereits mit der gelben Karte verwarnter Spieler schoss einen Ball weg und bekam daraufhin gelb-rot vom Schiedsrichter gezeigt. Den fälligen Freistoß schoss Rach knapp am Tor vorbei. In der 59. Minute fiel dann das 0:2. Eine Ecke von Rach wurde auf die Ecke des 5m-Raumes getreten und von dort von Nippert mit dem Fuß ein genetzt. In der 65. Minute schoss Onur Kayabasi aus ca. 25m auf das Tor. Der Keeper der Platzherren konnte den Ball nur abklatschen, aber warf sich dem Nachsetzenden Sternberg entgegen und angelte ihm den Ball vor den Füßen weg. In der 70. Min kam es dann überraschend zum Anschlusstreffer der Hausherren. Nach mehreren verlorenen Zweikämpfen kam Sven Knuth im Strafraum zum Schuss und zielte dem Ball in den oberen rechten Winkel. In der 85. Minute wurde Peter Bär sehr schön über die rechte Außenbahn eingesetzt konnte dann aber den Ball weder im Tor noch bei einem Mitspieler unterbringen. In der Nachspielzeit machte Ratzeburg dann hinten auf. Bei einer Ecke für die Domstädter konnten sich die Phönixer den Ball schnappen und am aufgerückten Torwart vorbei spielen. Tim Rach hatte so freie Bahn und konnte von der Mittellinie aus fast ungehindert bis zum gegnerischen Tor laufen und dort zum 1:3 einschieben. Den Schlusspunkt setzte abermals Nippert mit dem 1:4, als er den Ball von der rechten Strafraumecke über dem weit vor dem Tor stehenden Torhüter lupfte
Phönix: Bade, Nörenberg, Heuer, Kayabasi, Schönlau, Lederhose, Bär, Henning, Nippert, Zarza, Rach - Einwechslungen: Zeise, Schultner, Sternberg

KREISKLASSE A


TSV Travemünde II – SC Rapid 3:3 (3:2)

Das abendliche Nachholspiel auf teilweise knöcheltiefen Grand in Travemünde war nichts für Fußballästheten. Über ¼ des Spielfeldes stand unter Wasser und das die Schiri's überhaupt angepfiffen haben, ist wohl dem Termindruck zuzuschreiben. Sobald der Ball in diese Zone kam, sprang er nicht mehr und blieb einfach liegen. Deshalb halte ich mich nur an die wichtigen Fakten, denn der Rest hatte wie beim Football nur was mit langen Bällen und Raumgewinn zu tun.

Zurück zum eigentlichen Spiel: Das Duell begann sehr ausgeglichen und nach 10min spielten wir von links einen flachen Ball auf den ca. 22m zentral stehenden Bartek, der die Murmel auf den einlaufenden Björn weiter passte. Der tauchte allein vorm Keeper auf und schloss sofort mit links in die kurze Ecke ab – 0:1. In der 15.min eine gute Chance für den Gastgeber, die Sascha im Tor aber gewohnt sicher zur Ecke klärte. Das Spiel dümpelte vor sich hin, bis sich Joye nach 35min gegen 2 TSVer durchsetzte und von der Grundlinie auf den ersten Pfosten flankte. Dort sprintete dann Björn hinein und markierte das 0:2. Allerdings begannen nach dieser Situation unsere „schwarzen 8min“, denn der Gastgeber spielte nun guten Direktfußball auf der „guten“ Seite und schlug mit einem Doppelschlag in der 36.min und 40.min zurück – 2:2. In der 39.min musste Sascha sein ganzes Können aufbieten, um einen guten getretenen Freistoß aus ca. 20m abzuwehren. Höhepunkt dieses Mannschaftsaussetzers dann in der 44.min, als wir förmlich Spalier zum 3:2 standen.

Da wir in der 2.Hälfte dann auf der „trockenen“ Seite angreifen durften, entwickelte sich ein Spiel auf ein Tor. Der Gastgeber blieb mit seinen seltenen aber schnellen Kontern gefährlich, doch hatten sie in der 77.min eine Riesenmöglichkeit, in der Sascha mit einer Weltklassereaktion einen Kopfball aus ca. 7m aus dem Winkel fischte. Bei dieser Aktion verletzte er sich allerdings, so dass Benni die restlichen 13min alleine im 16er „rumstand“. Björn hatte in der 48./49. zwei gute Abschlüsse, die aber nicht zum Erfolg führten. In der 62.min setzte sich wiederholt Joye auf rechts durch und flankte halbhoch auf Bartek, der am vorderen Pfosten zum hoch verdienten Ausgleich einnetzte – 3:3. Nur 4min später tankte sich Mirco im MF durch und bediente Björn, dessen Schuss aber am langen Pfosten vorbei strich. Der Gastgeber war mehr oder weniger „stehend“ K.O., doch wehrten Sie sich mit allen Kräften und konnten nach Jigga's Direktabnahme über's Tor in der 85.min und Bartek's zu unplatzierten Schuss in der 89.min 1 Punkt bejubeln.