FOOTBALL`S COMING HOME... UNSER GELIEBTER FUßBALL AUS DEN UNTEREN LIGEN


Berichte über unseren geliebten Amateur-Fußball aus dem Herzogtum Lauenburg, der Hansestadt Lübeck und der Verbandsliga Süd-Ost... und natürlich aus dem Mutterland des Fußballs...

Montag, 15. Dezember 2008

VERBANDSLIGA SÜD-OST


TSV Bargteheide – AKM Lübeck 1-1 (0-1)


In einer schwachen Partie reichte es für den TSV gegen den Aufsteiger nur zu einem Unentschieden. Den Punkt hatte sich die Truppe von Mehmet Aksahin am Ende aber auch verdient. Im dritten Heim-Remis (immer 1:1, schon 7 Heimspiel in Folge ohne Sieg) konnten die Gastgeber die Lübecker nicht unter Druck setzen, oftmals haperte es schon im Spielaufbau.


Den Gästen kam dabei die frühe Führung durch Samyan Malla (6.) recht gelegen, konnte man nun aus einer konzentrierten Deckung die Partie bestreiten. Die Runge-Elf steckte aber nie auf, wollten unbedingt aus dem Tabellenkeller. So mussten die Zuschauer bis zur 72. Minute warten, ehe Sebastian Witzke per Kopf verdient ausglich. Mit dem Remis vergaben die Hausherren wichtige Punkte gegen den Abstieg, die Gäste blieben zum fünften Mal in Serie auswärts ohne Niederlage.


TSV: Johann – Zimmer, Strusch, Zeka (59. Mankumbani), Heilmann – Bajrami, Albers, Witzke, Hamdart – Heinz, Gerken (59. Bordewieck)


AKM: Ciesler – Aksahin, Ci. Kara, Ce. Kara, Sagwan (86. Demir) – Aliogloi, Sabaly, Ergel (70. Berisha), Moray – Malla, Sayilgan



ATSV Stockelsdorf – Preußen Reinfeld 0-3 (0-1)


Der Aufschwung der Preußen bleibt weiter bestehen, gegen den ATSV setzte es hoch verdient den vierten Sieg in Folge. „Wir haben heute viel zu wenig investiert als in den vergangenen Spielen, das war heute gar nichts“, war Manager Markus Höppner nach dem Schlusspfiff enttäuscht. Die Preußen knüpften an die guten Leistungen der letzten Spiele an, waren jederzeit Herr im Haus. Der ATSV haderte bei den ersten beiden Gegentoren mit dem Schiedsrichtergespann, dieser Umstand soll aber nicht die starke Vorstellung der Preußen schmälern. Timo Kutschke (40., 48.) und Ommeed Sindi (88.) machten den Auswärtssieg perfekt.


ATSV: Rothe – Fülscher (85. Rohkohl), Hielscher, Voß – Kortenkamp, Lorentzen, Wohlfahrt (52. Akar), Möller, Rohloff – Vedder (74. Schulz), Kuhlmann


Preußen: Rönnfeld - M. Beeck, T. Beeck, Kutschke, Mehlfeld, Jahring, Ti. Kutschke (88. Habeck), A. Kutschke (60. Heinemann), Sindi, Mastrini, Rosin




Eutin 08 – SV Breitenfelde 3-5 (1-2)


In einer torreichen Begegnung gewannen die Gäste nicht unverdient. Eutins Abwehr verschenke bereitwillig die ersten Weihnachtsgeschenke, der BSV münzte diese nette Geste der Gastgeber in Tore um. Jan Klötzner (37., Foulelfmeter), Abu „Snow“ Khartey (39.) brachten den SVB in Front, Christoph Wohlert (41.) verkürzte. Daniel Kruse (67.) erhöhte erneut für den Gast, dann kam die beste Phase der Hausherren.


Mit großer Kampfmoral glichen Dominik Palazozoni (77.) und Lasse Bork (82.) aus. Doch die 08-Abwehr war heute zu schwach, die Siemers-Elf schlug noch einmal zurück. Nils Bahr (87.) per Freistoss und erneut Kruse (88.) ließen die Blau-Weißen am Ende jubeln.


Eutin: Gertenbach – Callsen (85. Junge), T. Schumacher (67. Saliger), Wohlert – Karadas, Kessler, Schläfke, Bork, Müller – F. Schumacher, Savcenko (75. Palazzoni)


B`felde: Hansen – Bahr, Felsner, Kreutzfeld, Strube – Holst (70. Hofmann), Becker, Banthin (46. Tybussek), Khartey – Klötzner (85. Havemann), Kruse



Möllner SV – Sereetzer SV 0-1 (0-0)


Unglückliche Niederlage für die Möllner. In einer schwachen Begegnung war der Gastgeber optisch überlegen, hatte auch die Mehrzahl an Torchancen. Doch Folke Brodersen, Mario Montevirgin und auch Patrick Piesker hatten heute kein Zielwasser getrunken. Als sich beide Teams eigentlich schon mit einem Remis abgefunden hatten, schlugen die Gäste eiskalt zu. Mit ihrer ersten klaren Torschance sorgte Sebastian Wenchel (85.) mit seinem Joker-Tor für den knappen Sieg.


Mölln: Ruhr – Gramckau, Gräfe, J. Jahnke, Rehr – S. El-Sabe (79. Krüger), O. El-Sabe, Montevirgin, Piesker – Brodersen (68. Stoltz, 88. Hofmann)


Sereetz: Schmidtke – Aktürk, Behnke, Ullrich (65. Wenchel) – Ahrens, Jobst, Strunck, Willers (65. Jahrling), Mendig, Krause, Müller (68. Baetge)



VfL Oldesloe – TSV Lensahn 3-0

Im entscheidenden Moment versagte die Technik, nicht bei Piet Behrens zum Glück, dessen Linksschuss von der Strafraumgrenze aus genau in den Torwinkel für jedes Lehrvideo geeignet wäre, aber bei Stadionsprecher Edgar Behrens. Das Mikrofon hatte seinen Dienst eingestellt, und so blieb die Huldigung des Treffers Marke "Tor des Monats" erst einmal aus.

Am Spielfeldrand im Travestadion waren sich die meisten der 100 Zuschauer trotzdem bewusst, Zeuge eines ganz besonderen Moments geworden zu sein. Behrens, seit einiger Zeit wegen Erfolglosigkeit vor dem Tor ins linke Mittelfeld versetzter Stürmer, hatte zum ersten Mal getroffen in dieser Saison, in seinem 15. Spiel. Später, als der 3:0 (2:0)-Sieg des VfL Oldesloe gegen den TSV Lensahn in der Fußball-Verbandsliga Süd-Ost Geschichte war, sprach er von einer großen Last, die von ihm gefallen sei.

Es war ja nie so, dass jemand den Offensivmann ernsthaft infrage gestellt hätte. Behrens hat fast immer gut gespielt und als Vorbereiter geglänzt, und er sagt, dass er sich auch in seiner neuen Rolle im Mittelfeld wohlfühlt. "Aber wenn man so lange nicht trifft, dann ist irgendwann eine Blockade da, dann denkt man zu viel nach", sagte er. Behrens hat auch am Sonnabend einen Moment lang überlegt, lieber abzuspielen, aber dann hat er doch geschossen, aus dem Stand. "Mein erster Treffer nach so langer Zeit konnte wohl nur so ein besonders schönes Tor sein", sagte er.

Der 24-Jährige, vor anderthalb Jahren vom NTSV Strand 08 zum VfL gekommen und vergangene Saison in 27 Partien 16-facher Torschütze, sagt, dass es richtig gut läuft für die Oldesloer, das gilt nach seiner Torpremiere nun auch wieder für ihn persönlich. Seit Ende September ist die Mannschaft ungeschlagen und als Tabellendritter im Titelrennen gut im Geschäft.

Wer oben steht, der entscheidet häufig auch schwächere Spiele für sich, genau so war es im Duell mit dem bislang überraschend erfolgreichen Aufsteiger TSV Lensahn. "Die Anfangsphase ist an uns vorbeigelaufen", sagte Trainer Sören Baasch. Konsequenz waren zwei Großchancen für die Gäste, und als Behrens in der 28. Minute traf, entsprach die Führung eher nicht dem Spielverlauf.

Acht Minuten später bereits erhöhte Dominik Angsten, auch für den Leistungsträger aus dem defensiven Mittelfeld des VfL war es das erste Saisontor. Und als Jan-Hendrik Jobmann mit seinem fünften Treffer dieser Serie auf 3:0 erhöhte (48. Minute), war die Entscheidung gefallen. Ein Spiel steht nun noch aus in diesem Jahr, am kommenden Freitag erneut zu Hause gegen den ATSV Stockelsdorf, verbunden mit der Chance, noch auf Platz zwei zu klettern.

Sollte das Stadionmikrofon bis dahin noch immer defekt sein, ist das übrigens kein Problem. Dann springt eben wieder Uwe Marschalkowski ein, Oldesloes Vereinswirt, der Mann für alle Fälle im Travestadion. Behrens' Tor war zwar schon ein paar Minuten her, aber Marschalkowski schnappte sich sein Megafon, trat auf den Balkon des Klubhauses und posaunte laut die gute Nachricht hinaus.

VfL Oldesloe: Brinkmann - Fischer - M. Kuhlke (54. Schwartz), Biermann - Behrens, Grundt (75. Wetendorf), A. Baasch, Angsten, Jobmann - P. Baasch, D. Schönfeldt (35. Koch).

Donnerstag, 11. Dezember 2008

KREISLIGA LÜBECK/LAUENBURG vom DONNERSTAG


TSV Schlutup - TSV Kücknitz 3-1

Am Donnerstag Abend mussten wir uns, nach großem Kampf, Schlutup mit 1:3 geschlagen geben. Bei dauerhaften Nieselregen und tiefem Geläuf entwickelte sich eine abwechsungsreiche Partie, die durch hohen Einsatz von beiden Seiten geprägt wurde. Nach 20 Minuten konnte Schlutup sich auf dem Flügel durchsetzen, den Ball scharf zwischen 5er und 11er flanken, wo der Stürmer "Danke" sagte und einschoß. In der Folgezeit konnten gute Chancen nicht genutz werden und so ging es mit 1:0 in die Halbzeit.

Kurz nach dem Pausenpfiff viel das 2:0 nach einer verunglückten Flanke, die über Olli ins lange Eck segelte. Wir steckten nicht auf, und konnten Postwendend den Anschlußtreffer durch Honore erzielen. Nachdem ein Gegner wegen Foulspiel das Spielfeld mit gelb/rot verlassen musste, konnten wir ganze 30 Sekunden eine Überzahl genießen, denn leider musste auch Olli wegen meckerns (!) das Spielfeld mit gelb/rot verlassen. Kurz darauf die große Chance zum Ausgleich, doch Björn scheiterte am Keeper. Langsam schwanden die Kräfte und zu allem Überfluss musste auch Andre den Platz wegen meckerns (!) mit gelb/rot verlassen. Kurz vor dem Ende spielten wir hinten Mann gegen Mann und versuchten uns gegen die drohende Niederlage zu stemmen, doch ein Konter der Schlutuper besiegelte unsere Niederlage mit dem 3:1. Heute stimmte der Einsatz und der Wille, leider nicht die Disziplin.

Mittwoch, 10. Dezember 2008

KREISKLASSE B


TSV Nusse – SSV Ziethen 1:0


Winterpause! Für das letzte Spiel hatte sich der TSV fest vorgenommen, noch mal alles zu geben und keinen Treffer der Ziethener Torfabrik zuzulassen. Bereits das Spiel am 23.11.08 gegen Krummesse konnte Nusse mit 2:1 für sich entscheiden und auch diesmal haben sie es geschafft!


Von Beginn an zeigte sich der TSV kampfbereit und selbstbewusst. Bis zu ihrem Treffer - durch einen Sololauf von Pfeiffer in der 30. Minute - dominierte der TSV. Doch auch danach war von Ziethen nicht viel zu sehen. Der SSV schaffte es nur sporadisch vors Tor der Gastgeber. Auch in der zweiten Hälfte bestimmte Nusse das Spiel aber weitere Tore blieben leider aus. Insgesamt war es ein enttäuschender Auftritt des SSV Ziethen. Fazit: Kämpferisch gesehen war dies das beste Spiel des TSV Nusse. Es bleibt nur zu hoffen, dass sich der Aufwärtstrend in der Rückrunde fortsetzt.

Dienstag, 9. Dezember 2008

George Bests 3. Todestag - When did it all go wrong?


Am 25. November 2005 trank George Best, einer der besten Fußballer aller Zeiten und Ikone der Dekadenz, sein letztes Glas. Ein Rückblick auf eine Karriere, die Aufstieg und Fall zugleich war.

„Sterbt nicht so wie ich,“ schrieb er am Ende mit gelber, zitternder Hand, während seine Organe der Reihe nach ihren Dienst quittierten. „Sterbt nicht so wie ich.“ Sein ganzer Körper war vergiftet, und so schön er einst gewesen war: Lange bevor der Tod ihn abholte, sah er ihm schon verdammt ähnlich. „Sterbt nicht so wie ich.“ Eine sinnlose Warnung (als könnte man es sich aussuchen), die verzweifelte Warnung eines Mannes, der wusste, dass er eine dunkle Ikone war. „Sterbt nicht so wie ich.“ Wer will das schon? Aber leben wie er, das wollen viele. Und vielleicht ist es dann der Preis, so zu sterben wie George Best.

„Obwohl es einen im Grunde einen Dreck angeht, wird man wütend“, schrieb Ulrich von Berg in seinem Nachruf in 11FREUNDE. „Wer auch nach der Lebertransplantation weitersäuft wie tausend Russen, der hat selbst Schuld. Als ob es um Schuld ginge oder darum, wer Mitleid verdient.“ Zu Recht verbannt er damit ethische Überlegungen, die auf Bests Existenz ohnehin nicht anzuwenden sind. Ebenso müßig sind Erklärungsversuche, warum Best anfing, so hart zu saufen, dann immer härter und sich schließlich unter die Erde soff. War es Veranlagung? Der Druck? Lag es in der Familie? Best selbst wollte es ja auch nicht wissen. Der Durst, war der nicht Grund genug?

„1969 habe ich das mit den Frauen und dem Alkohol aufgegeben. Das waren die schlimmsten zwanzig Minuten meines Lebens.“ Dieser Spruch, der heute auf unzähligen T-Shirts angetrunkener Scherzbolde prangt, stammt von George Best, und der hat ihn ernst gemeint. Er war kein angetrunkener Scherzbold, er war der beste Fußballer der Welt, der nebenbei soff, und zwar „weit über das unter britischen Fußballern verbreitete Maß hinaus,“ so Ulrich von Berg. Weiß der Himmel, wie das möglich war: Best war ein Gott mit wehender Mähne, wahnsinnig rasant, expressionistisch dribbelnd, brandgefährlich, beidfüssig, mit einer abgrundtiefen Verachtung für alle Verteidiger - und immer auch bereit, selbst zu grätschen, sogar zu treten, sich irgendwie den Ball zurückzuholen, der ja ihm gehörte, weil er als Einziger mit ihm umzugehen verstand. Sein enger Freund Rodney Marsh sagte einmal über ihn und sein Spiel: „Best war der schnellste, der intelligenteste und der zerstörerischste Spieler, den es je gegeben hat. Es gab keinen Mutigeren als ihn.“

1961 entdeckte ihn Bob Bishop, Späher vom FC Manchester United, auf einem Acker in Belfast, wo er für die Lisnasharragh Intermediate School spielte. Georgie, so riefen ihn alle, war 15 Jahre alt und schon ein „Genie“, wie Bishop Trainer Matt Busby japsend berichtete. Der zuckte nicht mit der Wimper und holte Georgie und seinen Kumpel Eric McMordie nach Old Trafford. Doch beide plagte das Heimweh, und sie büchsten aus. Erst nach 14 Tagen konnte Bests Vater Dickie sie zur Umkehr bewegen. Es sollte nur zwei Jahre dauern, bis Georgie sein Debüt in der ersten Mannschaft gab. An diesem 14. September 1963 sprang „She Loves You“ von den Beatles an die Spitze der englischen Charts, und Best traumatisierte gegen West Bromwich seinen Gegenspieler Graham Williams, der noch Jahrzehnte später sagte: „Zeigt mir endlich mal ein Foto von dem Kerl, ich habe damals immer nur seinen Arsch gesehen.“ In seiner ersten Spielzeit schoss Best sechs Tore, wurde mit ManU Vize-Meister und trat erstmals für Nord-Irland an. In den wenigen intensiven Monaten, in denen das geschah, wurde er zu jener Ikone. Schon länger hatte der Rock’n’Roll danach gestrebt, mit dem Fußballsport eine unheilige Allianz einzugehen. Und Best war der ideale Hybride, „ein Balltreter“, so Ulrich von Berg, „der - nebenbei oder eigentlich - auch so etwas wie ein Popstar war, ein fehlgeleiteter Rock’n’Roller, dem nur die Gitarre abhanden gekommen war. Diese bis dahin nur ersehnte Kombination war für eine bestimmte Generation a dream come true.“


Und schon war George Best seinerseits eine unheilige Allianz eingegangen. Auf einem Jugendturnier in Zürich war er so besoffen gewesen, dass er sich in ein Taxi erbrochen hatte. Das wurde - zumal vom biederen Matt Busby - noch verharmlost und nahm auch tatsächlich erst selbstzerstörerische Ausmaße an, als der ManUs Lokalrivale City den ebenso durstigen Mike Summersbee verpflichtete. Best und Summersbee wurden zu den empörendsten drinking buddies des Königreichs, und kein Mädchen war sicherer vor ihnen als sie vor den Mädchen, wobei Best sich ein ums andere Mal die Visage von einem eifersüchtigen Verlobten polieren lassen musste. „Exakt 276 Tierfiguren befanden sich auf dem Tapetenmuster der Rückwand in Matt Busbys Büro,“ weiß Ulrich von Berg zu berichten - George Best hatte sie während der zahlreichen Moralpredigten des Trainers immer wieder durchgezählt. Viel konnte Busby nicht bewirken: Auf dem Höhepunkt ihres Schaffens eröffneten Best und Summersbee obendrein die obskure Boutique „Edwardia“.

Noch konnte Best die Exzesse kompensieren, nicht zuletzt durch seinen unbändigen Trainingseifer. Seinen auch unter Fachleuten, die sich für Rock’n’Roll oder dergleichen nicht die Bohne interessieren, gültigen Status als Weltklassespieler begründete er am 30. September 1964, als er beim Sieg gegen Tabellenführer Chelsea eines seiner besten Spiele überhaupt bot. „Er trieb seinen Gegenspieler Ken Shellito in einen Wahnsinn, von dem sich dieser niemals erholen sollte,“ erinnert sich Ulrich von Berg. „Er umkurvte mühelos zwei, drei Gegner und setzte dann zu seltsamen Doppelpässen an, einfach indem er den nächsten Konkurrenten in voller Absicht anspielte. Er erzielte auch ein eigentlich unmögliches Tor, in dem er sich in einen Rückpass von Hinton zu Keeper Bonetti mogelte. Best bot all das und noch mehr, aber er machte es anders, selbstverliebter, kreativer und dreister als die unzähligen Fummelkönige.“

Dank George Bests überragenden Könnens, der Ruhe und Verlässlichkeit seines Widerparts Bobby Charlton und der Kompromisslosigkeit und des Instinktes seines Bruders im Geiste Denis Law (gemeinsam bildeten sie die „Holy Trinity“) wurde der FC Manchester United 1966 und 1967 englischer Meister. Mit seinem Führungstreffer im Endspiel des Landesmeisterpokals 1968 ebnete Best den Weg zum 4:1 Sieg gegen Benfica Lissabon. Hinterher sagte er: „Ich habe immer davon geträumt, den Torhüter auszuspielen, den Ball auf der Linie zu stoppen, mich hinzuknien und ihn dann mit dem Kopf ins Tor zu befördern.

Gegen Benfica hätte ich das fast getan. Den Keeper hatte ich hinter mir gelassen, aber dann habe ich gekniffen. Der Trainer hätte sicherlich einen Herzinfarkt bekommen.“ ManU war es als erster englischer Mannschaft gelungen, den wichtigsten Vereinspokal zu gewinnen. England lag George Best zu Füßen und wählte ihn zum Spieler des Jahres und zum fünften Beatle. Noch im selben Jahr erwies Europa ihm die gleiche Ehre.


Doch diese in sportlicher Hinsicht glanzvolle Karriere blieb unvollendet. Zwar bestritt George Best 37 Länderspiele und schoss dabei neun Treffer, konnte damit dem ansonsten dürftig besetzten Team nicht zu der Teilnahme an einer Weltmeisterschaft verhelfen. Erst 1982 und 1986 qualifizierte sich Nord-Irland für das Turnier, doch da kickte George Best schon jenseits von Gut und Böse in längst untergegangenen Operettenligen. Den Weg dorthin hatte er recht bald nach dem triumphalen Finale gegen Benfica eingeschlagen. Ab 1969, er war erst 23 Jahre alt, begann sein Stern zu sinken, und auch sein Verein befand sich rasch im freien Fall. „Aber da,“ so Ulrich von Berg, „war man schon unbescheiden geworden, wollte partout nicht einsehen, dass er für genug Wirbel gesorgt und dem britischen Fußball einen Innovationsschub verpasst hatte, der - rückblickend betrachtet - geradezu ungeheuerlich war.“ Best erschien immer öfter in desaströsem Zustand zum Training und begann sogar, Spiele zu schwänzen. Er war untragbar geworden und niemand, der ihn seiner besten Zeit erlebt hatte, konnte seinen Verfall mit ansehen. Ein Page, der Anfang der 70er Jahre mit dem Frühstück in Bests Hotelzimmer kam und ihn dort betrunken inmitten von lose herumliegendem Bargeld und leeren Flaschen vorfand, soll ihn angeschrieen haben: „Wann ist denn bloß alles schiefgelaufen, Georgie?“

Und es lief weiter schief. 1974 hatten die Verantwortlichen die Faxen dicke. Nach 466 Spielen und 178 Toren durfte Best nicht mehr für ManU auflaufen. Zwar zeigte er auf seinen Stationen in Los Angeles oder San José noch Spuren seines Könnens, doch all das muss als unwürdiger Epilog seiner Karriere angesehen werden. Erst 1984 fand sie ein viel zu spätes Ende. Ein honoriger Sportbotschafter ist Best danach nicht geworden. Wer hatte das auch allen Ernstes erwartet? Ungern wollte die FIFA sich aufs Buffet kotzen lassen, und die Fußballunternehmer Pelé und Beckenbauer lupften sich auf den Galas lieber allein die Bälle zu. Georgie war’s recht, so konnte er ungestört weiter- und immer weitersaufen.

„Sterbt nicht so wie ich.“ Die sinnlose Warnung, wie gesagt, eines Mannes, der eben dieses Sterben mit brutaler Konsequenz vorangetrieben hatte. „Sterbt nicht so wie ich.“ Was sollten die Hunderttausend, die seinen Sarg säumten, mit diesem Testament anfangen? „Sterbt nicht so wie ich.“ Vielleicht war es Reue, wenn auch allzu spät. „Sterbt nicht so wie ich.“ Einer immerhin hat ihm den Gefallen getan: Sein alter Vater Dickie, der aus Belfast an sein Bett geeilt war. Er war immer sein größter Fan gewesen.

Links unten in der Video-Bar ein "Tribute" an den genialen, nordirischen Fußballer...

KREISLIGA LÜBECK/LAUENBURG


FC Dornbreite II – BSSV 1:3 (0:2)


Am Nikolaustag reiste der BSSV zum Tabellendritten FC Dornbreite II und wollte den Abstand in der Tabelle weiter vergrößern, um das Polster auf die Verfolger zu sichern.


Man stand jedoch von Anfang an dem erwartet starken Gastgeber gegenüber, der sofort das Zepter in Hand nahm und das Spiel in die eigene Hand nehmen wollte. So konnten die Dornbreiter sich ein deutliches spielerisches Übergewicht verschaffen, schafften es jedoch nicht, die Feldüberlegenheit in Tore umzumünzen. So gelang es dem BSSV in der 30. Minute nach einem Fehler in der Abwehr des FCD die Führung zu erzielen. Magnus Möhrmann erkämpfte sich den Ball, spielte in die Mitte zu Thomas „Bauer“ Piehl, der den Ball geschickt über den entgegen springenden Torwart lupfte. Kurz vor der Halbzeit schickte Magnus Möhrmann dann mit einem Traumpass in die Tiefe erneut Fun-Thomas auf die Reise, der eiskalt zur schmeichelhaften 2:0-Führung vollstreckte.


In der zweiten Halbzeit sah sich der BSSV zunächst wütenden Angriffen der Dornbreiter entgegen und stand die ersten Minuten am eigenen 16er unter „Dauerbelagerung“. Erst allmählich verschaffte man sich durch Konter Luft und nachdem zunächst die Entscheidung verpasst wurde nutzte „Magge“ Möhrmann in der 60. Min. in Toni-Manier eine Hereingabe von Thomas Piehl, um die Vorentscheidung zu erzielen. In der Folgezeit gaben sich die Gastgeber nicht auf und die Büchener erspielten sich noch einige hochkarätige Konterchancen, es gelang jedoch nur noch dem Gastgeber in der 87. Minute der Ehrentreffer, der den Sieg des BSSV nicht mehr in Gefahr brachte.


Fazit: Ein sicherlich glücklicher aber auch nicht unverdienter Sieg für den BSSV, da man dem starken Gastgeber eine kompakte, kämpferisch ansprechende Defensivleistung entgegenstellte und mit Nils „Nille“ Bodenbach einen Torwart in Bestform hinter sich hatte, der die sich bietenden Chancen sicher vereitelte. In der zweiten Hälfte hätte der BSSV bei Ausnutzen der guten Konterchancen das Ergebnis gar noch in die Höhe schrauben müssen, was allerdings anhand der Spielanteile äußerst schmeichelhaft gewesen wäre.


Aufstellung BSSV: N. Bodenbach – H. Nitsch, S. Gleu, P. Lukaszczuk, S. Kraak – M. Hahn (ab 65. Min.: T. Schlichting), B. Tolle, J. Sievert (ab 46. Min.: M. Krüger), M. Heinrich – T. Piehl, M. Möhrmann




Bor. Möhnsen – SV Steinhorst 2-1 (1-0)


Mit dem ersten Heimsieg der Saison feierten die Borussen am heutigen Tage einen ganz wichtigen "Dreier". Im Spiel gegen den direkten Tabellennachbarn aus Steinhorst sollte es nicht schön aussehen, sondern es sollte gekämpft und geackert werden, dass setzten die Jungs vom Kuckucksberg auch um und gewannen am Ende verdient mit 2:1 (1:0).


Als die meisten Zuschauer ihren Platz am kalten Kuckucksberg noch nicht gefunden hatten, stand es bereits 1:0 für unsere Borussia. Nach Zuspiel von Dshivan Saleh und einer verunglückten Abwehr des SVS stand Björn Hoffmann an der richtigen Stelle und traf mit einem direkten Torschuss zur frühen Führung! Danach stand für lange Zeit der Kampf im Mittelpunkt des Spiels, Torchancen erarbeiteten sich aber beide Mannschaften, für die Borussia vergab Matthias Kock nach tollem Zusammenspiel mit Dshivan Saleh nur knapp. Nach Ablage von John Willers verpasste Christoph Czygan nur knapp das Steinhorster Gehäuse. In der Pause machten sich die Jungs noch mal gegenseitig heiß, denn heute sollte den Möhnsenern nicht mehr die Führung genommen werden, es sollte so schnell wie möglich das zweite Tor fallen!


In der 55. Minute dann die Riesenmöglichkeit für Christoph Czygan, ein tödlicher Pass von Hoffmann und schon lief Czygan alleine auf den Torwart zu, sein Lupfer ging leider über das Tor. Frederik von Elm scheiterte nach Eckbällen zweimal nur ganz knapp, der erlösende Treffer sollte weiter auf sich warten lassen. In der 67. Minute einer der schönsten Angriffe der ganzen Saison, über die Stationen Christoph Czygan und Matthias Kock landete der Ball bei Christopher Pagel, der zum 2:0 traf. Entscheidung, von wegen, die Steinhorster schlugen unmittelbar nach dem 2:0 zurück und trafen zum Anschluss. Jetzt war wieder zittern angesagt und das war dem Spiel deutlich anzumerken, da große Chancen auf beiden Seiten ausblieben, pfiff Schiri Manfred Fug nach 95 Minuten endlich ab und es durfte endlich mal wieder auf dem heimischen Kuckucksberg gefeiert werden.


Das Spiel bei der SIG Elmenhorst, das am Donnerstag dem 11.12.08 stattfinden sollte, ist bereits jetzt abgesagt worden. Grund dafür ist ein defektes Flutlicht auf dem Elmenhorster Sportplatz. So können sich die Jungs jetzt die ganze Woche auf das letzte Spiel im Jahr 2008 vorbereiten, dieses findet am 14.12.08 in Möhnsen gegen den 1.FC Phönix Lübeck statt.


Aufstellung Borussia Möhnsen: 1 Bastian Siemers - 4 Malek Saleh, 5 Tarik Saleh, 3 Henning Eggers (50. 12 Florian Heitmann) - 2 Matthias Kock, 8 Björn Hoffmann, 6 Christopher Pagel, 7 Frederik von Elm, 10 Christoph Czygan - 9 John Willers (89. 13 Emrah Tastekin), 11 Dshivan Saleh (68. 15 Maxi Riedel), Tore: 1:0 Björn Hoffmann (3.), 2:0 Christopher Pagel (67.), 2:1 (69.)



Lübecker SC – TSV Berkenthin 2-0 (0-0)

Endlich konnte der LSC wieder einen Dreier landen. „Das Chancenverhältnis war 10:3 für uns. Wir waren streckenweise klar überlegen, deswegen geht der Sieg in Ordnung“, resümierte LSC-Coach Offen. Chancen durch Stüben und Plieske und auf der Gegenseite von Früchting wurden nicht genutzt. So blieb es bis zur Pause bei der Nullnummer.


Nach dem Wechsel erhöhten die Gastgeber den Druck und kamen durch Krüger (64.) zur Führung. Weidemann und Lindhoff vergaben weitere gute Möglichkeiten für den LSC, den Ausgleich verpasste Rodemann für den TSV. Lindhoff (70.) machte den Sack dann endgültig zu.




SV Krummesse – Lübeck 76 4-0 (0-0)


Die neu formierte Mannschaft von Lübeck 76 war in der Begegnung gegen Krummesse überfordert. So hatten die Gastgeber leichtes Spiel. Sie marschierten von Beginn an nach vorne und hatten schon im ersten Durchgang viele Hochkaräter durch Pilarski, Schlichting und Czaplinski, aber zu einem Torerfolg reichte es noch nicht. Das holte die Boller-Elf in Hälfte Zwei nach. Vier Tore erzielten die Platzherren durch Czaplinski, Pilarski (2) und Ciulla.


TuS Lübeck – TSV Kücknitz 6-0

Am heutigen Sonntag verloren wir nach einer schlechten Vorstellung mit 0:6 gegen die Mannschaft von TuS Lübeck. Nachdem die erste Viertelstunde noch offen gestaltet werden konnte, verloren wir nach einem Eigentor, das man auch nur fängt wenn man unten steht, völlig den Faden.


Die nun entstandene Unsicherheit und damit verbundenen individueller Fehler unsererseits nutzte TuS aus und so stand es bereits zur Halbzeit 4:0 für die Platzherren. Einzig zwei Fernschüsse von Olli sorgten unsererseits für Gefahr. Nach dem Wechsel kamen wir nicht viel besser ins Spiel und die läuferisch und gedanklich frischere Mannschaft aus TuS konnte schnell das 5:0 nachlegen. Mitte der zweiten Hälfte kassierten wir noch das 6:0, welches den Endstand darstellte. Nach dem Punktgewinn gegen LSC und den folgenden Spielausfällen ein erneuter herber Rückschlag für uns.





KREISKLASSE A


Möllner SV II – SV Breitenfelde II 7-1 (4-0)

Die an diesem Sonntag einzig aktive Herrenmannschaft des BSV versagte im ungleichen Prestigeduell kläglich und festigt damit ihren Stammplatz in der unteren Tabellenhälfte.

Durch den Ausfall des Kreisklasse B Spiels in Breitenfelde, konnte die wieder mal unterbesetzte Mannschaft von Marco Loth, durch Spieler der III. Herren unterstützt werden.


Schon von Beginn an machte der BSV keine gute Figur. Der Ball versprang, der Gegner wurden nicht konsequent gestört und der Zweikampf nicht angenommen. Die Heimmannschaft hatte somit leichtes Spiel Tormöglichkeiten herauszuspielen, die sie auch innerhalb kurzer Zeit in Tore ummünzten. Eine überforderte, erneut umgestellte, Abwehr konnte den spielstarken Angreifern nichts entgegensetzen. BSV-Möglichkeiten ergaben sich spärlich und verpufften schnell. Die 4:0 Pausenführung hätte nach 45 Minuten sogar noch höher ausfallen können.


Nachdem den blau/weißen in der Halbzeit noch einmal vor Augen geführt werden musste gegen wen sie spielten und wie sie aufzutreten haben, konnte man einen engagierteren BSV erkennen. Der Ballbesitz wurde erhöht, die Pässe kamen besser und die Möllner wurden nach und nach mehr gefordert. Die hochkarätigen Tormöglichkeiten blieben jedoch weiterhin aus und so bestraften die Möllner ihre Gäste mit den Toren fünf und sechs. Der BSV bleib dennoch am Ball, erarbeitete sich Ecken und kam durch einen Kopfball von Sierck zu seiner besten Tormöglichkeit, kurz bevor man das letzte Gegentor aus dem eigenen Netz holen musste. Den sehr wichtigen Ehrentreffen erzielte am Ende Kapitän Schmöckel per Foulelfmeter, nachdem Külz diesen Strafstoß geschickt herausholen konnte.


Die dritte „Packung“ der Saison und die Zweite in Folge. Am nächsten Sonntag muss in Linau ein Sieg her, um diese Katastrophen-Hinrunde zumindest mit einem Erfolgserlebnis abzuschließen.


BSV Torschützen: 7:1 Schmöckel (80. FE), Aufstellung: Kröger - Cramer, Holz, Kramm (65. Heitmann) - Schmöckel (C), Sierck, Heitmann (46. Dimitriadis),
Samelin (55. Zerreis), Zunker -Manshardt, Wenzel (70. Külz)