FOOTBALL`S COMING HOME... UNSER GELIEBTER FUßBALL AUS DEN UNTEREN LIGEN
Berichte über unseren geliebten Amateur-Fußball aus dem Herzogtum Lauenburg, der Hansestadt Lübeck und der Verbandsliga Süd-Ost... und natürlich aus dem Mutterland des Fußballs...
Die zweimal unterlegene Fortuna aus St. Jürgen hat jetzt offiziell beim KFV Lübeck wegen eines angeblichen Regelverstoßes Protest gegen die Spielwertung (2-3) eingelegt. Nach Rücksprache zwischen dem KFV Lübeck und dem Kreisgericht Lauenburg wurde nun entschieden, dass die Lauenburger diesen Protest bearbeiten werden und somit auch entscheiden. Dann warten wir diese Farce mal ab! (siehe auch http://sv-fortuna-st-juergen.de) Das Gästebuch wurde dort auch schon geschlossen…
Heute habe ich schon mal ein paar Infos für die nächste Saison im Lauenburgischen für Euch. Da die Meldefrist für Mannschaften erst am 20.6. abläuft, nenne ich das hier erst einmal alles „INOFFIZIELL“. Sprich, da kann also immer noch etwas passieren.
Fakt ist, dass es auch nächste Saison eine C-Klasse geben wird. Die A-Klasse wird mit 16 Mannschaften spielen, die B-Klasse mit 13 oder 14 Teams. Wer noch meldet oder auch abmeldet steht halt noch in den Sternen. Bisher ist ja nur bekannt, dass der SSV Schnakenbek und die Turbine aus Lütau eine Spielgemeinschaft gebildet haben.
Auch im Altherrenbereich hat sich eine Menge getan. Mit dem TSV Berkenthin II, TSV Gudow II, BSSV II und dem SV Müssen haben sich gleich vier Mannschaften verabschiedet, neu dabei ist der Breitenfelder SV. Auch hier wird weiterhin in drei Staffeln gespielt, die Kreisliga mit wohl 9 Teams, die A.- und B-Klasse mit acht Teams.
Die Tabellen (linke Spalte) sind natürlich (besonders die B.- und C-Klasse) noch reine Spekulationen.
Am Sonntag stand das alles entscheidende Rückspiel um den Aufstieg in die Kreisliga an. Der RSV empfing die Fortuna aus St. Jürgen. Das Hinspiel konnte der Ratzeburger SV am Pfingstmontag mit 1:0 für sich entscheiden und begann das Spiel also mit einer Führung im Rücken.
Diese Führung sollte aber nicht lange bestand haben. Nachdem Nippert nach ein paar gespielten Minuten noch am RSV-Torwart scheiterte, gelang ihm der 1:0 Führungstreffer für die Lübecker in der 15. Minute. Fast wäre es für die Hausherren noch schlimmer gekommen. Nur zwei Minuten nach dem 0:1 zeigte der Schiedsrichter auf den Elfmeterpunkt. Jäger trat an, schoss den Ball aber knapp neben das Tor. In der Folge fingen sich die Ratzeburger etwas und hätten durch Michael Hinrichsen ausgleichen müssen. Er scheiterte jedoch freistehend am Keeper der Gäste. Nach einer knappen halben Stunde hatten die knapp 300 Zuschauer dann aber doch Grund zum Jubeln. Wie schon im Hinspiel erzielte Philipp Neugebauer nach einem langen Freistoß aus der eigenen Hälfte von Oliver Knuth und Kopfballverlängerung von Michael Hinrichsen den ersten RSV-Treffer (28.). Kurz darauf musste St. Jürgen das erste Mal auswechseln. Der Torwart verdrehte sich ohne Fremdeinwirkung das Knie und musste das Spielfeld humpeln verlassen. Die Freude des Ausgleichs sollte jedoch nicht lange anhalten. Fünf Minuten vor dem der ersten Halbzeit gingen die Gäste wieder in Front. Erneut traf Nippert. In der 42. Minute schwächten sich die Lübecker dann aber wie schon im Hinspiel selber. Der St. Jürgener Kapitän Henning sah nach wiederholtem Foulspiel die gelb/rote Karte.
Der zweite Spielabschnitt begann also mit elf gegen zehn. Nach zehn gespielten Minuten zeigte der nun immer mehr in den Vordergrund rückende Schiedsrichter wieder auf den Elfmeterpunkt, dieses Mal allerdings auf der anderen Seite. Philipp Neugebauer wurde im Sechzehner regelwidrig zu Fall gebracht. RSV-Spielmacher Jan Weluda übernahm Verantwortung und verwandelte den Strafstoß (56.). Danach überschlugen sich die Ereignisse und die Partie wurde immer hitziger. Bei der Elfmeterentscheidung konnte Fortuna-Verteidiger Zeise nicht an sich halten und sah wegen Schiedsrichterbeleidung die rote Karte (58.). Wenig später sahen die Auswechselspieler Buse und Lopez jeweils die rote Karte, als sie sich beim Aufwärmen beschimpften. Trotz der numerischen Überlegenheit war die Fortuna aus St. Jürgen die spielbestimmende Mannschaft. Der RSV versuchte nur noch, das Unentschieden über die Zeit zu retten. Als kurz vor dem Ende Michael Hinrichsen nach einem Konter den Ball ins Tor schießen wollte, spielte der Reservetorwart den Ball außerhalb des Sechzehners mit der Hand und war somit der nächste Spieler, der den Platz mit einer roten Karte verlassen musste. Da Fortuna keinen dritten Torwart mit nach Ratzeburg genommen hatte, musste nun ein Feldspieler zwischen die Pfosten. Dies erkannte Jan Weluda und knallte den anschließenden Freistoß in die Torwartecke (87.). Ratzeburg ging somit erstmals in der Partie in Führung und spielte die restliche Zeit herunter. Als der Schlusspfiff nach 90 spannenden und nervenaufreibenden Minuten dann endlich ertönte, kannte der Jubel keine Grenzen mehr und die Mannschaft feierte bis spät in die Nacht. (Quelle: www.rsvherren.de)
Am Pfingstmontag stand für den Ratzeburger SV die erste Begegnung der Aufstiegsspiele für die Kreisliga Lübeck/Herzogtum Lauenburg an. Der RSV reiste dazu mit Bus und zahlreichen Fans zum Tabellenzweiten der Kreisklasse A des Kreises Lübeck, nämlich zum SV Fortuna St. Jürgen. Die Trainer Dennis Sontopski und Jens Pegel konnten dazu nahezu aus den Vollen schöpfen und hatten einen zwanzigköpfigen Kader mit in die Hansestadt genommen. Lediglich Reinhold Schlecht stand verletzungsbedingt nicht zur Verfügung.
Es entwickelte sich von Anfang an eine sehr intensive Partie, die sich hauptsächlich im Mittelfeld abspielen sollte. Nach nur wenigen Minuten hatten die Gastgeber die erste gute Chance in Führung zu gehen. Der Stürmer der Fortuna scheiterte jedoch aus spitzem Winkel am RSV-Torwart. Fortan fanden die Ratzeburger besser in die Begegnung und hatten nun selbst gute Möglichenten, den Führungstreffer zu erzielen. Ein Freistoß von Christopher Lüth aus der eigenen Hälfte landete auf der gegnerischen Latte. Sven Kamischkes Schuss nach einer Ecke konnte noch auf der Linie geklärt werden. Kurz darauf landete ein Freistoß von Jan Weluda am Pfosten und nur wenig später vergab Philipp Neugebauer mit einem Linksschuss eine gute Chance. Auf der anderen Seite kamen die Hausherren nach einem Freistoß noch einmal vors RSV-Gehäuse. Den Schuss aus dem Gewühl heraus konnte Jens Nickel allerdings mit einer Fußabwehr parieren. Nach 45 torlosen Minuten ging es dann in die Halbzeitpause.
Nach dem Wiederanpfiff blieb die Partie sehr ausgeglichen. Beide Mannschaften ließen kaum Torchancen zu und standen in der Defensive sehr kompakt. Mitte der zweiten Halbzeit fiel dann der Treffer des Tages. Einen Freistoß von Jan Weluda konnte der Fortuna-Keeper nur nach vorne abprallen lassen. Philipp Neugebauer reagierte am schnellsten und chipte den Ball über den Torwart ins Tor. Im Anschluss ließ sich der Torschütze von den zahlreichen mitgereisten RSV-Anhängern lautstark feiern. In der Folge versuchte die Fortuna aus St. Jürgen alles, um den postwendenden Ausgleich zu erzielen, schwächte sich jedoch selbst, als nach einem Foul an Jan Weluda ein Mittelfeldspiel die Gelb-Rote Karte sah und die Partie für ihn vorzeitig beendet war. Ratzeburg konzentrierte sich trotz Überzahl vorrangig darauf, hier keinen Gegentreffer zu kassieren und ließ bis zum Ende der Begegnung keine gute Möglichkeit für die Hausherren mehr zu. Kurz vor dem Ende der Partie wäre dann fast noch das 2:0 gefallen. Der eingewechselte Björn Scheiner und Philipp Neugebauer standen nebeneinander frei vor dem Tor, konnten sich aber nicht entscheiden wer schießt und vergaben so diese hundertprozentige Torchance und ein höheres Polster für das Rückspiel.
Der erste Schritt Richtung Aufstieg ist für den RSV getan. Das Rückspiel am Sonntag muss jedoch mindestens genauso engagiert und konzentriert absolviert werden, um den Aufstieg am heimischen Riemann-Sportplatz perfekt zu machen. Ein Dank der Mannschaft sowie der Verantwortlichen geht an die unglaublichen Fans des RSV, die die Mannschaft über das ganze Spiel hinweg lautstark angefeuert haben und das Auswärtsspiel quasi zu einem Heimspiel machten.
Fortuna St. Jürgen – Ratzeburger SV0-1(0-0)
Im Hinspiel um den Aufstieg in die Kreisliga kamen die Inselstädter zu einem knappen Erfolg. Schon nach drei Minuten ging ein Freistoss von Christopher Lüth durch Freund und Feind gegen den Pfosten. In der Folgezeit erspielten sich die Hausherren bei sommerlichen Temperaturen auf dem katastrophalen „Sandplatz“ – das Wort Rasen hatte dieses Spielfeld nicht verdient – ein Übergewicht, Timo Nippert (14.) und Christian Geist (22.) vergaben für die Fortuna die ersten guten Einschussmöglichkeiten. In der 28. Minute hatte der RSV zum zweiten Mal Pech, als Jan Weluda mit einem strammen Freistoss erneut nur Aluminium traf. Nun wurde der Gast endlich mutiger und hätte durch Philip Neugebauer und Sven Kamischke in Führung gehen können. V
Vor ca. 200 Zuschauern kam der RSV besser aus der Kabine und bestimmte weitgehend den zweiten Abschnitt. In der 53. Minute hatte der zahlreiche RSV-Anhang endlich Grund zum Jubeln. Einen Weluda-Freistoss konnte Keeper Andre Bade nicht festhalten, Philip Neugebauer stand jedoch goldrichtig und schob zum Tor des Tages ein. In der Schlussphase vergab der RSV eine noch bessere Ausgangslage für das Rückspiel am Sonntag, Weluda (75.) und Dominik Sprenger (90.) scheiterten knapp.
Ein großer Dank geht an Mike Mielke, der uns wieder mit tollen Fotos versorgt hat. Mehr davon (eine Dia-Show mit knapp 200 Bildern) gibt es unter www.rsvfussball.de.
Vom Papier her waren die Endspiele vom KFV-Lauenburg am Pfingstsamstag eigentlich eine klare Angelegenheit, doch der Pokal hat jedoch bekanntlich seine eigenen Gesetze. Alle drei Favoriten stürzten gegen die vermeintlichen Außenseiter und sorgten somit am Segrahner Berg in Gudow für einen Pokaltag der Überraschungen.
Für die MSV war die Partie wohl schon im Kopf entschieden, anders ließen sich die schwache Vorstellung und vor allem die Einstellung nicht erklären. Die Gudower hingegen zeigten viel Herzblut, kämpften um jeden Meter und überraschten mit viel Laufbereitschaft. Nach gegenseitigem Abtasten hatten Christian Rehr (Kopf) und Jonny Jahnke per Fernschuss. Dann folgte die beste Aktion der Gudower in der ersten Halbzeit: Rehr legte überlegt auf Janne Zunker ab, der jedoch freistehend aus knapp 15 Metern über das Tor verzog. Auf der Gegenseite hatte Sven Knuth nach einem missglückten Pressschlag die mögliche Führung. Nach dem Wechsel folgte der erste Aufreger in der 55. Minute, als Rehr nach wiederholtem Foulspiel (gelb/rot) vom Platz musste.
Drei Minuten später traf Sascha Stange nach einem Fehler von Keeper Niklas Daberkow nur den Pfosten. Aus dieser Situation heraus fuhren die dezimierten TSV`er einen klassischen Konter, den Sven Niemann (59.) erfolgreich abschloss. Mölln holte nun die Brechstange heraus, konnten aber einen weiteren Daberkow-Patzer (70.) nicht nutzen. Zwei Minuten später folgte der endgültige Genickbruch für die MSV. Über Janne Zunker lief der nächste schnelle Konter, den Dennis Lange (72.) mit seiner Routine erfolgreich abschloss. Nachdem Daberkow mit tollem Reflex gegen Folke Brodersen rettete, nutze Lange aus stark abseitsverdächtiger Position für den viel umjubelten Endstand und den Einzug in den Landespokal.
Für die zweite Überraschung des Tages sorgte Gudows Reserve gegen den Vizemeister der Kreisklasse A. Die erste Halbzeit war ein sprichwörtliches Trauerspiel. Beide Teams fanden in der Offensive überhaupt nicht statt, nur wenige Torchancen wurden sich erarbeitet. Fünf Minuten vor dem Pausenpfiff wurde der „Gastgeber“ dann endlich mutiger. Simon Schmidt, Torben Sierck und Carsten Lubenow hatten die Führung auf dem Fuß bzw. Kopf. Die gelang Schmidt dann mit dem Pausenpfiff, ein missglückter Schuss von Lubenow landete beim Geburtstagskind, der dann eiskalt einschoss. Die Grün-Weißen enttäuschten über die komplette Spielzeit, Folge war das 2:0 durch Manuel Rost (50.). Passend zum schwachen Spiel der Siebenbäumer war die rote Karte für Rene Sternberg (60. Beleidigung). Somit hatten die Gudower noch leichteres Spiel mit ihrem Gegner und Oldie Frank Köhler (75.) köpfte zum Endstand ein.
Der frischgebackene Pokalsieger der Altherren nahm erfolgreich Revanche für die 0:7-Saisonpleite vor gut sechs Wochen. Die MSV hingegen konnte den Pokalfluch nicht ablegen, ging auch im dritten Endspiel als Verlierer vom Platz. Großer Rückhalt der Kornbrenner war Keeper „Ecki“ Steffen, der mit vielen spektakulären Paraden die Möllner Offensive schier zur Verzweiflung brachte. Olaf Meissner, Mario Krüger, Ralf Burmeister und Henning Meins scheiterten am KSV-Keeper oder an den eigenen Nerven. Die Möllner waren stets feldüberlegen, die Krummesser fielen anfangs durch teilweise harte Fouls auf. Doch dann ging der SVK überraschend in Führung, unter großer Mithilfe von Keeper Andreas Meyer konnte Jens „Paddel“ Bernotat (30.) per Kopf einnicken. Nach dem Wechsel war die MSV weiterhin drückend überlegen, doch Steffen war ein sicherer Rückhalt. So sorgte Jens Bülau (57.) für die Entscheidung. Negativer Höhepunkt war die rote „Frust-Karte“ von Nico Klotzeck (68. Möllner SV, Tätlichkeit).
Pokalsieger und Vizemeister der Altherren: Krummesser SV
Der frischgebackene Lübecker Pokalsieger (3-2 n.V. gegen RW Moisling) hatte im ersten Durchgang mehr vom Spiel, verpasste durch Tobias Kuhlmann (10.) und Nils Schulz (40.) die verdiente Führung. Nach der Pause wurden die Grün-Weißen endlich ihrer Favoritenrolle gerecht. Das Team von Frank Salomon wurde von Minute zu Minute stärker, drängte den ATSV immer weiter in die Defensive. Binnen fünf Minuten sorgten Marko Urban (55.) und Petit Mayungululu (55.) für einen schnellen Doppelpack. Der zu RW Moisling wechselnde Kuhlmann (73.) brachte mit dem Anschlusstreffer wieder Spannung in die Partie. Die war nach dem 3:1 von Rene Putzier (76.) aber schnell wieder verflogen. „Aufgrund der zweiten Halbzeit geht der Sieg schon in Ordnung, da haben wir uns zu sehr versteckt“, bilanzierte ATSV-Manager Markus Höppner die Partie.
Stodo: Buschmann – Hielscher, Ulverich (60. Willers), Voß, Rohloff – Themer, Wohlfahrt, Nils Schulz (60. Nicolas Schulz), Möller – Akar (46. Schober), Kuhlmann
Mit einem am Ende verdienten Sieg gelang der Elf von Andreas Brunner der vierte Heimsieg in Serie. Die erste Halbzeit stand klar im Zeichen der Hausherren. Der OSV begann stark, hatte die Eintracht immer im Griff. Die Überlegenheit münzte der Gastgeber folgerichtig verdient in Tore um, Besnik Prvetica (2.), Philip Nielsen (37.) und Mario Markmann (39.) trafen zum hoch verdienten Pausenstand. Auch nach dem vierten Streich durch Alexander Kortz (60.) steckte der Gast wie in den vergangenen Wochen nie auf und blies zur Aufholjagd. Das Team von Dirk Eisenberg bewies Moral und verkürzte durch Eric Goldbach (62.) und Phillip Oldenburg (72.). Mehr ließen die schwindenden Kräfte aber nicht mehr zu, Sven Just (87.) erzielte den Endstand.