FOOTBALL`S COMING HOME... UNSER GELIEBTER FUßBALL AUS DEN UNTEREN LIGEN


Berichte über unseren geliebten Amateur-Fußball aus dem Herzogtum Lauenburg, der Hansestadt Lübeck und der Verbandsliga Süd-Ost... und natürlich aus dem Mutterland des Fußballs...

Dienstag, 2. September 2008


Türkischer SV – Lübecker SC 2:2 (1:1)

Die Gäste mussten ohne neun Stammspieler antreten, aber auch der Gastgeber spielte nicht in Bestbesetzung. Es entwickelte sich ein lebhaftes Spiel, Gülden (25.) erzielte die Führung für die türken. Diese Führung glich Krüger jedoch schon nach fünf Minuten aus.


Als nach dem Wechsel Bornemann (47.) seinen LSC in Front brachte, wähnten viele schon den LSC auf der Siegesstraße. Doch Üstün (66.) machte den Gästen einen Strich durch die Rechnung.


SIG Elmenhorst – TSV Kücknitz 1:2 (1:1)

In einer zunächst ausgeglichenen Partie gingen am Ende die Gäste als Sieger vom Platz. In der Anfangsphase konnte kein Team die Oberhand gewinnen. Kurz vor dem Wechsel erzielte Wöhl (43.) mit seinem 6. Treffer die SIG-Führung, fast im Gegenzug glich Grieger (45.) aus.

Nach der Pause wurden die Kücknitzer stärker und erspielten sich gute Möglichkeiten. Grieger (65.) machte mit seinem zweiten Treffer den Sieg perfekt. Der Dreier ging aufgrund der Leistungssteigerung im zweiten Durchgang durchaus in Ordnung.


TSV Schlutup – TSV Siems 0:2 (0:1)

Der Tabellenzweite aus Siems kam zum dritten Sieg. Nur in der Anfangsphase hatten die Gäste einige Schwierigkeiten, danach kontrollierten sie die Partie. Wulf (44.) gelang die Führung kurz vor dem Halbzeitpfiff.

Im zweiten Durchgang beschränkten sich die Siemser auf Konter. So hatten die Platzherren auch ihre Chancen, aber Gästekeeper Reger fischte alles weg. Die Entscheidung erzielte Dridi (82.) in der Schlussphase.


Lübeck 76 – Phönix Lübeck 1:1 (1:1)

Das Derby an der Travemünder Allee endete mit einem Remis. Die Gastgeber bestimmten zunächst das Spielgeschehen und gingen folgerichtig durch Tombers (20.) in Front.

Aber die Bomke-Truppe kam immer besser ins Spiel und hatte nach einer halben Stunde den Gegner im Griff. Eine der sich bietenden Chancen nutze Koslowski (40.) zum Ausgleich. Nach dem Wechsel blieb es ein gutes Derby mit Chancen auf beiden Seiten, aber es fielen keine Treffer mehr.


FC Dornbreite II – TSV Berkenthin 3:3 (1:1)

Der Gastgeber musste sich mit einem Punkt zufrieden geben.

Er startete stark in die Partie und hatte in der Anfangsphase klare Vorteile. Die Führung durch Zimmermann (27.) war auch verdient.

Fast im Gegenzug gelang den schwachen Gästen durch einen Elfmeter von Rodemann (29.) der Ausgleich.

Im zweiten Durchgang zunächst dieselbe Szenerie. Die Platzherren gingen durch Roese (47.) wieder in Front, doch Rodemann (50.) glich erneut per Elfmeter aus. Danach machte der FCD nochmals Druck, lief aber in einen Konter, den Früchting (68.) für den TSV abschloss. Doch die Gastgeber ließen die Köpfe nicht hängen und kamen durch Roese (82.) zum verdienten Ausgleich.

VERBANDSLIGA SÜD-OST


RW Moisling – Eintr. Groß Grönau 4:1 (2:0)

Verdienter Sieg für die Rot-Weißen. Von Beginn an hatte die Kohlmann-Elf die Grönauer im Griff, bestimmten die Partie.

Christian Jarkubiak (32.) traf zur verdienten Führung, Sebastian Tamm (40.) erhöhte kurze Zeit später. Die Gäste präsentierten sich ungewöhnlich schwach, einzig nach dem Anschlusstreffer von Malte Hartleben (56., Foulelfmeter) konnte die Eintracht dem Gastgeber Paroli bieten.

Doch spätestens nach der gelb-roten Karte für Kenny Siggelkow (68.) war der Elan dann vorbei. In den Schlussminuten stand nur noch Jan Bornemann im Mittelpunkt, mit seinen beiden Treffern (79., 88.) wurde der erste Saisonsieg unter Dach und Fach gebracht.


Möllner SV - AKM Lübeck 3:1 (1:1)

Aufatmen auch am Möllner Waldsportplatz, endlich gelang der lang ersehnte Dreier. Der Sieg war aber auch das einzig Positive an der Begegnung.

Das Niveau war teilweise äußerst schwach, hatte mit Verbandsligafußball wenig zu tun. Folke Brodersen (27.) brachte den Gastgeber mit einem Freistoss in Front, doch die Gäste kamen noch vor dem Pausenpfiff durch Osman Alioglou (43.) zum Ausgleich. Auch der zweite Durchgang bot nur Magerkost, doch die Möllner verdienten sich am Ende den Sieg. Optisch überlegen gelang Sleimen El-Sabe (59.) die erneute Führung.

Eugen Wolowik (84.) machte dann endgültig den Sack zu. Co-Trainer Marco „Bomber“ Glas: „Fußballerisch war es heute sehr dünn, um so wichtiger war der Sieg“.


TSV Gudow – SV Sereetz 3:7 (2:3)

Mit einer Top-Leistung entführten die Gäste auch in der Höhe verdient die Punkte am Segrahner Berg. Die Sereetzer kontrollierten 90 Minuten lang die Partie, erzielten teilweise schön herausgespielte Treffer.

Martin Mendig (13.) und Sebastian Wenchel (14.) eröffneten den Torreigen für die Gäste, Janne Zunker (20., 42.) brachte sein Team kurzweilig wieder in die Partie zurück. Doch die Sercander-Elf war heute nicht zu schlagen, Wenchel (44., 52.) machte frühzeitig alles klar. Sereetz ließ nun Ball und Gegner laufen und schraubte das Ergebnis weiter in die Höhe. Erneut Mendig (59.), Christopher Willers (73.) und Mike Schlichting (90.) erzielten die weiteren Treffer.

Timo Lindtner (72.) erzielte den dritten Treffer für das Schlusslicht. „Die waren heute einfach ein bis zwei Klassen besser“, resümierte TSV-Sprecher Michael Burmeister respektvoll.


TSV Bargteheide – TSV Lensahn 3:2 (2:1)

Endlich der erste Dreier für die Runge-Elf. In einem schwachen, zerfahrenen Spiel wurde Christoph Heinz drei Minuten vor Schluss mit seinem Siegtreffer zum Matchwinner.

Dabei begann es für die Gäste optimal, schon nach fünf Minuten traf Eric Priess per Kopf zur Führung. Zwar glich Masood Hamdart (10.) fast postwendend aus, doch auch die frühren Tore konnten dem Spiel keine Besserung geben. So fiel die Führung der Gastgeber durch Michael Strusch praktisch aus dem Nichts. Auch nach dem Wechsel wurde die Partie nichts besser, nach einem Fehler von Bargteheides Schlussmann Andy Phillip glich Stefan Lang (60.) ebenfalls per Kopf zum Ausgleich aus. Doch bei den Gastgebern gab es vor knapp 100 Zuschauern ja noch „Joker“ Heinz...


GW Siebenbäumen – SV Breitenfelde 3:3 (3:1) (aus BSV-Sicht)

Der BSV hat im Spitzenspiel des 4. Spieltags der Verbandsliga Süd/Ost beim Tabellenführer aus Siebenbäumen einen 0:2 bzw. 1:3-Rücktsand dank einer tollen Moral noch in ein am Ende verdientes 3:3 verwandelt.

Angefangen hatte das Spiel dagegen alles andere als gut für den BSV. Bereits nach 10 Minuten geriet der BSV durch ein Tor von Schulz in Rückstand und schien dabei noch im Tiefschlaf zu sein. Und dieses Tor sollte am heutigen Nachmittag nicht sein letztes gewesen sein. Denn nur 11 Minuten später konnte Schulz mit einem strammen Schuss in den rechten oberen Torwinkel des Gehäuses von Nils Bahr bereits das 2:0 erzielen. Erneut sah die Abwehr des BSV dabei nicht gut aus.

Die gegnerischen Angreifer hatten allgemein bei ihren Aktionen vor allem im und um den Breitenfelder Strafraum herum einfach zu viele Freiheiten, die sie auch konsequent ausnutzten. In die Angriffswelle der Gastgeber schlichen sich allerdings glücklicherweise auch einige Fehler ein. So zum Beispiel in der 28. Minute: Hier ließ Siebenbäumens Verteidiger Vahl so ungeschickt Andreas Kempf über die Klinge springen, dass Schiedsrichter Maronde nicht übrig blieb, als auf den Punkt zu zeigen. Den fälligen Strafstoß verwandelte BSV-Kapitän Siemers zum 1:2-Anschlußtreffer. Durch das Tor wurde dem Druck der Gastgeber ein wenig der Wind aus den Segeln genommen und die vorherrschende Euphorie gestoppt. Das Spiel wurde in der Folge etwas ausgeglichener. Dennoch blieb Siebenbäumen gefährlicher und konnte nach dem nächsten Abwehrpatzer der Blau-Weißen durch den dritten Treffer von Ove Schulz kurz vor dem Pausenpfiff auf 3:1 davonziehen.

Die wohl letztlich entscheidende Szene für den Ausgang des Spiels ereignete sich in der Halbzeitpause, als Fabian Walheim verletzungsbedingt Christian Becker weichen musste. Dieser ging zwar angeschlagen in die Partie, belebte das Angriffsspiel des BSV jedoch deutlich, da er seine Position deutlich offensiver interpretieren konnte als Fabian Walheim zuvor. Die Gastgeber hatten zunächst die Riesenchance, uneinholbar auf 4:1 davon zuziehen, doch Nils Bahr vereitelte in einer 1:1-Situation gegen Riza Karadas die Vorentscheidung zugunsten der Grün-Weißen.

Praktisch im Gegenzug kam der BSV dann zum Anschlusstreffer: Sebastian Siemers hatte von der Rechtsaußenposition geflankt und Christian Becker stand in der Mitte goldrichtig, um den Ball per Kopf zum 3:2 einzunicken. Das war in der 67. Minute. Und keine 3 Minuten später dachten die meisten Zuschauer an eine Zeitlupenwiederholung, als eine erneute Co-Produktion von Siemers und Becker zum 3:3-Ausgleich führte. Dieses Mal allerdings ging der Situation ein ruhender Ball voraus und Christian Becker köpfte den Ball nicht in die kurze sondern in die lange Ecke.

Gegen Ende des Spiels wurde es dann noch einmal ein bisschen hektisch, als der gute Schiedsrichter Maronde insgesamt 4 gelb-rote Karten verteilen musste: Auf Seiten der Gäste holten sich Plähn und Morina die Ampelkarte und auf Seiten des BSV mussten Kruse und Holst früher zum Duschen gehen. Beim Stande von 3:3 hatte der BSV dann noch 3 gute Gelegenheiten, das Spiel endgültig zu drehen. Doch Daniel Kruse, der 2 lange Bälle um Haaresbreite nicht mehr erlaufen konnte und einmal mit einem Gewaltschuss an GWS-Keeper Harder scheiterte, vergab. So bleibt am Ende ein verdienter Punktgewinn nach schwacher erster Hälfte und einer guten kämpferischen Leistung in der zweiten Hälfte für den BSV.

Breitenfelder SV: Bahr - Holst, Tybussek, Felsner - Strube, Banthin, Hofmann (76. Karthey), Kempf, Siemers - Walheim,(46. Becker), Kruse

Grün-Weiß Siebenbäumen: Harder, Starke, Bremer,Vahl - Göbel, Jäkel (65. Tobleck), Ali, Borja, Plähn, Schulz (65. Morina), Karadas

Tore: 1:0 Schulz (10.), 2:0 Schulz (21.), 2:1 Siemers (28./FE), 3:1 Schulz (40.), 3:2 Becker (67.), 3:3 Becker (70.)

gelb-Rote Karten: Morina, Plähn (GWS), Kruse, Holst (BSV)


GW Siebenbäumen – SV Breitenfelde 3:3 (3:1) (aus GWS-Sicht)

Nach 3 Pokalpleiten (0-2, 0-1, 5-7 n.E.) in den vergangenen 3 Jahren gegen Breitenfelde sollte es nun endlich klappen mit dem ersten Sieg. Doch eine indiskutable 2.Hälfte verhinderte den Erfolg und einen weiteren Spieltag auf Platz 1.


Die 1.Hälfte bestimmten klar die Grün-Weißen. Schon in der 11.Minute konnte sie die Führung erzielen. Daniel Bremer spielte den Ball scharf in den Strafraum und Ove Schulz verlängerte den Ball ins lange Eck und ließ dem Gäste-Kepper keine Chance. Die frühe Führung brachte Sicherheit ins Spiel. Breitenfelde war komplett abgemeldet und fand zu dieser Phase überhaupt nicht ins Spiel. Anders die Grün-Weißen. Riza Karadas erlief einen fast im Aus geglaubten Ball, zurückgelegt an den 16er und Ove Schulz nutzte die Chance und nagelte den Ball in den Winkel.

Angesichts des frühen Rückstands spielte Breitenfelde nun auch etwas mutiger nach vorne. Und wenn Chancen Mangelware bleiben, dann muss man auf den Gegner hoffen. Ove Schulz brachte einen Breitenfelder im Strafraum zu Fall, den fälligen Elfer verwandelte Siemers in der 29.Minute sicher. Die Gäste wollten nun nachlegen und so ergeben sich schon vor der Pause viele Räume zum Kontern. Einen Konter konnte wieder Ove Schulz im Einsgegeneins im Tor unterbringen und die sichere Pausenführung sichern. Weitere Möglichkeiten hätten aber auch schon das vorzeitige K.O. für die Breitenfelder bedeuten können.

Das wollten die Grün-Weißen zu Beginn der 2.Halbzeit nachholen. Das Spiel verlief zunächst ähnlich wie die in der 1.Halbzeit. Die besseren Chancen auf Seiten der Grün-Weißen, Breitenfelde weiterhin harmlos vor dem Tor. Riza Karadas hatte in der 64.Minute die größte Chance zur endgültigen Entscheidung. Allein auf die Reise geschickt, spielte er im Strafraum noch einen Verteidiger aus, ehe dann am Gäste-Keeper scheiterte. Ein Stürmer muss zwar auch egoistisch sein, aber ein Querpass auf den mitgelaufenen Mitspieler wäre die Entscheidung gewesen.

Diese Großchance war der entscheidende Hallo-Wach-Macher der Breitenfelder. Von nun bestimmten sie mehr und mehr das Spiel und die Grün-Weißen reagierten nur noch. Kurz nach seiner Einwechslung passierte Peter Tobleck im eigenen Strafraum ein folgenschwerer Abwehrfehler, den Christian Becker zum Anschlusstreffer nutzte (67.Minute). Den Ausgleich nur 3 Minuten später hatte dann auch Schiedsrichter Maronde mit auf dem Gewissen. Einen harmlosen Zweikampf pfiff er gegen Siebenbäumen. Von der Strafraumgrenze segelte der Freistoß in den Strafraum, der "kleine" Christian Becker war wieder zur Stelle und köpfte zum Ausgleich.

Die letzten 20 Minuten war es dann ein offener Schlagabtausch. Keine der beiden Mannschaften wollte sich mit dem Unentschieden zufrieden geben und suchten den Weg nach vorne. Breitenfelde spielte hier konstruktiver, die besseren Chancen allerdings hatte Grün-Weiß. Nach 4 gelb-roten Karten in der Schlussviertelstunde endete das Spiel also wieder 3-3. Ein gerechtes Unentschieden.

2 der 4 gelb-roten Karten gehen in Ordnung. Die gegen Manuel Plähn war eindeutig zu hart, und die gegen Daniel Kruse absolut unangemessen. Eine (zwei) klare Tätlichkeit gegen Marco Starke (wohl eher von 2 Breitenfeldern begangen), sofort ein klarer Pfiff, und dann die gelbe Karte. Für alle im weiten Rund völlig unverständlich. Warum dieser Angriff keine rote Karte nach sich zog, bleibt schleierhaft. Das Schiedsrichtergespann um SR Marone agierte ohne Linie, sorgte damit für viel Hektik und Aufregung.

Dienstag, 26. August 2008

VERBANDSLIGA SÜD-OST


SV Eichede – TSV Bargteheide 4:0 (2:0)

Diesen Tag dürfte Lasse Drews so schnell nicht vergessen. Mit drei Treffern hatte der Angreifer des SV Eichede großen Anteil daran, dass seine Mannschaft im Stormarnderby der Fußball-Verbandsliga den harmlosen TSV Bargteheide mit einer empfindlichen 0:4-Pleite auf den Heimweg schickte. Eichede. Nach der 1:2-Niederlage zum Saisonauftakt in der Fußball-Verbandsliga Süd-Ost gegen den VfL Oldesloe hat sich der SV Eichede im zweiten Stormarnderby schadlos gehalten.

Mit 4:0 (2:0) setzten sich die Steinburger verdient gegen Mitabsteiger TSV Bargteheide durch und polierten ihre Bilanz auf sechs Punkte auf. Düster sieht es indes für den TSV Bargteheide aus, der auch nach dem dritten Saisonspiel noch auf das erste Erfolgserlebnis warten muss. Mann des Tages war Lasse Drews, der mit drei Treffern seiner Mannschaft den Weg zum zweiten Saisonsieg ebnete. Um es vorweg zu nehmen: Es war kein berauschendes Spiel, was beide Mannschaften den rund 350 Zuschauern am Freitagabend im Ernst-Wagener-Stadion boten. Immerhin gingen die Gastgeber mit der nötigen Einstellung in die Partie. „Wir wollten nicht auch noch das zweite Kreisderby verlieren“, sagte Trainer „Mecki“ Brunner.

Dementsprechend engagiert traten die Steinburger von Beginn an auf. Aus einer kompakten Defensive heraus wurde versucht, zielstrebig in die Spitze zu spielen. Torchancen blieben jedoch zunächst Mangelware, weil die Bargteheider sich redlich mühten, in der eigenen Hälfte die Räume eng zu machen. Erst in der 21. Minute fand Dennis Wagner eine Lücke in der Bargteheider Hintermannschaft und traf zur verdienten SVE-Führung. Wirkung zeigte das 1:0 beim Gegner aus Bargteheide scheinbar nicht. Ein Aufbäumen war nicht zu erkennen. Eichede dominierte gegen emotionslos agierende TSV-Kicker klar das Geschehen. Zehn Minuten vor dem Seitenwechsel dann der erste Auftritt von Lasse Drews: Einen Eckstoß von Torge Maltzahn köpfte der SVE-Angreifer ungehindert zum 2:0 ein. Mit der klaren Führung im Rücken wurde das Spiel der Gastgeber im zweiten Durchgang immer ansehnlicher.

„Das 2:0 hat uns Sicherheit verliehen“, freute sich Brunner, dessen Elf sich jedoch auch einem Gegner gegenübersah, dessen Konzept leicht zu durchschauen war. Immer wieder versuchten es die Kicker von Trainer Thomas Runge mit langen Bällen auf die Spitzen David Inden, Felix Gerken und den später eingewechselten Masood Hamdart, die allesamt leichte Beute für die Abwehr der Steinburger waren. Runge mochte schon gar nicht mehr hinsehen, vergrub immer wieder sein Gesicht in den Händen und schüttelte fassungslos den Kopf. „Was soll ich denn machen, wenn ich so viele unerfahrenen Spieler in der Mannschaft habe und uns in der Spitze die Durchschlagskraft fehlt?“, wirkte der Coach am Ende ratlos. An mangelnder Erfahrung kann es jedoch nicht gelegen haben, dass sich die Weinroten phasenweise so vorführen ließen und immer weniger Gegenwehr leisteten.

Spätestens nach dem 3:0 durch Drews (60.) ergaben sich die Gäste in ihr Schicksal. Der eingewechselte und stark aufspielende Jascha Fahrenkrog legte in der 75. Minute den Ball perfekt für Drews auf und der Angreifer machte mit seinem dritten Treffer endgültig alles klar. Hätten die Gastgeber in der Schlussviertelstunde nur etwas mehr Konsequenz vor dem gegnerischen Tor an den Tag gelegt, wäre es wohl noch dicker gekommen für die Bargteheider. So versuchte Runge am Ende gar nicht erst, das 0:4 zu beschönigen: „Der Sieg der Eicheder geht vollauf in Ordnung“, konstatierte der TSV-Trainer nach dem Abpfiff. Warum seine Mannschaft gegenüber der Vorwoche beim starken Auftritt gegen den Breitenfelder SV (0:1) so enttäuschte, konnte sich Runge nicht erklären. Sein Gegenüber indes wusste, warum seine Elf immer besser ins Rollen kommt.

„Erfolgserlebnisse sind gut für das Selbstvertrauen und bringen die nötige Sicherheit. Allerdings hat es uns Bargteheide auch enorm leicht gemacht, die drei Punkte einzufahren“.

SV Eichede: Lindtner – Meyer, Jakob Rienhoff, Buchholz, Fischer – Fürstenberg (59. Barsuhn), Wasken (75. Jan-Ole Rienhoff), Kranik, Maltzahn – Drews, Wagner (69. Fahrenkrug).

TSV Bargteheide: Johann –Strusch, Koch, Zeka (77. Penke), Bajrami – Kretschmann, Metzner, Cetin (61. Heinz), Schönfeldt – Gerken (46. Hamdart), Inden. Tore: 1:0 (21.) Wagner, 2:0 / 3:0 / 4:0 (35. / 60. / 75.) Drews. Schiedsrichter: Zamek (Hagen Ahrensburg).


TSV Lensahn – RW Moisling 3:3 (1:2)

Die 150 Zuschauer kamen am Jahnstadion voll auf ihre Kosten. In einem abwechslungs- und temporeichen Spiel gab es eine gerechte Punkteteilung. Die Rot-Weißen mussten sich erst an den kleinen Kunstrasen gewöhnen, machten diesen „Nachteil“ aber schnell wett.

Jan Bornemann (18.) eröffnete den Torreigen, Marcel Ratzwill glich sofort im Gegenzug für den Gastgeber aus, doch Thomas Bankiewicz (31.) traf zur erneuten Gästeführung. Doch die Ippig-Truppe steckte nicht auf und drehte die Partie, durch Ratzwill (55.) und Dennis Becker (73.) ging der TSV erstmals in Front. Der Gastgeber musste sich trotzdem mit einer Punkteteilung begnügen, Bankiewicz (78.) rettete mit seinem zweiten Treffer den verdienten Moislinger Punkt.

Lensahn: K. Knorr, Dora, Becker (75. Schüller), O. Knorr, Pries, Patzer, Wudarczyk (60. Spieckermann), Ratzwill, S. Knorr, Siewert, Köhler

RWM: Boroch – Ries, Tamm, Dogan – Schütte, Bankiewicz, Kohlmann (61. Häusler), Bornemann, H. Azzez – Haye, Z. Azzez (82. Gritschke)


AKM Lübeck – Sereetzer SV 0:0

Achtungserfolg für den Aufsteiger AKM am Koggenweg. Im einem guten Verbandsligaspiel starteten die Gäste besser, waren eine knappe halbe Stunde lang die dominierende Mannschaft.

Zählbares kam für Sereetz aber nicht heraus, immer wieder scheiterten sie am guten AKM-Keeper Alexander Ciesler. Mit der Zeit standen die Gastgeber immer sicherer und wurden gleichwertig. Nach dem Wechsel entwickelte sich dann ein ausgeglichenes Spiel, in dem sich die Truppe von Trainer Mehmet Aksahin einen Punkt gegen die Gäste redlich verdiente.

AKM: Ciesler, Alioglou, Sagwan, Salhi, Aksahin, Sabaly, Y. Eren (52. Moray), Berisha, Demir, Özkan (81. Gradert), Ergel (69. Schmidt)

Sereetz: Schmidke, Aktürk, Behnke, Wenchel (87. Dikert), Ahrens, Bätge, Strunck, Jobst, Jahrling, Boye, Rockel (55. Schlichting)


Preußen Reinfeld - TSV Gudow 2:0 (0:0)

Dieses Spiel wird den Gudowern wohl noch länger in den Köpfen bleiben, denn diese Niederlage war völlig unnötig. Die Gäste begannen stark und nutzen die schwache Vorstellung der Preußen im ersten Durchgang.

Vor allem Maurice Borowski sorgte für viel Unruhe im Preußen-Strafraum, Zählbares kam am Ende aber nicht heraus. Nach einer „Kabinenpredigt“ vom Reinfeld-Coach Krienke kam sein Team wie verwandelt aus der Kabine, dabei hatte der Coach auch ein glückliches Händchen mit seinen Einwechslungen.

Neuzugang Ommeed Sindi (24, AKM) und Marco Müggenburg belebten die Offensive der Gastgeber entscheidend. Und die Preußen nutzen ihre Möglichkeiten, Timo Beeck (54.) nach schönem Pass von Sindi und Timo Kutschke mit seinem dritten Saisontreffer (90.+2) trafen zum Sieg.

Preußen: Rönnfeldt - M. Beeck, T. Kutschke, Heidrich – Döhring (46. Sindi), Mehlfeldt (46. Müggenburg), T. Beeck, Günüglou, Seegebarth – Timo Kutschke, A. Kutschke (77. Mastrini)

Gudow: Musahl – Biallas, Rost, Erhardt – Behrendt, Schütt, Sierck, Lindner, Steckner (69. Behnk) – Borowski (52. Knoff), Zunker


SV Breitenfelde – VfL Oldesloe 1:2 (0:1)

Aus dem zumindest statistisch gesehen guten Saisonstart des BSV ist leider kein optimaler Saisonstart geworden. Dafür tat der BSV im zweiten Heimspiel der Saison gegen den VfL Oldesloe nicht genug und kassierte im 3. Spiel der noch jungen Saison die erste Niederlage.

Nach ordentlichem Beginn und dem Ausschalten der zentralen Figuren des Oldesloer Spiels, Andy und Philipp Baasch, hatte der BSV das Spiel zunächst gut im Griff und stand sehr geordnet. Lediglich der Spielaufbau mit vielen langen Bällen ließ ab und an zu wünschen übrig. Trotzdem hatte der BSV in Person von Daniel Kruse, der mustergültig bedient wurde, die erste und bis dato größte Chance des Spiels. Doch freistehend vor dem Gästekeeper vergab Kruse mit links. In der Folge hatte der BSV zwar mehr vom Spiel, versäumte es jedoch oft, den letzten entscheidenden und abschließenden Pass in die Spitze zu spielen und somit den Lohn der Arbeit zu ernten.

Besser machten es Gäste, die mit ihrer ersten richtigen Tormöglichkeit eiskalt die erste Breitenfelder Unachtsamkeit ausnutzten: ein einziges Mal hatte die BSV-Defensive Andy Baasch nach eigenem Ballverlust in der Offensive laufen lassen und musste mit ansehen, wie dieser allein auf das BSV-Tor zulief und Nils Bahr mit einem Schuss ins kurze Eck keine Chance ließ. Danach war Pause.

Im zweiten Durchgang fand der BSV dann selten zu seinem Spiel und hatte arge Probleme, sich trotz Rückstandes in der Hälfte der Gäste festzusetzen. Wenig Ordnung im Spiel, schlechtes Aufbauspiel und zu wenig Willen, das Spiel zu drehen, wurden gezeigt. Trotzdem - und relativ überraschend - gelang Andreas Kempf in der 64. Minute auf Flanke von Ingo Holst per Kopf der Ausgleich.

Als dann auch noch Gäste-Spielmacher Andy Baasch die gelb-rote Karte sah, schien das Spiel zu kippen. Doch die Gäste gaben sich nicht auf und wurden für ihren Kampf belohnt und der BSV für sein behäbiges Spiel bestraft, als Philipp Baasch in der 75. Minute nach einem dicken Abwehrschnitzer des BSV die erneute Führung für die Stormarner erzielte. Diese konnten die Gäste bis zum Schlusspfiff verteidigen und nahmen nicht unverdient 3 Punkte mit nach Hause.

Breitenfelder SV: Bahr - Holst, Felsner, Walheim (89. Hofmann) - Strube, Siemers, Kempf, Ringels, Banthin - Becker (89. Heidensohn), Kruse

VfL Oldesloe: Brinkmann - Kuhlke, Arndt (46. Schönfeldt), Biermann, Grundt - Angsten, Koch (82. Weetendorf), Behrens, A. Baasch, Grehn (68. Agadschanjan) - P. Baasch

Tore: 0:1 A. Baasch (40.), 1:1 Kempf (64.), 1:2 P. Baasch (75.)

gelb-rote Karte: A. Baasch (Oldesloe/73.)


Mit 9 Punkten und noch ohne Gegentor steht der BSSV auf dem Platz an der Sonne. Gegen den Türkischen SV gab es für die Büchener einen 3:0-Sieg. Borussia Möhnsen hingegen legte einen glatten Fehlstart hin. Die Lauenburger haben zudem auch noch kein Saisontor erzielen können, dazu gesellen sich noch der TSV Schlutup und der Lübecker SC.




Phönix Lübeck – TuS Lübeck 4:2
TSV Berkenthin – TSV Travemünde 3:3
SV Krummesse – SIG Elmenhorst 2:1
BSSV – Türkischer SV 3:0
Lübecker SC – FC Dornbreite II 0:3
TSV Siems – Bor. Möhnsen 5:0
TSV Kücknitz – Lübeck 76 4:0


TSV Siems – Bor. Möhnsen 5:0 (3:0)

Die Borussia bleibt in der neuen Kreisliga weiterhin ohne eigenem Treffer, beim Mitfavoriten der Liga TSV Siems setzte es eine auch in der Höhe verdiente 0:5 (0:3) Niederlage. Wie es Trainer Hugo Burmeister bereits vor dem Spiel sagte, wenn auch nur ein Spieler von den immer geforderten 100% abweicht, wird es in dieser Klasse immer Probleme geben.

So auch heute, bis auf Matthias Kock, konnte kein Möhnsener Spieler auch nur annährend sein eigentliches Leistungspotential erreichen, dazu kommt im Moment ein durch Verletzungen und Sperren reduzierter Kader! Die frühen verletzungsbedingten Wechsel reihten sich in die momentane Misere der Borussia ein. Alle 5 Gegentore fielen, wie bereits am vergangenen Mittwoch nach katastrophalen Fehlern, mal patzte Keeper Bastian Siemers, mal waren es "haarsträubende" Ballverluste in der eigenen Hälfte. Vielleicht hilft es der Mannschaft, dass jetzt 14 Tage Pause vor der Tür stehen, ehe es am 07.09.08 zum nächsten Aufstiegsaspiranten geht.

Dann geht es ins schönste Stadion der Kreisliga, zum 1.FC Phönix Lübeck, ein Spiel auf das sich in der letzten Saison alle gefreut hatten. Vielleicht ist es dann in Köpfen der Spieler richtig angekommen, denn der Abstiegskampf hat spätestens heute begonnen.

Aufstellung Borussia Möhnsen: Bastian Siemers - Matthias Kock, Daniel Schlingelhof, Henning Eggers (7. Florian Heitmann) - Frederik von Elm (15. Malek Saleh), Axel Gloger (70. Emrah Tastekin), Björn Hoffmann, Christopher Pagel, Henoch Förster - John Willers, Markus Buer



BSSV – Türkischer SV 3:0 (1:0)

Gegen den Türkischen SV wollte der BSSV von Anfang an den Gegner in die eigene Hälfte drängen, um den spielstarken Türken von Anfang an den Spaß am Fußball zu nehmen und sie nicht zu Ihrem Spiel kommen zu lassen.

Dies gelang leider nicht und die beweglichen Gäste hatten anfangs mehr von der Partie und verlagerten das Spiel in die Hälfte der Büchener. Der BSSV war jedoch durch die offensichtliche Lufthoheit bei den Standardsituationen stets gefährlich. Eine Standardsituation brachte dann auch in der 18. Minute die Führung für die Blau-Weißen als Bastian Tolle einen direkten Freistoß aus 17m sehenswert in die linke obere Ecke versenkte.

In der Folgezeit leistete sich die Meins-Elf dann allerdings zu viele einfache Ballverluste, um das Spiel zu bestimmen, auch wenn man bei diversen Eckball-Situationen Pech hatte, dass man das Ergebnis bis zur Halbzeit nicht erhöhen konnte.

In der zweiten Hälfte wollte man unbedingt nachlegen, um eine Zwei-Tore-Führung herauszuspielen. Dies gelang fünf Minuten nach Wiederanpfiff zum Glück auch als Maik Heinrich am langen Pfosten eine Flanke von Matthias Krüger einköpfte. Dies erstickte die aufkommende Hoffnung der Gäste im Keim, die sich nach Frustfouls durch zwei Platzverweise anschließend selbst dezimierten.

Im folgenden Verlauf hätte man die Überzahl konsequenter ausnutzen müssen, leider spielte der BSSV oft viel zu umständlich und vergab zu viele Möglichkeiten leichtfertig. So sprang nur noch das 3:0 durch „Joker“ Erik Skubowius kurz vor Schluss heraus, der einen abgewehrten Schuss von Magnus Möhrmann zum ersten Treffer im ersten Punktspieleinsatz einschob. Herzlichen Glückwunsch Erik und weiter so!

Fazit: Der BSSV ist gut aus den Startlöchern gekommen und gewinnt auch das dritte Spiel in Folge „zu null“. Spielerisch kann und muss man sicherlich noch zulegen, um Spiele wie diese noch souveräner über die Runden zu bringen und Überzahlsituationen noch konsequenter auszunutzen.

Aufstellung BSSV: N. Bodenbach – H. Nitsch, B. Tolle, P. Lukaszczuk, B. Trilck – M. Heinrich, J. Sievert, M. Hahn (ab 70. Min.: S. Renfert), Chr. Kokartis (ab 65. Min.: Th. Piehl) - M. Krüger (ab 80. Min.: E. Skubowius), M. Möhrmann


Lübecker SC – FC Dornbreite II 0:3 (0:3)

Beide Mannschaften gingen ersatzgeschwächt in dieses brisante Nachbarschaftsderby. Nach dem verpatzten Saisonstart musste man schon 3 Punkte beim Lübecker SC mitnehmen, damit nicht ganz unten reinrutscht in der Tabelle.

Von Beginn an weg war der FC Dornbreite II dominant in allen Mannschaftsteilen, und nutzte endlich ihre 1. Chance zum 0:1 durch Benjamin Thaler (2.).

Die Vogel-Elf kombinierte hervorragend und setzte das um, was der Trainer vorgab. Der Lübecker SC hatte in der 1. Halbzeit nicht eine nennenswerte Torchance, weil die Defensive diesmal nichts zuließ. Steffen Redelstorff köpfte in der 24. Minute das 2:0 fuer die Gäste vom Steinrader Damm. Kurze Zeit später erhöhte Oliver Krause wiederum per Kopf auf 3:0 für FC Dornbreite II. Hochverdient ging man mit einer 3:0 Führung in die Pause.

Nach der Pause baute LSC ein wenig Druck auf aber ohne wirklich gefährlich zu werden. Dornbreite schaltete einen Gang zurück und beschränkte sich nur noch auf das Kontern aber dies stets gefährlich (Lars Deecke, Dennis Fischer, Oliver Krause, Norman Matthies) um das Ergebnis zu erhöhen. Am Ende war es eine hervorragende Mannschaftsleistung und der FC Dornbreite II gewann verdient (vielleicht ein bis zwei Tore zu wenig) mit 3:0 beim Lübecker SC. Tore: 0:1 (2.) B. Thaler, 0:2 (24.) St. Redelstorff, 0:3 (38.) O. Krause