FOOTBALL`S COMING HOME... UNSER GELIEBTER FUßBALL AUS DEN UNTEREN LIGEN


Berichte über unseren geliebten Amateur-Fußball aus dem Herzogtum Lauenburg, der Hansestadt Lübeck und der Verbandsliga Süd-Ost... und natürlich aus dem Mutterland des Fußballs...

Dienstag, 23. September 2008

KREISKLASSE A - HERZOGTUM LAUENBURG


SSV Güster – Ratzeburger SV 2:3 (2:1)

aus SSV-Sicht

Im fünften Spiel der Saison musste der SSV beim gut besuchten Spitzenspiel gegen den Ratzeburger SV eine unglückliche Niederlage hinnehmen. Dies war zugleich der erste Punktverlust für den ersatzgeschwächten Tabellenzweiten (Thomas Kahl und Mirco Schiersch fehlten), während der RSV weiter eine weiße Weste behält.

Das Spiel begann für Güster sehr gut. Bereits nach 5 Minuten fiel das 1:0, einmal mehr durch Julius Berghof, der damit sein Torekonto in dieser Saison auf 9 aufstockte. Dem Tor war ein Freistoß von Norman Burmester vorausgegangen; Berghof wartete am Fünfmeterraum und ließ sich diese Möglichkeit nicht entgehen. Die Mannschaft bot auch in der Folge eine sehr konzentrierte Leistung, erarbeitete sich gute Tormöglichkeiten und ließ hinten wenig zu, wobei einem Treffer durch Berghof wegen einer vermeintlichen Abseitsstellung die Gültigkeit versagt blieb. In der 20.Minute fiel dann folgerichtig auch das verdiente 2:0. Wiederum Julius Berghof erzielte dieses nach sehr starker Vorarbeit durch Sören Jessen, der sich auf der rechten Seite gleich gegen mehrere Gegner durchgesetzt und dann auf den völlig freistehenden Stürmer abgelegt hatte.

Güster setzte das gute Spiel auch weiter fort, nutzte allerdings gute Torchancen nicht aus. Noch vor der Pause musste man dann gleich mehrere Rückschläge innerhalb kürzester Zeit verkraften. Zunächst verletzte sich Martin Edler, so dass sich Christian Lüdtke für ihn in die linke Verteidigung zurückfallen lassen musste und Leif Lewinski den Posten im linken Mittelfeld übernahm. Kurz danach fiel der äußerst unglückliche 2:1 Anschlusstreffer nach einem Ballverlust auf der rechten Seite und mehreren vergeblichen Versuchen, nach gewonnenen Zweikämpfen, den Ball aus der Gefahrenzone zu befördern. Bei dieser Aktion verletzte sich zu allem Überfluss auch noch Alexander Warremann. Damit war die komplette Manndeckung ausgefallen und Felix von Warburg musste Warremanns Position übernehmen, während Kevin Wehrenberg für das rechte Mittelfeld kam.

Zwar hätte Güster beinahe die richtige Antwort durch Norman Burmester gegeben - sein Schuss ging haarscharf über das Tor - doch schienen das Gegentor und die vielen Umstellungen einen kleinen Bruch im Spiel bewirkt zu haben. Nach der Pause kam Ratzeburg mit viel mehr Dampf aus der Kabine und der SSV schaffte es nicht mehr durch Kombinationsspiel gefährlich vor des Gegners Tor zu kommen und ließ sich zu sehr hinten reindrängen. Dennoch blieb auch die neu formierte Verteidigung - nach 60 Minuten kam der wiedergenesene Edler zurück ins Spiel - relativ sicher und ließ aus dem Spiel heraus keine großen Torchancen zu. Allerdings bleibt anzumerken, dass der RSV zum einen durch den übertrieben kleinlich pfeifenden Schiedsrichter und zum anderen durch ungeschickte Tacklings seitens des SSV zu zahlreichen Freistoßchancen kam.

So fiel dann auch der 2:2 Ausgleich, der fast noch unglücklicher war als der Anschlusstreffer. Aus zentraler Position bekamen die Ratzeburger einen Freistoß zugesprochen. Der Topscorer Jan Weluda zog den Ball mit einem strammen Schuss direkt aufs Tor, Keeper Felix Moritz wäre auf dem Posten gewesen, aber Björn Gödeke fälschte den Ball mit dem Nacken unhaltbar ab. Kurz vor Schluss gab es erneut einen Freistoß, diesmal von der linken Seite. Dieser wurde auf den zweiten Pfosten gezogen, wo ein Ratzeburger Spieler von der Güsteraner Verteidigung vollkommen unbeachtet blieb und zum 2:3 einköpfen konnte. Bis zum Abpfiff konnte sich der SSV dann bis auf einen gefährlichen Freistoss von Sören Jessen keine Torchance mehr erarbeiten.

Insgesamt kann man von einem sehr glücklichen Sieg des RSV sprechen, da die erste Hälfte ganz klar an Güster ging, man es jedoch versäumte frühzeitig den Sack zuzumachen. Die gegnerische Offensivabteilung schaffte es eigentlich nie, die Defensive des SSV auszuspielen, war aber durch Freistöße eminent gefährlich. Alles zusammengenommen wäre sicherlich ein 2:2 leistungsgerecht gewesen. Nun muss man in Güster auf eine Revanche im Rückspiel hoffen und bis dahin das Verhalten bei gegnerischen Standards verbessern (von 5 Gegentoren in dieser Saison 3 nach Freistößen).


aus RSV-Sicht

Das Spitzenspiel der Kreisklasse A fand dieses Wochenende in Güster statt. Zu Gast beim Tabellenzweiten war der Tabellenerste aus Ratzeburg. Beide Mannschaften hatten bisher all ihre Spiele gewonnen. Der Gastgeber spielte von Beginn an mit sehr hohem Tempo und zeigte, warum sie bisher alles gewonnen hatten. In der 6. Minute fiel dann folgerichtig auch das 1:0. Nach einem in den Sechzehner getreten Freistoß stand Julius Berghof am langen Pfosten goldrichtig und konnte den Ball zur verdienten Führung einschieben.

Güster legte gleich nach und wollte die Führung ausbauen. Die RSV-Defensive stand in der ersten Halbzeit völlig neben sich und so hatten die Gastgeber noch gute Gelegenheiten, um den Spielstand zu erhöhen. In der 14. Minute wurde dem SSV zwar ein Handtor aberkannt, doch nur acht Minuten später fiel dann trotzdem das 2:0. Nach schöner Vorarbeit von Sören Jessen traf wiederum Julius Berghof (22.). Der RSV brauchte einige Zeit, um sich von dem Schock zu erholen. Jedoch konnte noch vor der Pause der Anschlusstreffer erzielt werden.

Michael Hinrichsen konnte sich mit einem enormen Kraftakt gleich gegen drei Güsteraner Verteidiger durchsetzen und legte dann für Jan Weluda ab, der den Ball ins lange Eck schoss (35.). Mit dem 2:1 für die Gastgeber ging es dann auch in die Kabine. Nach dem Seitenwechsel war ein völlig anderes Spiel zu sehen. Güster beschränkte sich nun nur noch darauf, die Defensive zu stärken und überließ es dem RSV, das Spiel zu gestalten. Trotz der Überlegenheit hatten die Gäste jedoch nur wenige eindeutige Torchancen. Nach Vorarbeit von Michael Hinrichsen verpasste Mike Kamischke in der Mitte nur knapp den Ball (56.). Der Ausgleich fiel dann aber nach einer Standardsituation.

Jan Weluda hielt bei einem Freistoß aus ca. 30 Metern einfach mal drauf und ein Güsteraner fälschte den Ball mit dem Kopf unhaltbar für den Torwart ab (65.). In der Folgezeit musste Güster dem hohen Anfangstempo der ersten Halbzeit und der RSV der Aufholjagd Tribut zollen. Torchancen ergaben sich dadurch für beide Mannschaften nur noch nach Standardsituationen. In der 75. Minute konnte der Keeper des Gastgebers einen Freistoß von Jan Weluda gut parieren und sieben Minuten später machte es ihm sein Gegenüber gleich und parierte einen Freistoß vom heute sehr starken Sören Jessen. Der viel umjubelte Siegtreffer der Gäste viel dann folgerichtig auch nach einem Freistoß. Der heute spielentscheidende Akteur des RSV - da er an allen Treffern beteiligt war - Jan Weluda brachte den Ball wunderschön auf den langen Pfosten, wo Björn Scheiner völlig freistehend zum 3:2 einköpfen konnte. Der RSV hat damit mit 18 Punkten aus sechs Spielen einen perfekten Saisonstart hingelegt. Nächste Woche ist zum nächsten Spitzenspiel der Tabellenvierte aus Büchen zu Gast am Riemannsportplatz.

RSV: Nickel - Knuth, Bronikowski, Tesch – Fischer (43. Böke), Lüth, Sprenger, M. Kamischke (60. Radau), Weluda – Hinrichsen (86. Arslan), Scheiner



GW Siebenbäumen II – SV Breitenfelde II 3:2 (2:0)

Grün-Weiß Siebenbäumen begann druckvoll und konnte auch gleich in der 12. Minute mit 1:0 in Führung gehen. Nach Flanke von Marcel Schönborn war es Rene Sternberg, der die Führung per Kopf erzielte.

In der folgenden Zeit spielten sich die Grün-Weißen noch einige gute Chancen heraus, aber es dauerte bis zur 40. Minute, bis man das 2:0 erzielen konnte. Nachdem Mirko Seidler im Strafraum zu Fall gebracht wurde, war es Erkan Ates, der den fälligen Elfmeter sicher verwandelte. Das war auch der Halbzeitstand.

In der 2. Halbzeit schalteten die Grün Weißen unverständlicherweise einen Gang zurück und luden Breitenfelde förmlich zum Tore schießen ein. Breitenfelde konnte in der 60 min. nach einer Ecke auf 1:2 verkürzen. In der 74. Minute lud Pyko den Breitenfelder Angreifer mit einem Rückpass zum 2:2 ein, die er auch nutzte. Jetzt wachte Siebenbäumen zum Glück aber wieder auf, Sie erhöhten noch einmal das Tempo und ließen Breitenfelde kaum noch aus Ihrer eigenen Hälfte. Dies wurde in der 88. Minute mit dem viel umjubelten 3:2 durch Manuel Plähn belohnt.

ALTHERREN - KREISLIGA


SV Steinhorst – Bor. Möhnsen 1:2 (0:1)

Zum ersten Punktspiel der Serie 2008/2009 reisten wir am Donnerstagabend d. 11.09.08 zum SV Steinhorst. Die Steinhorster sind Neulinge in unserer Staffel. Wir wussten diese Mannschaft nicht so richtig einzuschätzen, hatten aber die Ahnung, dass es keine leichte Aufgabe wird.


Dementsprechend nordeten die neuen Trainer/Betreuer Werner Hoffmann und Hubert Kaluza uns ein, sofort volle Konzentration und aktiv in das Spiel zu gehen. Es entwickelte sich auch gleich von Beginn an eine rasante Partie. Beide Teams suchten ihr Heil im Angriff. Die Steinhorster kamen mehrmals über ihren Rechtsaußen gefährlich vor unser Tor. Mitte der ersten Halbzeit konnte "Tschik" von rechts flanken. Ein Steinhorster Abwehrspieler fälschte den Ball so ab, dass der freistehende Scheffi am zweiten Pfosten den Ball einköpfte. Als Eggi wenig später "durchbrach", konnte er nur per Foul durch Festhalten am Trikot gebremst werden. Der Schiri entschied korrekt auf Freistoß, jedoch gab`s für Steinhorst lediglich die gelbe Karte.

Die zweite Halbzeit begannen wir mit Selli für Tschik. Steinhorst musste kurz nach der Halbzeit ihren Rechtsaußen wegen einer Verletzung auswechseln. Unser Gegner versuchte weiterhin mit langen Bällen zum Erfolg zu kommen.

In dieser Phase hatten wir 2, 3 gute Konterchance, die leider nicht konsequent abgeschlossen wurden. Als sich dann Tommi verletzte kam erneut Tschik ins Spiel. Mittlerweile hatte sich Selli auch besser in die Mannschaft gefunden und konnte einige gelungene Aktionen verzeichnen. Wir brachten dann Thomas Riedel wieder auf den Platz. Für ihne verließ Heinzi den Rasen.

Als Thomas beim Konter schneller war als die Gegner, wurde er durch Halten gefoult. Wie in der ersten Hälfte entschied der Schiri auf Freistoß. Diesmal zog er korrekterweise die rote Karte. Den Freistoßkracher von Dirk parierte der Steinhorster Keeper vorzüglich. Bei einem unserer Angriffe konnte sich Tommi auf links durchsetzen. Erst tunnelte er den linken Verteidiger, dann versetzte er den nächsten Gegner per Körpertäuschung, lief paralell zur Torauslinie am Fünfer auf das Tor zu. In der Mitte standen Scheffi, Stegi und Selli und warteten auf das Abspiel. Darauf hat auch der Torhüter vertraut und einen Schritt aus dem Tor gewagt. Dieses war das Zeichen für Thomas und er versenkte die Kugel im kurzen Eck. SuperTor !! Schön 3 Gegner verarscht.

Tommi wurde das Höschen feucht. Unser Torwart Uwe musste sich bei einer Freistoßgranate lang machen und konnte das Leder an die Latte lenken. Im Anschluss kam Selmanns Auftritt. Nachdem er bereits an zwei Gegner vorbei war, hatte er nur noch den riesigen Klotz von letztem Mann vor sich. Dieser Brocken rammte Selli voll um, dass er dachte, er wäre gegen einen Lok geknallt. Regungslos blieb Selman liegen. Für den Abwehrspieler war das Spiel sofort beendet. Unsere Wiederbelebungsversuche hatten Erfolg. Selli kam wieder zu sich. Wieder auf den Beinen schüttelte er sich ein-zwei Mal und weiter ging es. Gegen nunmehr 9 Steinhorster ließen wir den Ball locker laufen. Unglücklicherweise kassierten wir noch kurz vor Schluss einen Gegentreffer, nachdem Tschik im Sechzehner ausgespielt wurde und Uwe bei dem strammen Schuss keine Chance hatte. Alles in allem war es ein sehr interessantes Spiel und wir der glückliche Gewinner.

Freitag, 19. September 2008

NÄCHTLICHE NÄHARBEITEN


Die weltweite Kredit- und Finanzkrise hat auch Auswirkungen auf den europäischen Fußball: vor allem in der englischen Premier League, wo viele Klubs internationale Gönner haben. Ein Bericht aus dem Krisengebiet.

Manchester Uniteds Zeugwart war am Mittwoch sehr erleichtert. Am Morgen vor dem Champions-League-Spiel gegen Villarreal hatte ihn frohe Kunde aus Amerika erreicht: Die amerikanische Notenbank rettet mit einem Darlehen von umgerechnet 60 Milliarden Euro den schwer angeschlagenen Versicherungsriesen AIG. Die New Yorker Firma zahlt jährlich 17,6 Millionen Euro für die Werbung auf dem Trikot des englischen Meisters, und ihr Bankrott hätte unangenehme Folgen gehabt: United hätte alle Merchandising-Produkte aus dem Verkauf nehmen müssen, zudem wäre die Elf in der Champions League wohl mit schwarzen Klebestreifen über dem AIG-Logo aufgelaufen.

Derartige Textilprobleme häufen sich auf der Insel. Die Kreditkrise hat sich hier bereits in eine ausgewachsene Rezession verwandelt, und der von internationalen Investoren und Gönnern kontrollierte englische Fußball bekommt die Konsequenzen deutlich zu spüren. Vor dem Liga-Match gegen West Bromwich am Samstag musste der Zeugwart von West Ham über Nacht das XL-Logo des Sponsors mit Stoffflicken übernähen: Das Touristikunternehmen war kurz zuvor Pleite gegangen. 85 000 in aller Welt gestrandete Flugpassagiere mussten zurück auf die Insel gebracht werden. »Das Timing war unglücklich«, sagte West Hams Finanzdirektor Nick Igoe, »aber wir waren darauf vorbereitet und haben bereits Anfragen von anderen Firmen erhalten.« Jene gut fünf Millionen Euro, die XL Holidays dieses Jahr an den Klub hätte zahlen sollen, würden nicht signifikant zu Buche schlagen: »Wir sind finanziell exzellent aufgestellt.«

Wirtschaftsexperten sind da nicht so sicher, denn die Details des Bankrotts bergen Brisanz. XL gehörte vor der Übernahme durch englische Unternehmer dem isländischen Milliardär Bjorgolfur Gudmundsson. Mit einer Garantie in Höhe von 207 Millionen Euro garantierte eine seiner Firmen den Käufern das Darlehen für die Kaufsumme, und eine von Gudmunssons Sohn geführte Bank unterstützte XL mit einem weiteren Kredit von 45 Millionen Euro. Insgesamt dürften die Gudmundssons 250 Millionen Euro, gut ein Zehntel ihres Vermögens, verloren haben. Keine guten Zahlen, besonders nicht für West Ham: Gudmundsson ist auch der Eigentümer des Klubs.

Schon zuvor waren die Hammers mit einer für englische Verhältnisse knauserige Transferpolitik aufgefallen. Der bei den Fans unbeliebte Trainer Alan Curbishley warf jetzt entnervt hin, und sein Nachfolger, der Italiener Gianfranco Zola, hat wenig Erfahrung und wohl noch weniger Geld für Einkäufe im Winter. Noch dramatischer ist die Lage bei Newcastle United. Der Traditionsklub wird zwischen Dubai und Hongkong allen möglichen Milliardären zum Kauf angeboten, denn Sportartikelhändler Mike Ashley hat sich mit der 167 Millionen Euro-Übernahme vor einem Jahr übernommen und will nach Fan-Protesten schleunigst flüchten. »Ich habe weitere 135 Millionen Euro für die Schuldentilgung aufgebracht, aber der Verein muss noch Transfers aus früheren Jahren abbezahlen", ließ er verlauten, »wenn das so weitergeht, bin ich bald pleite, und Newcastle geht unter.«

Nach dem Rücktritt von Kevin Keegan steht der Klub ohne Trainer da, und wenn es nach ein paar Politikern geht, bald auch ohne Trikotsponsor. Die Hypothekenbank Northern Rock war im Februar der Kreditkrise zum Opfer gefallen und wurde verstaatlicht. Der Sponsorenvertrag über 6,25 Millionen Euro im Jahr behielt jedoch Gültigkeit. Im Prinzip kommt also der britische Steuerzahler für Newcastles Trikotwerbung auf. Und auch die US-Bürger sind nach der Rettung von AIG zu unfreiwilligen Investoren in der Premier League geworden. 80 Prozent des Versicherers gehören nun der Notenbank.

Umgerechnet auf den Sponsorenvertrag mit United subventionieren die USA damit die Gehälter von Cristiano Ronaldo und Wayne Rooney mit über 14 Millionen Euro im Jahr. Dass der FC Liverpool in der Champions League mit blanker Brust auftrat, hat übrigens nichts mit der Wirtschaftskrise zu tun: Werbung für Alkohol ist in Frankreich verboten. Mit einer Brauerei auf dem Trikot müssen sich die Roten aber nicht allzu sehr um die Konjunktur sorgen. Bierkonsum ist auf Insel relativ rezessionsresistent.

ENGLAND LOVES ST. PAULI


Mitten in London wird der deutsche Zweitligist FC St. Pauli angefeuert. Die englischen Fans tragen T-Shirts mit Totenköpfen oder »Millerntor«. Dahinter steckt die Liebe zur Rebellion, zu Celtic Glasgow und zum Punk.

Fußballzeit im Pub. Auf dem Großbildschirm an der Wand läuft ein Spiel. »Come on!« – »For God's Sake!« – »That was awful!«, rufen die Fans an den Tischen. So weit alles wie immer. Doch irgendetwas ist hier anders. Diese Fans tragen verdächtige braune und schwarze T-Shirts mit Totenköpfen oder Che Guevara vorn drauf. Auf einem steht »Millerntor«. Mitten in London wird der FC St. Pauli angefeuert. Auf Englisch. Das Bier und das Essen aber sind deutsch. »New German Bar Snack: 5 Nürnberger Sausages!«, annonciert ein Werbereiter auf dem Tisch. Dieser Londoner Pub ist ein deutscher Pub. Er nennt sich »Zeitgeist«, ein deutsches Wort, das auch im Englischen so benutzt wird. »Blitzkrieg«, »Schadenfreude« oder »Kindergarten« kamen in dem Fall nicht in Frage.

Der Londoner St.-Pauli-Fanklub trifft sich zu allen Spielen des deutschen Zweitligisten im Zeitgeist-Pub im Stadtteil Lambeth südlich der Themse. Gern fahren die Mitglieder – es sind insgesamt zwanzig, drei Viertel davon Briten – auch zu den Heimspielen am Millerntor. »Dass Hamburg eine spannende Stadt ist, hilft natürlich«, sagt Malcolm, einer der Fans, wie viele hier so um die 50 und stilvoll ergraut – Generation Punk. Schade nur, dass die Schiffsverbindung von Harwich nach Hamburg inzwischen eingestellt wurde. Da konnte man schon auf der Überfahrt schön feiern. Aber der Billigflieger tut’s auch.

Pete kommt etwas zu spät und nimmt Platz. Er sieht ein bisschen aus wie Elton John. Vor sich auf den Tisch legt er eine Klarsichthülle, in der ein Computer-Ausdruck mit den Mannschaftsaufstellungen steckt. Die einzelnen Namen hat er mit einem Textmarker hervorgehoben. Ihn irritiert, dass bei St. Pauli die Schriftzüge der Spieler auf den Trikots hinten nicht oben stehen, sondern der Klub. »Ich weiß, wie das Team heißt«, sagt er und lacht. »Ich will aber mitbekommen, wer wann am Ball ist.« Auf dem Rücken unten sind die Namen schwerer zu erkennen. Und Namen wie Rothenbach, Gunesch und Schnitzler sind ja für Engländer auch nicht gerade einprägsam. Warum also ein deutsches Team? Warum St. Pauli?

Dabei geht es nicht nur um Fußball, die Aura des Rebellenklubs zählt, der Punkrock, das Autonome, das St. Pauli verkörpert. »Wenn du links bist und dich für Musik interessierst, dann kommst du automatisch irgendwann auf St. Pauli«, sagt Pete. Und Pete legt Wert auf seine Credibility, seine Glaubwürdigkeit als Punk der ersten Stunde. Gerade erst habe er wieder mit »Attila The Stockbroker« gequatscht, dem Ur-Punk, dem Dichter, dem Sänger, dem Helden der linken Working Class, oder dem, was in Großbritannien davon übrig geblieben ist. Kevin – auf der Insel nennen sich alle beim Vornamen, erst recht beim Fußball – hat eine andere Theorie über die Liebe zum FC St. Pauli: »Es hat mit Celtic zu tun und mit der traditionellen Fanfreundschaft.« Alle Fans des katholisch-irischen Glasgower Vereins FC Celtic seien automatisch auch für St. Pauli. Das ginge gar nicht anders.

Schließlich zögen beide Klubs die Underdogs an und seien strikt anti-establishment. »Du kannst in jeden Celtic-Pub in London gehen. Jeder kennt da St. Pauli. Es kann natürlich auch sein, dass du als bloody German rausgeschmissen wirst.« Kevin, Nachname: O’Keeffe, grinst ironisch-irisch-böse und sieht dabei ein bisschen aus wie Donald Sutherland.

Die anderen Pauli-Fans aus dem Zeitgeist-Pub halten die strikte Gleichung Celtic–Pauli allerdings für ein bisschen gewagt. Jeder hier unterstützt neben St. Pauli noch einen Klub aus der Heimat. »Ich bin Brentford-Fan«, sagt Pete und zeigt sein Tattoo mit dem Logo des viertklassigen West-Londoner Vereins, das er ebenso stolz trägt wie das St.-Pauli-Emblem auf dem anderen Arm. »Die Tattoos muss ich bei meiner Arbeit als Grundschullehrer immer verstecken«, sagt Pete. Und seinen Ohrring nimmt er dann auch raus. Interessiert Pete die Premier League gar nicht, die erfolgreichste Fußball-Liga der Welt? »Nein, zu teuer.« Malcolm ist da schon näher oben dran. Er hält für einen Klub aus der »Championship«, wie sich Englands zweite Liga seit einiger Zeit euphemistisch nennt. »Ich bin für Watford«, sagt Malcolm, der kein bisschen aussieht wie Elton John. Der Klub aus Londons nördlichem Umland, den der Popstar einst mit seinem Geld aufpäppelte und bis in den Uefa-Cup führte, hat eine besondere Beziehung zu St. Paulis Gegner an diesem Abend, dem 1. FC Kaiserslautern.

»Hans-Peter Briegel!«, sagt Malcolm. Der Zehnkämpfer unter den Fußballern habe ihn damals beeindruckt, als der FC Watford 1983 Lautern in der ersten Runde aus dem Uefa-Cup warf. Wie man wohl »Walz aus der Pfalz« ins Englische übersetzt? Vielleicht »Bulldozer from the Pfalz«? Wie auch immer: An diesem Abend sieht es nicht so aus, als könne es der FC St. Pauli dem FC Watford gleichtun. Das Spiel endet 1:4. Bleibt die Hoffnung auf diesen Freitag, wenn St. Pauli gegen Eighteen-Sixty Munich antritt.

Dass nicht alle St.-Pauli-Fans auf der Insel in seine Celtic-Gleichung passen, muss am Ende auch Kevin zugeben. Philip zum Beispiel. Der ist Amerikaner und konnte heute nicht kommen. Wegen der einstündigen Zeitverschiebung gegenüber Deutschland begann das Spiel schon um 17 Uhr britischer Zeit. Da mussten viele St.-Pauli-Fans passen.

Man konnte Philip aber zum Beispiel kürzlich beim Konzert der Berliner Band Boss Hoss in London treffen. Da stand er im Publikum mit seinem Totenkopf-T-Shirt und Schuhen mit dem blau-weiß-roten Muster des Union Jack. »Er hat die Ikonografie nicht verstanden«, sagt Kevin verständnisvoll über seinen amerikanischen Kollegen. Der Union Jack, die Fahne des Vereinigten Königreichs, sei schließlich das Symbol der Glasgow Rangers, des verhassten Celtic-Rivalen. Und die britische Fahne stehe nun einmal für das protestantische, anti-irische Establishment. Doch wie kommt ein Amerikaner überhaupt zum FC St. Pauli? »Durch das Internet«, sagt Philip. Er sei dort immer auf der Suche nach Kuriosem und Authentischem.

Und da sein Vater früher als Soldat in Deutschland stationiert gewesen sei, habe er darüber hinaus noch ein Interesse an Deutschland. »Im Internet habe ich dann zunächst Boss Hoss entdeckt. Eine großartige Band.« Von da aus ist der Weg zum Millerntor nicht weit. Schließlich tragen die Berliner Countrypunker auch gern St.-Pauli-T-Shirts auf der Bühne.

Mittwoch, 17. September 2008

KREISLIGA LÜBECK/LAUENBURG


TuS Lübeck – TSV Berkenthin 5:3 (2:3)

In einem spannenden, torreichen Spiel gingen die Gastgeber als Sieger vom Platz. Die Führung der Gäste war nicht unverdient. Thies Früchting (2) und Oliver Standtke brachten den TSV in Front. Erst nach der Pause kamen die Gastgeber besser ins Spiel, mussten aber bis zur 75. Minute warten, bis Kwiatkowski ausglich. Erst in der Schlussphase machte TuS den Sack zu. Die weiteren TuS-Treffer erzielten nochmals Kwiatkowski (2), Kreft und Ozuna.


SV Steinhorst – TSV Kücknitz 1:2 (0:0)

Nach letzter Woche hatten wir heute wieder ein unangenehmes Spiel, da es wieder gegen einen Gegner ging, der schlecht in die Saison gestartet ist und unten drin steht. Doch auch diesmal konnten wir nicht die nötige Aggressivität und Laufbereitschaft zeigen die gegen JEDEN Gegner in dieser Liga nötig ist.


So entwickelte sich in Hälfte Eins ein eintöniges Spiel, da Steinhorst nur mit langen Bällen agierte, und auch uns in der Offensive nicht viel einfiel. Also ging es torlos in die Pause.

Nach Wiederanpfiff hatten wir Glück als der Gastgeber nur den Pfosten traf. Nach einem langen Einwurf von Danny, fiel der Ball unglücklich auf einem gegnerischen Kopf und von da aus ins Tor, womit wir glücklich in Führung gingen. Statt aber jetzt nachzulegen spielten wir pomadig weiter und das Spiel plätscherte vor sich hin. Nach einem von vielen langen Bällen in unseren Strafraum sah der Schiedsrichter ein Trikothalten von Burow was zu einem Elfmeter führte.

Ob diese Entscheidung korrekt war sei dahingestellt. Der Strafstoss wurde zum Ausgleich verwandelt. Als in der Nachspielzeit alle mit einem Unentschieden rechneten, konnten wir einen der wenig guten Angriffe auch zu Ende spielen, und nach schöner Vorarbeit von Burow, konnte der zur Halbzeit eingewechselte Axel zum sehr umjubelten Siegtreffer einschieben. Auch heute zeigte sich das wir einfach mehr tun müssen, um in dieser Liga zu bestehen und nicht im vorbeigehen mal einen Gegner schlagen können. Dies müssen wir nun in den nächsten Wochen zeigen!


SIG Elmenhorst – Phönix Lübeck 0:3 (0:0)

Die ersten 45 Minuten sind aus Phönix-Sicht nicht erwähnenswert. Wie auch schon die Spiele zuvor, wurden einfach zu viele Torchancen nicht genutzt. Es war zwar nicht einfach gegen Elmenhorst zu spielen, da diese mit neun Mann versuchten, ihr Tor zu schützen, aber dennoch gab es genug Chancen auf Phönix-Seite.

Die mitgereisten Zuschauer hatten schon Angst, dass aus Elmenhorst nur ein Punkt mitgenommen werden kann. In der 48. Spielminute konnten die Phönixer jubeln, allerdings umsonst. Das Schiedsrichtergespann entschied auf ein Abseitstor (?). Erst in der 75. Spielminute fiel das 0:1. A. Cengiz flankte auf T. Rach und der versenkte den Ball im Tor. Ganze vier Minute später konnte T. Rach noch mal abstauben. Zuvor schoss S. Wahab den Ball direkt auf den Keeper, der den Ball nicht halten konnte.

T. Rach stand richtig und kickte den Führungstreffer zum 0:2 ins Tor. Winner des Tages war allerdings S. Grün. Nach so vielen Chancen glückte ihm endlich in der 88. Spielminute das längst verdiente Tor zum Endstand zum 0:3.

Dienstag, 16. September 2008


TSV Schlutup – BSSV 0:3 (0:0)

Im Stadionheft der Gastgeber war der BSSV als das „Maß aller Dinge“ in der diesjährigen Kreisliga betitelt worden, somit wusste man gleich um die Motivation der Gastgeber in diesem Spiel.

Die Büchener wollten Druck aufbauen und den nach schwachem Saisonstart verunsicherten Schlutupern gleich ihr eigenes Spiel aufdrängen. Doch nachdem Bastian Tolle in der 5. Minute einen Freistoß an den Pfosten setzte, dachten wohl alle, dass man das Spiel im Vorbeigehen gewinnen könnte. Es fehlte die Leidenschaft und Laufbereitschaft, um dominieren zu können. Bis zur Halbzeit sprangen so nur noch Chancen nach Standards heraus, wobei Maik Heinrich bei der gefährlichsten Situation auch am Aluminium scheiterte. In der Defensive offenbarte man dagegen einige Schwächen, sodass der Gegner auch zu Toren hätte kommen können. Dem BSSV stand jedoch vorm eigenen Kasten das Glück zur Seite und es ging leistungsgerecht remis in die Pause.

Fünf Minuten nach der Halbzeit ereignete sich dann die wohl spielentscheidende Szene. Matthias Krüger wurde am 16er zu Fall gebracht, sein Gegner wurde mit gelb-rot des Feldes verwiesen und Bastian Tolle versenkte den fälligen Freistoß zum 1:0 im Tor der Lübecker. In den Folgeminuten drängten die Lübecker, doch mitten in dieser Phase traf Malte Hahn aus dem Gewühl heraus zum 2:0. Nun stieg der Frust bei den Gastgebern und nach mehreren unnötigen Undiszipliniertheiten verspielten sie sich selbst ihre Chancen.

Nachdem die Schlutuper Maik Heinrich im Strafraum nur per Foul stoppen konnten verwandelte Bastian Tolle den Strafstoß zum 3:0. In der Folge dezimierten sich die Gastgeber durch eine Tätlichkeit (rote Karte) und ein wiederholtes Foulspiel (gelb-rot) auf 7 Feldspieler und hatten dabei Glück, dass der Schiedsrichter, den man sich nun als Sündenbock auserkoren hatte, nicht einmal alle Nicklig-und Tätlichkeiten sah.

Fazit: Der BSSV zeigte eine schwache Leistung, war jedoch bei Standards gewohnt gefährlich. In der zweiten Halbzeit konnte man am Ende froh sein, dass sich der Gastgeber selbst schwächte und man so einen Sieg einfuhr, der weitaus souveräner klingt als er war.

Aufstellung: N. Bodenbach – H. Nitsch, S. Gleu, P. Lukaszczuk, B. Trilck – M. Hahn, B. Tolle, S. Renfert (ab 55. Min.: Chr. Kokartis), M. Heinrich – M. Krüger, M. Möhrmann (ab 70. Min.: T. Piehl)


Bor. Möhnsen – Lübecker SC 1:2 (0:1)

Es ist der Wurm drin, nach der 1:2 Heimniederlage gegen den Lübecker SC bleiben die Borussen weiterhin sieglos in dieser Saison. Trotz des Fehlens von den Gebrüdern Saleh hatten die Borussen sich viel vorgenommen und gingen auch dementsprechend motiviert ins heutige Heimspiel.

Doch nach 3 Minuten mussten die Burmeister Jungs den ersten Rückschlag verkraften. Nach einer umstrittenen Freistoßentscheidung auf Höhe des 16 Meter Raums gegen die Borussia, ging der LSC mit einem direkt verwandelten Freistoß in Führung. Ein Schock für alle Beteiligten, in der Folgezeit versuchten die Borussen das Heft in die Hand zu nehmen, doch der starke Gegenwind auf dem Kuckucksberg und eine massiv stehende Lübecker Abwehr machten der Borussen Truppe das Leben schwer. Nach knapp 20 Minuten war es Frederik von Elm, der nach einem Freistoß von Christoph Czygan frei zum Kopfball kam und nur knapp scheiterte.

Kurz vor der Pause konnte Abwehrspieler Henning Eggers den Ball aus dem Gewühl heraus nicht im Tor unterbringen. Zwar musste Trainer Burmeister in der Pause verletzungsbedingt Christopher Pagel aus dem Spiel nehmen, doch aufgegeben hatten sich die Jungs noch nicht. In der zweiten Halbzeit sahen die Zuschauer eine engagierte Leistung der Borussen Truppe, der überfällige Ausgleich und damit der erste Saisontreffer fiel dann in der 71. Minute. John Willers sah den mitlaufenden Frederik von Elm, der dann in die lange Ecke einschob. Tja und hätte Markus Buer nur 5 Minuten später seine riesige Chance genutzt, dann wäre er wohl da gewesen, der erste Sieg! Leider scheiterte Markus freistehend vor dem Lübecker Tor, sodass es beim Remis blieb.

Die Gäste, die im gesamten Verlauf der 2.Halbzeit nur noch durch Konter gefährlich waren, wären mit einem Remis wohl zufrieden gewesen. Doch der letzte grobe Abwehrfehler der Möhnsener, der wurde noch mal richtig brutal bestraft. Ein leichtfertiger Ballverlust, eine zu sehr aufgerückte Abwehr, ein schneller Pass und schon lief der LSC Spieler alleine auf das Tor und versenkte diesen kurz vor Schluss. Eine bittere Niederlage, die auf keinen Fall nötig war! Der LSC-Trainer sprach nach dem Spiel von einem sehr, sehr glücklichen Sieg! Was soll´s, es muss weitergehen, die Mannschaft wird in dieser Woche versuchen, das Positive aus diesem Spiel mit ins nächste schwere Auswärtsspiel zu nehmen, wo die Borussen dann beim TSV Travemünde gastieren.

Aufstellung Borussia Möhnsen: Bastian Siemers - Florian Heitmann, Matthis Kock, Henning Eggers - Frederik von Elm, Daniel Schlingelhof (60. Emrah Tastekin), Christopher Pagel (46. Björn Hoffmann), Henoch Förster, Christoph Czygan, Markus Buer - John Willers

VERBANDSLIGA SÜD-OST


Oldenburger SV – Preußen Reinfeld 7:0 (3:0)

Den ersten Heimsieg konnte unsere erste Mannschaft soeben einfahren. Und der fiel mit 7:0 gleich sehr deutlich aus. In der Anfangsphase lief das Spiel noch einigermaßen ausgeglichen. Die ersten beiden Treffer fielen dann dank tatkräftiger Unterstützung der Gäste.

Zunächst köpfte Gästeverteidiger Heidrich nach Flanke von Chrischi Reise fast mustergültig ins eigene Netz (27.). Nur 5 Minuten später kam T. Kutschke im Sechzehner vor Alex Kortz an den Ball und lupfte diesen über den eigenen Keeper zum 2:0. Kurz vor der Halbzeit dann der erste selbst erzielte Treffer. Einen Einwurf von Reise nahm Gütschow auf und flankte mustergültig auf Kortz, der vom langen Pfosten den Ball über den Keeper hinweg einköpfte (44.). So ging es mit einer 3:0-Führung in die Pause.

Danach war von den Reinfeldern kaum noch Gegenwehr da. So erzielte Gütschow leichtfüßig das 4:0 in der 54. Nur 5 Minuten später war es wieder Paddi Gütschow, der die endgültige Entscheidung erzielte. In der 67. Minute köpfte Philip Nielsen das 6:0. 7 Minuten vor Schluss nahm dann Besnik Prvetica in traumhaften Steilpass von Lars Gerkens auf und lupfte diesen sahnemäßig über den herausstürzenden Keeper zum auch in der Höhe verdienten 7:0.


FC Dornbreite - SV Breitenfelde 0:0

Am gestrigen Samstag kam der BSV zum zweiten Mal in Folge nicht über ein 0:0 hinaus. Gegen den FC Dornbreite reichte es erneut trotz mehrerer guter Einschussgelegenheiten wieder nicht zum dreifachen Punktgewinn.

Gegen einen schlagbaren Gegner in einem durchschnittlichen Spiel avancierte der zuletzt kritisierte Daniel Kruse zum besten Mann auf dem Platz. Vom Start weg drückte er mit vielen Einzelaktionen dem Spiel seinen Stempel auf. Nicht von ungefähr kam es, dass die Gastgeber den ersten Spieler, der sich um Kruse kümmern sollte, bereits Mitte der ersten Halbzeit auswechselten. Doch auch den nächsten Spieler ließ er ein ums andere Mal stehen.

Nur am Abschluss haperte es wie so oft. Die Gastgeber ihrerseits agierten oft mit dem gleichen Konzept: Langer Ball auf den kopfballstarken Weiß, der den Ball gut abschirmen konnte und oft gefährlich auf seinen Sturmpartner Mecker ablegte. Gefährlich wurde dann allerdings nur Weiß selber bei zwei Kopfballmöglichkeiten. Die dickste Möglichkeit des ersten Durchgangs hatte aber der schon angesprochene Kruse: Eine Hereingabe von der rechten Seite durch Andreas Kempf erreichte Kruse noch mit einem langen Bei, setzte den Ball jedoch aus 3 Metern über das Tor.

Im zweiten Durchgang warfen beide Teams dann die für den ersten Durchgang ausgegebenen Defensivtaktiken über den Haufen und spielten etwas riskanter. Es entwickelte sich dadurch ein etwas besseres Spiel, in dem vor allen Dingen (auf beiden Seiten) Fehler im Aufbauspiel zu Ballverlusten und Kontergelegenheiten auf beiden Seiten führten. Torgelegenheiten gab es allerdings weniger, da beide Mannschaften im Laufe der zweiten Halbzeit auch etwas müder wurden. Die größten Möglichkeiten auf Seiten des BSV vergaben Kruse und Becker, beim FC Dornbreite scheiterte Weiß mit einem gefährlichen Kopfball kurz vor dem Ende, so dass unter dem Strich ein leistungsgerechtes Unentschieden heraussprang. Neben Daniel Kruse überzeugte lediglich Neuzugang Abu Khartey, der ein ums andere Mal sein Können aufblitzen ließ.


GW Siebenbäumen – TSV Pansdorf 4:1 (0:1)

Das Spiel begann wie erwartet, der Gastgeber übernahm sofort das Kommando und drückte unsere Mannschaft mit gutem Spielaufbau und gekonntem Kurzpassspiel in die eigene Hälfte.

Diese Überlegenheit spiegelte sich auch im Torschussverhältnis wieder, wobei aber letztlich nur zwei Hochkaräter (8./25.) für die Lauenburger raussprangen, die Lars Möller in Klassemanier parieren konnte.

Die beste Gelegenheit hatte aber der TSV (20.), als Dennis Jaacks nach einem Konter über Lars Wulf freistehend vor dem Gästetor auftauchte, den Ball aber nicht sauber traf, so dass noch vor der Torlinie geklärt werden konnte. Der zweiten guten Offensivaktion entsprang dann die glückliche Führung für uns. Nach einer abgewehrten Ecke von Sinisa Galusic kam Dennis Jaacks aus 16 Metern zum Schuss und Lars Wulf konnte den Abpraller gedankenschnell einnetzen (24.).

Der Favorit aus Siebenbäumen erhöhte jetzt das Tempo, unsere Defensive stand aber gut. Mit einer für uns glücklichen Führung ging es in die Pause.
Alle guten Vorsätze wurden dann bereits in der 46. Minute über den Haufen geworfen, als Lars Möller nach einem harmlosen Standard unmotiviert am Ball vorbei flog und dem Gastgeber praktisch den Ausgleich schenkte. Jetzt war mit dem Schlimmsten zu rechnen, aber es trat nicht ein. Unsere Defensivarbeit hatte beim Favoriten deutliche Spuren hinterlassen, die Spritzigkeit des ersten Durchgangs war verflogen, jetzt war es ein offener Schlagabtausch, von viel Einsatz und Emotionen geprägt.

Und wir spielten mutig nach vorne. Nach einer Traumkombination über Jaacks, Galusic und Albrecht kam Felix Wittky auf 7 Metern zum Abschluss, machte es aber zu genau und der Ball klatschte gegen den Pfosten (55.). Nur fünf Minuten später der nächste Aufreger, als Timo Kirstein einen Kopfball freistehend aus fünf Metern über das Tor setzte. Und wie es so ist, lassen sich Topmannschaften dann nicht zweimal bitten. In der 80. Minute verlor Erik Damm den Ball in der Vorwärtsbewegung (einige hatten ein Foul geshen), jetzt ging’s schnell, über zwei Stationen war der Gastgeber vor unserem Tor und Danny Stau einen Tick zu langsam, 2:1.

Jetzt lösten wir komplett auf und hatten in der 85. Minute sogar die Chance zum Ausgleich, als Nils Reimann nach einem Freistoß per Kopf abschließen konnte aber niemand nachsetzte, um den Abpraller zu vollstrecken. Der Rest ist schnell erzählt. Siebenbäumen kam gegen die jetzt völlig entblößte TSV-Abwehr zu zwei weiteren Torerfolgen (87., 90.). Letztlich können wir mit der heutigen Leistung gut leben, haben wir dem Favoriten das Leben doch lange schwer gemacht. Uns fehlte heute einfach das Quäntchen Glück, das wir gegen Mölln und Oldenburg noch hatten.


Eutin 08 – SV Eichede 0:4

Die Erwartungshaltung beim SV Eichede ist groß. Den besten Fußball wollen die Steinburger spielen und am Ende der Saison in der Tabelle der Fußball-Verbandsliga Süd-Ost ganz oben stehen.

Nach der zweiten Niederlage am vergangenen Wochenende gegen GW Siebenbäumen (1:4) drohten die Kicker von Coach „Mecki“ Brunner jedoch im grauen Mittelmaß zu versinken.

Den Sturz ins Niemandsland konnte die Steinburger mit einem 4:0 (0:0)-Sieg bei Aufsteiger Eutin 08 abwenden. Mit zehn Punkten auf dem Konto verbesserten sich die Brunner-Schützlinge auf den vierten Tabellenplatz. „Wir haben von Beginn an Druck gemacht und sind sehr dominant aufgetreten“, attestierte der SVE-Coach seiner Elf eine engagierte Leistung. In der Defensive gingen die Gäste kompromisslos zur Sache und erspielte sich zudem eine ganze Reihe hochkarätiger Chancen. Einziger Wermutstropfen einer einseitig geführten Partie: zur Pause stand sowohl hinten als auch vorne die Null, nachdem Sebastian Barsuhn es (21. und 37.) versäumt hatte, seine Farben in Führung zu schießen.

„Wir haben keine Chancen des Gegners zugelassen, das war in Ordnung. Aber vor dem gegnerischen Tor haben wir die letzte Konsequenz vermissen lassen“, bilanzierte Brunner die ersten 45 Minuten. Die fehlende Entschlossenheit vor dem Eutiner Tor legten die Steinburger nach der Pause endlich ab. Nur Sekunden nach dem Wiederanpfiff gelang Kevin Kranik die Gästeführung. Damit war der Bann gebrochen. „Nach dem 1:0 lief es endlich rund“, freute sich Brunner. Acht Minuten nach seinem ersten Treffer war Kranik erneut zur Stelle und baute die Führung aus.

Zwar mühten sich die Eutiner redlich, den Anschluss herzustellen. Doch den Gastgebern fehlten die Mittel, um die Eicheder in Bedrängnis zu bringen. Immer wieder versuchten es die Ostholsteiner mit langen Bällen in die Spitze. Doch damit war der Steinburger Abwehr nicht beizukommen. Vor allem Jan-Ole Rienhoff sorgte für die nötige Stabilität in der SVE-Hintermannschaft und bekam von seinem Coach „die absolute Lufthoheit“ bescheinigt, nachdem Dennis Wagner (85.) und Torge Maltzahn (87.) den 4:0-Sieg perfekt gemacht hatten.

Eutin 08: Gertenbach – D. Schumacher (65. Saliger), Kessler, Müller – Karadas, Schläftke, Riemann (60. F. Schumacher), Reichenbach (60.Callsen), Savcenko – Bork, Stiblewski.

SV Eichede: Venz – Fürstenberg (80. Schildberg), J.-O. Rienhoff, Buchholz, N. Fischer –Kranik, Maltzahn, Barsuhn, Wasken (66. Fahrenkrog) – Drews (75. Marwege), Wagner.

Tore: 0:1 (46.) Kranik, 0:2 (54.) Kranik, 0:3 (85.)Wagner, 0:4 (87.) Maltzahn.


TSV Bargteheide – Sereetzer SV 1:0

Aber wer fragt heute nach verdient oder unverdient ?! Am Ende zählt leider immer nur das Ergebnis und nicht der Spielverlauf oder die Anzahl der Chancen! Die kompletten 90 oder auch 93 Minuten war der SSV die klar überlegende und auch spielerisch deutlich bessere Mannschaft.

Der Reihe nach: In den ersten 20 Minuten war das Spiel noch relativ ausgeglichen, obwohl auch in dieser Phase die Schwarz-Gelben mehr Spielanteile hatten. In der 21. Minute dann die Entscheidung des Spiels. Boye lief mit seinem Gegenspieler im Strafraum Richtung Toraus, der Bargteheider Stürmer lief Boye in die Hacken und beide gingen zu Boden. Sofort ertönte der Pfiff zum Elfmeter.

Mehrere Sereetzer Spieler wollten eine Antwort auf diese klare Fehlentscheidung, doch der 18-jährige Schiri-Jüngling kam mächtig ins Stottern und verwährte somit eine klare Aussage. Der Elfmeter wurde sicher zum 1:0 verwandelt und Bargteheide beschränkte sich nur noch auf Ihre Abwehrarbeit.

Und munter weiter ging es in den ersten 45 Minuten mit krassen Fehlentscheidungen, leider alle gegen unseren SSV. Einfach unglaublich! Sogar der Name Robert Hoyzer (das war der mit den geschenkten Flachbildfernsehern) machte in Bargteheide die Runde. Allein diese Tatsache sollte dem völlig überforderten Schiedsrichtergespann zu denken geben! Die klarste Möglichkeit in Halbzeit Eins auf Sereetzer Seite hatte Wenchel mit einem Kopfball nach schöner Flanke von Bätge. Doch dieser ging leider weit neben das Tor.

Nach dem Motto "Jetzt erst recht", begann der SSV die zweiten 45 Minuten. Schon kurz nach Wiederanpfiff hatte erneut Wenchel den Ausgleich auf dem Fuß, doch der Torwart hielt glänzend. Und weiter ging es in Richtung Bargteheider Tor, welches förmlich belagert wurde. Mehrere gute Chancen durch Bätge, Wenchel und Schlichting wurden (teilweise kläglich) vergeben. Chancen auf Bargteheider Seite suchte man vergebens. Man erspielte sich als Heimmannschaft in den gesamten 90 Minuten nicht eine einzige (!) Torchance !

Umso bitterer dann das Endergebnis für den SSV. Mit gesenkten Köpfen lagen die Sereetzer Spieler nach Schlusspfiff auf den Boden und waren untröstlich. Wenn man sich auf Seiten des SSV heute was vorzuwerfen hat, dann sind es die zum Teil schlecht ausgeführten Standards sowie die mangelnde Chancenauswertung.

Dennoch, Köpfe hoch, denn schon am kommenden Samstag kommt mit Oldesloe einer der Staffelfavoriten nach Sereetz. Sollten unsere Jungs in allen Bereichen an das Bargteheidespiel anknüpfen, hat man nach Anpfiff wieder Grund zum Jubeln.


VfL Oldesloe – AKM Lübeck 2:1 (1:0)

Der VfL Oldesloe bleibt auch im 6. Spiel in der Verbandsliga ungeschlagen. Nach dem 2:1 Erfolg am Freitagabend gegen AKM Lübeck liegt die Mannschaft mit 16 Punkten nur aufgrund der schlechteren Tordifferenz hinter dem Tabellenführer GW Siebenbäumen auf Platz Zwei.

Christian Koch hatte in der 23. Minute die Halbzeitführung herausgeschossen. Nach der Pause erhöhte Philipp Baasch (57. Minute) sogar auf 2:0. Als 11 Minuten später die gesamte VfL Defensive nicht im Bilde war, gelang AKM durch Hakan Ergel der Anschlusstreffer. Da in der Folgezeit der VfL trotz einiger guter Chancen kein Tor mehr erzielte und auch AKM Lübeck kaum noch zu zwingenden Torchancen kam, blieb es beim knappen, aber verdienten Heimsieg.


TSV Gudow – Eintr. Groß Grönau 3:1 (0:1)

Jubel am Segrahner Berg, endlich konnten die ersten Punkte eingefahren werden. Zum Anpfiff musste Coach Holger Bieber auf Stürmer Janne Zunker verzichten, so streifte sich der Trainer selbst ein Trikot über. Diese Maßnahme sollte sich später noch als Volltreffer erweisen.

Die Gäste hatten den besseren Start, waren in der ersten Halbzeit tonangebend. Die Führung durch Alexander Bitz (21.) war die logische Konsequenz. Gudows Keeper Michael Musahl war es zu verdanken, dass der Gastgeber nicht höher zurück lag. Auch nach dem Wechsel hatte die Eintracht die Partie im Griff, Felix Lau vergab die Chance auf das 2:0. Als sich dann Holger Bieber in der 70. Minute selber einwechselte und Eintracht-Spieler Valentin Hahn (71. gelb/rot) vorzeitig zum Duschen musste, verloren die Gäste komplett die Ordnung.

Auf einmal war die Heimelf wie ausgewechselt und glich prompt durch Dennis Lange (72.) durch Vorarbeit von Bieber aus. In der letzten Viertelstunde wurde Lange dann zum Matchwinner. Mit seinen weiteren zwei Treffern (77., 88.) drehte er im Alleingang mit einem lupenreinen Hattrick die Partie und versetzte den Gästen die vierte Pleite in Serie. „Da führt man, doch in den letzten zwanzig Minuten machen wir uns wieder alles kaputt“, resümierte ein sichtlich enttäuschter Grönau-Trainer Eisenberg.

Gudow: Musahl – Rost, Ehrhardt, Behrendt, Biallas (70. Bieber) – Schütt, Lange, Lindner, Behnk (46. Borowski) – Niemann, Reher (46. Sierck)

Grönau: Ahrens – Möller, Braun, Hahn, Goldbach – Siggelkow, Lau, Kloock (83. Simonsen), Hartleben – Bitz (41. Moldenhauer), Paulick (75. Werner)


Möllner SV – RW Moisling 3:0 (1:0)

Am Waldsportplatz gab es einen verdienten Heimsieg der Möllner. Die Platzherren boten im ersten Durchgang eine gute Partie, erarbeiteten sich eine Menge Offensivaktionen. Dadurch war die frühe Pausenführung durch Sven Knuth (12.) verdient.


Nach dem Wechsel entwickelte sich eine abwechslungsreiche Begegnung. Mario Montevirgin (55.) baute die MSV-Führung aus, jedoch brachte dieser Umstand nicht die nötige Sicherheit ins Spiel der Gastgeber. Die Rot-Weißen konnten daraus aber kein Kapital schlagen. So wurden sie mit dem Abpfiff noch einmal ausgekontert, Sleimen El Sabe traf zum Endstand. „Wir sind zufrieden mit dem Spiel und natürlich mit dem Ergebnis. Nur nach dem 2:0 hatten wir unverständlicher Weise einige Probleme“, meinte Co-Trainer Marco Glas nach dem Spiel. Damit sind die Eulenspiegelstädter zum vierten Mal in Serie (2 Siege) ungeschlagen.

Mölln: Ruhr – J. Jahnke, Reher, Gräfe, Gramkau – S. El Sabe, Montevirgin (60. Wolowik), Piesker (60. Stange), O. El Sabe – Knuth, Brodersen (75. N. Jahnke)

RWM: Boroch – Schneider (70. Kohlmann), Haye, Schütte, M. Bornemann, H. Azzez, Jarkubiak (81. Z. Azzed), Dogan, Tamm, Bankiewicz, J. Bornemann (81. Noll)

KREISKLASSE A - HERZOGTUM LAUENBURG


TSV Gudow II – GW Siebenbäumen II 0:2 (0:1)

Siebenbäumen war über die gesamte Spielzeit das bessere Team und entführte völlig verdient drei Punkte aus Gudow. Der TSV Gudow ging beherzt in die Zweikämpfe und versuchte so ins Spiel zu kommen. Davon ließen sich die Grün Weißen aber nicht beirren und spielten souverän ihr Spiel runter.

Der Ball lief gut durch die eigenen Reihen aber die letzte Durchschlagskraft fehlte anfangs noch. In der 45. Minute war es aber endlich soweit, nach einem Freistoß von der rechten Seite von E. Athes stieg M. Jäck am höchsten und köpfte unhaltbar zum 1:0 ein.

Das war auch der Halbzeitstand. Trainer Marco Kalcher musste in der Pause endlich mal nicht groß eingreifen, er war zufrieden mit dem was seine Jungs zeigten. Schon kurz nach der Pause konnte Siebenbäumen auf 2:0 erhöhen, in der 50 Minute war es M. Schönborn, der nach einer guten Flanke von E. Ates das Tor erzielte. In der 75. Minute dann noch mal Aufregung, nach einem versuchten Torschuss der Gudower fiel der Ball A. Stock unglücklich und ohne Absicht an die Hand und der Schiedsrichter entschied auf Strafstoss. Es blieb aber bei der 2:0 Führung, weil S. Singh in die linke Ecke abtauchte und den Elfmeter parierte.


SV Linau – SSV Güster 2:7 (0:2)

Am 5.Spieltag (für Güster erst der 4.) ging es für den SSV nach Linau. Auf dem Papier eine klare Sache, da Güster bisher jedes Spiel gewonnen hatte, während der Linauer SV erst einen Punkt gewinnen konnte. Allerdings verlief das Spiel zunächst nicht ganz nach Wunsch.


In der ersten Halbzeit agierte die Mannschaft vor allem mit Flanken aus dem Halbfeld, die wenig Gefahr ausstrahlten. Trotzdem gelang bereits in der 5. Minute der schnelle Führungstreffer durch Mirco Schiersch. Dieses Tor kann aber als Zufallsprodukt bezeichnet werden. Schiersch hatte eigentlich vor, einen hohen Ball ins Sturmzentrum zu schlagen, was jedoch misslang, sodass der Ball stattdessen über den Torwart, der den Schuss falsch eingeschätzt hatte, hinweg ins Tor flog. Der Abwehrspieler selbst sagte dazu: "Ich wollte in den Strafraum flanken, hab dann aber gesehen dass der Keeper zu weit vor seinem Tor stand und hab dann noch schnell mein Fußgelenk umgestellt und den Ball versenkt."

Der Torschütze musste eine Viertelstunde später verletzt ausgewechselt werden, für ihn kam Felix von Warburg. Trotz des schnellen Treffers entwickelte sich aber kein schönes Fußballspiel des SSV. Es blieb bei vielen Flanken aus dem Halbfeld und Standardsituationen. Allerdings, sobald einmal schnell und zielstrebig gespielt wurde, konnten sich die Güsteraner einige gute Chancen erarbeiten. Wie gegen Mustin, vergab die Mannschaft diese aber teilweise fahrlässig. Es dauerte also bis zur 38.Minute ehe André Kossowski nach einer Ecke von Henning Hausschild auf 2:0 erhöhen konnte.

Mit demselben Ergebnis ging es zur Halbzeit in die Kabine, wobei es auch 4:0 oder 5:0 hätte stehen können. Die Defensive des SSV stand aber nicht so sicher wie gewohnt und es kam zu einigen Abstimmungsfehlern, aus denen der LSV kein Kapital schlagen konnte.
Die zweite Halbzeit begann mit einem Paukenschlag. In der 46. Minute gab es aus aussichtsreicher Position Freistoß für Linau. Entgegen aller Warnungen von Trainer Strube stellte sich niemand vor den Ball, sodass Torwart Felix Moritz beim Stellen seiner Mauer von der schnellen Ausführung des Freistoßes überrascht wurde und den Ball nicht mehr entscheidend daran hindern konnte, im rechten oberen Torwinkel einzuschlagen.

Es war der erste Saisongegentreffer nach 315 Minuten. Güster ließ sich davon allerdings nicht beeindrucken und antwortete schon 7 Minuten später durch Sören Jessen, der nach Pass von Martin Edler mit einem Rechtsschuss den alten Abstand wieder herstellte. Nun wurde es der Strube-Elf etwas leichter gemacht und die Mannschaft schoss auch die fälligen Tore. Nach einer Ecke in der 60. Minute war es Julius Berghof, der nach Vorlage von André Kossowski das 4:1 erzielte. Bereits fünf Minuten später war es erneut Kossowski, der mit seinem zweiten Treffer des Tages eine schöne Flanke von Edler verwertete und das 5:1 markierte.

Danach dauerte es bis zur 80.Minute ehe ein weiterer Treffer fiel. Das 6:1 gelang wiederum Jessen mit einem Kopfball nach Ecke von Henning Hauschild. Eine Minute vor Schluss komplettierte dann auch Toptorjäger Berghof seinen Doppelpack, nachdem er einem Linauer Abwehrspieler im Strafraum den Ball abgenommen und diesen am heute gut aufgelegten Torwart vorbei zum 7:1 in den rechten Winkel schoss. In der letzten Minute erhielt das Ergebnis aus Güsteraner Sicht mit dem 7:2 aus stark abseitsverdächtiger Position einen weiteren Schönheitsfehler. Dem Schiedsrichter kann man aber keinen Vorwurf machen, da Abseitspositionen aus der großen Entfernung und ohne Linienrichter schwer zu beurteilen sind.

Insgesamt lieferte er auch eine souveräne Vorstellung mit zwei, drei kleinen Unsicherheiten. Abschließend lässt sich das Spiel des SSV Güster am heutigen Tag als durchschnittlich bezeichnen, allerdings war auch nicht viel mehr nötig um die Begegnung zu kontrollieren und klar zu gewinnen. Stürmer Berghof bezeichnete die Leistung als "Turnierpferdmentalität" ("Ein Turnierpferd springt nur so hoch wie es muss"). Nun bleibt nur noch zu hoffen, dass das Güsteraner Turnierpferd auch gegen Ratzeburg hoch genug springt.

Das Aufgebot des SSV Güster: 1 Felix Moritz - 3 Mirco Schiersch, 4 Martin Edler, 11 Alexander Warremann - 2 Henning Hauschild - 6 Thomas Kahl, 7 Norman Burmester (C), 8 Christian Lüdtke, 14 Sören Jessen - 9 André Kossowski, 10 Julius Berghof
5 Björn Gödeke (ab 70.), 12 Kevin Wehrenberg (ab 53.), 13 Leif Lewinski (ab 62.), 14 Felix von Warburg (ab 20.)