FOOTBALL`S COMING HOME... UNSER GELIEBTER FUßBALL AUS DEN UNTEREN LIGEN


Berichte über unseren geliebten Amateur-Fußball aus dem Herzogtum Lauenburg, der Hansestadt Lübeck und der Verbandsliga Süd-Ost... und natürlich aus dem Mutterland des Fußballs...

Sonntag, 8. März 2009


Oldenburger SV – TSV Lensahn 1-0

Nach den Derby-Niederlagen gegen Pansdorf, Eutin und Lensahn konnte unsere erste Mannschaft durch einen Hasler-Treffer einen enorm wichtigen 1:0-Erfolg gegen den TSV Lensahn feiern.

In einem kampfbetonten Spiel legte Lensahn zunächst los wie die Feuerwehr. Dabei war zu merken, dass die Lensahner bereits am vergangenen Wochenende in den Punktspielbetrieb zurückgekehrt waren. Unserer Elf merkte man die fehlende Spielpraxis noch an. Doch nach einer Viertelstunde fand unsere Mannschaft besser ins Spiel und ließ nicht mehr viel zu. Zwar erspielte man sich vorne auch nicht die ganz großen Chancen, erarbeitete sich aber doch eine Feldüberlegenheit.

Kurz nach der Halbzeit stand die Partie dann kurz vor dem Abbruch, als Emmrich nach einem Kopfballduell zu Boden ging und mit einer Gehirnerschütterung ins Krankenhaus musste. Doch schon am Abend war er auf dem Weg der Besserung und konnte am Sonntagnachmittag wieder nach Hause. Nach diesem Schock stand unsere Mannschaft zunächst unter selbigem, legte dies aber dann wieder ab und konnte nach einer Reise-Ecke durch Hasler den umjubelten Siegtreffer vor über 200 Zuschauern erzielen.


FC Dornbreite - SV Eichede 1-1 (1-0)


In einem spannenden Spiel mit drei Platzverweisen kamen die Zuschauer voll und ganz auf ihre Kosten. Der Tabellenführer hatte mehr Spielanteile, der FCD zeigte aber großen Einsatzwillen und hielt immer dagegen. So war die Pausenführung nicht unverdient, nach einem Freistoss von Torsten Asmussen (18.) vollendete Sascha Hagen per Kopf.


Nach dem Wechsel gelang Kevin Kranik (56.) schnell der Ausgleich. In der folgenden Rangelei musste der Torschütze dann wegen einer Tätlichkeit vorzeitig zum Duschen. In der Folgezeit fand der SVE in Keeper Jan Pekrun immer seinen Meister, der Gastgeber blieb durch Konter ebenfalls stets gefährlich. Jascha Strehlau (75.) und Naim Osmani (84.) folgten Kranik dann ebenfalls in die Kabine, beide sahen wegen wiederholten Foulspiels die Gelb/Rote Karte. „Ich bin sehr zufrieden mit meinem Team. Die Einstellung und der Kampf war spitze, den Punkt haben wir uns redlich verdient“, bilanzierte FCD-Trainer Gero Maaß nach dem Spiel.



FCD: Pekrun – Asmussen, Eker, Hagelstein (80. Brückner), Jasek, Hagen, Lüthje, A. Malla, Mecker, Sare (90. Lamb), Strehlau


SVE: Lindtner – Fischer, Marwege, Jakob Rienhoff, Barsuhn, Buchholz, Kranik, Maltzahn, Osmani, Schildberg (71. Fahrenkrug), Wagner


VfL Oldesloe – Sereetzer SV 0-3 (0-1)


Erste Pleite für den VfL nach sieben Siegen in Serie. Der VfL agierte über die gesamte Spielzeit viel zu passiv, hatte durch Ibrahimi erst knapp zehn Minuten vor Schluss mit einem Pfostenschuss die größte Chance. Die erste Halbzeit war geprägt von zahlreichen Mittelfeldaktionen, mit der ersten Möglichkeit erzielte Hasko Behrens (44.) die knappe Pausenführung.


Nach der Pause spielte der SSV diszipliniert weiter und in der Abwehr sicher. Christopher Strunck (80.) stellte die Weichen mit einem perfekt abgeschlossenen Konter auf Sieg, Sebastian Wenchel hatte vorbereitet. Florian Gehrmann (89.) vollendete zum Endstand. Überschattet wurde die Partie von der schweren Verletzung von VfL-Stürmer Dennis Schönfeldt, der mit Verdacht auf Kreuzbandriss ins Krankenhaus kam.


Oldesloe: Brinkmann – R. Arndt, Fischer, Koch (80. M. Kuhlke) – P. Schönfeld, Grundt, Jobmann, Lefler, Wetendorf (46. Ibrahimi) – P. Baasch, D. Schönfeld (80. Olufs)


SSV: Müller – Aktürk, Behnke, Ahrens – Ullrich, Baetge (75. Jahrling), Jobst, Nowitzki (75. Müller), Strunck – Behrens, Wenchel (85. Gehrmann)


ATSV Stockelsdorf – AKM Lübeck 0-2 (0-0)



In einem äußerst schwachen Spiel mit wenigen Torchancen entführen die Gäste drei wichtige Punkte gegen den Abstieg. Über 90 Minuten boten beide Teams kein Verbandsliga-Niveau, am Ende war AKM einfach abgebrühter. Samyan Malla (55.) traf nach torloser erster Halbzeit zur Führung, ein äußerst zweifelhafter Elfmeter (88.) verwandelte der kurz zuvor eingewechselte Hakan Ergel zur endgültigen Entscheidung. Die strittige Elfmeterentscheidung brachte Christian Lorentzen dann noch die Rote Karte ein. „In diesem wichtigen Spiel waren wir heute einfach nicht in der Lage, das Spiel positiver zu gestalten. Das war heute gar nichts, ein herber Rückschlag“, war ATSV-Manager Markus Höppner maßlos enttäuscht.


ATSV: Buschmann – Lorentzen, Rohkohl (46. Kuhlmann), Kummerow (50. Voß), Fialkowski – Rohloff, P. Möller, Wohlfahrt, Nic. Schulz (68. Phemer) – Akar, Pöpping


AKM: Ciesler – Ci. Kara, Sagwan, Ce. Kara, Kohlmann (82. Zehir) – Eren, Erenkaya, Berisha, Moray (80. Ergel) – Malla (70. Sayilgan), Alioglu


GW Siebenbäumen – Preußen Reinfeld 2-0 (0-0)



Spät, aber hoch verdient kamen die Grün-Weißen zum fünften Heimsieg in Serie. Im ersten Durchgang war die Partie noch recht ausgeglichen, nach dem Wechsel spielte aber nur noch der Gastgeber. Mit einem wahren Sturmlauf gegen jetzt komplett defensiv eingestellte Gäste, denen nicht ein einziger Torschuss gelang, wollte die Salomon-Elf endlich die Entscheidung. Vier Minuten vor Ende wurden sie endlich belohnt, Riza Karadas erzielte das lang ersehnte Tor. In der Nachspielzeit (90+2) traf Muersat Morena zum Endstand. Zwei Minuten zuvor ballerte Ove Schulz einen Elfmeter über das Tor.


GWS: Harder – Starke, Goebel, Vahl, Bremer - Putzier (57. Ali), Jäkel (70. Mayungululu), Borja (57. Steinfeld), Schulz – Morina, Karadas


Preußen: Rönnfeld – M. Beeck, T. Beeck, To. Kutschke, Heinemann, Müggenburg (70. Rosin), Döhring, Mastrini, A. Kutschke, Sindi, Zeka



Freitag, 6. März 2009

Leeds-Legende Eric Cantona


Ohh! Ahh! Cantona...!

Noch heute rätseln England im Allgemeinen und Leeds im Besonderen über Eric Cantona. War dieser Mann ein Choleriker, ein Ekelpaket, ein Borderliner? Ein Anführer, ein Genie, der König des Fußballs? Oder alles zugleich?

Er trug das Trikot mit der 7, der Nummer der Irren. Und als wäre das nicht Signal und Stigma genug gewesen, klappte er auch noch den Kragen hoch. Und dann dieser abschätzige Blick auf den Gegenspieler, dieser gockelhafte Gang! Für wen hielt sich dieser Mann eigentlich? Ganz einfach für den Größten. Und seine Bewunderer sagen: Er hatte Recht. Sie nennen ihn »Le Roi«, den König.

Sieht man Eric Cantona heute, etwa ein Jahrzehnt nach dem Ende seiner aktiven Laufbahn, mit langem Haar, Vollbart und dem Ansatz einer Wampe, fällt in seiner Erscheinung so ziemlich alles zusammen, was man dekadent nennen kann. Ja, er ist immer noch ein König, ein Südseekönig allerdings. Aber auch einen guten Schriftsteller würde er abgeben - sagte er doch selbst einmal, er sei ein Poet, ein Künstler, ja: ein Philosoph.


Dieser »Philosoph« sah noch aus wie ein Philosophiestudent, als er im August 1987 das Tor bei der 1:2-Niederlage gegen Deutschland schoss. Wenig später führte er die U21 zum Europameistertitel. Ein junger Killer war er, der mit kaum mehr als dem, was nötig war, killte. Er trat aus vollem Lauf auf den Ball, und während die Verteidiger staunend hinfielen, schoss er ihn ins Tor, dass er das Netz zerriss. Noch stand Cantona beim AJ Auxerre unter Vertrag, schon ein Jahr später wechselte er zu Olympique Marseille, dem Lieblingsverein seiner Jugend. Obwohl er traf wie am Fließband und französischer Meister wurde, war diese Zeit dort keine segensreiche. Schon in dieser Frühphase seiner Laufbahn offenbarte sich nämlich Cantonas unzähmbarer Jähzorn: Bei einem Freundschaftsspiel gegen Torpedo Moskau schmetterte er sein Trikot zu Boden. Die Funktionäre sahen die Vereinsehre beschmutzt, und kurzerhand entließen sie ihn.

Auch der französische Nationaltrainer Henri Michel schmiss ihn hinaus. Cantona hatte ihn so wüst beleidigt, dass sogar die Marseiller Vorstädte erröteten. Einzig in Montpellier glaubte man noch an ihn und war bereit, über seine Wutausbrüche hinwegzusehen. Zum Dank schenkte er dem Verein den französischen Pokal. Auch Michel Platini sah, dass Eric Cantona ein genialer Spieler war. Er war ja selbst einer gewesen und holte ihn in die Nationalmannschaft zurück. Für Cantona kein Grund zur Demut: Er prügelte sich in der Kabine mit einem Mannschaftskameraden, der ihm blöd kommen wollte, und wurde erneut gesperrt. Wenn aber der Ball in der Nähe war, killte der junge Killer derart konsequent, dass Marseille ihn zurückholte. Dort wurde er Meister und Pokalsieger, musste sich aber nach einer schweren Knieverletzung hinter dem Altmeister Klaus Allofs anstellen. Das hielt er nicht aus und ging zum Ligarivalen Olympique Nimes. Alsbald folgte der nächste Ausraster: Er warf einem Schiedsrichter den Ball ins Gesicht und wurde für einen Monat suspendiert.



Zuviel für ihn: Er bezeichnete die Sportrichter als »Idioten«. Als man die Strafe daraufhin verdoppelte, erklärte er seinen Rücktritt vom aktiven Fußball - mit nur 25 Jahren. Oft, zu oft hat Eric Cantona in seiner Karriere die Contenance verloren. Oder hatte er sie niemals besessen? Hätte er damals die Brocken tatsächlich hingeschmissen, man die Franzosen würden sich wohl an ihn erinnern, wie wir uns hierzulande an Wolfram Wuttke, an Andreas Sassen vielleicht oder an Jan Simak - Spieler allesamt mit riesigem Potenzial, die aber abseits des Platzes solche Schwierigkeiten hatten, dass sie uns nicht als Champions im Gedächtnis bleiben, sondern als Gescheiterte. Es ist wiederum Michel Platini zu verdanken, Cantonas großem Förderer, dass es dazu nicht kam. Er überredete ihn weiterzumachen und fädelte einen Wechsel nach England zu Leeds United ein.

Und dort begann jenes zweite Kapitel, an dessen Ende Cantona eben nicht in der endlosen Liste der Abgebrochenen stand. Vielmehr stieg er auf zu den genialen Grenzgängern des Spiels, zu Garrincha, Best und Maradona. In Leeds - in einer Mannschaft mit den schottischen Veteranen Gordon Strachan und Gary McAllister - wurde aus ihm, den bislang nur das Killen interessiert hatte, ein Führungsspieler. Doch er führte seine Mannschaften nicht zu irgendwelchen Siegen in irgendwelchen Spielen, die bald wieder vergessen sein würden. Er machte aus ihnen auch keine einträchtige, integere Gemeinschaft. Cantona führte sie in den Wahnsinn, in die Brillanz und über sich hinaus. 1992 errang er mit Leeds die englische Meisterschaft.



Und als er im Endspiel um das »Charity Shield« den FC Liverpool mit hochgeklapptem Kragen und einem Hattrick zur Strecke brachte, begannen die Fans an der Elland Road, jenen Schlachtruf anzustimmen, der all das Entzücken ballte: »Ooh! Aah! Cantona!« In der nächsten Saison besang man ihn schon im Old Trafford. Auf Anhieb gewann Eric Cantona auch mit Manchester United die Meisterschaft und war damit der erste Spieler in der Geschichte des englischen Fußballs, dem dies in zwei aufeinander folgenden Spielzeiten mit verschiedenen Teams gelungen war. Da es überdies der erste Triumph für ManU seit 26 Jahren war, hoben die Fans ihn auf den Sockel, der seit dem Abtritt von George Best verwaist gewesen war. Oder sprang Cantona von selbst hinauf? Er klappte den Kragen hoch, und es war ihm ein Leichtes, die neue Integrationsfigur zu sein. Der junge Roy Keane wuchs an ihm, und es nimmt nicht Wunder, dass auch er ein Spieler wurde, den man nur lieben oder hassen kann. Zusammen errangen sie auch 1994 die Meisterschaft. Cantona schoss 18 Tore in dieser Saison, und beim 4:0-Sieg über den FC Chelsea im FA-Cup-Finale hämmerte er zwei Elfmeter mit einer derartigen Kaltblütigkeit in die Maschen, dass Gegner wie Mannschaftskameraden in Ehrfurcht erstarrten. Alle zusammen wählten sie ihn zum Spieler des Jahres.

Doch auch in Manchester schlug er über die Stränge: Bei einem Auswärtsspiel bei seinem Ex-Club Leeds bespuckte er einen Fan, in Istanbul schnitt er erst dem Unparteiischen die Ehre ab und prügelte sich dann mit der türkischen Polizei. Als er im letzten Qualifikationsspiel zur WM 1994 mit der französischen Nationalmannschaft daheim in Paris mit 2:3 verlor und ausschied, versetzte er in den Katakomben einem Journalisten, der ihn nach seine Gefühlen gefragt hatte, einen solchen Schwinger, dass dieser K.o. ging. Es wird erzählt, dass er sogar seinem Mannschaftskollegen David Ginola zu Leibe rückte, dem er die Schuld am entscheidenden Gegentor gab. Vielleicht hatte er geahnt, dass es seine letzte Chance gewesen war, an einem großen Turnier teilzunehmen. Seinen 43 Länderspielen folgte kein weiteres. Beim Triumph der Equipe Tricolore um seinen Antipoden Zinedine Zidane 1998 war der König nur noch Zuschauer. In Anbetracht der Genialität und des Wahnsinns, des Erfolgs und der Tragik dieses zornigen Mannes schien seine Geschichte kaum noch steigerbar zu sein.



Doch dann kam der 25. Januar 1995. In einem Ligaspiel gegen Crystal Pallace wurde Cantona wieder einmal des Feldes verwiesen. Zu wenig Genugtuung für den Hooligan Matthew Simmons: Als Cantona vom Feld ging, beschimpfte er ihn auf das Übelste. Dieser identifizierte den Schreihals in der Menge, rannte mit einem Mal los, sprang kurz vor der Werbebande ab und streckte Simmons mit einem nie dagewesenen Kung-Fu-Tritt nieder. Alle, die das gesehen hatten, waren fassungslos, in England, in ganz Europa und weltweit. Die FA und die FIFA statuierten ein Exempel und sperrten Cantona für acht Monate. Nur knapp entging er einer Gefängnisstrafe.

Doch schon im März verlängerte die Vereinsführung, die befürchtete, ohne ihn aufgeschmissen zu sein, seinen Vertrag um drei Jahre. Als er am 1. Oktober ins Team zurückkehrte, schoss er prompt ein Tor und führte ManU in der Folgezeit zum dritten Meistertitel in vier Jahren. Als der gute alte Steve Bruce seine Karriere beendet hatte, wurde Cantona sogar Kapitän seiner Mannschaft. Vielleicht war die Binde am Arm der Grund dafür, dass die Saison 1996/97 die ruhigste in Cantonas Karriere war. Vielleicht war es auch das Vorgefühl des Endes: Nur eine Woche nach dem vierten Meistertitel unter seiner Führung erklärte er vollkommen unerwartet seinen Rücktritt.


Er hatte Manchester United nach vielen Jahren des freudlosen Dahindümpelns zu einer Spitzenmannschaft geformt. Und nicht David Beckham, Roy Keane oder Paul Scholes, die Championsleague-Sieger von 1999, auch nicht George Best, seinen großen Vorgänger, wählten die Fans zum größten ManU-Spieler aller Zeiten. Nein, Cantona wählten sie, ihren König mit dem hochgeklappten Kragen. In den Jahren danach entdeckte Eric Cantona seine Leidenschaft für den Beachsoccer. Er trug maßgeblich zum Aufbau einer professionellen Struktur in Frankreich bei, und 2005 gewann er, dessen Nationalmannschaftskarriere so unrühmlich verlaufen war, als Spielertrainer die Weltmeisterschaft. Mit dem Pokal in der Hand und den Füßen im Sand sprach der Südseekönig: »Die Ersten sind immer die Ersten. Das ist sehr wichtig für mich.« - und grinste.

Erfolge:

U21 Europameister (1988), französischer Meister mit Oly. Marseille (1989,1991), französischer Pokalsieger mit Marseille (1989) und HSC Montpellier (1990), englischer Meister mit Leeds United (1992) und Manchester United (1993, 1994, 1996, 1997), englischer Pokalsieger mit Manchester United (1994, 1996)

Donnerstag, 5. März 2009

Drama auf dem Fußballplatz: 15-Jähriger tot


Junge blieb nach einem Zusammenprall auf dem Platz liegen

Es ist die 22. Minute im Spiel zweier Jugendmannschaften. Die Zweite C des HSV trifft am vergangenen Sonnabend auf die Erste C der Eintracht Norderstedt. Es ist 12.52 Uhr, als auf dem Nebenplatz der Paul-Hauenschild-Sportanlage an der Ulzburger Straße in Norderstedt zwei Spieler im Kampf um den Ball aufeinanderprallen. „Ein Zusammenstoß, wie er so ähnlich 50-mal an einem normalen Spieltag der C-Jugend auf den Fußballplätzen vorkommt“, sagt Eddy Münch, Vizepräsident der Eintracht. Doch dieses Mal ist es der eine furchtbare unter den Millionen harmlosen Fällen, sagt Münch.

Einer der beiden Spieler, der 15-jährige Ali von Eintracht Norderstedt, steht nicht mehr auf. Schon auf dem Platz wird klar: Er ist sehr schwer verletzt, ein Schädel-Hirn-Trauma, es besteht Lebensgefahr. Die Kinder auf dem Platz, die Zuschauer an der Seitenlinie sind geschockt. Ein Notarztteam und ein Rettungswagen des Norderstedter Rettungsdienstes KBA sind sofort zur Stelle. Der Rettungshubschrauber „Christoph 42“ aus Rendsburg landet mit einem weiteren Notarzt an Bord nahe dem Fußballplatz. Die Einsatzkräfte versorgen den Jungen, ehe er ins UKE gefahren wird. Dort kämpft Ali zwei Tage um sein Leben. Am Montag stirbt er an den Folgen seiner Kopfverletzung.

Die Nachricht vom Tod des Nachwuchsspielers sorgt für Fassungslosigkeit bei den beteiligten Vereinen und den Fußballfans in Norderstedt und Hamburg. Die Spieler der Teams werden psychologisch betreut, um das schlimme Erlebnis verarbeiten zu können. Sowohl Eddy Münch als auch Dirk Fischer, Präsident des Hamburger Fußballverbandes, haben der Familie von Ali ihr Mitgefühl ausgedrückt. „Die Mitglieder unseres Vereins sind traurig, betroffen und ohne Worte“, sagt Münch.

Noch ist nicht klar, wie genau es zu dem Zusammenstoß kam. „Es liegt kein Spielbericht des Schiedsrichters vor. Das war auch ein Jugendlicher, der nach dem Schock nun ebenso in psychologischer Betreuung ist“, sagt der Hamburger Verbandssprecher Carsten Byernetzki. Es komme zwar regelmäßig vor, dass sich Amateurfußballer verletzten und Rettungswagen gerufen würden. Doch an einen Todesfall im Jugendfußball könne er sich nicht erinnern. Eintracht Norderstedt hat für das kommende Wochenende alle für den Verein geplanten Heim- und Auswärtsspiele abgesagt. Alle Mannschaften des Hamburger Fußballverbandes sollen am Wochenende vor dem Anpfiff eine Gedenkminute einlegen.

Die Trauer um den Jungen hat unterdessen im Internet einen Ort für Beileidsbekundungen gefunden: das Gästebuch auf der Homepage der Jugendmannschaft der Eintracht Norderstedt. „Wir erleben eine Welle der Anteilnahme und Hilfsbereitschaft“, sagt Eddy Münch. In dem Gästebuch haben sich seitenweise Einträge angesammelt, viele Vereine des Hamburger Fußballverbandes sind dabei.

www.eintrachtnorderstedt.de

aus: www.abendblatt.de


Mittwoch, 4. März 2009

KREISKLASSE C


SC Rothenhausen II – BSSV IV 1-3 (1-1)

Im ersten Punktspiel nach der Winterpause konnte die "Goldene IV." die Niederlage aus dem Hinspiel egalisieren. Mit dem letzten Aufgebot und ohne Auswechselspieler trat die Elf um Spielertrainer Winkler die Reise nach Rothenhausen an. Man war gewarnt, da man das erste Spiel in der heimischen Fährkrug-Arena Siebeneichen mit 2:3 verloren hatte.

Auf dem tiefen Boden übernahm der BSSV sofort die Initiative und konnte bereits nach 4. Minuten durch Stürmer Christian Heger in Führung gehen. Eine schöne Hereingabe von Benjamin Kokartis vollendete er, ohne das Tornetz kaputt zu schießen. In der Folgezeit gestaltete sich das Spiel ausgeglichen und es gab auf beiden Seiten Torchancen, die allesamt ungenutzt blieben. In der 30. Minute jubelte dann der Gastgeber. Nach einer Standardsituation wurde der Ball unglücklich abgefälscht, fiel dem gegnerischen Spielmacher auf den Fuß und dieser vollendete aus der Drehung in Gerd Müller-Manier. So ging es dann auch in die Halbzeit.

Halbzeit 2 begann wie die Erste. Der BSSV übernahm das Kommando und erspielte sich Torchancen im Minutentakt. Der Gastgeber kam nun nur noch zu vereinzelten Angriffen, aus dem in der 75. Minute fast die Führung heraussprang. Doch glücklicherweise blieb diese Chance ungenutzt. In der 80. Minute war es dann Kay Kniest, der eine feine Einzelleistung zum 2:1 abschloss und fünf Minuten später nach Vorarbeit von Philipp Lenski zum 3:1 einköpfte.

Aufstellung BSSV:1 Studt 2 Riccobono 3 Stingl, F. 4 Kniest 5 Martel 6 Winkler (C) 7 Stöwe 8 Lenski, P. 9 Heger 10 Bartsch 11 Kokartis, B.



Dienstag, 3. März 2009

KREISKLASSE B


SV Bliestorf – TSV Nusse 0-1

Endlich rollt die Kugel wieder. Und endlich hat der TSV seinen linken Verteidiger Christian „Ossi“ Möller wieder, der nach einer langen Verletzungspause sein Comeback feierte. Nusse musste jedoch von Anfang an in Unterzahl spielen, da nur zehn Spieler zur Verfügung standen.


Doch diese Spieler taten unter dieser Voraussetzung nur eins: Kämpfen und Verteidigen! Und das erfolgreich! Torwart Wolfgang Thieme und seine Abwehr haben alles gegeben, um ihren Kasten sauber zu halten. Auch wenn Bliestorf drückend überlegen war und viele gute Chancen hatte, schafften sie es nicht, in Führung zu gehen.


Das gelang den Gästen dafür bei einem ihrer wenigen Kontermöglichkeiten, als Kolja Pfeiffer den gegnerischen Torwart dann durch einen Distanzschuss kurz vor der Halbzeitpause überwinden konnte. Auch wenn es keiner zu glauben wagte, schaffte es Nusse auch weiterhin mit allem, was sie hatten ihre Führung zu verteidigen und mit einem unerwarteten Sieg nach Hause zu fahren.


Es sei nebenbei noch erwähnt, dass die Bliestorfer Angreifer mit ihren Schüssen des Öfteren im Nusser Libero Sebastian Koch ihren Meister fanden, der sich ohne Rücksicht auf Verluste in jeden Schuss warf! Fazit: Drückend überlegene Bliestorfer, die aufgrund des Spielverlaufs sehr unglücklich verloren haben und zehn überglückliche Nusser, die das einzige gemacht haben, was sie können: kämpfen! Einen schönen Gruß noch an die Mannschaftskollegen, die lieber zum Kindergeburtstag gegangen sind, anstatt ihren Mannschaftskameraden zu helfen!!!


Montag, 2. März 2009

KREISLIGA LÜBECK/LAUENBURG


BSSV – TSV Schlutup 1-2 (1-2)


Zum Auftakt der Rückrunde wollte der BSSV unbedingt siegen, um einen guten Start in die zweite Halbserie hinzulegen. Leider gelang es nicht im Geringsten, diesen theoretischen Ansatz praktisch umzusetzen.


Bereits in den ersten Minuten bahnte sich das Unheil an, denn nach Unachtsamkeiten, einfachen Ballverlusten, zu zögerlichem Abwehrverhalten und dem dazugehörigen Pech lag man nach zehn Minuten bereits mit 0:2 in Rückstand. Eine abgerutschte Flanke war in die hintere Ecke des Tores geflogen und ein Schuss aus 25m wurde unhaltbar abgefälscht. Der BSSV übernahm fortan das Kommando, doch man agierte nicht zwingend genug, zeigte zu wenig Laufbereitschaft und Willen, das Spiel drehen zu wollen. Nichts desto trotz gelang Magnus Möhrmann nach Flanke von Sebastian Kraak in der 30.Min. per Kopf der Anschlusstreffer. Trotz des schwachen Spiels boten sich den Büchenern nach Standards weitere sehr gute Möglichkeiten durch Gleu, Möhrmann und Tolle, die jedoch leider ungenutzt blieben. Zu allem Überfluss wurde den Büchenern dann auch noch ein glasklarer Elfmeter verweigert, sodass es bis zur Halbzeit beim 1:2 blieb.


Wer nun in der zweiten Halbzeit an eine Trotzreaktion geglaubt hatte konnte zunächst Hoffnung schöpfen, denn bereits nach 5 Min. bot sich eine 100%ige Kopfballchance für Steven Gleu, der den Ball jedoch leider nicht traf. Was sich danach jedoch auf Seiten des BSSV abspielte kann nur als desolat bezeichnet werden. Keine Bewegung, Unkonzentriertheiten, einfachste Stockfehler und Ballverluste sowie stets zu komplizierte Aktionen führten dazu, dass man selbst bei 30-minütiger Überzahl sich keine nennenswerte Torchance mehr herausspielen konnte.


Fazit: Der BSSV verliert nach katastrophaler Leistung verdient mit 1:2 gegen Schlutup. Natürlich war es unglücklich, dass man gleich mit zwei Toren in Rückstand geriet, aber über Kampf, Laufbereitschaft und einfachem Kurzpassspiel hätte man das Spiel drehen müssen. Stattdessen lief man viel zu selbstgefällig über den Platz, vermutlich in der Überzeugung, dass Spiel schon irgendwie zu gewinnen. Hoffentlich war dies ein Warnschuss zur rechten Zeit, um zu erkennen, dass man sich in JEDEM Spiel den Sieg zu allererst erkämpfen muss und auch Spiele gegen vermeintlich schwache Mannschaften nicht schon gedanklich vor dem Spiel gewonnen hat.


Aufstellung: N. Bodenbach – H. Nitsch (ab 46. Min.: T. Schlichting), S. Gleu, B. Trilck S. Kraak (ab 75.: P. Lukaszczuk) – M. Heinrich (ab 70.: M. Hahn), B. Tolle, C. Kokartis, M. Schleede – M. Krüger, M. Möhrmann



VERBANDSLIGA SÜD-OST


SV Eichede – Eutin 08 4-0 (2-0)

Die Tabellenführung mit zwei Toren pro Halbzeit verteidigt und insgesamt als dominantere Mannschaft aufgetreten: Eichedes Trainer Hans-Friedrich "Mecki" Brunner hatte nach dem 4:0 (2:0)-Sieg über die Verbandsliga-Fußballer von Eutin 08 Grund genug zur Freude. Doch wer den Coach des SVE kennt, weiß, dass dieser nicht so leicht zufrieden zu stellen ist. "Das war noch nicht das, was wir können. Vor allem die Kompaktheit im Zentrum und in der Defensive war noch nicht da", bemängelte Brunner. Besonders in der ersten Viertelstunde hatte sein Team Probleme, nach der langen Winterpause wieder ins Spiel zu finden.


Der Tabellenelfte aus Eutin wollte sich beim Spitzenreiter nicht verstecken und spielte ordentlich mit. So war dann auch die erste Großchance auf Seiten der Gäste, als der Eutiner Florian Schumacher nach fünf Minuten an der Strafraumgrenze unsanft von den Beinen geholt wurde. Yusuf Karadas versuchte sich mit einem Direktschuss flach in die Torwartecke. Doch SVE-Schlussmann Dominik Lindtner, der Markus Venz im Eicheder Kasten vertrat, hatte mit diesem Versuch keine Probleme.