FOOTBALL`S COMING HOME... UNSER GELIEBTER FUßBALL AUS DEN UNTEREN LIGEN
Berichte über unseren geliebten Amateur-Fußball aus dem Herzogtum Lauenburg, der Hansestadt Lübeck und der Verbandsliga Süd-Ost... und natürlich aus dem Mutterland des Fußballs...
Sonntag, 28. Juni 2009
Vom 17.07. – 19.07.2009 veranstaltet der Ratzeburger SV zum zweiten Mal den „Lionscup“. Es werden wieder über 1.800 Kinder und Jugendliche in über 130 Mannschaften aus mehreren Nationen erwartet. Neben Mannschaften aus den USA, Russland und Israel reist dieses Jahr sogar ein Team aus Nigeria an. Wenn Ihr Lust und Zeit hat, schaut doch einfach mal vorbei an der Riemannstraße und den anderen Sportplätzen.
Nachdem das Lauenburger Kreisgericht am 17. Juni dem Protest des SV Fortuna St. Jürgen gegen die Gültigkeit des Aufstiegsspiels (3:2 für den RSV) stattgegeben hat, legte der Ratzeburger SV am Mittwoch fristgerecht Berufung gegen das Urteil beim jetzt zuständigen Verbandsgericht des SHFV in Kiel ein. Ob und wann ein eventuelles Wiederholungsspiel stattfinden soll, steht noch in den Sternen. Schriftlich wurden beide Teams noch nicht informiert.
Nachfolgend in vollem Wortlaut das Urteil des Kreisgerichtes des Kreisfußballverbandes Herzogtum Lauenburg im Schleswig-Holsteinischen Fußball-Verband e.V.:
U R T E I L
Dem Protest des SV Fortuna St. Jürgen vom 08.06.2009 gegen die Gültigkeit des Aufstiegsspiels zur Kreisliga Lübeck-Lauenburg am 07.06.2009 wird stattgegeben. Das Endergebnis dieses Spiels mit 3:2 für den Ratzeburger SV wird für ungültig erklärt.
Das 2. Aufstiegsspiel ist durch den KFV Lübeck neu anzusetzen; die Protestgebühr wird dem Verein Fortuna St. Jürgen Lübeck vom KFV Lübeck erstattet.
Gegen dieses Urteil ist das Rechtsmittel der Berufung innerhalb von 7 Tagen gemäß §§ 62 ff der Rechtsordnung des SHFV unter Einzahlung der Berufungsgebühr von 50 Euro gegeben. Berufungsgericht ist das Verbandsgericht des SHFV.
Begründung
Der Protest des SV Fortuna St. Jürgen Lübeck vom 08.06.09 gegen die Wertung des Aufstiegsspiels am 07.06.09 ist fristgerecht eingelegt worden; die Protestgebühr wurde gezahlt. Protestgrund ist die Verletzung der Fußballregeln, die mit hoher Wahrscheinlichkeit für den SV Fortuna St. Jürgen Lübeck wirksam war. Nach dem Bericht des Schiedsrichters hat der Torwart des Ratzeburger SV in der 68. Spielminute beim Spielstand von 2:2 einen Pass eines gegnerischen Spielers im eigenen Strafraum abgefangen und ist dabei mit einem gegnerischen Stürmer zusammengestoßen. Bevor der Torwart den Abschlag ausübte, unterbrach der Schiedsrichter das Spiel und verwarnte den Torwart, nachdem ihm der Schiedsrichterassistent bei der Rücksprache angezeigt hatte, dass der Torwart leicht handgreiflich gegenüber dem Stürmer von Fortuna St. Jürgen Lübeck geworden war. Das Spiel hat der Schiedsrichter dann mit einem Schiedsrichterball fortgesetzt.
Dies ist ein Verstoß gegen die Regel 12 der Fußballregeln. Der Torwart des Ratzeburger SV hat sich im Strafraum während des Spiels unsportlich im Sinne der Regel 12 gegenüber dem Stürmer des SV Fortuna St. Jürgen Lübeck verhalten; dies ist eine Tatsachenentscheidung des Schiedsrichters und hierfür hat er eine Verwarnung gegen den Torwart ausgesprochen. Nach der Regel 12 der Fußballregeln ist dieser Verstoß mit einem Strafstoss zu bestrafen, wenn ein Spieler der verteidigenden Mannschaft diese Vergehen innerhalb seines eigenen Strafraumes begangen hat. Diese Regel hat der Schiedsrichter nicht beachtet und somit einen Regelverstoß begangen.
Nach § 31 der Rechtsordnung des SHFV ist dem Protest bei Verletzung der Spielregeln nur dann stattzugeben, wenn der Regelverstoß mit hoher Wahrscheinlichkeit von spielentscheidender Bedeutung für den Protestführer war. Das Kreisgericht sieht diese Voraussetzung nach § 31 der Rechtsordnung des SHFV als erfüllt an, da der Regelverstoß in der 68. Spielminute beim Spielstand von 2:2 begangen wurde. Aus diesem Grunde wurde dem Protest nach den Bestimmungen der Rechtsordnung des SHFV stattgegeben.
Spich/Troisdorf – Erst im Achtelfinale kam für die Ü32-Fußballer der Möllner Sportvereinigung beim 4. Altherren-Supercup, der inoffiziellen deutschen Meisterschaft, das Aus. Nachdem die Möllner nach 2:0-Siegen gegen den FC Ludwigsfelde und die SG Niederhausen/Birkenbeuel sowie einem 0:0 gegen die Hoechst Classiques als Gruppensieger in die Endrunde eingezogen waren, schieden sie nach großem Kampf aus.
Bei der Gruppenauslosung im Dezember 2008 hatte Wolfgang Weber, Vize-Weltmeister von 1966, den Möllnern mit dem Spitzenreiter der Deutschen Rangliste, der SG Hoechst Classique, und Mitfavorit SG Niederhausen/Birkenbeuel zwei ganz schwere Brocken beschert. Als erster Prüfstein wartete bei der Super-Cup-Premiere der FC Ludwigsfelde, der 2008auf dem 30. Rang gelandet war, auf die MSV-Fußballer. Aber die Möllner nutzten ihre spielerischen Qualitäten. Sie hatten sich in Schleswig-Holstein gegen Stormarnmeister TSV Zarpen und gegen den VfB Lübeck durchgesetzt und sich so das Startrecht für das Turnier verdient, das der SSV 05 Troisdorf ausrichtete. Zum 36 Personen starken Aufgebot gehörten neben 18 Aktiven einige Spielerfrauen und ein Fan-Tross, der das Team mit rot-weißen Fahnen und unüberhörbaren Schlachtgesängen unterstützte.
Erster Gegner war am Freitag um 17 Uhr auf der modernen Sportanlage in Spich der FC Ludwigsfelde, den die Möllner im Spiel über zweimal zwölf Minuten gleich beeindruckten. Jörg Dunkelmann jagte eine Direktabnahme beim ersten Angriff haarscharf über das Tor. Jetzt fanden die Möllner gut in Spiel. Andreas Stahl, Dariusz Kowalik und Niko Klotzek inszenierten die Spielzüge, nach denen Jörg Dunkelmann und Ralf Burmeister die Tore zum 2:0-Sieg erzielten. Auch eineinhalb Stunden später gegen Niederhausen/Birkenbeuel harmonierte das Stürmer-Duo perfekt: Dunkelmann/Burmeister markierten auch hier die Treffer zum 2:0-Erfolg. 4:0 Tore und sechs Punkte – ein beeindruckender Start. Auch die SG Hoechst Classique konnte sich am Sonnabend um 10 Uhr nicht gegen die gut sortierte MSV-Defensive mit dem sicheren Andreas Meyer zwischen den Pfosten durchsetzen. Mit dem 0:0 war die Überraschung perfekt: Ranglistenerster Hoechst war draußen, die Möllner standen im Achtelfinale.
Schon vor dem Turnier hatten sich die schlechten Nachrichten gehäuft. Ein Bruch des Sprunggelenks, Bänderrisse und Muskelzerrungen machten den Möllnern das Leben schwer. Als beim Abschlusstraining auch noch Kapitän Dirk Pego aus beruflichen Gründen aus dem Kader für den Super-Cup ausschied, machte das den Schleswig-Holsteinern schwer zu schaffen. Im Achtelfinale fehlte so die Substanz, zumal Jörg Dunkelmann angeschlagen auf der Bank zusehen musste, wie der FC Neubrandenburg 04 die MSV-Fußballer mit 2:0 Toren aus dem Turnier kickte.
„Wir haben uns ausgezeichnet geschlagen“, bilanzierte MSV-Teamchef Andreas Meyer den couragierten Auftritt seiner Mannschaft. „Das war ein unvergessliches Erlebnis“, sagte Kapitän Jörg Winkler nach dem Überraschungserfolg. Das Finale gewann vor 2.500 Zuschauern im Agger-Stadion von Troisdorf der SSV Köpenick-Oberspree nach Elfmeterschießen gegen den FC Bayern München. Die Siegerehrung, die Fernseh-Unterhalter Guido Cantz moderierte, fand am Abend im voll besetzten 2000-Mann-Zelt statt.
Nun ist es offiziell: In der nächsten Saison wird es eine Spielgemeinschaft zwischen dem SV Lütau und dem SSV Schnakenbek geben. Die SG wird alle Jugendmannschaften, sowie alle Seniorenmannschaften umfassen. Konkret bedeutet dies, dass beide Vereine zwar für sich weiterhin bestehen, es aber im Fußballbereich eine sehr enge Zusammenarbeit geben wird. Voraussichtlich werden unter anderem zwei Herrenmannschaften und zwei Altherrenmannschaften gemeldet.
Fußballer beenden erfolgreichste Saison seit 10 Jahren
In Büchen sieht man derzeit nur strahlende Gesichter. Nach fast genau 10 Jahren ist der I. Herren des BSSV erneut der Sprung in die 6. Liga (Verbandsliga) gelungen. Dies ist der größte Erfolg seit dem damaligen Aufstieg in die Landesliga.
Und dieser Erfolg kommt nicht von ungefähr. Es ist etwa 18 Jahre her, als dieser Grundstein gelegt wurde. Trainer wie z.B. Detlef Tolle und Oliver Rohloff waren es seinerzeit, die nach der Fusion des SV Büchen und des SV Siebeneichen das Hauptaugenmerk auf die Jugendarbeit gelegt und diese kontinuierlich ausgebaut haben. „Fast jede Jugendmannschaft ist mit lizenzierten Trainern besetzt“ erläutert Abteilungsleiter Patrick Winkler. „Wir ernten jetzt die Früchte, die vor Jahren gesät worden sind. Das Ergebnis ist, dass wir von der A bis zur C-Junioren im kommenden Jahr in der Verbandsliga auf Punktejagd gehen und so den optimalen Unterbau für unsere I. Herren geschaffen haben“ berichtet Winkler. „Unser Konzept besteht darin, jungen Spieler, die zum größten Teil bereits unsere Jugendmannschaften durchlaufen haben, eine attraktive Möglichkeit zu bieten, auf Verbandsebene Fußball zu spielen. Bei uns wird es nicht das große Geld geben, wie es vielleicht bei anderen Vereinen im Kreis geschieht. Das ist wohl auch der Grund, dass sich kaum ein auswärtiger Spieler nach Büchen verirrt“ schmunzelt Winkler, „aber der Erfolg in der Vergangenheit bestätigt uns bei unserem Tun. Wir wissen, dass es im nächsten Jahr schwer wird, aber wir sind heiß auf die Verbandsliga und freuen uns darauf, die auswärtigen Mannschaften auf unserer schönen Sportanlage begrüßen zu dürfen.“
Beim Abschlusstraining der Altherrenfußballer der Möllner Sportvereinigung war die Spannung zu greifen. Am Freitagmorgen um 6 Uhr macht sich die Mannschaft samt Schlachtenbummlern auf den gut 500 Kilometer langen Weg nach Troisdorf, um dort bei den deutschen Ü32-Meisterschaften Schleswig-Holstein zu vertreten.
Vor dem letzten Training bekam Trainer Andreas Meyer gute und schlechte Nachrichten. Die schlechte: Die Möllner fahren ohne ihren Kapitän Dirk Pego nach Troisdorf, der wegen beruflicher Aufgaben kurzfristig absagen musste. Aber es gab auch Erfreuliches: Für Pego springt Michael Eggers ein, sodass die MSV 18 Aktiven aufbieten kann. Mit Matthias Dolecki kehrte ein Langzeitverletzter auf den Trainingsplatz zurück. Auch Stephan Boeckmann und Jörg Dunkelmann sind seit einigen Trainingseinheiten wieder dabei. Und zwischen den Pfosten kann sich Andreas Meyer auf einen Ersatzmann stützen. Harald Klipp gab nach dem Training am Mittwochabend neun Monate nach seiner schweren Verletzung, Bruch den Sprunggelenks und des Außenknöchels, grünes Licht.
„Wir sind im Feld der 32 Mannschaften krasser Außenseiter. Unser Ziel kann nur sein, dass wir so gut wie möglich spielen und den Schleswig-Holsteinischen Fußballverband würdig repräsentieren“, sagt Andreas Meyer.
In der Vorrunde treffen die Möllner auf den Ludwigsfelder FC (Brandenburg), SG Hoechst Classique (Hessen) und der SG Niederhausen-Birkenbeul (Rheinland-Pfalz). Neben den Möllnern vertreten TuS Germania Schnelsen und der TSV Sasel den Norden, außerdem sind auch Bayern München, Westfalia Herne und Hertha BSC Berlin mit von der Partie. Auch Wolfgang Overath hat seinen Besuch angekündigt.
Die zweimal unterlegene Fortuna aus St. Jürgen hat jetzt offiziell beim KFV Lübeck wegen eines angeblichen Regelverstoßes Protest gegen die Spielwertung (2-3) eingelegt. Nach Rücksprache zwischen dem KFV Lübeck und dem Kreisgericht Lauenburg wurde nun entschieden, dass die Lauenburger diesen Protest bearbeiten werden und somit auch entscheiden. Dann warten wir diese Farce mal ab! (siehe auch http://sv-fortuna-st-juergen.de) Das Gästebuch wurde dort auch schon geschlossen…
Heute habe ich schon mal ein paar Infos für die nächste Saison im Lauenburgischen für Euch. Da die Meldefrist für Mannschaften erst am 20.6. abläuft, nenne ich das hier erst einmal alles „INOFFIZIELL“. Sprich, da kann also immer noch etwas passieren.
Fakt ist, dass es auch nächste Saison eine C-Klasse geben wird. Die A-Klasse wird mit 16 Mannschaften spielen, die B-Klasse mit 13 oder 14 Teams. Wer noch meldet oder auch abmeldet steht halt noch in den Sternen. Bisher ist ja nur bekannt, dass der SSV Schnakenbek und die Turbine aus Lütau eine Spielgemeinschaft gebildet haben.
Auch im Altherrenbereich hat sich eine Menge getan. Mit dem TSV Berkenthin II, TSV Gudow II, BSSV II und dem SV Müssen haben sich gleich vier Mannschaften verabschiedet, neu dabei ist der Breitenfelder SV. Auch hier wird weiterhin in drei Staffeln gespielt, die Kreisliga mit wohl 9 Teams, die A.- und B-Klasse mit acht Teams.
Die Tabellen (linke Spalte) sind natürlich (besonders die B.- und C-Klasse) noch reine Spekulationen.
Am Sonntag stand das alles entscheidende Rückspiel um den Aufstieg in die Kreisliga an. Der RSV empfing die Fortuna aus St. Jürgen. Das Hinspiel konnte der Ratzeburger SV am Pfingstmontag mit 1:0 für sich entscheiden und begann das Spiel also mit einer Führung im Rücken.
Diese Führung sollte aber nicht lange bestand haben. Nachdem Nippert nach ein paar gespielten Minuten noch am RSV-Torwart scheiterte, gelang ihm der 1:0 Führungstreffer für die Lübecker in der 15. Minute. Fast wäre es für die Hausherren noch schlimmer gekommen. Nur zwei Minuten nach dem 0:1 zeigte der Schiedsrichter auf den Elfmeterpunkt. Jäger trat an, schoss den Ball aber knapp neben das Tor. In der Folge fingen sich die Ratzeburger etwas und hätten durch Michael Hinrichsen ausgleichen müssen. Er scheiterte jedoch freistehend am Keeper der Gäste. Nach einer knappen halben Stunde hatten die knapp 300 Zuschauer dann aber doch Grund zum Jubeln. Wie schon im Hinspiel erzielte Philipp Neugebauer nach einem langen Freistoß aus der eigenen Hälfte von Oliver Knuth und Kopfballverlängerung von Michael Hinrichsen den ersten RSV-Treffer (28.). Kurz darauf musste St. Jürgen das erste Mal auswechseln. Der Torwart verdrehte sich ohne Fremdeinwirkung das Knie und musste das Spielfeld humpeln verlassen. Die Freude des Ausgleichs sollte jedoch nicht lange anhalten. Fünf Minuten vor dem der ersten Halbzeit gingen die Gäste wieder in Front. Erneut traf Nippert. In der 42. Minute schwächten sich die Lübecker dann aber wie schon im Hinspiel selber. Der St. Jürgener Kapitän Henning sah nach wiederholtem Foulspiel die gelb/rote Karte.
Der zweite Spielabschnitt begann also mit elf gegen zehn. Nach zehn gespielten Minuten zeigte der nun immer mehr in den Vordergrund rückende Schiedsrichter wieder auf den Elfmeterpunkt, dieses Mal allerdings auf der anderen Seite. Philipp Neugebauer wurde im Sechzehner regelwidrig zu Fall gebracht. RSV-Spielmacher Jan Weluda übernahm Verantwortung und verwandelte den Strafstoß (56.). Danach überschlugen sich die Ereignisse und die Partie wurde immer hitziger. Bei der Elfmeterentscheidung konnte Fortuna-Verteidiger Zeise nicht an sich halten und sah wegen Schiedsrichterbeleidung die rote Karte (58.). Wenig später sahen die Auswechselspieler Buse und Lopez jeweils die rote Karte, als sie sich beim Aufwärmen beschimpften. Trotz der numerischen Überlegenheit war die Fortuna aus St. Jürgen die spielbestimmende Mannschaft. Der RSV versuchte nur noch, das Unentschieden über die Zeit zu retten. Als kurz vor dem Ende Michael Hinrichsen nach einem Konter den Ball ins Tor schießen wollte, spielte der Reservetorwart den Ball außerhalb des Sechzehners mit der Hand und war somit der nächste Spieler, der den Platz mit einer roten Karte verlassen musste. Da Fortuna keinen dritten Torwart mit nach Ratzeburg genommen hatte, musste nun ein Feldspieler zwischen die Pfosten. Dies erkannte Jan Weluda und knallte den anschließenden Freistoß in die Torwartecke (87.). Ratzeburg ging somit erstmals in der Partie in Führung und spielte die restliche Zeit herunter. Als der Schlusspfiff nach 90 spannenden und nervenaufreibenden Minuten dann endlich ertönte, kannte der Jubel keine Grenzen mehr und die Mannschaft feierte bis spät in die Nacht. (Quelle: www.rsvherren.de)
Am Pfingstmontag stand für den Ratzeburger SV die erste Begegnung der Aufstiegsspiele für die Kreisliga Lübeck/Herzogtum Lauenburg an. Der RSV reiste dazu mit Bus und zahlreichen Fans zum Tabellenzweiten der Kreisklasse A des Kreises Lübeck, nämlich zum SV Fortuna St. Jürgen. Die Trainer Dennis Sontopski und Jens Pegel konnten dazu nahezu aus den Vollen schöpfen und hatten einen zwanzigköpfigen Kader mit in die Hansestadt genommen. Lediglich Reinhold Schlecht stand verletzungsbedingt nicht zur Verfügung.
Es entwickelte sich von Anfang an eine sehr intensive Partie, die sich hauptsächlich im Mittelfeld abspielen sollte. Nach nur wenigen Minuten hatten die Gastgeber die erste gute Chance in Führung zu gehen. Der Stürmer der Fortuna scheiterte jedoch aus spitzem Winkel am RSV-Torwart. Fortan fanden die Ratzeburger besser in die Begegnung und hatten nun selbst gute Möglichenten, den Führungstreffer zu erzielen. Ein Freistoß von Christopher Lüth aus der eigenen Hälfte landete auf der gegnerischen Latte. Sven Kamischkes Schuss nach einer Ecke konnte noch auf der Linie geklärt werden. Kurz darauf landete ein Freistoß von Jan Weluda am Pfosten und nur wenig später vergab Philipp Neugebauer mit einem Linksschuss eine gute Chance. Auf der anderen Seite kamen die Hausherren nach einem Freistoß noch einmal vors RSV-Gehäuse. Den Schuss aus dem Gewühl heraus konnte Jens Nickel allerdings mit einer Fußabwehr parieren. Nach 45 torlosen Minuten ging es dann in die Halbzeitpause.
Nach dem Wiederanpfiff blieb die Partie sehr ausgeglichen. Beide Mannschaften ließen kaum Torchancen zu und standen in der Defensive sehr kompakt. Mitte der zweiten Halbzeit fiel dann der Treffer des Tages. Einen Freistoß von Jan Weluda konnte der Fortuna-Keeper nur nach vorne abprallen lassen. Philipp Neugebauer reagierte am schnellsten und chipte den Ball über den Torwart ins Tor. Im Anschluss ließ sich der Torschütze von den zahlreichen mitgereisten RSV-Anhängern lautstark feiern. In der Folge versuchte die Fortuna aus St. Jürgen alles, um den postwendenden Ausgleich zu erzielen, schwächte sich jedoch selbst, als nach einem Foul an Jan Weluda ein Mittelfeldspiel die Gelb-Rote Karte sah und die Partie für ihn vorzeitig beendet war. Ratzeburg konzentrierte sich trotz Überzahl vorrangig darauf, hier keinen Gegentreffer zu kassieren und ließ bis zum Ende der Begegnung keine gute Möglichkeit für die Hausherren mehr zu. Kurz vor dem Ende der Partie wäre dann fast noch das 2:0 gefallen. Der eingewechselte Björn Scheiner und Philipp Neugebauer standen nebeneinander frei vor dem Tor, konnten sich aber nicht entscheiden wer schießt und vergaben so diese hundertprozentige Torchance und ein höheres Polster für das Rückspiel.
Der erste Schritt Richtung Aufstieg ist für den RSV getan. Das Rückspiel am Sonntag muss jedoch mindestens genauso engagiert und konzentriert absolviert werden, um den Aufstieg am heimischen Riemann-Sportplatz perfekt zu machen. Ein Dank der Mannschaft sowie der Verantwortlichen geht an die unglaublichen Fans des RSV, die die Mannschaft über das ganze Spiel hinweg lautstark angefeuert haben und das Auswärtsspiel quasi zu einem Heimspiel machten.