FOOTBALL`S COMING HOME... UNSER GELIEBTER FUßBALL AUS DEN UNTEREN LIGEN
Berichte über unseren geliebten Amateur-Fußball aus dem Herzogtum Lauenburg, der Hansestadt Lübeck und der Verbandsliga Süd-Ost... und natürlich aus dem Mutterland des Fußballs...
Weniger Mühe als erwartet hatte der BSV mit seinem Ligakonkurrenten. Von Beginn an dominierten die Blau-Weißen die Partie, gingen früh durch Daniel Kruse (8.) in Front. In der Folgezeit hätte der BSV bis zur Pause alles klar machen können, ging aber allzu schlampig mit seinen Torchancen (Kruse, Zunker) um. Nach dem Wechsel machte es die Siemers-Truppe dann besser. Binnen drei Minuten schossen Kruse (47.) und Janne Zunker (50.) ihre Farben nach zwei Jahren Abstinenz wieder in das Pokalfinale. Der Anschlusstreffer durch ein Eigentor von Spielertrainer Sebastian Siemers war für GW lediglich Ergebniskosmetik.
TSV Berkenthin – Möllner SV0-8(0-5)
Mit dem 0:8-Debakel vor heimischem Publikum war für die Schleusenwärter im Halbfinale des Kreispokals Endstation. Die Gäste aus der Eulenspiegelstadt waren über die gesamte Spielzeit haushoch überlegen, ließen dem TSV nicht den Hauch einer Chance. Personell arg gebeutelt mussten die Möllner die letzten beiden Testspiele ausfallen lassen, von fehlender Spielpraxis war dann am alten Bahnhof aber nichts zu sehen. Matchwinner wurde Sascha Stange mit vier Treffern. Von Beginn an überzeugte der Verbandsligist und ging am Ende auch in der Höhe verdient als Sieger vom Platz. Die weiteren Treffer erzielten Sven Knuth, Jonny Jahnke sowie die beiden Neuzugänge Artur Schefer und Martin Krefta.
Durch eine kämpferisch und taktisch ansprechende Leistung zog die Reserve aus Siebenbäumen durch einen verdienten 3:0 (0:0)-Erfolg gegen die Reserve aus Breitenfelde ins Viertelfinale ein.
Nachdem es vor Spielbeginn fast zum Eklat gekommen wäre (der angesetzte Schiedsrichter erschien nicht, Breitenfelde konnte innerhalb der vorgegebenen Frist keinen Ersatzschiedsrichter benennen), begann das Spiel mit über 40-minütiger Verspätung. Obwohl für Siebenbäumen keine Auswechselspieler zur Verfügung standen, wurde bei hochsommerlichen Temperaturen sofort Druck gemacht. Bis zum Halbzeitpfiff wurden jedoch einige gute Chancen leichtfertig vergeben oder vom Schlussmann der Breitenfelder vereitelt.
Nachdem die taktischen Vorgaben mit Beginn der 2. Halbzeit konsequenter umgesetzt wurden, erzielte Daniel Villarreal in der 47. Minute schließlich mit einem sehenswerten Heber aus ca. 25 Metern das erlösende 1:0. In der Folgezeit wurde flüssig kombiniert, so dass logischerweise in der 53. und 70. Minute weitere Tore zum 2:0 und zum 3:0 durch jeweils Konrad Loos fielen.
Neuzugang Marco Erlhöfer, der aus Personalmangel und ohne nennenswertes Training unplanmäßig ins "kalte Wasser" geworfen wurde, spielte über die volle Distanz, bereitete das 2:0 mustergültig vor und konnte somit ein überzeugendes Debüt in seinem ersten Spiel als Senior überhaupt feiern. Beide Mannschaften verloren in der Schlussphase jeweils einen Spieler durch gelb/rote Karten.
Fazit: Der Sieg hätte durchaus höher gegen überforderte Breitenfelder ausfallen können, aber in Anbetracht der Gesamtumstände waren alle Beteiligten mehr als zu frieden. Dank auch an Benji, der mich toll unterstützt hat. (Achim Kähler)
Dienstag, 4. August 2009
SV Mustin II – Ratzeburger SV II2-2(6-7 n.E.)
An diesem Sonntag begann für die Reserve des RSV der Pflichtspielbetriebgleich mit einem Derby. Im Achtelfinale des Wanderschild-Pokals hießder Gegner SV Mustin II. Schon nach den ersten zwanzig Minuten wurde deutlich, welche Mannschaft das Spielgeschehen bestimmen sollte. Die Ratzeburger hatten dies einfach im Griff und ein erster Erfolg sollte sich auch in der 26. Minute einstellen.Daniel Peters traf aus halbrechter Position zur RSV Führung. Leider kehrte die Reserve zu alten Tugenden zurück und stelle völlig unverständlich das Fußballspielen komplett ein. Daraus entstand auch postwendend der Ausgleich in der 36. Minute, bei dem Torwart Jens Nickel chancenlos war.
Aber es sollte noch schlimmer kommen. Beim zweiten Schuss der Mustiner auf das gegnerische Tor konnte Jens Nickel noch sehr gut parieren, jedoch landete der Ball ca. 15 Meter vor dem Strafraum. Dies nutze ein Mustiner Spieler und schoss den Ball über Jens aus ca. 30 Metern ins Tor. Halbzeitstand 2:1 für Mustin.
Zu Beginn der 2. Halbzeit war es dann Patrick Senger, der eine Ecke scharf in den strafraum schoss. Diese kam so präzise, dass selbst die Mustiner Abwehrspieler nicht mehr ausweichen konnten und den Ball ins eigene Tor beförderten. (49. Min., 2:2). Der Rest der zweiten Halbzeit war für die Zuschauer und Trainer auch bedingt durch das Wetter kaum zu ertragen. Ratzeburg vergabviele Großchancen u. a. durch Lorenz, Peters und Marek Röpcke. Nun forderte auch das Wetter die ersten Konditionsopfer. Trainer Mirko Fischer brachte 3 neue Spieler. (Röpcke für Lorenz 55. Min. / Arslan für Peuse 65. Min / Schmidt für Yasar 70. Min. ). Es ging in die Verlängerung die zum Erstaunen aller nur 2 x 10 Minuten lt. Schiedsrichteraussage dauern sollte. Diese verstrich jedoch ohne Torerfolg auf beiden Seiten, wobei der RSV wieder einmal Großchancen vergab. Es folgte das Elfmeterschießen. Der Trainer schenkte folgenden Spielern das Vertrauen auf RSV Seite: Sener, Peters, Schlecht, Warncke und Sontopski. Soweit trafen auch alle Spieler bis auf Timo Warncke.
Dies wird aber bestimmt zwischen ihm und unserem Kantinenwirt noch besprochen werden. Natürlich war aber auf Jens Nickel Verlass, denn er hielt auch einen Elfer der Mustiner. Es kam nun zum Torhüterduell zwischen Jens und Michael Stendel auf Mustiner Seite. Einmal mehr konnte Jens seine Erfahrung ausspielen und verwandelte sicher. Der Strafstoß von M. Stendel verfehlte jedoch das Tor. Somit ist der RSV II im Viertelfinale angekommen und trifft am kommenden Sonntag auf den SV Krummesse II. Sicherlich sollte allen Spieler klar sein, dass nur eine große Leistungssteigerung dort zum Erfolg führen kann.
SG Schnakenbek/Lütau II – BSSV IV0-9(0-7)
Eine desolate Leistung wird von der 4. Herren des BSSV zu Recht abgestraft. Nach einigen taktischen und personellen Veränderungen in der Mannschaft im Gegensatz zum guten Vorbereitungsspiel gegen den TSV Gülzow kam die 2. Herren der SG Schnakenbek/Lütau in der 2. Pokalrunde zu keiner Zeit ins Spiel.
Im ersten Durchgang wurden bereits alle Chancen auf einen Sieg verspielt. Angeführt vom neuen Mannschaftsführer Carsten Schultz, auf den die Wahl des Trainerduos Eggers/Gembries in dieser Saison fiel, fand die 2. Mannschaft der SG zu keiner Zeit ein Mittel gegen die Offensivbemühungen der Büchener Sportfreunde. Schon nach 15 Minuten stand es 3 - 0 und Aushilfskeeper Klaus von Appen musste in der 1. Hälfte weiter hinter sich greifen, bis es zum Pausentee 7 - 0 (!!!) stand.
In der zweiten Hälfte entwickelte sich dann ein etwas ausgeglicheneres Spiel, die wenigen Chancen wurden von der SG allerdings zumeist kläglich vergeben. Mit einer solch desolaten Mannschaftsleistung kann das ausgegebene Ziel in der kommenden Saison um den Aufstieg mitzuspielen, nur als Utopie angesehen werden. Auch wenn der BSSV mit einer Besetzung antrat, aus der wohl unter normalen Umständen kein einziger Spieler in der 4. Mannschaft spielt, kann dies nicht als Rechtfertigung für eine derart schwache Leistung gelten!
Ein – teilweise nicht immer ernst gemeinter - Bericht über eine kleine (oder wird es eine große) Pokalgeschichte… Was ist geschehen? Der Kreis ist ja noch gut informiert über die Gerichtsposse mit dem RSV und Fortuna St. Jürgen. Gestern stand aus RSV- und Mustiner Sicht die Mutter aller Derbys im Wanderschild auf dem Programm: Am traditionsreichen Heidberg empfing die Mustiner Reserve die „Zwote“ aus Ratzeburg zum Pokalspiel. Nach neunzig Minuten stand es 2-2, die Mustiner kämpften bis zum Umfallen, der RSV ließ klarste Großchancen aus.
Da man ja jetzt Dank des ersten Urteils vom Kreisgericht Lauenburg (RSV-Fortuna) für jeden denkbaren Regelverstoß eines Schiedsrichters Protest einlegen kann, bin ich jetzt mal auf die Reaktion der Mustiner gespannt. Der Schiedsrichter ließ in der Verlängerung nur 2x 10 Minuten spielen, anstatt 2x 15 Minuten (ich habe gerade minutenlang gegoogelt, ich habe über 2x 10 Minuten nichts gefunden)… neue Regel seit dem 01.07.09… habe ich etwas verpasst… (Dann entschuldige ich mich schon an dieser Stelle). Dann setzte der Schiedsrichter noch einen drauf… nachdem jeweils fünf Schützen an der Reihe waren, wollte er erneut 5 Schützen zum Elfmeter haben… auch eine neue Regel? Wird nicht 1 zu 1 weiter geschossen, bis jemand verballert und der andere Spieler trifft? Die Spieler haben den Schiedsrichter dann darauf hingewiesen… die Spieler!!! Legt Mustin (bei einer Niederlage halt auch der RSV) jetzt Protest ein gegen die Wertung des Spiels? Man hätte ja – es wäre gut möglich – in den fehlenden 10 Minuten den Sieg erzielt…. Spielentscheidend… Wird der Wanderschild gestoppt? Der Einspruch… eine Entscheidung/Urteil… die Fristen… Berufung… vielleicht geht es ja wieder nach Kiel… dann wieder Fristen… neues Urteil… wieder Berufung… das Wiederholungsspiel wird terminiert auf… Oktober… November… Februar 2010…
Für die zahlreichen Zuschauer war es jedenfalls wieder ein köstlicher Fußballnachmittag… und dann noch umsonst! Ein spezieller Protest-Gruß geht noch an Olaf… grins
Am vergangenen Sonntag jubelten Sir Bobby Robson noch 30.000 Menschen bei einem Benefiz-Spiel zu. Nun erlag eine der wichtigsten Sportpersönlichkeiten des Vereinigten Königreichs einem Krebsleiden. Die Flaggen am Soho Square in London, dem Sitz der Football Association und im Wembley-Stadium wehen auf Halbmast.
Das Fußball-Mutterland England trauert um Sir Bobby Robson (1933 – 2009). Der ehemalige Teammanager der englischen Nationalmannschaft starb am Freitag im Alter von 76 Jahren nach einem langen Lungenkrebsleiden. Robson war von 1982 bis 1990 Teammanager und führte den Weltmeister von 1966 bei der WM-Endrunde in Italien ins Halbfinale gegen Deutschland. Die Three Lions mit Mittelfeldstar Paul Gascoigne scheiterten seinerzeit im Elfmeterschießen am späteren Weltmeister.
Er habe «seinen langen und tapferen Kampf gegen den Krebs verloren», hieß es in der Erklärung. Er sei «friedlich» in Gegenwart seiner Frau und Familie gestorben. Bei dem von den Fußball-Anhängern äußerst beliebten Coach war die schwere Krankheit zwischen 1991 und 2007 fünfmal diagnostiziert worden. «Das ist ein trauriger Tag», sagte Don Howe, der Robson bei der WM 1990 als Assistenz-Trainer zur Seite gestanden hatte. «Er war ein Mann von Normen. Was immer er gesagt oder getan hat, war davon geprägt, das Beste zu machen, was ihm möglich war. Sein ganzes Leben hat er so gelebt.»
UEFA-Cup Sieger mit Ipswich Town
Auf Klubebene arbeitete Bobby Robson unter anderem bei Ipswich Town, wo er den UEFA-Pokal gewann, bei der PSV Eindhoven, dem FC Barcelona, dem FC Porto und Newcastle United. Im St. James´ Park in Newcastle hatte der Fußball-Lehrer am vergangenen Sonntag im Rahmen des Revivals zwischen den 90er-Teams aus England und Deutschland einen bewegenden Auftritt, als er, schwer gezeichnet von der Krankheit, vor 30.000 Zuschauern in einem Rollstuhl auf das Spielfeld gefahren wurde. Dort schüttelte er den Stars von einst die Hände und verfolgte danach das Spiel.
Robson wird als eine Art Vaterfigur der englischen Trainer angesehen und konnte als sportlicher Leiter auf eine der weltweit angesehensten Laufbahnen verweisen. Robson heuerte als Flügelspieler im Mai 1950 beim FC Fulham an und wechselte fast sechs Jahre später, im März 1956, zu West Bromwich Albion. Dort absolvierte er 257 Spiele und schoss dabei 61 Tore. Darüber hinaus wurde er Nationalspieler und kam als Mittelfeldspieler auf insgesamt 20 Einsätze. Robson kehrte im August 1962 nach London zum FC Fulham zurück, bevor er sich dann in der Saison 1967/68 den kanadischen Vancouver Royals in deren ersten Saison in der NASL-Spielertrainer anschloss.
aus RSV-Sicht: Am Mittwoch dem 29.07. fand sich der Breitenfelder SV, zum Viertelfinale des Kreispokals, am Riemann ein. Für die junge Elf des RSV ein echtes Highlight der Vorbereitung.
Diese " Jugendlichkeit" wirkte sich zu Beginn dieses "Klassikers" leider nicht positiv aus. Der BSV machte sofort Tempo, und setzte den RSV unter Druck. Die Mannschaft der Inselstädter wirkte nervös und - in manchen Situationen - unsicher. Immer wieder wurden erkämpfte Bälle leichtfertig verloren. Dies nutzte der BSV in der 10. und 18. Minute, beide Male war der starke Kruse nicht zu halten, und es stand schon früh 0-2!Die Hausherren reagierten. Man stand jetzt enger, nahm die Zweikämpfe an und kam zu einigen guten Aktionen. In der 21. Minute gelang Björn "Puffy" Scheiner nach einem Eckball von Jan Weluda der Anschlusstreffer!In der Folge lief das Spiel offener und Scheiner hatte nach guter Vorarbeit von M.Fischer die Chance zum Ausgleich, den der Abwehrspieler des BSV aber noch verhindern konnte.
In diese gute Phase der RSV-Mannen hinein fiel (aus klarer Abseitsposition) das 1-3 durch Janne Zunker. Die Unkonzentriertheit dieses Treffers nutzte der BSV kurz danach zum Doppelschlag, und wiederum Kruse erzielte kurz vor der Pause das 1-4 (42.).
Das Spiel war entschieden, doch die Gastgeber gaben nicht auf und versuchten in der 2. Hälfte das Ergebnis zu korrigieren. Der BSV spielte das Spiel souverän nach Hause und erhöhte in der 62. (Kruse) und 82. Minute (Banthin) auf 1-6! Völlig unnötig waren die beiden Platzverweise, für Schmidt (RSV) und Schwan (BSV)! Jungs… auch im Derby immer kühlen Kopf bewahren!!Das Spiel fand mit dem Breitenfelder SV einen verdienten Sieger, dem der RSV viel Erfolg für die kommende Saison wünscht!Arbeitet die Mannschaft weiter so gut in der Trainingsphase, so wird man noch viel Spaß an der U " 22" des RSV haben. Ab dem 02.08. steht nun das erste Mal der gesamte Kader zur Verfügung, und man kann im Endspurt der Vorbereitung aus dem Vollen schöpfen!
aus BSV-Sicht: Mit einem am Ende ungefährdeten 6:1-Sieg beim Ratzeburger SV ist der BSV in das Halbfinale des Kreispokals eingezogen. Bitter dabei: der Schiedsrichter zückte Mitte zweiter Halbzeit zweimal die Rote Karte - einmal leider auch gegen den BSV.
Bereits zu Beginn des Spiels konnte der BSV dem Gastgeber aus Ratzeburg den Zahn ziehen. Zwar begannen die Ratzeburger sehr diszipliniert und geordnet, bei zunehmender Spieldauer machte sich jedoch die mangelnde Erfahrung mit dem neuen Spielsystem bemerkbar. Der BSV wusste dieses in Person von Daniel Kruse zum 1:0 zu nutzen. Einen Lupfer über die Ratzeburger Abwehrkette konnte er, ebenfalls per Lupfer, über Torwart Alexander Brei hinweg zum 1:0 ins Tor befördern.
In der Folge konnte man erkennen, dass die junge Truppe des RSV zwar gewillt war, das Spiel offen zu halten und sich teilweise auch recht gut gegen die gestandenen Breitenfelder behauptete, jedoch mit dem neuen System, vor allem in der Abwehr, Probleme hatte und dem BSV so ein ums andere Mal klare Torchancen ermöglichte. Daniel Kruse nutzte auf Vorlage von Janne Zunker eine der sich bietenden Möglichkeit zum 2:0. Lediglich einmal wurde es dagegen vor dem Breitenfelder Tor gefährlich. Doch das hatte es in sich: im Anschluss an einen Eckball von Jan Weluda, der immer wieder durch gefährliche Standards auf sich aufmerksam machte, war Scheiner zur Stelle und markierte völlig freistehend den 1:2-Anschlußtreffer. Die Defensive des BSV sah hier alles andere als gut aus. Glücklicherweise konnten die Blau-Weißen ungehend durch Janne Zunker mit dem 3:1 antworten. Daniel Kruse sorgte schließlich noch für das 4:1.
Im zweiten Spielabschnitt wurde die Partie zunehmend einseitiger, allerdings auch emotionaler. Mitte der zweiten Halbzeit führte diese leicht erregte Atmosphäre zu zwei mehr als unnötigen roten Karten. Diese verteilte der Schiedsrichter nach einem Foul des Ratzeburgers Schmidt an diesen und an den Breitenfelder Patrick Schwan, dessen Reaktion auf Schmidts Foul und die erneute Antwort in Form eines Fußtritts von Schmidt er jeweils als Tätlichkeit wertete. Da Patrick Schwan erst zu diesem Spiel für den Herrenbereich freigeholt werden konnte und ihn an dieser Aktion nur eine minimale Schuld traf, ist dieses natürlich doppelt bitter. Mit ein bisschen Fingerspitzengefühl hätte der Schiedsrichter beim Stande von 4:1 vielleicht beide, in jedem Fall den Breitenfelder, lediglich mit einer gelben Karte bestrafen können. Im Anschluss an diese Aktion übernahm der BSV dann fast komplett das Kommando und die junge Ratzeburger Mannschaft ergab sich in ihr Schicksal. Nur einmal musste sich BSV-Keeper Hauke Hansen im 1-gegen-1 auszeichnen. Daniel Kruse und Jens Banthin machten jeweils durch Einzelaktionen den Sack zu Gunsten des BSV endgültig zu.
Im Halbfinale geht es nun am kommenden Mittwoch um 19.00 Uhr gegen Grün-Weiß Siebenbäumen. Das Spiel findet in Siebenbäumen gegen eine völlig neuformierte Mannschaft statt, die an Stärke jedoch wenig eingebüßt haben dürfte - ein echter Härtetest vor Beginn der Punktrunde am kommenden Wochenende also.
Donnerstag, 30. Juli 2009
Bor. Möhnsen – GW Siebenbäumen0-2
Raus mit Applaus! Gegen den Verbandsligisten aus Siebenbäumen verloren die Borussen im Viertelfinale des Kreispokals mit 0:2 (0:1)! Durch eine engagierte und taktisch disziplinierte Leistung erarbeitete man sich besonders in der 1. Halbzeit ein Chancenplus! Robin Wind hätte die Borussen nach 10 Minuten in Führung bringen müssen, doch sein Schuss wurde noch knapp abgefälscht! Erst danach wurden auch die Grün-Weißen aktiv in Sachen Chancen! Einen Kopfball konnte Keeper Bastian Siemers gerade noch von der Linie retten, kurze Zeit später traf GW aus 7m nicht das leere Tor! Eine tolle Einzelleistung des Siebenbäumeners Tombers und es stand 0:1! Ab dem Gegentreffer ging es fast nur noch in eine Richtung! Doch weder der starke Matthias Kock, Robin Wind oder Dshivan Saleh konnten ihre guten Chancen nutzen. Pech hatte Saleh kurz vor der Pause, als sein Kopfball nur an die Latte ging. Mit Beginn der 2. Hälfte hatten die Borussen sich viel vorgenommen, doch sie wurden kalt erwischt! Mit einem tollen Flugkopfball konnten die Gäste das 2:0 markieren! In der Folgezeit dezimierten sich die Siebenbäumener durch Platzverweise selbst und sie richteten ihr Spiel total auf Konter aus. Die Gäste nutzten dann die Größe des Kuckucksbergs und machten das Spielfeld so eng, dass die Borussen immer wieder gegen eine weiße Wand anrannten! Durch Konter blieben sie aber wieder gefährlich! Die Möhnsener gaben nicht auf, doch es sollte einfach nicht mehr sein! Siebenbäumen spielte die Zeit routiniert runter! Ein echter Pokalfight, in dem eine Mannschaft aus der Kreisklasse A einem Verbandsligisten mehr als Paroli bot. Ein Zeichen auch die Erleichterung der Grün-Weißen, sie feierten und tanzten, als wenn sie bereits mehr erreicht hätten, als Borussia Möhnsen aus der A-Klasse zu schlagen! Für unsere junge Mannschaft ein sehr lehrreiches Spiel, sie hat sich nicht versteckt und zu Recht viel Lob für die Leistung kassiert!
Gelb/Rote Karte: Oliver Grieger (GW Siebenbäumen) (71.), Rote Karte: Marco Urban (GW Siebenbäumen) (52.)
Vom Papier her bot ein Testspiel in der Vorbereitung von Grün-Weiß Siebenbäumen besonders viel Brisanz: Das Duell gegen Strand 08, die neue Mannschaft von Ex-Coach Frank Salomon, zog über 200 Neugierige ins Lauenburgische. Insgesamt elf Spieler lockte Salomon, der Grün-Weiß in zwölf Jahren von der Kreisklasse B bis in die Verbandsliga führte, mit an die Ostsee und sorgte somit für einen radikalen Schnitt sowohl bei Strand als auch in Siebenbäumen. Doch von viel Zündstoff war in der Begegnung, die schiedlich friedlich 2:2 endete, nicht viel zu merken. "Für uns war es ein Testspiel wie jedes andere", erklärt Marco Kalcher, der neue Chef an der Seitenlinie in Siebenbäumen.
Insgesamt 17 Neuzugänge muss Kalcher in das Team integrieren, 30 Spieler umfasst seine momentane Trainingsgruppe. Einen richtige Trennung zwischen erster und zweiter Mannschaft will er dabei zum Saisonstart aber nicht vornehmen: "Wir werden von Woche zu Woche entscheiden, wer zum Kader der Ersten gehört. Natürlich werden sich zehn bis 15 Spieler herauskristallisieren, die zum Stamm gehören - aber die Tür wird für alle Spieler immer offen sein". Besonders angetan ist Kalcher dabei bisher von Raoul Konan (zuletzt Lübeck 1876), Lasse Drews (SV Eichede), Tanner Moray und Samyan Malla (beide AKM Lübeck). "Das sind Spieler, die uns enorm weiterhelfen werden."
Nachdem GWS in den vergangenen beiden Spielzeiten bereits zweimal an die Tür zur höchsten Spielklasse des Landes anklopfte, gehen die Lauenburger dieses Jahr als Underdog ins Rennen. Eine Ausgangsposition mit der sich auch Kalcher anfreunden kann: "Wir werden einfach sehen, ob wir oben mitspielen können."
Eutin 08
Eutins Vorbereitungsphase läuft wie die aller Verbandsligisten auf vollen Touren. Doch von den Testspielgegnern, wie sie die 08er zurzeit vor die Nase gesetzt bekommen, können andere Klubs momentan nur träumen: Zunächst trafen die Ostholsteiner auf den israelischen Erstligisten Hapoel Be'er Sheva (2:5), dann gastierte Zweitligist Hansa Rostock (1:10) auf der "Hubertushöhe" und am 4. August kommt Neu-Drittligist Holstein Kiel nach Eutin. "Das ist eine tolle Sache für den Verein und sind schöne Bonbons für meine Spieler. Gleichzeitig sind das aber natürlich sehr laufintensive Einheiten, bei denen ein hohes Maß an taktischer Disziplin von uns gefordert wird", erklärt Trainer Lars Callsen, der in seine dritte Saison als Chef bei 08 geht.
Ihm zur Seite steht in dieser Saison ein ganzer Stab: Roland Seehaver ist neuer Co-Trainer, Maik Wroblewski neuer Torwarttrainer, zudem hat man mit Beathe Schwarz als Betreuerin und der Schwartauer Ostsee-Praxis fleißige Hände im Hintergrund. Zudem vertraut man in Eutin mit Stefan Reichenbach erstmals einem Mental-Trainer. "Wir wollen den Spielern in unserem Rahmen ein so professionelles Umfeld wie möglich bieten. Dafür haben wir jetzt alles getan, nun liegt es an der Mannschaft eine gute Saison zu spielen", meint Callsen mit Blick auf die neue Spielzeit.
In der muss er den Abgang vieler namhafter Leistungsträger verkraften. Von Sorge darüber ist bei Callsen aber keine Spur, im Gegenteil: "Wir wollen einen einstelligen Tabellenplatz. Die neuen jungen Spieler kann ich ganz getrost aufstellen, die bringen alle die nötige Qualität und vor allem den nötigen Ehrgeiz mit." In der A-Jugend-Regionalliga sammelte das neue Quartett im Vorjahr wichtige Erfahrungen.
Breitenfelder SV
Der Breitenfelder SV geht mit einem Spieletrainer-Duo in die Saison: Sebastian Siemers und Nils Bahr werden den BSV in der neuen Spielzeit betreuen, nachdem Sebastians Vater Otto Siemers aus beruflichen Gründen kürzer treten muss. Lange überlegen musste der Sohn dabei nicht, ob er den Job des Vaters übernimmt: "Der BSV ist für mich eine Herzensangelegenheit. Ich werde jetzt zwar das Training leiten, mein Vater bleibt der Mannschaft aber als Art 'Aufsichtsrat’ erhalten", erklärt Sebastian Siemers, der mit dem BSV nach einem guten fünften Platz im Vorjahr wieder oben mitspielen möchte. Verlassen kann er sich dabei auch wieder auf seinen "Co" Nils Bahr.
Zunächst nur als Experiment angedacht, etablierte der frühere Profi-Torwart des Hamburger SV sich als Feldspieler in der Abwehrkette der Lauenburger. Dort soll er auch weiter spielen: "Nils würde gerne weiter draußen spielen. Letztes Jahr hat er dort ganz souverän gespielt nachdem er ins kalte Wasser geworden wurde", sagt Siemers. Mit Sebastian Tilicke (TSV Berkenthin) musste der Neu-Trainer, der selbst für den Hamburger SV II in der Regionalliga kickte, unterdessen nur einen Abgang verkraften, konnte sich dagegen gleich über neun Zugänge freuen. Davon stachen in der Vorbereitung bisher vor allem Patrick Alisch (" Eine Belebung für das Mittelfeld") und Janne Zunker ("Eine Verstärkung in unserem dünn besetzten Sturm") hervor.