FOOTBALL`S COMING HOME... UNSER GELIEBTER FUßBALL AUS DEN UNTEREN LIGEN


Berichte über unseren geliebten Amateur-Fußball aus dem Herzogtum Lauenburg, der Hansestadt Lübeck und der Verbandsliga Süd-Ost... und natürlich aus dem Mutterland des Fußballs...

Freitag, 14. Mai 2010


Reisner und ihre Begleiter rennen. Die plötzliche Hitze hatte Scheiben im Klubhaus splittern lassen, die Menschen werden panisch. Ein junger Steward weist dem Trio aus Hamm einen Weg in die Freiheit. Im Laufschritt erreichen sie schließlich den Platz vor dem Stadion, sie rennen weiter. Das Klubhaus steht in Flammen. »Mein Mann hat mich in Hamm immer zum Joggen mitgenommen. Später haben wir gewitzelt: Er hat mir das Joggen beigebracht, damit ich aus dieser Hölle flüchten konnte.« Schwarzer Humor gegen die Erinnerungen. Viele ihrer Tribünennachbarn hatten nicht mal die Chance zu flüchten – das gewaltige Feuer hatte ihre Körper auf den Plastikstühlen fest geschmolzen. Martin Fletcher ist noch auf der Tribüne. Wo ist seine Familie? Er brüllt nach seinem Vater und bekommt keine Antwort. Ein Pulk von Menschen reißt den zwölfjährigen Fußball-Fan mit und findet endlich einen offenen Ausgang. Inmitten von panischen Körpern wird Martin auf den Rasen gespült und damit in Sicherheit. Einige Fans brennen an Haaren und Jacken, sie wälzen sich wie Käfer auf dem Rasen. Einige Meter entfernt schlendert ein alter Mann durch den Strafraum. Er steht komplett in Flammen. Andere Fans stürzen sich auf die menschliche Fackel und versuchen mit ihren Jacken das Feuer auszuschlagen. »Er sah aus, als würde er einen kleinen Spaziergang machen«, berichtet später ein Augenzeuge unter Tränen, »er schien einfach nicht zu realisieren, was mit ihm geschah.« Die TV-Kameras filmen die unwirkliche Szenerie, die Bilder gehen live in das ganze Land. Alle Hilfe kommt zu spät – der Mann stirbt Stunden später im Krankenhaus an seinen schweren Verbrennungen. Martin Fletcher sieht die Szene nicht. »Gleich als wir in Sicherheit waren, wurde uns gesagt, dass jeder auf der Tribüne erfolgreich hätte fliehen können.« Zwei Tage später werden vier weitere Leichen identifiziert. Es sind Andrew, Edmond, John und Peter Fletcher.


Christopher Hammond hat Glück – er sieht seinen Vater lebendig wieder. Nachdem er seinen Sohn wie einen Rucksack über die Bande geworfen hatte, rettet sich auch Tony Hammond. »Ich war mir sicher, dass mein Haar in Flammen stehen würde. Ich schrie Chris an, er solle es löschen, aber er sagte mir: ´Dad, du brennst nicht.´.« Das Vater-Sohn-Pärchen verlässt den Ort des Schreckens. Die Luft stinkt nach Qualm und Tod. Als sie zu Hause ankommen, treffen sie auf die völlig ahnungslose Mutter. »Sie hatte das Spiel nicht gesehen und wusste nicht, was los war.« Tony muss ins Krankenhaus, einige Verbrennungen sind doch zu stark. Im Warteraum fragt er seinen Nebenmann nach dessen Verletzungen. »Er erklärte mir, dass er seine Brille nicht mehr bewegen könne. Sie sei ihm durch die Hitze in Nase und Ohren eingeschmolzen.« Tony Hammond verlässt das Krankenhaus wieder. »Spätestens da merkte ich, wie viele Menschen die ärztliche Hilfe nötiger hatten als ich.« Am Ende zählen die Helfer mehr als 265 zum Teil schwer verletzte und zur Unkenntlichkeit verbrannte Personen. Im Stadion sucht Bradford-Spieler Stuart McCall noch immer seinen Vater. Endlich findet er ihn. Schwer verwundet, einen notdürftigen Verband um den Kopf, Arme und Brust. Aber er lebt.



Erst als der letzte Funken verloschen ist, wird in Bradford das Ausmaß der Tragödie sichtbar. Die Haupttribüne ist komplett abgebrannt und hat 56 Menschen das Leben gekostet. Erstickt, verbrannt, erdrückt. Eine noch glimmende Zigarette, die in einem Plastikbecher achtlos zwischen die Holzbohlen geworfen wurde, so das Gutachten, habe im unter der Tribüne angehäuften Müll ein Feuer verursacht. Alle Versuche, den Brand noch im Keim zu ersticken, scheiterten auch daran, dass sämtliche Feuerlöscher in Sitzplatznähe vor dem Spiel abmontiert worden waren. Aus Angst vor Vandalismus. Das trockene Holz entwickelte sich in wenigen Minuten zu einem riesigen Flächenbrand, die leicht entzündbare Dachpappe verursachte Explosionen, Feuerballen und brennende Teerfetzen, die von oben auf die flüchtenden Fans tropfte. Viele der Toten hätten trotzdem gerettet werden können – wenn nur die Ausgänge nicht versperrt gewesen wären. Die meisten Opfer waren vor geschlossenen Eisen-Drehkreuzen in tödliche Fallen gelaufen.

Das als »Valley Parade Fire Disaster« in die Fußball-Geschichte eingegangene Drama jährt sich heute zum 25. Mal. In Bradford werden Tausende den Toten gedenken – und auch den Helden. Die Geschichte vom 11. Mai 1985 ist auch eine der menschlichen Nächstenliebe. Fußballer, die Zuschauern auf den sicheren Rasen halfen und sich dabei selbst starke Verbrennungen zuzogen. Junge Hardcore-Fans, die brennenden Rentnern die Flammen auf Köpfen und Jacken löschten und kleine Kinder aus der Gefahrenzone schafften. »Ich sah junge Punks, die sich schon gerettet hatten und noch mal auf die brennenden Tribünen liefen, um anderen Fans zu helfen«, erinnert sich Joyce Reisner. Auch sie wird heute in Bradford sein, gemeinsam mit ihrem Mann, der ein Denkmal für die Toten gestaltete. Die Skulptur steht in zweifacher Ausführung jeweils vor dem Rathaus von Bradford und Hamm. Die Hilfe der Mitbürger und entsetzten Zuschauer vor dem Bildschirm war schon wenige Tage nach der Katastrophe einzigartig. 48 Stunden nach dem Brand hatte man bereits einen Hilfsfond eingerichtet. Als Folge aus den unzähligen Verbrennungsopfern richtete die University of Bradford die »Plastic Surgery and Burns Research Unit« ein – heute gehört die Spezialklinik für Hauttransplantationen zu den besten der Welt. Mit sichtbaren Erfolg. Joyce Reisner erzählt die Geschichte einer Frau, die am 11. Mai 1985 mit zehn Jahren von Kopf bis Fuß schwerste Verbrennungen erleiden musste – inzwischen arbeitet sie als Stewardess bei der Fluglinie KLM.

Wie viele seelische Narben das Desaster von Bradford hinterlassen hat, kann 25 Jahre danach niemand sagen. Martin Fletcher, der Junge, der vier Familienmitglieder verlor, wurde in den Jahren nach dem Unglück auch seiner Jugend beraubt. Tragödien brauchen Helden und die englische Presse machte Martin Fletcher zum unschuldigen Gesicht der Überlebenden. »Die Presse feierte mich als ´tapfersten Jungen Großbritanniens´, vier Jahre fand ich mein Gesicht beinahe wöchentlich in irgendwelchen Zeitungen.« Das Schicksal hat es dem Fußball-Fan auch später nicht einfach gemacht: Im April 1989 ist der Nottingham-Supporter wieder bei einem Fußball-Spiel. Forest spielt gegen den FC Liverpool. Das Stadion heißt Hillsborough…


Donnerstag, 13. Mai 2010

VERBANDSLIGA SÜD-OST



WSV Tangstedt – VfL Oldesloe 2:2 (1:0)


Nach dem enttäuschenden Remis haderte WSV-Trainer Manfred Lorenz mit der Chancenverwertung seines Teams. „Leider haben wir die entscheidenden Szenen nicht konsequent abgeschlossen. Bitter, dass wir dann jeweils im direkten Gegenzug die Tore kassierten“. Oliver Hirschlein besaß die große Möglichkeit zur Führung, scheiterte aber knapp. Im direkten Gegenzug machte es der VfL besser, Tobias Wriedt (30.) ließ sich seine Chance dagegen nicht entgehen. Nach dem Wechsel stemmte sich der WSV mit Erfolg gegen die drohende Niederlage, Timo Heinrich (57., Handelfmeter) und Andre Bohlke (79.) drehten die Partie. Doch wiederum Hirschlein (82.) vergab das 3:1 und die dadurch mögliche Vorentscheidung. Und wieder wurde der Gastgeber dafür bitter bestraft, im direkten Gegenzug glich Andy Baasch (83.) nach einer Ecke nicht unverdient aus. „Bei Standards sind wir zurzeit sehr anfällig. Aber im Training können wir das ja nicht verbessern, wir spielen ja nur noch“, sagte Lorenz mit einem ironischen Unterton.


Tangstedt: Martens – Neiber, Mc Cann (46. Helmchen), Feddersen-Clausen (56. Muandula), Stein – Heinrich, Sharma, T. Regel-Riebling, Lazarov, Bohlke – Hirschlein.



Breitenfelder SV – Strand 08 1:4 (0:4)


Auch der BSV konnte die Strander auf ihrem Weg in Richtung SH-Liga nicht stoppen und kassierte eine verdiente Niederlage. Breitenfelde war überraschend defensiv eingestellt, bot mit Daniel Kruse nur eine Spitze auf. So hatten die Strander viel Raum, um ihr gutes Offensiv-Spiel zu präsentieren. Schon nach fünf Minuten war die BSV-Taktik über den Haufen geworfen, per Kopfball erzielte Jan Stahl aus elf Metern die Führung. Bevor sich die BSV-Abwehr wieder richtig ordnen konnte, stand es schon 0:2. Breitenfelde schaffte es mit mehreren Versuchen nicht, den Ball aus der Gefahrenzone zu bringen. Phillip Baasch (8.) nutze diese Unsicherheit zum zweiten Treffer. Und der rabenschwarze Tag der Hausherren ging weiter. Riza Karadas (23.) zielte aus knapp dreißig Metern genau in den rechten Winkel, bevor er aus dem Gewühl heraus seinen zweiten Treffer (28.) und das 100. Saisontor der Timmendorfer erzielten konnte. Nach dem Wechsel schaltete der Spitzenreiter sichtbar einige Gänge zurück und verwaltete geschickt das Ergebnis. Kruse (50.) gelang lediglich die Ergebniskosmetik. „Taktisch war das heute ein Scherbenhaufen“, kritisierte Obmann „Freddy“ Albrecht die BSV-Leistung. „Auch bei Standards waren wir heute sehr anfällig“.


Breitenfelde: Hansen – S. Siemers, Schönfeldt, Lukaszczuk, Banthin (75. J.-A. Siemers) – Henning, Schwan, Becker, Biallas, Khartey – Kruse.


Strand: Berndt – Goebel, Rehberg, Borja, Gohrke (80. Kähler), Plähn, Stahl, Schlichte (70. Starke), Baasch, Zeh, Karadas.




RW Moisling – TSV Bargteheide 4:0 (3:0)


Von Beginn an übernahmen die Rot-Weißen das Kommando und waren am Brüder-Grimm-Ring stets Herr der Lage. Die Kohlmann-Elf untermauerte sehenswert ihre starke Form, kam gegen überforderte Gäste zum sechsten Heimsieg in Serie. Schon nach fünf Minuten setzte sich Kolja Grant eindrucksvoll in Szene, ließ Keeper Andre Phillip keine Abwehrchance. Moisling agierte effektiver und zweikampfstärker, war dem Gegner immer einen Schritt voraus. Nach einer Flanke von David Senghore köpfte Faruk Dogan (21.) unbedrängt zum 2:0. „Wir haben Bargteheide schnell den Schneid abgekauft und über neunzig Minuten Vollgas gegeben. Ein verdienter Sieg“, sagte RW-Manager Bernd Schuld begeistert. Grant (41.) markierte mit seinem zweiten Treffer schon vor der Pause die Vorentscheidung. Nach dem Wechsel machte der Gastgeber weiter Druck und erspielte sich reihenweise Möglichkeiten. Doch nur Dogan (50.) konnte Phillip noch überwinden. Bei den Moislingern verdienten sich Grant, Dogan und Dennis Akar Bestnoten, beim TSV konnte nur Kevin Ihns überzeugen. In Breitenfelde wurde der Torschütze falsch übermittelt, Marco Barten sorgte mit einem tollen Fernschuss für den verdienten Ausgleich.


Moisling: Ketbanjong – Kohlmann, Akar, Akcasu (63. H. Azzez), Haye, M. Bornemann, Dogan (73. Schütte), Grant, J. Bormenann (46. Jakubiak), Barten, Senghore.


Bargteheide: Phillip – D. Behnk (46. Schaft), Westphal – Kukanda, Strusch (53. Dörling), Teichmann, Fürstenberg, Heinz, Stiller, Witzke (28. Klötzner) – Ihns.




Preußen Reinfeld – TSV Siems 0:0


Für die Preußen - mit Stefan Rosema für den dienstlich verhinderten Alexander Ciesler zwischen den Pfosten - reichte es gegen die Remiskönige aus Siems (10) wieder nur zu einem Punkt. Schon das dritte Heimspiel in Serie spielte man nur Unentschieden, in der aktuellen Situation eindeutig zu wenig für die Karpfenstädter. „So kommen wir da unten nicht raus“, sagte Trainer Matthias Krienke, „mit dem Remis kann der TSV besser leben als wir“. Reinfeld war über weite Strecken das bessere Team, agierte aber vor dem Tor nicht zwingend genug. Torben Döhring (38.) hatte die beste Chance der Gastgeber, traf aber freistehend vor dem Gehäuse nur Keeper Sascha Reger. Die Lübecker, die immer wieder geschickt das Tempo aus der Partie nahmen, hatten erst in der Schlussviertelstunde erste Möglichkeiten. Die beste Chance ließ Mirco Niels (72.) liegen, als er aus kurzer Distanz an die Latte köpfte. Zwei Minuten später hatte Dennis Schuhmacher die letzte Möglichkeit, sein Kopfball strich knapp am Tor vorbei.


Reinfeld: Rosema – Beeck, To. Kutschke, Sagwan – Döhring, Metzner, Funke (80. Schaper), Lorenz (80. Heinemann) – Witten, Dordowsky (62. Mehlfeld), Sauer.


Siems: Reger – Hennings (88. Tafazoli), T. Laske, Thomaschewski, Mi. Niels, Safadi, Weber, Schellhammer, Schwenn (65. Kraft), Schuhmacher, Volkmann.




GW Siebenbäumen – Möllner SV 0:8 (0:4)


Mit einem auch in der Höhe absolut verdienten Kantersieg schossen die Möllner die Grün-Weißen in eine fast aussichtslose Lage. Zwar ist für die Hausherren rechnerisch noch alles möglich, doch verlieren sie auch nicht die Realität aus den Augen. „Mölln war uns in Allem überlegen. Ob technisch, läuferisch oder spielerisch. Da wurden uns ganz klar unsere Grenzen aufgezeigt. Vielleicht ist das am Ende halt zu wenig, um die Klasse zu halten“, analysierte Claus Singelmann die Partie. Die ersten zwanzig Minuten hielt GWS gut mit, lag aber schon nach 30 Sekunden zurück. Eugen Wolowik sorgte mit dem ersten Angriff für einen Auftakt nach Maß. In der 20. Minute wurde es dann hektisch. Lekso Ostati glich aus, doch nach endlosen Sekunden entschied Schiedsrichter Böck nach Rücksprache mit seinem Assistenten urplötzlich auf Abseits. Doch anstatt auf Freistoss für Mölln zu entscheiden, gab es zur Verwunderung aller Beteiligten Schiedsrichterball. „Eine absolute Frechheit und eine totale Fehlentscheidung. Das hört sich sicher komisch an, aber das war für uns der Knackpunkt. Da hat der Schiri uns den Zahn gezogen“, war der Trainer sichtlich in Rage. Mölln nutzte die nun folgende Verunsicherung der Gastgeber konsequent aus. Sascha Stange (25., 29.) und Wolowik (33.) erzielten schon vor der Pause die Entscheidung. Auch nach dem Wechsel ließ die MSV nicht locker und hatte weiterhin leichtes Spiel. Stange (59.) mit seinem dritten Streich, Valeri Scerbinin (62.), Artur Schefer (90.) und Rick Latus (90.+2) schossen den höchsten Saisonsieg heraus.


Siebenbäumen: Nasaczewisz – Kindler (46. Villareal), Urban (46. Bischkopf), Kutlus – Schönborn, Ostati (60. Geisler), Schulz, Retelsdorf, Bernet – Konan, Schlichting.


Mölln: Ruhr – Sembritzki, Hahn (70. Montevirgin), El Sabe, Sanogo (76. Hueseyin) – Schefer, Scerbinin, J. Jahnke, Krefta – Stange (81. Latus), Wolowik.



KREISLIGA LÜBECK/LAUENBURG


TSV Berkenthin – Phönix Lübeck 3-2


Auch hier kann ich mich nur wiederholen: Gegner aus dem unteren Drittel können auch Fußball spielen. Die Phönix-Mannschaft geriet bereits in der 8. Spielminute in Rückstand. A. Meier erzielte – nicht wie sonst mit dem „Köpfchen“, sondern mit dem Fuß – in der 19. Spielminute den Anschlusstreffer zum 1:1. Wäre in der 28. Spielminute die Chance von A. Linke genutzt worden, hätte man beruhigter in die Halbzeitpause gehen können. T. Burgu krönte seine gute Leistung mit seinem Freistoßtor zum 1:2 in der 53. Spielminute. Der TSV Berkenthin lebte von Standards, aus denen Torgefahr entstand. In der 66. Spielminute gelang so der Anschlusstreffer zum 2:2. Danach ließen die Phönixer Laufbereitschaft und Durchschlagskraft vermissen . Folglich fiel in der 80. Spielminute der Siegtreffer für Berkenthin zum 3:2.


Mannschaftskader: J. Hanf, S. Gosch, R. Kersten, M. Nzumba (78. P. Kröger), T. Burgu, A. Linke, M. Nasra, S. Grün, A. Meier, R. Zarza Del Barrio, S. Wenst (75. D. Fiege)




Krummesser SV – Phönix Lübeck 2-2


Für die Phönixer sind anscheinend Mannschaften aus dem unteren Drittel keine ernstzunehmenden Gegner. Die Phönix-Mannschaft hatte bereits in der 2. Spielminute die Gelegenheit, durch S. Wenst in Führung gehen zu können. Dieser traf allerdings nur das Aluminium. Erst in der 26. Spielminute erzielte A. Linke den Führungstreffer zum 1:0. Vorausgegangen war ein Freistoß, ausgeführt von M. Nasra auf den zweiten Pfosten, den A. Meier in die Mitte verlängerte, wo A. Linke „nur“ noch einlochen musste. Mit dieser hauchdünnen Führung ging es in die Kabine. Kurz nach Wiederanpfiff (48.) erzielte Krummesse den Ausgleichstreffer zum 1:1. In der 58. Spielminute hätte D. Fiege alles klar machen können, wenn er anstatt des Gewaltschusses den Ball nur reingeschoben hätte. S. Grün erlöste die Phönixer in der 72. Spielminute mit seinem Treffer zum 1:2. Fünf Minuten später entschied der Schiedsrichter, dass R. Kersten seinen Gegenspieler im Strafraum gefoult hatte. Der Elfmeter wurde von P. Pilarski zum Endstand 2:2 erzielt. Schade, dass die Phönix-Mannschaft hier nicht ihr Können, wie gegen ATSV Stockelsdorf oder TuS Lübeck, gezeigt hat, denn dann wären hier nicht zwei Punkte verschenkt worden.


Mannschaftskader: M. Kaminski, S. Gosch, R. Kersten, M. Nasra, A. Meier, A. Linke, D. Fiege, P. Kröger, M. Nzumba, S. Grün, S. Wenst





SG Wentorf/Schönberg – TSV Gudow 2-1


Am Mittwoch war der TSV Gudow zu Gast in Wentorf. Das Spiel lief gerade einmal zwei Minuten, als Christoph Schultz zum ersten Mal den Ball im Tor unterbrachte. Vorausgegangen war ein schönes Zusammenspiel von Christian Witten und Alexander Urban. Und die Gastgeber blieben am Drücker. Es ergaben sich gute Möglichkeiten, aber es konnte keine genutzt werden. In der 20. Minute konnte die SG einen Ball zweimal nicht klären und wurde gnadenlos bestraft. Der Torschütze für Gudow war Jens Michael Ehrhardt. Doch die Mannschaft der SG Wentorf/Schönberg machte sofort weiter. Nach einem schnell ausgeführten Freistoß brachte Tobias Rohde den Ball punktgenau auf Christoph Schultz. Dieser hatte dann keine Mühe den Ball im Tor unterzubringen. So ging es mit einem 2:1 in die Halbzeitpause.


In der 2. Halbzeit kam das Team des TSV Gudow besser ins Spiel, doch die Spieler der SG hielten dagegen und verteidigten den Vorsprung. Torraumszenen gab es in der zweiten Hälfte nicht so viele. Die beste Chance für die SG hatte Christoph Schultz, der allein vor dem Keeper des TSV auftauchte. Dieses Duell entschied der Schlussmann für sich. In der 80. Minute dann die Möglichkeit für Gudow hier rettete der Pfosten für den bereits geschlagenen SG-Keeper Julian Ehlers. So blieb es beim 2:1. Insgesamt war es ein verdienter Sieg. Das Team der SG Wentorf/Schönberg überzeugte kämpferisch und zeigte, besonders in der 1. Hälfte, einen schönen Fußball.


Mittwoch, 12. Mai 2010


TSV Gudow – Olympia Schwartau 1-1


Am Sonntag musste der SV Olympia zum schweren Auswärtsspiel beim TSV Gudow antreten. Die ersten 15 Minuten war der SV Olympia die bessere Mannschaft, immer wieder wurden die Zweikämpfe gewonnen und schnell umgeschaltet. Allerdings fehlte oft die nötige Ruhe und Übersicht am Ball, sonst wäre eine schnelle Führung möglich gewesen. Die beste Chance zur Führung hatte in dieser Phase Richard Borja, leider traf er den Ball nicht richtig, sodass sein Kopfball eine leichte Beute für den Torwart des TSV Gudow wurde. Ab der 20 Minute jedoch brachte sich der SV Olympia durch etliche Fehlpässe selbst aus dem Rhythmus und baute somit die Gastgeber auf, die dadurch besser ins Spiel kamen. In der 24. Minute konnte der TSV Gudow eben solch einen Fehlpass nutzen und kam zur 1:0 Führung. Leider rutschte Christopher Frahm in dieser Szene aus, sonst hätte er den Ball sicher gehalten. Bis zur Pause war es dann ein unansehnliches Spiel, unzählige Fehlpässe auf beiden Seiten ließen keinen Spielfluss zu. Eins muss man aber hervorheben, einige Spieler der Gastgeber konnten sich mit einigen Schauspieleinlagen in den Vordergrund spielen. Leider fiel auch der schwache Schiedsrichter immer wieder darauf rein. So wurden die Seiten beim Stand von 1:0 für den TSV Gudow gewechselt.


Wie schon in der ersten Hälfte kam der SV Olympia besser in die Partie, doch diesmal nutzte Martin Mendig in der 53. Minute nach Vorlage von Martin Hepp die Chance und glich aus 12 Metern zum 1:1 aus. Aber nur zwei Minuten später griff der Schiri erneut mit einer komplett überzogenen Entscheidung in das Spiel ein. Nach dem Silvio Benedetto gefoult wurde und den fälligen Freistoß schnell ausführen wollte, hielt ihn der Gudower am Trikot fest. Silvio riss sich los und trat nach dem Ball, den er auch für jeden sichtbar traf. Sein Gegenspieler nahm das jedoch zum Anlass lauthals schreiend zu Boden zu gehen und den Schwerverletzten zu spielen. Aber der Schiri fiel darauf rein und zeigte Silvio die Rote Karte, für den nach geschätzten 30 Sekunden Behandlungsdauer zurück kommenden Spieler des TSV Gudow gab es nicht mal Gelb für das verhindern der Ausführung des Freistoßes. Wer jetzt allerdings gedacht hat, dass der SV Olympia dadurch aus dem Konzept kommen würde sah sich getäuscht. Selbst nach der Roten Karte war der Sv Olympia die bessere Mannschaft und erspielte sich eine Vielzahl von Möglichkeiten. Leider fehlte in den Situationen das nötige Glück, so dass es keinen weiteren Treffer gab. In der 75 Minute die nächste klare Fehlentscheidung, Martin Hepp kommt im Strafraum an den Ball, dreht sich und kann nur durch ein Foul am Torschuss gehindert werden.


Die Pfeife bleibt jedoch stumm, der Ball springt durch den Strafraum und Tobias Lemke kommt frei zum Abschluss und trifft zum 2:1 für den SV Olympia. Aber mitten in den Schuss doch noch ein Pfiff vom Schiri, aber es gab keinen Elfmeter sondern Freistoß für Gudow. Sensationell !!! Doch auch dadurch fiel der SV Olympia nicht um, immer weiter kämpfte die Mannschaft und setzte die Gastgeber unter Druck, allerdings war jeder Angriff, der gefährlich wurde nach Ansicht des Linienrichters Abseits.


Kleine Regelkunde: Es ist der Zeitpunkt der Ballabgabe entscheidend, nicht wann der Ball angenommen wird. Etwas Positives gab es dann aber doch noch, in der 88. Minute betrat Tim Naber, der sich im Pokalspiel gegen den TSV Travemünde im August am Knie verletzte, nach langer Pause den Rasen und feierte sein Comeback. Schön, dass du wieder dabei bist Tim. Nach 90 Minuten blieb es für den TSV Gudow beim glücklichen1:1 Unentschieden. Leider wurden der Kampf und der tolle Einsatz der Mannschaft diesmal nicht belohnt, aber auf die Leistung gerade in der zweiten Hälfte kann die Truppe stolz sein.




AKM Lübeck – Lübecker SC 99 1-1

An diesem Mittwochabend wollten wir am Koggenweg bei AKM Lübeck in die Erfolgsspur zurückfinden und an die gute zweite Halbzeit gegen Gudow anknüpfen.

Die erste Chance des Spiels hatte allerdings der Gastgeber, doch Sascha hielt klasse im 1gegen1-Duell. In der Folge spielten nur noch wir und schnürten AKM ein. Wir ließen wenig zu und spielten schön und effizient nach vorne. Es war eine der besten Halbzeiten der Saison, wenn nur die Tore gefallen wären. In der 7. Minute der erste Hochkaräter: Einen Freistoß von Mansi legt Niki mit der Brust auf John ab, der aus aussichtsreicher Position aber leider über das Tor schießt. 3 Min. später wieder John. Einen Fehlpass von AKM riecht unser Stürmer, schafft es aber wieder nicht den Ball aufs Tor zu bringen. Kurze Zeit später wieder ein sehenswerter Angriff von uns: Ahmed steckt durch auf Mark, könnte schießen, legt aber wieder zurück auf Ahmed doch der Ball geht wieder aus 11m nicht aufs Tor, sondern fliegt über die Latte. In der 29. Min. dann erneut Ahmed, er schießt mit links, doch der Ball geht wieder am Tor vorbei. Kurz vor der Halbzeit die vielleicht größte Möglichkeit dieser Halbzeit. In einen scharf in den 16er gespielten Ball rutscht Niki rein und bringt den Ball aus 5m aufs Tor, doch der Torwart der Platzherren kann den Ball gerade noch abwehren. Wir hätten zur Halbzeit deutlich führen müssen, doch es ging mit einem 0:0 in die Pause.

Im 2. Abschnitt dauerte es nicht lange bis wir nachholten, was wir im ersten Durchgang versäumt hatten: Ahmed setzt sich wunderbar auf links durch und flankt von der Grundlinie auf Stöpsel, der volley abzieht und den Ball unhaltbar im Winkel versenkt. Es dauerte allerdings auch nicht lange bis AKM ausgleichen konnte: Der Spielmacher der Gastgeber wird an der Außenlinie nur halbherzig angegriffen und lupft auf seinen Mitspieler. Der kann ebenfalls von der Grundlinie flanken und der Stürmer der Platzherren entwischt uns am Fünfmeterraum und kann einköpfen. Danach schafften wir es nicht mehr so dominant zu spielen wie in der 1. Halbzeit. AKM übernahm nun das Ruder und wir verteidigten hauptsächlich. Dabei waren sie aber nicht so zwingend wie wir im ersten Durchgang. Trotzdem mussten wir am Ende um den Punkt zittern. Echte Torchancen konnten wir uns nicht mehr erspielen. Wenn man das gesamte Spiel betrachtet, hätten wir trotzdem als Sieger vom Platz gehen müssen. Aber die mangelnde Chancenverwertung zieht sich leider wie ein roter Faden durch die gesamte Saison. Trotzdem hat sich unser positiver Trend bestätigt und wir können optimistisch die nächsten Aufgaben angehen.

LSC: Dallmann - Skordos - Möller, Rumstieg - Jessen, Lindloff, Kreutzfeldt, Sirdah, Podszus (72. Fust) - Willers (46. Pabst), Lindhoff, Tore: 0:1 Lindhoff (48., Sirdah)
1:1 - (50.)




SG Wentorf/S. – Ratzeburger SV 0-3

Nach der schwachen Vorstellung unter der Woche beim FC Dornbreite II wollte sich der Ratzeburger SV im Derby bei der SG Wentorf/Schönberg rehabilitieren. Die Mannschaft der Ratzeburger schien vor dem Spiel hoch motiviert und wollte drei wichtige Punkte im Kampf gegen den Abstieg sammeln.

Schon nach 43 Sekunden der erste Aufreger in dieser Partie. Einen Freistoss von Jan Weluda konnte der Schlussmann der Gastgeber nur abklatschen lassen und Sven Knuth war zur Stelle und markierte das frühe 1:0. Dachten alle...Der Assistent zeigte jedoch eine Abseitsstellung an. Eine doch sehr fragwürdige Entscheidung des Unparteiischen. Nur drei Minuten später tauchte Patrick Awiszus frei vor dem Wentorfer Gehäuse auf, verzog allerdings aus 12 Metern knapp. Wer jetzt dachte, dass wird ein leichter Gang, schien sich getäuscht zu haben. In der 6. und 10. Minute hatte der Gastgeber zwei gute Möglichkeiten durch Schultz und Urban. Diese blieben aber auch ungenutzt. Mit zunehmender Spieldauer übernahm der Gast aus der Inselstadt jetzt das Spiel. In der 20. Minute hatte Simon Behnk eine gute Schusschance aus 13 Metern, doch der Keeper der Gastgeber reagierte toll und parierte seinen Schuss. Nach einer halben Stunde war es dann aber so weit. Jan Weluda versenkte einen Freistoß aus 20 Metern unhaltbar zum 1:0 für die Gäste. Diesen Vorsprung brachte der Gast aus Ratzeburg sicher in die Halbzeitpause.

Die zweite Hälfte begann mit einem Paukenschlag. In der 50. Minute landete ein Abpraller bei Marc Schmidt, der flankte sahnemäßig auf Michael Hinrichsen und es stand 0:2. Jetzt kontrollierte der Gast mehr und mehr das Geschehen auf dem Platz. Den Wentorfern wurden bis zur 80. Minute keine guten Tormöglichkeiten erlaubt. Sicherlich ein Verdienst der beiden Manndecker Christian Bronikowski und Michael Hinrichsen, die ihre Aufgaben mit Sonderauszeichnung lösten! Der RSV hingegen hatte noch zahlreiche Möglichkeiten, das Spiel schon vorzeitig klar zu entscheiden. Zweimal Jan Weluda und einmal Marc Fischer konnten ihre sehr guten Möglichkeiten jedoch nicht nutzen. Die letzten 10 Minuten zeigten noch einmal ein letztes Aufbäumen der Gastgeber. Einmal scheiterten die Wentorfer am guten Torwart Jens Nickel und einmal versagten ihnen aus drei Metern die Nerven. Die endgültige Entscheidung dann in der 84. Spielminute. Mirko Rusch verwandelte einen Freistoß aus 18 Metern, nach eigenen Angaben mit ca. 118 km/h, zum 0:3. So stand beim Schlusspfiff des Schiedsrichters ein verdienter Sieger aus Ratzeburg fest.

Fazit: Ein absolut verdienter Sieg für uns! Der bessere Spielaufbau und ein richtig gutes Zweikampfverhalten haben das Spiel zu unseren Gunsten entschieden. Allerdings müssen die klaren Möglichkeiten noch besser genutzt werden. Es gilt jetzt die Spannung hoch zu halten und gegen Schlutup nachzulegen. Mit dieser Einstellung wird gegen die Lübecker auch etwas drin sein.



Am Sonntag war der Ratzeburger SV zu Gast in Wentorf. Von Anfang an legten die Ratzeburger los und schossen bereits nach zwei Minuten das 1:0. Der Treffer wurde aber durch den Schiedsrichter aufgrund einer Abseitsstellung nicht gegeben. Die Ratzeburger blieben am Drücker und gingen in der 30. Minute, durch einen abgefälschten Freistoß aus 18 Metern in Führung. Der Torschütze war J. Weluda. Dies war auch der Halbzeitstand.

Nach gespielten fünf Minuten in der 2. Halbzeit war es Hinrichsen, der den Ratzeburger SV mit 2:0 in Führung brachte. Jetzt schien es, als sei die SG erwacht und erarbeitet sich einige gute Möglichkeiten. Alle Chancen wurden ausgelassen. In der 87. Minute war es Rusch, der mit einem sehenswerten Freistoß den 3:0 Endstand herstellt. Man vermisste bei der Mannschaft der Spielgemeinschaft alles, was sie bis jetzt die ganze Saison ausgezeichnet hat.



KREISKLASSE A


Eichholzer SV – TSV Kücknitz 2-5


Am Muttertag gewannen wir gegen den Eichholzer SV mit 2:5 und konnten somit den nächsten wichtigen Schritt in Richtung Aufstieg landen. Wir begannen etwas unkonzentriert und in der 7. Spielminute mussten wir nach einem Eckball das 1:0 hinnehmen, nachdem Andy Liedtke den Ball nicht festhalten konnte und der Eichholzer Stürmer schnell reagierte und den Ball einschoss. Doch in der 13. Minute konnte Oliver Grieger einen schönen Pass auf den rechts gestarteten Martin Stuht spielen, der den Ball direkt per Außenriss am Keeper vorbei zum 1:1 ins lange Eck schlenzte. Wir agierten mit reichlich Sand im Getriebe, ein vernünftiger Spielaufbau kam nur selten Zustande. In der 32.Minute hatte Oliver Krause eine gute Idee und spielte Andre Burow schön frei, der mit seinem 19. Saisontreffer zur Führung einnetzte. Nun hatten wir eine gute Viertelstunde und Olli Grieger konnte nach Vorarbeit von Tomasz Sendlewski das 1:3 erzielen. Kurz vor der Pause konnte Oliver Grieger sich erneut durchsetzten und den Ball am Eichholzer Keeper vorbei, zum 1:4 ins Netz bugsieren.





Entgegen unsere Gewohnheit konnten wir in Halbzeit zwei keine Schippe drauflegen, sondern spielten wohl die schlechtesten 45. Minuten in diesem Jahr. Wir konnten in vielen Situationen die Ordnung nicht halten und passten uns dem Eichholzer Spiel an. Andre Burow konnte in der 62. Minute das 1:5 erzielen, nachdem der gegnerische Libero den Ball im eigenen Strafraum vertändelte und Andre den Ball im kurzen Eck versenkte. Eichholz kam in der 69. Minute durch einen sehenswerten Freistoß zum 2:5. In der 71.Minute dann eine kuriose Szene, als Schiedsrichter Boris Hofmann dem zum Wechsel bereit stehenden Paul Sokolowski mit gelb/rot des Feldes verwies, ohne dass dieser das Spielfeld überhaupt betreten hat. Den Rest der Begegnung taten wir uns zu zehnt sehr schwer und wir konnten kaum noch Entlastung schaffen. Eichholz versuchte das Spiel zu machen und unsere Unordnung auszunutzen, kam aber auch nicht zu größeren Möglichkeiten. Bedanken möchten wir uns beim Kücknitzer Anhang und natürlich bei Andy Liedtke, der uns im Tor ausgeholfen hat.