FOOTBALL`S COMING HOME... UNSER GELIEBTER FUßBALL AUS DEN UNTEREN LIGEN


Berichte über unseren geliebten Amateur-Fußball aus dem Herzogtum Lauenburg, der Hansestadt Lübeck und der Verbandsliga Süd-Ost... und natürlich aus dem Mutterland des Fußballs...

Donnerstag, 3. April 2008

35 Jahre Trikotwerbung

Ein Hirsch sorgt für Furore !!!

Am 24. März 1973 feierte sie ihre Geburtstunde - die Trikotwerbung. Den Anfang machte Eintracht Braunschweig, das vor 15500 Zuschauern gegen Schalke mit dem Konterfei des Kräuterlikörherstellers Jägermeister auflief. Etwa 90000 D-Mark ließ sich der Spirituosen-Unternehmer Günter Mast diese Werbung kosten - und sorgte damit für reichlich Diskussionsstoff beim DFB.

Bis in den Bundesgerichtshof wurde über die Zulässigkeit des Trikotsponsorings verhandelt. Zur Freude von Mast. Denn durch die Schlagzeilen war sein Unternehmen (und sein Getränk) im wahrsten Sinne des Wortes in aller Munde. Es folgten der Hamburger SV mit Campari, Eintracht Frankfurt mit Remington, MSV Duisburg mit Brain Scott und Fortuna Düsseldorf mit Allkauf auf der Brust.

Heutzutage sind die Einahmen aus der Trikotwerbung kaum noch wegzudenken. Um die 100 Millionen Euro nehmen die Bundesligisten mit den Brustemblemen pro Saison ein, die 36 Profiklubs kassieren zusammen etwa 137 Millionen Euro. Insgesamt machen die Sponsoring-Einnahmen des Fußballs in Deutschland 418 Millionen Euro aus.

Und alles ist inzwischen schön reglementiert. Die Vereine müssen dem Schiedsrichter per E-Mail mitteilen, mit welchem Trikot sie antreten wollen. Vorbei die Zeiten, als die Gäste sich aussuchen durften, in welcher Trikot-Farbe sie antreten. Apropos Farbe: Ein Trikot darf inzwischen maximal vierfarbig sein, inklusive einer fünften so genannten "Dekofarbe". Die Rückennamen dürfen nur 7,5 Zentimeter hoch sein, Künstlernamen (wie z.B. der des Ex-Berliners Andreas Neuendorf, der mit seinem Spitznamen "Zecke" auf dem Rücken auflaufen wollte) auf dem Trikot bedürfen vor Saisonbeginn einer Genehmigung von der DFL.

Der Jägermeister-Hirsch als Trikot-Zierde wäre aktuell übrigens gar nicht mehr erlaubt. Werbung für Tabakwaren und Alkohol über 15 Prozent ist inzwischen untersagt, genauso natürlich politische, religiöse und rassistische Aussagen.

Für mich als "Bochumer Junge" (zahlendes Mitglied) sind das natürlich alte Werbe-Erinnerungen...


Diese sind natürlich auch obercool... !!!!












Dienstag, 1. April 2008

VERBANDSLIGA vom 30.03.08


VfR Neumünster – SV Breitenfelde 3:1

Wie schon in den letzten Spielen war der BSV auch in Neumünster mindestens gleichwertig, wenn nicht sogar das bessere, weil aktivere Team. Auch an hochkarätigen Chancen hatte der BSV ein deutliches Plus gegenüber den Gastgebern aus Neumünster. Doch - wenn Du keinen machst, werden die eigenen Fehler in der Verbandsliga knallhart bestraft: unnötiger, vermeidbarer Elfmeter praktisch mit dem Pausenpfiff - 0:1, Ballverlust im Aufbauspiel - 0:2, Torwartfehler - 0:3!

Die Chance, in Neumünster - und damit bei einem so genannten Spitzenteam der Verbandsliga zu gewinnen, war wohl nie so groß und wird wohl auch nicht mehr kommen. Wenn man in der Verbandsliga mithalten will, ist die Grundvoraussetzung, dass eine Mannschaft Einsatz von der ersten bis zur letzten Minute zeigt. Das war der Fall. Aber, um ein Spiel zu gewinnen, muss man auch mal eine (gern auch mehr) Bude(n) machen. Und die kam beim Stande von 0:3 leider zu spät von Daniel Kruse...

BEZIRKSLIGA vom 30.03.08


BSSV – TSV Berkenthin 3:0

Nach drei Siegen in Folge wollte man daheim gegen den TSV Berkenthin die Serie weiter ausbauen, um nicht an Boden im Aufstiegsrennen zu verlieren.

In der ersten Halbzeit brauchte die Mannschaft allerdings anscheinend eine Anlaufphase, um nach dem spielfreien Osterwochenende wieder in Tritt zu kommen. Viel zu viele Ballverluste und einfache Fehler im Spielaufbau unterbanden ein druckvolles Offensivspiel. Auch in der Defensive stand man noch nicht absolut sattelfest und musste die eine oder andere Chance des Gastes überstehen. Fast aus dem Nichts heraus gelang dem BSSV allerdings in der 38. Minute die Führung. Magnus Möhrmann rutschte beim Flankenversuch der Ball über den Spann und schlug unhaltbar im hinteren Torwinkel ein. Kurze Zeit später folgte dann nach dem ersten richtig sehenswerten Angriff gar das 2:0 als Bastian Tolle eine Maßflanke von Maik Heinrich einköpfen konnte. Das 2:0 stellte dann auch den in dieser Höhe schmeichelhaften Halbzeitstand dar.

Man nahm sich vor, in der zweiten Halbzeit druckvoller und einfacher im Spielaufbau zu agieren, doch gleich die erste Aktion misslang und ein Berkenthiner lief alleine auf Hauke Hansen zu, der allerdings prächtig parierte. Diese Chance wirkte jedoch als Weckruf und es sollte sich im weiteren Spielverlauf keine weitere Möglichkeit für die Gäste mehr bieten. Ganz im Gegenteil: Der BSSV erhöhte den Druck und hatte mehrfach die gute Chancen, das Ergebnis zu erhöhen. Dies gelang jedoch erst fünf Minuten vor dem Ende als Matthias Krüger quer auf Christian Pries legte, der den Ball dann sicher zum Endstand einschieben konnte.

Fazit: In der ersten Seite stand dem BSSV das Glück zur Seite und wohl niemand wusste so richtig, warum man mit zwei Toren zur Pause führte. In der zweiten Halbzeit übernahm der BSSV allerdings zusehends die Initiative und fuhr einen letztlich verdienten Heimsieg ein, der einen perfekten März abschloss.

Aufstellung: H. Hansen – B. Trilck (ab 70.: H. Nitsch), S. Gleu, S. Renfert – M. Heinrich (ab 75.: T. Schlichting), B. Tolle, M. Oertel, Chr. Kokartis, N. Burke – M. Krüger, M. Möhrmann (ab 75.: Chr. Pries)

KREISLIGA vom 30.03.08


Bor. Möhnsen – Möllner SV II 4:0

Die Borussen bleiben auf dem heimischen Kuckucksberg weiterhin ohne Niederlage, im Spitzenspiel gegen den Möllner SV II siegten die Burmeister Jungs verdient mit 4:0 (2:0). Nach dem blamablen 1:1 beim Mustiner SV hatten die Borussen sich viel vorgenommen und genauso ging es auch los. Mit starken Windböen im Rücken ging es vom Anpfiff an nur auf das Tor der Möllner. Nach 7 Minuten dann der erste Treffer, nach einem Eckball von Christoph Czygan stand Dshivan Salen am 2.Pfosten an der richtigen Stelle und traf per Kopf zur Führung.

Im Verlauf der 1.Halbzeit entwickelte sich ein hitziges Spiel, in dem der gute Schiedsrichter Malte Zimmermann aus Krummesse das Geschehen immer im Griff hatte. Bis zur 30. Minuten wurden einige gute Einschussmöglichkeiten nicht genutzt, ehe Christoph Czygan mit einem Lupfer den Möllner Keeper Elvert überwinden konnte. Der Gast aus Mölln kam im ersten Durchgang nur zu einer guten Möglichkeit, die Jörg Dunkelmann nicht nutzen konnte.

Zu Beginn der 2.Halbzeit war es jedem Borussen klar, dass ein 2:0 ein gefährliches Ergebnis ist, auf das man sich nicht ausruhen darf. Doch schon kurz nach dem Anpfiff wurde John Willers im Strafraum mit einem Foul gestoppt, den fälligen Strafstoß verwandelte Christoph Czygan in gewohnt sicherer Manier. Kurze Zeit später wieder ein Geniestreich von Christoph Czygan, er führte einen Freistoß aus dem Mittelfeld blitzschnell aus und bediente Felix Stamer, der den freistehenden John Willers sah und der Endstand zum 4:0 stand bereits nach 52 Minuten fest. Bis zum Schlusspfiff waren die Möllner dann mit dem Wind im Rücken optisch überlegen, doch die Chancen blieben ungenutzt.

Die Borussen hätten ihrerseits auch noch den einen oder anderen Treffer erzielen, so scheiterte Daniel "Franco Baresi" Schlingelhof freistehend am Torwart. Am Ende war es ein verdienter Sieg der Borussen und man verkürzte den Rückstand auf den 3. der Tabelle Möllner SV auf einen Punkt. Für Trainer Hugo Burmeister war es im 3.Anlauf endlich der 1.Sieg gegen seinen alten Verein. Am nächsten Wochenende gastiert die Borussia am Breitenfelder Uhlenbusch, im Hinspiel gab es einen knappen 2:1 Erfolg der Borussia.


Fortuna St. Jürgen – Ratzeburger SV 1:3

Für das wichtige Spiel gegen einen direkten Konkurrenten um den Klassenerhalt wollte der RSV den Schwung aus dem Derbysieg gegen Mölln mitnehmen und wieder Punkten. Das Spiel fing sehr zerfahren an und wurde von vielen Fehlpässen begleitet. Nach 3 Minuten zeigte die Ratzeburger Abwehr allerdings eine erste Unsicherheit nach einer halbhohen Hereingabe von rechts, doch der Routinier Stefan Schnoor im Tor hatte keine Probleme.

Eine Minute später musste Schnoor sich erneut auszeichnen, als der gegnerische Stürmer völlig frei 2 m vor dem Tor zum Kopfball kam, doch der Ratzeburger Torwart konnte durch einen Blitzreflex einen frühen Rückstand verhindern. In der 10. Minute trauten sich auch die Ratzeburger mal nach vorne. Enno Böke war es, der den Torwart der Fortuna mit einem Distanzschuss testete. In der 19. Minute führte "Tosche" Zielinski dann einen Einwurf schnell aus, sodass Björn Scheiner alleine auf das gegnerische Tor zulief und ohne Probleme zum 0:1 einnetzen konnte.

In der Folge drückten die Fortuna etwas aufs Tempo und konnten sich weitere gute Chancen erarbeiten. In der 22. Minute war es Christian Bronikowski, der das Abseits aufhob und so 2 Stürmer von St. Jürgen auf den Ratzeburger Tormann zulaufen konnten. Doch diese wussten es nicht diese Situation auszunutzen. Wenige Minuten später folgten 2 Hochkaräter für Fortuna, als zuerst Ulf Hamann den Ball unterlief und der starke Schnoor aus kurzer Distanz zur Ecke klären musste. Diese fand den Kopf eines Fortuna Stürmers, doch Schnoor konnte erneut stark parieren. Kurz darauf fand ein verunglückter Befreiungsschlag der Fortuna den Kopf von Enno Böke, welcher direkt in den Lauf von Michael Hinrichsen ablenkte.

Dieser konnte dann durch einen gefühlvollen Heber den Ball in den Winkel befördern. 0:2 - Mit diesem sicherlich glücklichen Spielstand ging es dann auch in die Halbzeitpause. In dieser fand Trainer Peter Jäger deutliche Worte, denn das einzige mit dem er zufrieden sein konnte war die Chancenverwertung. Anfang der zweiten Hälfte ging von beiden Seite erst wenig Gefahr aus, bis nach 10 min aus heiterem Himmel ein langgetretener Freistoß aus der eigenen Hälfte von Oliver Knuth auf dem Hinterkopf von Björn Scheiner landete. Der Ball ging unhaltbar über den Torwart herüber und Scheiner machte seinen Doppelpack perfekt.

Die 64. Minute war ein wahres Sinnbild dafür, dass Fortuna wenig dagegen zu setzen hatte, als Christopher Lüth seinen Gegenspieler tunnelt und danach nur durch ein Foul zu stoppen war. Kurz danach konnte sich ein Spieler der Fortuna zwar durch den Strafraum tanken, jedoch war der Abschluss zu ungefährlich. In der 72. Minute war es dann doch soweit, dass St. Jürgen zu seinem Anschlusstreffer kam. Ein Abpraller viel genau auf den Fuß des Spielers, der auf Höhe der Strafraumlinie unhaltbar den Ball im Tor unterbringen konnte. Danach ging allerdings wenig Gefahr von der Fortuna Offensive aus. So konnte der RSV das ausgeglichene Spiel durch eine starke Ausbeute vor dem gegnerischen Kasten gewinnen.

Aufstellung: Schnoor – Knuth, Bronikowski, Hamann – Weigelt (77. Möller), Lüth, Sprenger, Zielinski (73. Radau) – Hinrichsen (58. Tesch) – Scheiner, Böke


FC Dornbreite II – Lübecker SC 2:0

Bei schönem Frühlingswetter kam es heut zum HL-Derby des miteinander befreundeten FC D gg LSC. Die Gastgeber kamen besser ins Spiel und bestimmten die ersten 20min, ohne dabei etwas Zählbares verbuchen zu können. Der LSC fiel nur mit 2 Distanzschüssen auf, die aber auch nicht verwertet werden konnten.

Nach knapp einer 1/2h übernahm aber der Gast das Kommando und kam kurz danach zum 1ten Hochkaräter. FCD Libero Evers rutschte an der Mittellinie am Ball vorbei, so das Deler alleine aufs Tor zulief und den Keeper ausspielte, sich dabei aber soviel Zeit ließ, das sich beim anschließenden Schuss aufs leere Tor der Libero dazwischen werfen konnte!!! Kurz vor der Halbzeit kam dann Yellow (Winterneuzugang vom FC D) nach feinem doppelten Doppelpass mit Paddy frei vorm Keeper zum Abschluss, doch auch ihm versagten die Nerven und er schob am Tor vorbei.

Als wenn das aber noch nicht genug wäre, kam es bis zur 65.min fast im 5min-Takt zu zahlreichen so genannten 100%igen vorm FC D-Tor. 2x Stübi freistehend, Micha mit Freistoß(Keeper hat den Ball sehr gut "raus gefischt"), Deler und Rosi freistehend vergaben die mittlerweile mehr als hochverdiente Führung fahrlässig. Aber wie es in solchen Spielen eben kommen kann, zeigte der FC D uns dann, wie das geht, mit keiner (!) Torchance in der 2ten Hälfte in Führung zugehen. Vor lauter Übereifer führte Ute (seines Zeichens Manndecker) einen Einwurf 10m in deren Hälfte aus, warf aber völlig unnötig dem Gegner den Ball zu, die den Ball hoch und weit an unseren 16er schlugen.

Hendrik legte per Kopf den Ball zurück auf TW Benni, der "Torwart" ruft, aber nur halbherzig rauskommt, so das ein Gastgeber dazwischen lief und ins leere Tor abschloss (65.). Danach war es erstmal mit den Chancen beim LSC zu Ende und die Gastgeber verstärkten ihre Defensive. Nach 75min setzten die Gäste dann alles auf eine Karte und wechselten mit der 3ten Auswechslung noch einen Offensiven Mann ein.

Nur 2min später verletzte sich Libero Marco( wahrschl. Muskelfaserriss) und wir "durften" zu 10 weiterspielen, konnten aber kein Tor mehr erzielen. Nach 85min konnte dann die völlig offene und aufgerückte Abwehr ausgekontert werden und der FCD machte den Sack mit dem 2:0 zu. Beschweren dürfen wir uns aber nicht! Wer so viele Hochkaräter nicht verwerten kann, hat es auch nicht verdient zu gewinnen. Am nä. WE kommen unsere Freunde aus Büchen/S. an die Thomas-Mann-Str., die wir noch aus zahlreichen "Möchte-gern-Aufstiegsspielen" der letzten Jahre kennen. Also Andre - bis So. !!!


SG Wentorf/Schönberg – VfL Schwartau 4:1 (0:0)

In einem mittelmäßigen Kreisligaspiel gewann die SG auf Grund der 2. Halbzeit völlig verdient mit 4:1.

Die 1. Halbzeit war sehr zerfahren. Beide Mannschaften agierten aus einer gefestigten Defensive. Chancen waren dementsprechend Mangelware. Die beste Möglichkeit hatten die Gäste aus Bad Schwartau. In der Halbzeit fand Interimscoach Bernd Böge anscheinend die richtigen Worte. Die SG begann sehr druckvoll und erarbeitete sich erste kleinere Torchancen. Die Führung erzielte jedoch der Gast durch einen Foulelfmeter, der völlig unnötig war, da der Stürmer aus dieser Position nie für Gefahr hätte sorgen können. So rannte man wieder mal einem Rückstand hinterher.

Doch die SG steckte nicht auf und kam nur 5 Minuten später durch einen schönen Fernschuss von Christoph Schultz zum verdienten Ausgleich. Nur 2 Minuten später schloss Sebastian Schönlau einen Konter zur 2:1 Führung ab. Erleichterung bei den Fans und an der Linie. Der Gast aus Schwartau suchte sein Glück oft über lange Bälle, doch die Verteidigung stand an diesem Tag sehr sicher. Die SG verlagerte sich aufs Kontern und so war es wieder Sebastian Schönlau, der nach super Einzelleistung in der 75. Minute die Führung auf 3:1 ausbaute. Das war die Entscheidung an diesem Tag, denn die Gäste gaben sich mehr oder weniger auf.

Kurz vor Schluss erzielte Christoph Schultz noch den 4:1 Endstand. Endlich wieder ein Dreier für die SG, die sich trotz der Rückschläge und Ausfälle in den letzten Wochen nie aufgab und die Saison so gut wie nur noch möglich abschließen möchte, denn man blieb die gesamte Saison eigentlich weit unter seinen Möglichkeiten. Nächste Woche reist die SG nach Mölln und möchte auch hier für eine Überraschung sorgen.

KREISKLASSE A vom 30.03.08










SSV Güster – BSSV III 1:1

Im Lokalderby gegen die III. Mannschaft des BSSV trennte sich der SSV mit 1:1. Der BSSV ging in der 20. Minute mit 0:1 in Führung. Für den mit 5-fachem Ersatz angetretenen SSV erzielte Ole Oetjen das 1:1 (34.). Mirco Schiersch schlug einen hohen Ball in den Strafraum und Ole Oetjen konnte den gegnerischen Torwart mit einem Kopfballheber überwinden. Der Oldie Thomas Gräper setzte noch einen Kopfball an den Pfosten (37.). So wurden mit 1:1 die Seiten gewechselt. Als Mitte der 2. Halbzeit Björn Gödeke verletzt ausgewechselt werden musste, bekam der BSSV etwas mehr Oberwasser. Es blieb allerdings beim der gerechten Punkteteilung. Für den SSV spielten: Mielke - Schiersch, Gödeke, Ide - Burmester, Hasenkamp (Böckenhauer), Kahl, T. Gräper, Kayser - Oetjen, Zigni (Mentzel)


SV Bliestorf – SV Steinhorst 2 2:1 (1:0)

Mann des Tages war einmal mehr Bliestorfs Torjäger Florian Hartwich, der mit seinen beiden Treffern die Reserve aus Steinhorst quasi im Alleingang besiegte. Doch der Reihe nach: Bei herrlichem Fußballwetter und 60 Zuschauern war es schade das der angesetzte Schiedsrichter nicht erschien. Der Dank aller beteiligten geht deshalb an den Steinhorster Schiedsrichter Andreas Wehl, der kurzer Hand einsprang und mit dieser fairen Partie keine Probleme hatte.

Auf beiden Seiten ging es von Anfang an sehr offen zu. Bliestorfs M.Preuß setzte sich in der 6. Minute auf seiner linken Seite gut durch, doch sein Schuss verfehlte knapp sein Ziel. Im Gegenzug war es der Steinhorster D. Nolte, der freistehend vor Bliestorfs Keeper vergab. In der 28. Minute dann das 1:0 für Bliestorf. Hendrik Petzsche bediente mit einem langen Flugball Florian Hartwich und der hatte keine Mühe den Führungstreffer für seine Farben zu erzielen.

In der zweiten Hälfte drückte der Gast aus Steinhorst immer mehr aufs Tempo und erspielte sich mehrere Torschancen, die aber allesamt nicht genutzt wurden. In der 60. Minute dann das 2:0 für die Hausherren. Nach einem langen Einwurf von Heiko Olsen brauchte Bliestorfs Florian Hartwich freistehend nur noch den Kopf hinzuhalten. Sein 16. Saisontreffer.

Der Gast aus Steinhorst gab nun alles und löste 10 Minuten vor Schluss seinen Libero auf. Bliestorf hatte zwar Glück, dass ein Freistoss der Gäste in der 81. Minute nur Aluminium traf, doch drei Minuten später schlug es dann doch im Gehäuse ein. M. Siemer zirkelte in der 84. Minute einen Freistoss unhaltbar zum 2:1 ins Bliestorfer Tor. Steinhorst warf nun alles nach vorne, doch der Gastgeber verteidigte mit Glück und Geschick dieses Ergebnis bis zum Schluss.

FAZIT: Steinhorst hätte auf Grund der starken zweiten Hälfte einen Punkt verdient gehabt, doch es haperte an der Chancenverwertung. Bliestorf ist glücklich, einen Spieler wie Florian Hartwich in Ihren Reihen zu haben, der es mittlerweile auf 16 Saisontore gebracht hat. Vielen Dank noch mal an den Ersatzschiedsrichter. (D.S.)

Freitag, 28. März 2008

DIE BERICHTE VOM OSTERWOCHENENDE

SV Bliestorf – SV Müssen 0:1 (0:1)

In einem kampfbetonten Spiel unterlag der SV Bliestorf insgesamt verdient mit 0:1 gegen den Tabellendritten aus Müssen.

Nach einem zehnminütigen Abtasten übernahm der Gast aus Müssen zwar die Spielkontrolle, tat sich aber zunächst immer wieder schwer, den letzten Pass zum eigenen Mann zu bringen. Der SV Bliestorf versuchte sich auf dem rutschigen Geläuf gar nicht erst im „Mitspielen“, sondern war mit dem Verhindern von Müssens Abschlussmöglichkeiten bereits mehr als ausgelastet. In der 16. Minute prüfte M. Huber dann erstmals den SV B- Schlussmann doch Bliestorfs Keeper Daniel Pilarski, der sich seit Wochen in Bestform präsentiert, entschärfte das Geschoss. In der 21. Minute dann das 0:1. Nachdem H. Olsen den Ball in der eigenen Hälfte vertändelt bringt J. Malik den SV Müssen in Front.

Auch nach dem Wechsel waren die Müssener zunächst das bessere Team, der Gastgeber beschränkte sich keineswegs nur aufs verteidigen. In der 49. Minute gelang Florian Hartwich nach einer Petzsche-Ecke mit einem Kopfball beinahe das 1:1. Im weiteren Verlauf ging der Gast aus Müssen ziemlich leichtfertig mit seinen Möglichkeiten um und Bliestorf blieb mit gelegentlichen Vorstößen stets gefährlich.

In der 84. Minute dann die Möglichkeit für den Gast, den Sack zu zumachen. Nach einem Foul im Strafraum zeigte der gut pfeifende Schiedsrichter Mirza auf den Punkt, doch der starke Daniel Pilarski im Tor der Bliestorfer entschärfte auch diesen von J. Huber geschossenen Elfer. Der Gastgeber warf nun alles nach vorne in der Hoffnung einen Zähler in Bliestorf zu behalten, doch fehlte heute die nötige Durchschlagskraft in der Offensive.

Fazit: Am Verdienst des Müssener Sieges gibt es nichts zu deuteln. Festzuhalten ist aber, dass der Sieger keineswegs überzeugte und bis zum Schluss Gefahr lief von kampfstarken Bliestorfern einen Gegentreffer zu kassieren. Der Schiedsrichter hatte mit dieser fairen A-Klassenpartie keine Probleme.


SSV Güster – SV Lütau 8:1

Der SSV gewann sein Heimspiel gegen die SpVgg. aus Lütau mit 8:1. Pünktlich zum Spielbeginn setzte an den Kiesseen der große Schneefall ein. Wer nicht pünktlich bzw. gar nicht zum Spiel erschien war der Schiedsrichter. So musste Matthias Reitenbach einspringen, der mit dem von beiden Seiten fair geführten Spiel keine Mühe hatte. Danke „Mattis“.

Der SSV begann sehr druckvoll. Das erste Tor schossen jedoch die Gäste durch einen verwandelten Foulelfmeter von Sebastian Thiele (14.). In der 20. Minute war es endlich soweit. Der Top-Vorbereiter Christian „Lüdi“ Lüdtke erzielte sein erstes Saisontor zum 1:1 (20.). Fünf Minuten später tankte sich Norman Burmester im 16-Meterraum durch und erhöhte auf 2:1. Nach Vorarbeit von Sören Jessen gelang Niels Berghof der Treffer zum 3:1 (36.). Mirco Schiersch rettete mit einer spektakulären Aktion den 3:1 Halbzeitstand. Nach einer schönen Kombination von Malte Hasenkamp und Christian Lüdtke netzte Sören Jessen zum 4:1 (52.) ein. Mit einem, für die Klasse, aufsehend erregenden Elfmeter war es wiederum Christian Lüdtke, der zum 5:1 (60.) traf. Jetzt war die Moral der Turbine aus Lütau vollends gebrochen.

Die weiteren Treffer zum 8:1 erzielten Sören Jessen (64., Flanke Norman Burmester), Ole Oetjen (80., Vorarbeit Sören Jessen) und Malte Hasenkamp (89. mit einem nicht ganz unhaltbarem Schuss). Für die doch schlechten Witterungsbedingungen zeigte der SSV eine ansprechende Leistung.


Es spielten: B. Karaca - M. Schiersch (R. Ide), B. Gödeke, M. Hasenkamp - N. Burmester, C. Lüdtke, T. Kahl, S. Jessen, B. Kayser (M. Mentzel) - N. Berghof (M. Böckenhauer), G. Zigni (O. Oetjen)


SV Mustin – Bor. Möhnsen 1:1

Das war nix! Die 1.Herren kam nach einer schwachen Leistung nicht über ein 1:1 (0:0) beim Schlusslicht Mustiner SV hinaus. Auch die Entschuldigung, dass die Borussen einige Ausfälle zu beklagen hatte, ist nicht anzuerkennen. Zwar übernahmen die Borussen vom Anpfiff die Iniative, doch der letzte Tick fehlte heute bei allen. Die Chancen wurden teilweise leichtfertig vergeben und manchmal kam auch noch Pech dazu.

Das Schiedsrichtergespann stand in der 20. Minute erstmals im Mittelpunkt, als Felix Stamer im Strafraum unsanft von den Beinen geholt wurde, ein klarer Elfmeter, doch der Pfiff blieb leider aus. Zehn Minuten später war es wieder Felix Stamer, der im Strafraum gefoult wurde, diesmal entschied der Referee sofort auf Elfmeter, die große Chance zur Führung war da. Kapitän Daniel Schlingelhof übernahm Verantwortung, doch der Ball rollte vom Innenpfosten an der Torlinie entlang ins Toraus. Kurze Zeit später, wieder ein Aluminiumtreffer, nach einem kurzen Eckball kam Christopher Pagel frei zum Schuß, doch die Latte stand im Weg. Mit Beginn der 2.Hälfte hatten die Borussen sich viel vorgenommen, doch was passierte, war einfach nur schlecht und hatte mit Kreisliga Fussball wenig zu tun.

Die wacker kämpfenden Gastgeber kamen zu ersten Gelegenheiten und konnten in der 55. Minute ihren ersten Spielzug zur Führung nutzen. Nach dem Führungstreffer rannten die Borussen an, die aufkommenden Möglichkeiten wurden kläglich vergeben, Dshivan Saleh und der eingewechselte Christoph Czygan konnten freistehend vor dem Mustiner Tor den Ball nicht im Netz unterbringen. In der 70. Minute dann endlich der Ausgleich, mit einem schlauen Pass bediente Frederik von Elm Dshivan Saleh, der dann keine Mühe mehr hatte. Jetzt blieben noch 20 Minuten, um den Sieg noch einzufahren! Aber auch nach dem Treffer wurde es nicht besser!

In der 88.Minute dann doch noch fast der Siegtreffer, Felix Stamer traf aber aus halblinker Position nur die Unterlatte. Auch wenn es natürlich auch viel Pech war am heutigen Tag, hatten es die Borussen aufgrund ihrer Spielweise auch nicht verdient zu gewinnen. Am nächsten Wochenende ist eine Leistungssteigerung nötig, um gegen den Möllner SV II zu bestehen.

Aufstellung Borussia Möhnsen: Bastian Siemers - Frederik von Elm,Jens Kanschat, Florian Heitmann (46. Christoph Czygan) - Malek Saleh, Christopher Pagel, Daniel Schlingelhof, Markus Buer (80. Nikolas Heuer), Felix Stamer - Dshivan Saleh, John Willers

Tore: 1:0 (55.), 1:1 Dshivan Saleh (70.)

bes. Vorkom.: Daniel Schlingelhof verschießt Foulelfmeter (30.)


SG Wentorf/Schönberg – Fort. St. Jürgen 3:3

In einem von Kampf geprägtem Spiel gab es eine verdiente Punkteteilung. Die Gäste aus Lübeck begannen stark und hätten nach wenigen Minuten schon in Führung gehen müssen, scheiterten jedoch oft an Keeper Marcus Beier.

Mit der ersten halben Torchance gelang Christoph Schultz in der 8. Minute die unverdiente 1:0 Führung. Im weiteren Verlauf der ersten Hälfte scheiterten die Gäste aus Lübeck noch einige Male am starken SG-Keeper oder am Aluminium. Kurz vor der Halbzeit erzielte Niklas Basau aus heiterem Himmel nach einer Ecke die 2:0 Führung. So ging es in die Kabine.

In der zweiten Halbzeit das gleiche Bild. Die Gäste hatten die besseren Chancen, kamen jedoch erst durch einen Foulelfmeter in der 60.Minute zum 1:2 Anschluss. Das war der Weckruf für die Gäste. Es entwickelte sich ein Spiel auf ein Tor. Doch in der 75. Minute stellte Christoph Schultz nach feiner Vorarbeit von Dennis Wasselewski den 2 Tore Vorsprung wieder her. Eigentlich sollte man diesen in einem Heimspiel über die Zeit retten. Doch die Gäste kamen durch einen Doppelschlag kurz vor Schluss nach kapitalen Abwehrfehlern noch zum verdienten Ausgleich. Nächste Woche kommt die Mannschaft aus Schwartau nach Wentorf. Hier sollten 3 Punkte unbedingt Pflicht sein.

Freitag, 21. März 2008

BEZIRKSLIGA vom 16.03.08


TuS Hoisdorf – BSSV 2:5 (2:2)

Ein richtungweisendes Spiel stand in Hoisdorf auf dem Plan, denn der BSSV wollte den Aufwärtstrend bestätigen und mit dem dritten Sieg in Folge in die „Osterpause“ gehen.

Die größte Herausforderung stellte diesmal das Spielfeld an sich da, denn Hoisdorf überraschte uns damit, das satte Grün zu sperren und das Spiel stattdessen auf dem kleinen Grandplatz auszutragen. Bereits vor dem Spiel war allen klar, dass besonders der Kampf und die Zweikampfstärke über den Sieger entscheiden werden. Die Partie begann allerdings äußerst unglücklich für den BSSV, denn Hoisdorf nutzte die ersten beiden Torchancen zum 1:0 und 2:0. Die dritte Möglichkeit wurde von Hauke Hansen pariert und stellte den endgültigen Weckruf in der 20. Minute dar. Von nun an gewann man die Mehrzahl der Zweikämpfe und erspielte sich Torchancen.

Bastian Tolle schaffte den Anschluss und bereits in der 30. Minute schaffte Maik Heinrich per direkten Freistoß den Ausgleich. Bis zur Halbzeit boten sich dem BSSV noch mehrere Chancen, doch leider glückte kein Tor mehr. In der zweiten Halbzeit musste man dort anknüpfen, wo man in der ersten Halbzeit aufhörte, was auch gelang. Die Büchener spielten äußerst engagiert und konzentriert weiter und beherrschten nun die Partie. In der 55. Minute gelang Bastian Tolle per Kopf sein zweiter Treffer und spätestens in der 70. Minute nach Matthias Krügers 4:2 war das Spiel gewonnen, zumal man in der Defensive in der zweiten Hälfte nichts mehr anbrennen ließ.

Nic Burke traf dann noch sehenswert zum 5:2 in der 80. Minute und stellte so den Endstand her. Fazit: Nach einem frühen 0:2-Rückstand auf dem Grandplatz zeigte die Mannschaft eine tolle Moral und drehte die Partie. Die Büchener beherrschten die Partie von Minute zu Minute mehr und gewannen am Ende verdient mit 5:2. Bei einer noch konsequenteren Chancenverwertung hätte das Ergebnis dabei sogar noch höher ausfallen können. Äußerst bemerkenswert war allerdings, wie man sich ab der 20. Minute zurückkämpfte und dies lässt positiv auf die nächsten Partien schauen.

Mittwoch, 19. März 2008

Nottingham Forest

























Mitte der 70er dümpelte Nottingham Forest in der zweiten englischen Liga. Dann aber kam Trainer Brian Clough und vollbrachte ein Wunder. Forest stieg auf, wurde sofort Meister und gewann danach zweimal den Europapokal der Landesmeister.

Nottingham ist bekannt für die Legende von Robin Hood. Jener Held, der die Reichen ausraubte und seine Beute unter den Armen verteilte. Ein Mythos, der zu schön ist, um wahr zu sein. Ähnlich verhält es sich mit den Glanzleistungen des Fußballklubs Nottingham Forest, der Ende der 70er, quasi aus dem Nichts kommend, ganz Europa aufmischte. Und doch unterscheidet sich diese Geschichte in einem entscheidenden Punkt von der überlieferten: Sie stimmt tatsächlich.

Noch zur Mitte der Dekade hatte Forest nur eine unbedeutende Rolle in der englischen »Second Division« gespielt. 1959 hatte der Verein den FA-Cup gewonnen, doch die Erinnerungen daran waren schon fast verblasst. Dann aber, am 6. Januar 1975, wurde Brian Clough Trainer bei Nottingham Forest. Der erst 39-jährige Clough, der zuvor schon mit Derby County die englische Meisterschaft gewonnen, sich danach aber mit der Vereinsführung überworfen hatte, brachte seinen langjährigen Wegbegleiter Peter Taylor als kongenialen Partner mit. Mit ihrer besonderen Chemie waren die beiden das Manager-Traumpaar der damaligen Zeit.

Clough war für die bissige Außendarstellung und die Grundausrichtung verantwortlich, Taylor gab das Genie dahinter, mit einem unglaublichen Gespür bei der Sichtung von Spielern. Vor allem das Gespann Larry Lloyd und Kenny Burns erwies sich als echter Glücksgriff. Beide waren bei ihren vorigen Vereinen ins Abseits geraten und brannten darauf, sich zu beweisen. Es passte auf Anhieb. Lloyd und Burns wurden zu einem perfekten Defensivbollwerk vor der Abwehrreihe. Daneben griffen die neuen Trainer auf Rohdiamanten aus dem Nottingham-Fundus zurück, die erst unter Clough und Taylor zu strahlen begannen.

Zum Beispiel Viv Anderson, der mit feinen Tacklings und präzisem Stellungsspiel zum ersten farbigen Nationalspieler Englands aufstieg. Oder Tony Woodcock, der später seine Tore beim 1.?FC Köln schoss. Oder John Robertson. Der stand schon zum Verkauf, als ihn Clough zu einem seiner Schlüsselspieler machte. Robertsons linkes Flügelspiel mit raschen Vorstößen in die Tiefe und präzisen Flanken von der Grundlinie rissen seinen Trainer gar zu der Bemerkung hin, er sei »der Picasso unseres Spiels«.


1977 gelang Nottingham Forest die Rückkehr in die »First Division«, der damals höchsten Spielklasse. In jenem Sommer gelang Clough und Taylor ein weiterer Coup, als sie den englischen Nationaltorwart Peter Shilton von Stoke City holten. Clough war anfangs skeptisch gewesen, schließlich hatte Forest bereits Englands U21-Keeper John Middleton zwischen den Pfosten. Doch Taylor beharrte auf dem Transfer, seine Begründung: »Shilton gewinnt Spiele.« Er sollte Recht behalten. Der Aufsteiger, der als Außenseiter in die Spielzeit 1977/78 gegangen war, fand sich am 9. Spieltag plötzlich auf dem ersten Tabellenplatz wieder, vor dem damals dominierenden FC Liverpool – und er sollte die Führung nicht mehr abgeben. Die Defensive ließ dabei ganze 24 Gegentreffer in 42 Spielen zu. Bis heute ist es in England keinem Neuling mehr gelungen, Meister zu werden. Doch Forest war mehr als nur eine Eintagsfliege.

Bereits in der ersten Runde des Europapokals der Landesmeister traf der Klub auf den Titelverteidiger aus Liverpool. Wieder einmal galt die Mannschaft aus den East Midlands als krasser Außenseiter. Dann aber gewann Forest daheim mit 2:0, erkämpfte sich im Rückspiel an der Anfield Road ein 0:0 und war spätestens danach keine Unbekannte mehr in Europa. Mit seinem modernen, schnell vorgetragenen Kurzpasspiel marschierte das Team zu einer Zeit, als der britische Fußball noch für simples Kick & Rush bekannt war, ins Halbfinale. Dort gab es im Hinspiel mit einem 3:3 gegen den 1.?FC Köln den ersten Dämpfer. Es war Peter Taylor, der das nötige Hintergrundwissen besaß, um das Blatt noch zu wenden. Der Ehemann seiner Nichte hatte in Deutschland an der Sporthochschule Köln unter Hennes Weisweiler studiert und berichtete, dass der Kölner Trainer ein konservativer Mensch sei, dem es an Mut fehle, der folglich versuchen würde, das zu verteidigen, was er hatte. So kam es dann auch.

Der FC wollte im Müngersdorfer Stadion das torlose Remis halten, während Forest sein Heil in der Offensive suchte und schließlich verdient mit 1:0 gewann. Eine bis dahin international völlig unerfahrene Mannschaft erreichte also das Finale in München. Das Spiel gegen die Schweden von Malmö FF wurde kein Fest. Es wurde entschieden durch einen Flugkopfball von Trevor Francis, der im Winter für die damalige Rekordsumme von einer Million Pfund aus Birmingham gekommen war. Als die Sieger am nächsten Tag in Nottingham landeten, lag ihnen die Stadt zu Füßen. Einer war da bereits wieder im Urlaub: Brian Clough hatte seine Ferien auf Kreta nur für den Abend des Endspiels unterbrochen, im Anschluss war er sofort in sein Feriendomizil zurückgekehrt.

Ein Jahr später stand Cloughs Truppe erneut im Endspiel des Landesmeisterpokals, Gegner in Madrid war der Hamburger SV. Zum Held dieses Endspiels wurde einmal mehr Peter Shilton. Forest genügte ein frühes Tor durch Robertson, um den Titel erfolgreich zu verteidigen und ein weiteres Mal Geschichte zu schreiben: Bis heute ist Nottingham der einzige Verein, der häufiger den Landesmeisterpokal errungen hat als die nationale Meisterschaft.

Auf lange Sicht war nämlich auch diese Geschichte zu schön, um wahr zu sein. Zwar spielte Forest noch einige Jahre im Vorderfeld der »First Division« mit, doch zum Titel reichte es nicht mehr. 1983 überwarf sich Clough mit Peter Taylor und leitete fortan die Geschicke des Klubs allein. Die späten 80er waren dann schon geprägt von Cloughs immer schwerer zu kontrollierendem Alkoholismus. In der Saison 1992/93 stieg Forest nach 16 Jahren Erstklassigkeit ab. Brian Clough trat danach zurück, er starb 2004 an Magenkrebs.

Heute dümpelt Forest in der League 1 (Dritte Liga) herum und hat eigentlich fast keine Chance mehr, sich direkt für die Championship zu qualifizieren. Immerhin machen Platz 3 bis 6 noch einen weiteren Aufsteiger unter sich aus.

Fakt ist: Bis heute ist Nottingham Forrest die erste und einzige Mannschaft, die mehr Europapokale der Landesmeister gewonnen hat als Meisterschaften im eigenen Land: Nach der englischen Meisterschaft 1978 hatte Nottingham 1979 den Europacup der Landesmeister gewonnen und den Titel im folgenden Jahr verteidigt.

Die Tricky Trees (wegen des Baums in ihrem Vereinslogo) wurden 1865 gegründet, drei Jahre nach Gründung des wohl ersten reinen Fußballvereins der Welt, dem Lokalrivalen Notts County. Gegen diesen Club wurde auch das erste bekannte Fußball-Derby der Welt ausgetragen.


www.nottinghamforest.co.uk

http://www.youtube.com/watch?v=GmVTq8nKiTg

http://www.youtube.com/watch?v=85wqlkNn3ZI

http://www.youtube.com/watch?v=nEjNN53tkWM&feature=related

KREISKLASSE A vom 16.03.08


BSSV III – TSV Berkenthin II 3:1

An diesem Wochenende kam mit Berkenthin II bereits der dritte Letztplatzierte in 2008 zu unserer Dritten nach Siebeneichen, nachdem zuvor Nusse und Steinhorst diesen Platz wieder verlassen konnten. Trainer Andreas Martel konnte wieder auf 14 Herrenspieler zurückgreifen, da viele ihr Abiturprüfungen hinter sich gebracht haben und ein einige Spieler ihre Verletzungen auskuriert haben.

Das Hinspiel gewann man 8:1 und daher warnte der Trainer die Mannschaft nicht zu euphorisch in das Spiel zu gehen und den Gegner mal wieder zu unterschätzen. Die Mannschaft fing wie schon in den letzten Partien gut an und erspielte sich seine Chancen, so wie in der 10. min, wo Thorben Knust aus 4 Meter am Tor vorbei schoss (101%ige Chance). Die Dritte probierte es oft durch die Mitte und mit langen Bällen, die jedoch oft von den Berkenthinern vereitelt wurden. Sobald der Ball über die Außenbahnen kam wurde es sofort gefährlich vor dem Tor der Berkenthiner.

Das 1:0 entstand durch eine gute Hereingabe durch Hannes v. Pirch, die ein Berkenthiner ins eigene Tor ablankte. Von Berkenthin kam in der ersten Halbzeit wenig und somit ging man mit einer 1:0-Führung in die Pause. Der BSSV motivierte sich in der Halbzeit und fing die 2. Halbzeit eher gemächlich an. Nils Richert ging in der Halbzeit raus mit Rückenproblemen und für ihn kam Benjamin Thiele. Die Büchener kamen immer wieder zu ihren Torchancen, jedoch wurden sie nicht genutzt. In der 60 min. viel das mehr als fällige 2:0 durch ein seltenes Kopfballtor von Jan Jenkel, der sträflich von der Berkenthiner Hintermannschaft allein gelassen wurde, und in der 70. min das 3:0 durch Tobias Schliemann.

Die Dritte wollte mehr und spielte weiterhin sehr offensiv, was jedoch in der 80 min. nach hinten losging, als man das 3:1 durch einen Abwehrfehler kassieren musste. Allerdings geriet der Zwei-Tore-Vorsprung in den letzten 10 Minuten nicht mehr in Gefahr und die Dritte gewann das Spiel mit 3:1.

Dienstag, 18. März 2008

BEZIRKSOBERLIGA vom 16.03.08


Preußen Reinfeld – GW Siebenbäumen 1:1

Überhaupt war das das größte Manko. Endlich wurde auch mal aus der zweiten Reihe der Erfolg gesucht, aber die Bälle fanden nicht ihr Ziel. Nur ein einziger Schuss in der zweiten Halbzeit wurde gefährlich und vom gut aufgelegten Torhüter der Gastgeber über die Latte gelenkt. Das Tor in der 1.Halbzeit erzielten die Gastgeber. Nach einem Ballverlust der Grün-Weißen im Mittelfeld schaltete Reinfeld schnell um und spielte Timo Kutschke im Strafraum frei, der dem heraus eilenden Ole Oberbeck keine Chance ließ.

Die zweite Halbzeit begann wie die letzten Spiele. Ein schnelles Tor musste her und fiel auch. Nach einer Ecke der Reinfelder wurde ein Konter mustergültig abgeschlossen. Marco Starke schickte Tino Goebel auf der linken Seite auf die Reise, der den Ball gefühlvoll zum langen Pfosten flankte. Dort tauchte der mitgelaufene Sven Jäkel auf, der den Ball volley im kurzen Eck versenkte. Das nennt man einen perfekten Konter.

Nur wenige Minuten später hatte wiederum Sven Jäkel die Führung auf dem Fuße, doch aus spitzem Winkel konnte er dieses Mal den Torhüter nicht überwinden. Und überhaupt war der gegnerische Torhüter im Tor der Gastgeber der Brocken, den die Grün-Weißen an diesem Tage nicht mehr umstoßen konnten. Rene Putzier scheiterte mit seinem sehr guten Distanzschuss, Ove Schulz mit Hackentrick aus Nahdistanz, und auch die vielen Freistöße, die in den Strafraum segelten, fanden Ihren Meister im Keeper der Reinfelder. Ihm war es zu verdanken, dass die Grün-Weißen nicht schon wieder ein Spiel in der 2.Halbzeit drehten. Natürlich auch, weil Reinfeld über die gesamten 90 Minuten gut dagegen hielt und die Grün-Weißen nicht wie gewohnt zu ihrem Spiel fanden.

Die wahrscheinlich größte Chance besaßen die Reinfelder in der Schlussminute. Als die Grün-Weißen noch mal alles nach vorne warfen liefen sie in einen Konter. Doch aus wirklich aussichtsreicher Position konnten die Gastgeber kein Kapital schlagen. Coach Salomon zeigte sich mit der Leistung seiner Mannen überhaupt nicht zufrieden und trauerte den verschenkten 2 Punkten hinterher.

GWS: Ole Oberbeck - Rene Putzier, Jens Oberbeck, Daniel Bremer - Sven Jaekel, Muersat Morina (46.min N.P.Mayungululu), Tino Goebel, Marco Starke (75.min Ralf Topel), Manuel Plähn - Rene Krause (70.min Moto Morello), Ove Schulz

Tore: 0-1 39.min Timo Kutschk, 1-1 47.min Sven Jäkel